Seite 1 von 1

Osteopathie und Skoliose

Verfasst: Mo, 12.01.2009 - 16:15
von giggel
Hallo,

wollte gerne mal ein paar Meinungen hören zum Thema Skoliose und Osteopathie.

Bei meiner Tochter (16) wurde im Sommer eine Skoliose festgestellt. Sie bekam KG nach Schroth (alle Vierteljahr 6x...) verschrieben und sollte ein Korsett bekommen.

Meine Freundin ist Heilpraktikerin, die hat sich das Kind angeschaut und durchgecheckt und sich mit ihren ganzen Dozenten und befreundeten Ärzten beraten. Herausgekommen ist: Kein Korsett, dafür fleißig KG, Osteopathie und Tapen mit Kinesiotapes. Das dauert lange, setzt natürlich viel Eigentraining durch meine Tochter voraus und kostet einen Haufen Geld, da außer der KG natürlich nix die Kasse zahlt.

Wir waren beim Osteopathen und sind auch wirklich überzeugt von dem, was er macht und sagt. Die Skoliose heilen kann er natürlich nicht, aber er kann die evtl. Ursachen dafür finden und diese beseitigen. Dadurch kann es auf alle Fälle eine Besserung der Skoliose geben.

Wer hat mit sowas nun schon Erfahrung gemacht?? Die Physiotherapeutin hat meiner Tochter natürlich nun totale Angst gemacht, dass sie bald krumm und buckelig ist, wenn sie das Korsett nicht nimmt und mit dem Orthopäden habe ich gar keine Lust auf Diskussionen. Dort fühlen wir uns sowieso nicht gut aufgehoben und das ist eh eine ganz schlechte Grundlage für eine Behandlung.

Vielleicht gibt es ja doch den Einen oder Anderen, der sich ein bißchen damit auskennt.

Sinnvoll fände ich evtl. auch eine Kur in der Schroth-Klinik, damit meine Tochter die KG-Übungen vernünftig lernt und entsprechend durchführen kann. Aber muss ich da dann auch wieder gegen alle möglichen Wände rennen, wenn mein Kind kein Korsett hat?? Außerdem führt der Weg zur Kur ja nur über ein Attest vom Arzt (Orthopäden).

Würde mich über einige Anregungen/Erfahrungsberichte sehr freuen.

giggel

Verfasst: Mo, 12.01.2009 - 17:00
von Eichhörnchen
Hallo giggel,
ich glaube nicht das eine Heilpraktikerin eine Skoliose richtig einschätzen kann, waren die anderen Ärzte die Sie um Rat gefragt hat Orthopäden?
Ich würde mich nicht auf so ein Urteil verlassen, vielmehr würde Ich einen Spezialisten für Skolise aufsuchen denn eine Skoliose die nicht richtig behandelt wird wird in den meisten Fällen schimmer.
Wie viel Grad ist die Skoliose Deiner Tochter? Dein Orthopäde hat wenigsten so viel Erfahrung mit einer Skoliose das er Deiner Tochter KG nach "Schroth" verschreibt. Das ist bei anderen Orthöpäden nicht der Fall, die scheinen es nicht einmal zu kennen.
Eine "Reha" in einer Schroth- Klinik würde ich auf alle Fälle versuchen.
Einfach mit dem Orthopäden besprechen und beantragen.
Wichtig ist es eine Ganz- Aufnahme der Wirbelsäule machen zu lassen.
Können auch nur wenige.
Wenn Du sagst von wo Du ungefähr kommst kann man Dir sagen welcher Arzt so eine Aufnahme machen kann.
Libe Grüße ;)
Marion

Verfasst: Mo, 26.01.2009 - 15:19
von Stefan_D.
Hallo,

Ich selber bin Physiotherapeut und arbeite eine Menge nach Schroth (ca. 12 Patienen z.Z.). Osteopahie kommt unterstützend dazu. Auch empfinde ich es als bereichernd und für die Patienten wohltuend nach einer konzentrierten Schroth-Übungsstunde (auch in der offenen Gruppe mit mehreren zusammen), eine Dorn Behandlung anzuschliessen. Ich habe das Gefühl, es untersützt das Ergebniss schon. Dazu gehören mi Sicherheit auch Techniken aus der Oseopathie, wie ISG Kontrolle oder Atlas Kontrolle. Mal eine winzige Massage tut den meist stark verspannten Skoliose Patienten auch sehr gut. Aber Schroth ist und bleibt das Mittel der Wahl dranbleiben ist das Geheimniss. Hatte heute eine Patientin : neues Röntgenbild 8 Grad n. Cobb, vor 1,5 Jahren 58 Grad; Korsett und tägl. Schroth jippie. Ein Korsett ist nicht schön, bringt halt aber eine gute Prognose. Wenn die psyische Belastung zui hoch ist kann der Schroth Therapeut wenigstens wichtige Tips für die Alltaghaltungen geben, stehen, schlafen, sitzen etc.

Gruß Stefan
meine Seite : www.praxis-czech-datt.de