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Wo sind die Mediziner?

Verfasst: Mi, 12.11.2008 - 14:09
von chaleo
Hallo zusammen,
prinzipiell finde ich dieses Forum ne echt gute Sache, vielen Dank nochmal an die Macher/innen!

Was ich etwas schade finde ist, dass sich hier so wenig Mediziner/ausgebildete Therapeuten zu Wort zu melden scheinen,
hat jemand eine Idee, woran das liegt?

Es werden hier ja öfters mal verschiedene Ärzte und Therapieeinrichtungen empfohlen, wissen die von diesem Forum?

Weiss zufällig jemand, wo im Internet ernsthafte Diskussionen zwischen Medizinern und Patienten stattfinden?

LG

Verfasst: Mi, 12.11.2008 - 15:40
von Dolphingirl94
Ich weiß nicht...
Aber geht es hier nicht eher darum, dass sich Patienten, Angehörig u.s.w. hier austauschen?

So verstehe ich jedenfalls den Text auf der Startseite:
UNSER FORUM

bildet das Herzstück dieser Seiten. Es ist ein interaktiver Treffpunkt für Patienten, Angehörige und alle, die sich mit dem Thema Wirbelsäulendeformitäten auseinandersetzen. Mit über 60.000 Beiträgen und 6.000 Themen ist es das derzeit größte deutschsprachige Forum zum Thema Skoliose und andere Wirbelsäulendeformitäten, sowie die erste deutschsprachige Morbus Scheuermann Selbsthilfegruppe.

Verfasst: Mi, 12.11.2008 - 17:08
von chaleo
UNSER FORUM

... und alle, die sich mit dem Thema Wirbelsäulendeformitäten auseinandersetzen.
Hallo Dolphingirl94,
sicherlich gibt es auch einige Mediziner, die sich sehr intensiv mit dem Thema auseinandersetzen.
Ich könnte mir vorstellen, dass einige von ihnen hier hilfreiche Hinweise geben könnten...
Ich fände es ganz gut, wenn die über die hier teils viel geschrieben wird sich auch ab und zu selbst mal äußern würden.... (verlangen kann es natürlich nicht, die haben sicherlich auch anderes zu tun, aber ich fände das ein Zeichen von "Kundenfreundlichkeit")
Wie siehst du das?

Grüße

Verfasst: Mi, 12.11.2008 - 17:54
von Ramses
Hallo Chaleo,

wenn Du Dir die Mitgliederliste ansiehst, wirst Du feststellen dass Dr. Stephan der Chefarzt in Bad Salzungen ist, schon lange hier im Forum registriert ist und schon viel gepostet hat.

Bei speziellen Fragen zu Deiner krankheit wirst Du zu einem kompetenten Orthopäden gehen müssen, da sich kein Arzt sich darauf einlassen wird und kann Ferndiagnosen zu stellen.

Für Menschen die im Gesundheitsbereich arbeiten, gelten auch recht strenge Regeln was das Posten hier betrifft, dazu gehören die Schweigepflicht, das Werbeverbot und für die Therapeuten eben auch das Verbot Diagnosen zu stellen, weil dies ist nur den Ärzten vorbehalten.

Und schliesslich und endlich verdient niemand seinen Lebensunterhalt mit Posts hier im Forum. Ein Arzt kann auch eine telefonische Beratung abrechnen und ein entsprechender Post hier wäre dem gleichzusetzen.

Gruß
Ramses

Verfasst: Mi, 12.11.2008 - 18:36
von chaleo
Ramses hat geschrieben: wenn Du Dir die Mitgliederliste ansiehst, wirst Du feststellen dass Dr. Stephan der Chefarzt in Bad Salzungen ist, schon lange hier im Forum registriert ist und schon viel gepostet hat.

Bei speziellen Fragen zu Deiner krankheit wirst Du zu einem kompetenten Orthopäden gehen müssen, da sich kein Arzt sich darauf einlassen wird und kann Ferndiagnosen zu stellen.

Für Menschen die im Gesundheitsbereich arbeiten, gelten auch recht strenge Regeln was das Posten hier betrifft, dazu gehören die Schweigepflicht, das Werbeverbot und für die Therapeuten eben auch das Verbot Diagnosen zu stellen, weil dies ist nur den Ärzten vorbehalten.

Und schliesslich und endlich verdient niemand seinen Lebensunterhalt mit Posts hier im Forum. Ein Arzt kann auch eine telefonische Beratung abrechnen und ein entsprechender Post hier wäre dem gleichzusetzen.
Hallo Ramses,
vielen Dank für deine Antwort!

Dass Dr. Stephan hier schreibt finde ich schon mal ne ganz tolle Sache, werde mir seine Postings anschauen, von dem habe ich bisher einen sehr positiven Eindruck!

Das was Du sonst geschrieben hast kann ich auch sehr gut nachvollziehen und finde auch gut dass das so ist wie du schreibst.

Interessant wäre es dann also eher wenn vielleicht Medizin-Studenten oder Leute die eine Therapeuten-Ausbildung machen hier ein bischen mitdiskutieren würden...

