Schroth?

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nonametoo
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Schroth?

Beitrag von nonametoo »

Ich hatte heute eine Vorlesung über Skoliose und der Oberarzt Dr. Seiffert meinte, es gibt keinerlei ordentliche Studie die belegt, dass Schroth besser ist als normale KG oder andere.
Selbst diese Spezialkliniken bleiben den Beweis schuldig.

Nun habe ich allerdings in diesem Forum oft von euch gelesen, dass nur Schroth hilft.
Wie kommt ihr darauf?
Was stimmt?
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Norbert123
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Beitrag von Norbert123 »

Hallo nonametoo,

ich habe mich aus aktuellem Anlass in der letzten Zeit sehr intensiv mit dem Thema Skoliose und den Therapiemöglichkeiten auseinander gesetzt und bin dabei häufig auf die Schroth-Therapie gestoßen.

Was der Dozent unter "ordentliche Studie" versteht lassen wir mal außen vor; ich habe auf einigen zum Teil über Link-Strecken erreichten Seiten im www durchaus ordentliche Korrekturergebnisse gesehen, die laut dortiger Auskunft nur auf die Schroth-Therapie zurückzuführen waren (leider kann ich Dir hier keinen Link einfügen, da ich die Seite konkret nicht mehr weiß).

Abgesehen davon berichten viele hier (wenn nicht sogar alle) aus eigener Betroffenheit und dem eigenen Erleben/Erfahren, was häufig mehr wiegt, als die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die es übrigens für viele andere Effekte im medizinischen Bereich auch nicht gibt (mir ist zumindest keine Studie bekannt, die sich mit der beruhigenden Wirkung eines warmen Kirschkernkissens bei Bauchbeschwerden beschäftigt).

Was ich bisher über die Schroth-Therapie gelesen habe, klingt schlüssig, vernünftig und vielversprechend und wenn sich das mit den Erfahrungen von Betroffenen deckt, bräuchte ich (wenn ich Betroffener wäre) keine Studie zur Untermauerung.

Herzlichen Gruß,

Norbert
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nonametoo
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Beitrag von nonametoo »

Hallo Norbert!

Danke für deine Antwort.
Ich habe mich bisher noch nicht weiter mit den unterschiedlich KG-Arten beschäftigt und hatte mich nur über diesen Widerspruch gewundert, da es hier teilweise klang, als wäre das "Basiswissen" ;)
und auf der anderen Seite ist es aber kein Standart und nur sehr wenige Physiotherapeuten beherrschen Schroth.
Ich denke, ich werde das auch mal ausprobieren...ein Versuch kann nicht schaden.
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Beitrag von minimine »

Hallo nonametoo,
in Befundgerechte Physiotherapie bei Skoliose von Dr. Weiß werden auf S. 192 ff. Ergebnisse von Untersuchungen zur Schroth-Reha vorgestellt. Vielleicht hilft dir das ja weiter.

Und mal ganz ehrlich, aber wenn man Schroth nicht von anderen KG-Methoden abgrenzen kann, dann :rolleyes: .
Vielleicht sollte der Arzt mal in einer der Schroth-Kliniken gehen und sich Schroth live ansehen. Wenn man dann immer noch sagt, dass kein Unterschied zu anderen Methoden erkennbar sei, dann weiß ich auch nicht.

Wenn man alleine die Prinzipien der Schroth-Methode heranzieht lassen sich die Unterschiede zur normalen KG doch deutlich abgrenzen. Schroth ist sehr individuell auf jeden Patienten abgestimmt --> deshalb nur in einer Reha erlernbar! Zudem ist Schroth asymmetrisch und wirkt korrigierend und normale KG ist symmetrisch und von Atmungslenkung ist auch nichts vorhanden.

Lies dich mal ein bischen in die Literatur ein, dann merkst du schnell den Unterschied und am besten ist es natürlich, wenn du Schroth selbst ausprobierst, da du ja selbst betroffen bist!

LG
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Beitrag von Klaus »

Minimine hat geschrieben:Zudem ist Schroth asymmetrisch
Bei der Hyperkyphose nicht. :)
und am besten ist es natürlich, wenn du Schroth selbst ausprobierst, da du ja selbst betroffen bist!
Das ist genau der Tipp, nach der REHA weiß man, wo die Unterschiede sind. :D

Und ich kann auch nur hoffen, dass bei den nächsten Veranstaltungen in Bad Salzungen dem auch anwesenden medizinischen Fachpersonal die Schroth KG nicht nur im Vortrag nahe gebracht wird.

Gruss
Klaus
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Beitrag von minimine »

Bei der Hyperkyphose nicht. smile
Verzeih mir Klaus, hatte nur die Skoliose im Kopf als ich das geschrieben habe. ;D

@nonametoo:
Was ich noch zu meinen Ausführungen oben ergänzen möchte ist, dass mich es ehrlich gesagt nervt, dass da bei euch an der Uni wieder eine neue Generation von Ärzten "herangezogen" wird, die dann ihren Patienten wieder erzählen werden, das Schroth nichts bringt!!!

Was schlägt denn euer Dozent denn stattdessen vor? Ich glaube ich kenne die Antwort aber schon (OP ab 40-50°)??!!

Ich finde es aber gut, dass du die Dinge hinterfragst. Mach doch auch mal ne Schroth-Reha, dann lernst du nicht nur für dich selbst, sondern ganz allgemein für dein Studium noch dazu :D

LG
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Beitrag von nonametoo »

Ja der Antrag zur Schrothreha läuft schon ein paar Monate, mal sehen, ob das klappt.
Er schlägt halt ganz normale KG, Orthese (ab 20°) und dann OP vor (OP ab 50° als Muss, zwischen 40 und 50° ist Grauzone also Kann).

@Minimine: er meinte nicht, dass es keinen methodischen Unterschied gibt, sondern keinen vom Outcome, also kein besseres Ergebnis im Endeffekt.
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Beitrag von minimine »

Ja der Antrag zur Schrothreha läuft schon ein paar Monate, mal sehen, ob das klappt.
Der läuft dann aber schon lange, hast du schonmal nachgefragt? Oder wurde der Antrag abgelehnt und es läuft das Widerspruchsverfahren?
OP ab 50° als Muss, zwischen 40 und 50° ist Grauzone also Kann
Na Prima :nein: woher hab ich das wohl vorher schon gewusst!
er meinte nicht, dass es keinen methodischen Unterschied gibt, sondern keinen vom Outcome, also kein besseres Ergebnis im Endeffekt.
Wenn er die Methode richtig kennen würde, dann wüsste er sehr wohl, dass es auch im "Outcome" einen Unterschied gibt.

Mach doch mal, wenn du die Schroth-Reha hinter dir hast den praktischen Vergleich. Mach eine Stunde die Trockenschwimmübungen, die deine Rückenmuskulatur irgendwie stärken sollen und dann eine Stunde richtig Schroth, die sich individuell auf deine Rückenproblematik bezieht. Und dann siehst du selber, wie unterschiedlich der "Outcome" ist.

LG
Minimine
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