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Wirbelblockade inkl. Schmerzen an einer Rippe

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 10:04
von Schnecke007
Hallo Ihr Lieben,

heute brauche ich mal wieder Eure Hilfe... :(
Neulich habe ich mir beim Aufwachen meine Wirbel übel verdreht, hatte auch ziemliche Schmerzen. :schmerz: Außerdem war eine Rippe schmerzhaft (blockiert?). Meine Physiotherapeutin hat alles wieder hinbekommen, aber seit gestern hab ich wieder Schmerzen an der gleichen Stelle inkl. Rippe. Meine Physiotherapeutin ist leider im Urlaub und eigentlich wollte ich nicht schon wieder zum Arzt, um meine Blockaden lösen zu lassen.

Weiß jemand irgendwas, was mir helfen könnte? Abgesehen von Wärme fällt mir nichts ein, :nixweiss: ich kenne leider auch keine Übung, die speziell auf die Rippen abzielt. Oder muss ich auf jeden Fall zum Arzt? Bei mir ist es leider normalerweise nicht so, dass es sich von selbst wieder gibt.

Wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte. Danke!
Schnecke

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 11:59
von gauklerdavid
Hallo Schnecke,

Geduld und Waerme sind sicher eine der besseren Ratgeber. Oft Hilft der Koerper sich selbst denke ich. Manchmal laesst der Koerper die Muskelanspannung ( und den Schmerz) noch eine Weile bestehen , sozusagen als Schutz fur erneute ueberlastung. Oder du hast was gezerrt und das dauert etwas laenger. Ich wuerde ein bis zwei Wochen abwarten, und wenn das Problem dann noch besteht weitere Masnahmen in Angriff nehmen.
Also weitere Diagnostik und oder zu einem GUTEN Manualtherapeuten oder Fysiotherapeuten.
Die Aerzte die ich kenne mobilisieren Rippengelenke durch recht unspezifisch auf den Rucken zu druecken, fuer mich ist das nicht die richtige Methode, aber es gibt auch sicher welche die das besser koennen.
Bei mir ist es leider normalerweise nicht so, dass es sich von selbst wieder gibt.
sicher nicht? auch nicht nach zwei Wochen?

Gute Besserung
david

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 12:13
von Schnecke007
Hallo David,

danke für Deine Antwort! :) Es ist diesmal nicht so, dass der Schmerz einfach noch eine Weile nach dem Lösen der Blockaden besteht, sondern er war weg, ich war wieder normal beweglich, und jetzt (etwa eine Woche später) kommen die gleichen Symptome wieder. Ich vermute, dass die verkrampften Muskeln alles wieder zurückgezogen haben..? :|

Normalerweise wird es bei mir mit der Zeit eher schlimmer und durch die Muskulatur wird es schwieriger, meinen Rücken wieder in Ordnung zu bringen. Nach unspezifischem "Einrenken" steht mir aber wie gesagt gerade nicht der Sinn. :(

Viele Grüße,
Schnecke

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 12:49
von minimine
Hallo Schnecke,
also bei mir hilft bei leichteren Blockaden, wenn ich eine starke Schmerztablette schlucke und mich dann aufs Heizkissen lege. Bei stärkeren Blockaden hilft leider immer nur Einrenken. Ich weiß nicht, wie sich die Blockade bei dir jetzt ausprägt. Mit stärker meine ich bei mir, dass ich mich dann nur noch im Schneckentempo bewegen kann und auch Probleme beim Atmen habe.

LG
Minimine

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 14:45
von Schnecke007
Hallo Minimine! :knuddel:

Bringt die Schmerztablette irgendwas - natürlich abgesehen von der Schmerzlinderung? :D

Also die Schmerzen sind äußerst unangenehm, es zieht mir dumpf in alle Richtungen, u. a. in den Kopf, und die Rippe merke ich bei bestimmten Bewegungen oder wenn ich in die Brust einatme. Es ist aber nicht so, dass ich mich vor Schmerzen nicht rühren könnte (das war neulich eher so, als ich mir morgens den Wirbel verdreht hatte - ich hätte schreien können, wenn ich nicht vor lauter Halsschmerzen sowieso keine Stimme gehabt hätte :gruebel: :irre: :urrg: :schimpf: :grosseaugen: ). Heizkissen hab ich nicht, werde aber mal was improvisieren.

