Hallo Socke,
v.a. schlimm finde ich, dass nicht der Arzt "mehr Geld" bekommt, der tatsächlich gut ist und viele Skoliose-Patienten behandelt, sondern ein x-beliebiges Krankenhaus, welches halt eine Skoliose-Sprechstunde anbietet.
Da die Behandlung ausgesprochen schwierig, langwierig und von Patient zu Patient anders ist, bräuchte man pro Krankenhaus mindestens einen echten Experten, der sich dann nur um die Skoli-Behandlung kümmert.
Daran liegt es noch nichtmal. Die meisten Skoliose-Sprechstunden werden auch nur von einem einzigen Arzt (plus Assistenzärzte) betreut. Nur was, wenn dieser veraltete Ansichten hat (a la: Kosett bringt nichts mehr, wenn die Skoliose > 40° ist etc.), keinen vernünftigen OT an seiner Seite hat oder schlichtweg die technischen Möglichkeiten (Ganzaufnahme) fehlen.
Ich gehe davon aus, dass das ein Reinfall wird. Und zwar einfach, weil es an erfahrenen Ärzten mangelt, bzw. an solchen, die ihren Horizont erweitern und den Patienten wirklich helfen wollen.
Sehe ich auch so.
durften Rehaklinik zuvor schon?
Es geht gar nicht um KG-Behandlungen an sich. Mit "ambulanter Behandlung" ist hier die
ärztliche Betreuung gemeint, also die Diagnose, Therapieeinleitung und Kontrolle. Eben nur nicht bei niedergelassenen Orthopäden, sondern in chirurgisch/orthopädischen Krankenhäusern. Wie bisher z.B. Skoliose-Sprechstunden in Uni-Kliniken.
So wie ich das verstanden habe, werden erstmal sogar keine weiteren als die bisherigen Kliniken für die ambulante Behandlung zugelassen. Das einzige, was sich also ändert, ist die Vergütung für diese Kliniken für die bereits genannten Skolioseformen (Skoliose im Kindesalter und > 20°). Langfristig wird sich das aber bestimmt ändern, man ändert diese Regelung ja nicht umsonst.
Bei Reha´s galt schon immer der Grundsatz "ambulant vor stationär", hat aber mit der neuen Regelung überhaupt nichts zu tun.
LG
Minimine