Rotationen schlecht für den Rücken?

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Dracula
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Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von Dracula »

Seid gegrüßt, liebe Mitglieder!

Heute war ich wieder bei der Krankengymnastik. Da ich meiner Krankengymnastin erzählt hatte, dass ich auch "normale" Gymnastik mache, habe ich ihr heute mal mein Gymnastikbuch und die Übungen, die ich mache, gezeigt. Bei einigen hat sie gesagt, dass ich das nicht machen soll, weil das zu viel Rotation sei, und das sei schädlich für den Rücken, wenn man eine versteifte Wirbelsäule hat (die ich habe). Sie meinte, dass sich die Versteifung dadurch lockern könne. Stimmt das?

Ich habe sowieso das Gefühl gar nichts mehr zu dürfen bzw. zu können, seit ich (gegen meinen Willen (bin noch keine 18)!) operiert wurde... :( seit dieser OP ist sowieso alles schlimmer geworden... die Schmerzen, alles... tut mir leid, wenn ich euch jetzt meine Leidensgeschichte erzähle, aber das muss einfach mal raus.

Eure Freundin Dracula
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Alex_activitas
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Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Dracula,

das Problem bei Versteifungen ist, dass der Wirbelsäule weniger Segmente für die Rotation zur Verfügung stehen, als sie eigentlich dafür nutzt.
Eine Rotation findet nicht in ein oder zwei Ebenen statt, sondern über viel größere WS-Abschnitte. Ein Beispiel: wenn man z.B. den Kopf ganz nach rechts (oder links) dreht, also eigentlich eine Rotation in der Halswirbelsäule (könnte man meinen), rotieren die Wirbel bis zur Mitte der Brustwirbelsäule mit!

Dies ist in anderen WS-Abschnitten genau das gleiche.
Sind nun bestimmte Bereiche versteift, kann hier keine Rotation stattfinden. Trotzdem will man aber das Bewegungsausmaß erreichen - das bedeutet, dass am oberen und unteren Ende der Versteifungsstrecke eine deutlich größere Rotation stattfindet, als in den anderen freien Bereichen. Die kann und wird über kurz oder lang dort zu Problemen führen.

Von daher hat Deine Physio schon Recht.
Und wenn die Schmerzen seit der OP schlimmer geworden sind, ist es um so wichtiger, sich an die Angaben Deiner Physio zu halten.

Ich kann Dich verstehen: viele Verbote, das geht nicht, dies geht nicht....
Aber auf der anderen Seite ist einfach eine Einschränkung vorhanden - das steht fest. Also sollte der nächste Schritt sein, dass man schaut, was Du machen kannst und sollst. Sprich: nicht die Verbote stehen im Vordergrund, sondern das, was Du tun kannst! Vielleicht ist dieser Ansatz ein Weg, der Dir helfen kann.

Gruß,
Alex
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Dracula
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Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von Dracula »

Was kann ich denn schon noch tun :(
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Dalia
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Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von Dalia »

Dracula, da du so oft von Einschränkungen durch die OP redest: Du solltest dir bewusst sein, dass eine nicht-operierte Wirbelsäule auch mit deutlichen (!) Einschränkungen einhergeht, sich sogar im Lauf der Zeit versteift. Du kannst nicht wissen, ob es dir ohne OP wirklich besser gehen würde. Ohne OP wäre dein Rücken möglicherweise krümmer und weniger schön anzusehen und hättest du vielleicht noch mehr Beschwerden. Das kannst du nicht wissen. Du solltest lieber daran arbeiten, deine Situation zu verbessern und vielleicht wirklich eine Schroth-Reha anstreben.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Dracula,

ich kann Dalia da nur zustimmen!

Und zu Deinem:
Dracula hat geschrieben:Was kann ich denn schon noch tun :(
Glaube mir: jede Menge. Deine Physio soll Dir dies einfach mal aufzeigen. Es ist in der Tat noch eine ganze Menge Dinge, die Du noch tun kannst.

Kopf hoch!

Gruß,
Alex
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Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von Dracula »

Sei gegrüßt, Dalia!

Vielleicht hätte es sich gar nicht mehr so sehr verschlimmert :( vielleicht hätte ein Korsett auch gereicht :(

Deine Freundin D.

_______________________________________________________________________________________________________________

Sei gegrüßt, Alex!

Es mag sein, dass ich noch Dinge tun kann. Aber bei Weitem nicht mehr alles. Und meine Beweglichkeit kann mir auch keiner zurückgeben :schnief: Ich bin zum unbeweglichen Schwächling geworden :(

Deine Freundin Dracula
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Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von bluecat »

Hey Dracula,

vielleicht hätte es auch gereicht. Aber Spekulieren mit was wäre wen... wird dir nicht mehr helfen, im Gegenteil. Das zieht dich nur noch weiter runter.

Außerdem bist du doch kein Schwächling. Versuche doch bitte an deiner Einstellung etwas zu arbeiten. Wenn sich die Einstellung im Kopf nicht irgendwann etwas ändert, wirst du nie aus deinem Tief herauskommen. Nur du musst es halt wollen!
Gib dir einen Ruck und schau nach vorne. Fang an zu leben!

LG
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jetzt Physiotherapie

Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von second »

Hallo Dracula,

wir sind uns in mindestens 2 Dingen ähnlich:

- ich lasse mich auch ungern bevormunden
- ich grübele auch gern darüber nach, wie es gewesen wäre, wenn Dinge anders/besser gelaufen wären.

Am ersten Punkt kannst du was ändern: einfach in Zukunft besser durchsetzen und die eigenen Interessen vertreten! Vehement!

Am zweiten Punkt kannst du nur insofern was ändern, indem du weniger grübelst, denn ändern kannst du es ja eh nicht mehr. Ein immerfortwährendes "was wäre gewesen wenn" verbraucht auf Dauer irgendwie auch einfach zu viel Energie.

Ach und noch was: komm doch wieder in das Operations-Forum. Einfach mal ein paar Regeln - zähneknirschend - akzeptieren und ich glaube es wird dir dort gut gehen! Es gibt etliche User, die in beiden Skolioseforen sind!
Gruß

Second
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Re: Rotationen schlecht für den Rücken?

Beitrag von Silas »

Es ist oft fürchterlich schmerzhaft, Verluste hinzunehmen und mindestens genauso schwierig Entscheidungen, die man danach für falsch hält, zu tolerieren.

In meinem Leben gibt es auch sehr einschneidende Dinge, denen ich immer noch nachtrauere, aber ich versuche mich langsam, mit den Entscheidungen anzufreunden und das beste daraus zu machen.

Eine gute Freundin hat mir immer gesagt: "Kämpfe für das, was Dich weiter bringt, akzeptiere, was Du nicht ändern kannst".

Vielleicht hilft Dir auch die Arbeit mit einem Psychologen weiter, einen Versuch wäre es wert.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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