Gibts denn ansonsten keine Übungen, die mir helfen könnten? :(

Danke dass Ihr mir schreibt,
Schnecke

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 15:32
von minimine
Hi Schnecke,
Bringt die Schmerztablette irgendwas - natürlich abgesehen von der Schmerzlinderung?
naja, wenn die Blockade noch besteht, dann lindert sie auch nur die Schmerzen, wenn man sich nicht bewegt. Ich finde allerdings immer, dass man sich aufgrund der Schmerzen noch mehr verspannt und dagegen wirkt die Schmerztablette dann schon.
Gibts denn ansonsten keine Übungen, die mir helfen könnten?
Wenn du dich noch einigermaßen bewegen kannst, dann kannst du das mal versuchen. Du legst dich ganz flach auf den Boden und spreizt die Arme im 90° Winkel vom Körper ab. Dann versuchst du, mit dem linken Fuß an die recht Hand zu kommen und umgekehrt. Manchmal hat mir das schon geholfen, manchmal auch nicht. Ich würde aber doch eher den Arzt bevorzugen, mich einrenken lassen und dann ein paar Stabilisationsübungen machen. ;)

LG
Minimine

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 17:44
von Lady S
Hallo Schnecke,

ich kenne diese unangenehmen Schmerzen auch - bei mir zieht das bis in den Kehlkopf.
Mir hilft oft Schrothen (räkeln und Paket raffen); ansonsten Entspannung der Muskeln drumherum: flach auf den Rücken legen, Wärme,...
Vielleicht hast Du ein Rotlicht oder eine Wärmeflasche? Oder ein warmes Bad, notfalls eine heisse Dusche und danach hinlegen.

Grüsse, Lady S

Verfasst: Mo, 28.12.2009 - 20:05
von Schnecke007
Danke für Eure Antworten.

Das mit den Schmerztabletten leuchtet mir ein, danke für die Erklärung. :ja: Die Übung werde ich nachher gleich mal testen.

Nachdem die Schmerzen heute Nachmittag richtig übel wurden, wollte ich zum Arzt gehen, aber der hat Urlaub bis zum 8. Januar ;( und zu einem neuen will ich eigentlich nicht gleich mit der HWS (die ging im Lauf des Tages total zu)...

Rotlicht hab ich, aber das hat mir bei Blockaden bisher nicht so gut geholfen, meistens hatte ich hinterher noch mehr Schmerzen. Ein heißes Bad ist sicher eine gute Alternative, danke.

Normal würde ich jetzt auf die Nacht noch eine halbe Tetrazepam nehmen, aber dummerweise hab ich keine mehr :| irgendwie kommt grad alles zusammen! Und das in den Ferien! :(

Gequälte Grüße,
Schnecke

Verfasst: Di, 29.12.2009 - 20:19
von Eichhörnchen
Hallo Schnecke,
Ich habe auch öfters Blockaden in der BWS, wenn ich nicht gerade zum Therapeuten komme, hilft es mir wenn ich mich entweder vorsichtig über die Sessellehne hängen lasse, und wenn es zu stark schmerzt lege ich mich auf den Fußboden und lege meine Beine auf die Armlehne des Sessel`s so bleibe ich einige Minuten liegen und versuche mich zu entspannen.
Das Einrenken beim Arzt mit der "Hau- Ruck"- Methode lasse ich nie wieder machen, ist einmal mächtig schief gegangen, außerdem hat mir einmal ein Arzt in einer "Reha- Klinik gesagt das das Einrenken nicht gut sei und das man nur in großer Ausnahme einrenken sollte, wenn alles andere nicht mehr geht. Jedes Einrenken verletzt Fasern und man kann sogar einen Schlaganfall davon bekommen. Meine Therapeutin löst meine Blockaden ganz sanft durch vorsichtige Bewegungen. Man sollte versuchen nicht in die Schonhaltung zu gehen, dadurch wird die Blockade nur stärker.
Je öfters eine Blockade gelöste wird desto öfters kommt sie wieder.
Ich habe es selber auch festgestellt.
Ich hoffe Dir geht es bald wieder besser, und vieleicht hilft es ja sich einfach irgend wo ein bisschen "Hängen" zu lassen.
Liebe Grüße ;)
Marion

Verfasst: Di, 29.12.2009 - 23:52
von Schnecke007
Hallo Marion!

Danke für die Tipps. Was ist denn damals beim "Einrenken" bei Dir passiert?

Mir gehts heute zum Glück ein bisschen besser - als ich gestern aus der heißen Badewanne gestiegen bin, hat mein Mann noch ein bisschen auf meinen Rücken gedrückt und dabei glaub ich eine Blockade in der HWS gelöst. Die Rippe tut heute auch nicht mehr so weh. Und das trotz - oder wegen? :D - zwölf Stunden Schlaf!

Das mit der Sessellehne hab ich gestern immer wieder probiert, weil das bei Wirbeln in der BWS manchmal funktioniert, aber bei Rippen scheint das nicht zu gehen. Zumindest ist es mir bisher nicht gelungen. :nixweiss:

Liebe Grüße,
Schnecke

Verfasst: Mi, 30.12.2009 - 19:05
von Eichhörnchen
Hallo Schnecke,
Bei mir wurde einmal eine Blockade in der HWS von einem "Voll-Profi".
das heißt von einem Orthopäden mit ganz vielen "Auszeichnugen" und sehr viel Erfahrung im lösen von Blockarden gelöst.
Obwohl Er wußte das ich eine Skoliose habe hat er ohne sich noch ein mal die Röntgen-Bilder anzusenhen die Blockade "gelöst".
Ich hatte im Anschluß noch mehr schmerzen und Er meinte nur das sich das im laufe des Tages legen wird, es dauert machmal etwas länger.
In der Nacht ging es dann richtig los, ich konnte nicht liegen, saß die ganze Nacht aufrecht konnte meinen Kopf überhaupt nicht mehr bewegen.
am nächsten Tag rief mein Mann in der Praxis an damit wir sofort rankommen, zuerst sollte ich nicht einmal einen Termin bekommen,
Als ich dann dort war mußte ich noch 2 Stunden warten, erst alls sich andere Patienten darüber aufgeregt haben kam ich dran.
Der Arzt betrachtete erst jetzt die Röntgenbilder sah mich an und meinte dann, das kann schon mal passieren, bei Ihrer Skoliose.
Ich kann Ihnen jetzt nur noch Injektionen übern Tropf geben und Sie müßen jetzt mindestens 2-3 Wochen eine Halskrause tragen, und sich schonen. Ich mußte sie 3,5 Wochen tragen.
Ich bin danach zu einem anderen Orthopäden gegangen und hatte schon Panik als dieser meinen Kopf anfasen wollte, ich habe Ihm dann den Grund erzählt und Er war nicht begeistert, er meinte nur wenn man eine Skoliose hat sollte man ,wenn überhaupt einrenken, es ganz vorsichtig machen und auch nur dann wenn man es wirklich gut kann.
Er und andere Ärzte haben mir abgeraten mich "einrenken zu lassen.
Nur wenn die Blockarden durch nichts weggeht ist es die letzte möglichkeit.
Liebe Grüße ;)
Marion

Verfasst: Mi, 30.12.2009 - 22:28
von Schnecke007
Hi Marion,

die Story klingt total übel. Was war denn da passiert mit Deiner HWS? Haben sich die Wirbel richtig verkeilt oder wie?

Mein Mann hat mich vorhin mal wieder dreimal zum Knacken gebracht, jetzt gehts besser... Ich weiß auch nicht, was da gerade bei mir los ist. Die Rippe tut heute immerhin zum Glück nicht weh. Nächste Woche gibts bei Aldi Süd ein Rücken-Heizkissen, vielleicht schlage ich da zu (wobei ich mich noch gar nicht so alt fühle :scherzkeks: hat für mich schon was von Oma-Look...).

Viele Grüße,
Schnecke

Verfasst: Do, 31.12.2009 - 17:48
von Eichhörnchen
Hallo Schnecke,
Was genau passiert ist weis ich auch nicht, es wurde, statt die Blockarde zu lösen eine weitere Blockarde mit gewalt hervorgerufen die sich dann nicht mehr lösen ließ, das heißt das der Arzt sich nicht mehr getraut hat überhaupt noch irgend etwas zu machen.
Ich habe seit diesen Vorfall oft eine Blockarde in der HWS.
Meine Therapeutin löst sie durch manuelle Therapie. Wenn ich eine Blockarde habe kann ich meinen linken Arm nit mehr anheben. Letzte Zeit ist es wieder vermehrte auf getreten.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie einen Guten Rutsch ins neue Jahr
Liebe Grüße ;)
Marion

Verfasst: Fr, 01.01.2010 - 12:41
von Schnecke007
Hi und ein gutes Neues Jahr!

Das ist ja fies, dass Du seither öfter unter Blockaden leidest als vorher :< . Wenn ich mich richtig erinnere, hast Du eine relativ starke Krümmung in der HWS - wahrscheinlich wurde der Fehlgriff des Arztes dadurch unterstützt...

Manuelle bekomme ich auch, aber eben erst wieder in einer Woche. :(
Die letzten Tage war es aber wie gesagt auszuhalten. :ja:

Viele Grüße,
Schnecke

Verfasst: Sa, 16.01.2010 - 21:21
von lisalein
Hey ihr :) wisst ihr, warum ihr die Blockaden habt?? Habe auch Blockaden in der HWS und manchmal auch BWS. Eine Blockade ist ja, wenn der Gelenkkopf nicht mehr richtig in der Pfanne sitzt. Meine Halswirbelsäule ist zu gerade, die Blockaden im BWS/Schulterbereich kommen mal denke ich durch die Skoliose, weil dort auch der Bogen ist. Seitdem ich meinen Kopfwender dehne, ist das viel besser geworden (am Hals) . HWS kann echt manchmal Hölle sein, aber habe schon gemerkt, dass man kleinere Blockaden sogar selber lösen kann. :juggle:

Mir hilft es auch, wenn ich meinen kopf zu einer Seite Richtung Schulter ziehe und mit meiner Faust seitlich auf den Hals klopfe ;), kreisende weitgehende Bewegungen des Halses, mal mehr nach links und rechts. Gegen Schmerzen im Nacken auch Schulterkreisen nach hinten.


lg

Verfasst: So, 17.01.2010 - 14:45
von Schnecke007
Mein Hausarzt und meine Physiotherapeutinnen sagen, ich sei hypermobil. Daher sollen angeblich die Blockaden kommen. :nixweiss:

Gruß, Schnecke

Verfasst: So, 17.01.2010 - 16:58
von gauklerdavid
Hallo Schnecke.

Das kann schon sein.

Ich habe auch oft kleine bis mittlere Blockaden die immer wieder von alleine verschwinden. Bei mir denke ic,h dass dies auch mit einer gewissen Ueberbeweglichkeit eines Segmentes oder der Rippengelenke kommt.
Bei mir treten die recht spontan auf, manchmal aber auch wenn ich zu stark die Wirbelsaeule strecke (vor allem wenn ich mich wo dranhaenge) oder mich zu stark drehe.

Ich stelle mir das so vor: Ein Gelenk kann, aufgrund eines etwas laxen Bandapparates, einer Fehlstellung oden nicht gut funktionierender innere Muskulatur etwas mehr Spiel haben als normal.
Wenn es sich zuweit in eine gewisse unphysiologischen Richtung bewegt reagiert das Nervensystem durch Muskelanspannnung, die das Gelenk ruhig stellt um es zu schuetzen. (das was wir dann Blockade nennen) Die Anspannung wird eine weile Aufrecht erhalten und verschwindet dann wieder. Im grunde eine sinnvolle, schuetzende Masnahme. Je mehr man selbst probiert gewaltsam die Blockade zu loesen oder daran rumzuzerren je eher registriert der Koerper neuen stress und faehrt die Muskelspannung wieder hoch.
Ich denke , so lange das nicht sehr extrem ausgepraegt ist, braucht man sich da keine grossen Sorgen zu machen.

Was mir geholfen hat: seit dem ich nicht mehr denke dass ich Blockaden bekomme weil ich unterbeweglich bin sondern weil ich ueberbewegich bin, lasse ich mich kaum noch einrenken, renke auch selbst nicht ein, und vermeide Uebungen die den Bereich noch beweglicher machen.
Das hilt mir, vor allem erspart es unnoetige mental fixierung auf die Blockaden , so nach dem Motto das muss doch jetzt "eingerenkt" werden

Es gibt sicher unterschiedliche Blockaden und wenn die Blockade verursacht ist durch unterbeweglichkeit ist das vielleicht wieder etwas anderes. Ich bin auch nicht grundsaetlich gegen das manualtherapeutische loesen lassen von Blockaden, nur bei mir bringt das nichts.

Ich koennte mir auch vorstellen dass unter Skoliotikern hypermobile typen etwas haeufiger vertreten sind als in der allgemeinen Bevoelkerung, aber wissen tue ich das nicht sicher

david