Mich würden da eigentlich auch weniger Ferndiagnosen oder Therapievorschläge und ähnliches interessieren als vielmehr Hinweise auf aktuelle Forschungsergebnisse bzw. sonstiges theoretisches Hintergrundwissen oder Hinweise wo wissenschaftliche Arbeiten und ähnliches zu finden sind.
Sicherlich könnten sie teilweise helfen hier etwas Licht in manches Dunkel zu bringen,
aber okey, als Arzt hier mitzudiskutieren ist sicherlich problematisch und sicherlich haben sie auch genug damit zu tun sich um ihre Patienten zu kümmern (meine ich jetzt wirklich wertschätzend!),
aber für Studenten könnte ich es mir schon gut vorstellen hier schon mal bischen ihre späteren Kunden kennenzulernen.

Nochmals danke für deine Antwort!

Grüße,
Chaleo

Verfasst: Do, 13.11.2008 - 14:47
von Dolphingirl94
chaleo hat geschrieben: aber okey, als Arzt hier mitzudiskutieren ist sicherlich problematisch und sicherlich haben sie auch genug damit zu tun sich um ihre Patienten zu kümmern (meine ich jetzt wirklich wertschätzend!),
aber für Studenten könnte ich es mir schon gut vorstellen hier schon mal bischen ihre späteren Kunden kennenzulernen.
Meinst du nicht, die Studenten haben auch genug mit lernen etc. zu tun?

Verfasst: Do, 13.11.2008 - 15:20
von chaleo
Dolphingirl94 hat geschrieben: Meinst du nicht, die Studenten haben auch genug mit lernen etc. zu tun?
Da stimme ich dir zu! Vermutlich müssen sie viel zu viel Sachen lernen sodass sie kaum noch Zeit dafür haben, etwas auch wirklich zu verstehen...,
aber manchmal ist es ganz gut, wenn man weiss wofür man lernt :onceldoc:

Verfasst: Do, 13.11.2008 - 16:47
von Toni
Was Medizin studieren wirklich bedeutet, zeigt dieser Witz:
Weist Du wie man einen Physikstudenten von einem Medizinstudenten unterscheiden kann?
Gib beiden das Münchener Telefonbuch und sage: "Bitte auswendig lernen!"
Der Physikstudent antwortet dann:"Warum?"
Der Medizinstudent antwortet: "Bis wann?"
Für Mediziner ist die Skoliose der absolute Alptraum!
Der normale (niedergelassene) Orthopäde sieht im Jahr ca. 3-5 Skoliose-Fälle.
Er hat im Medizinstudium max. eine einzige Vorlesung zu diesem Thema gehört und dazu einen Abschnitt eines Standard-Lehrbuches über Skoliose auswendig gelernt ( ..müssen, zumindest bis dieser Stoff abgeprüft wurde). Die Skoliosen kommen dann in einer endlosen Reihe mit Knie- und Hüftarthrosen, Tennis-Ellbögen und Golfer-Armen, Sehnenscheidenentzündungen und Bandscheibenvorfällen.

Der Orthopäde kann bei Skoliose außer Röntgen gar NICHTS tun!
Und zum Ganz-Wirbelsäulen-Röntgen ist sein Gerät gar nicht geeignet und seine Röntgenassistenten sind nicht erfahren genug, weil sie sowas viel zu selten macht. Also werden ein Haufen Einzelbildchen verschossen die man gar nicht nach COBB ausmessen kann.
Nach der Ursache befragt kann der Arzt nur dumm gucken und mit den Schultern zucken und die Augen verdrehen, weil er die Ursachen von Skoliose gar nicht wissen kann.
Deshalb heißt es ja auch "idiopathisch".
Also kann er nix kluges erklären und muss sich dumm stellen, ob er will oder nicht.
Das ist ja auch der Grund warum die allermeisten Orthopäden entweder idiotisch oder apapthisch auf Skoliosen reagieren.

Wenn er einen sanitätshausbesitzenden Orthopädietechniker kennt, der sich einbildet oder glaubt, Derotationsorthesen herstellen zu können, dann gibt es eine Verordnung für so ein Ding.
Ob der dann eine Orthese oder Plastikmüll zum umschnallen baut, entzieht sich mangels Erfahrung dem Orthopäden völlig.

Wenn er aber "klug" reagiert, versucht er die Verantwortung für eine Skoliosenbehandlung eines Kindes oder Jugendlichen so schnell wie möglich von sich weg zu überweisen. In der Regel zur nächstgelegenen Skoliose-Sprechstunde der nächstgelegenesten Uni-Klinik.

Dort beginnt das Dilemma von neuem. Der Ober- oder Chefarzt steht ganztägig und schweißgebadet (ist wirklich ein Knochenjob-im wahrsten Sinne des Wortes!) im OP und verschraubt die vielen gescheiterten Fälle.

Dr. Florian Geiger (Oberarzt der Abteilung für Wirbelsäulenorthopädie
Uni Frankfurt-Friedrichsheim) ist da eventuell die rühmliche Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Der Assistenzarzt oder sogar AIP soll die verzweifelten Mütter mit ihren verkrümmten Töchtern abfertigen und diesen "schonend" beibringen, daß sie den "Rest" ihrer Jugend in Plastikmüll eingeschnallt verbringen müssen.

Dann werden sie in die Werkstatt gebeten und schon mal irgenwie gegipst. Und dort ist es wider der "Meister Zufall" der entscheidet, ob eine echte Derotationsorthese oder Plastikmüll zum umschnallen daraus entsteht.
Leider in der Mehrzahl der Fälle Plastikmüll.

Die Compliance ist bei solcher Behandlung und Aufklärung fast zwangsläufig und logischer Weise unter allem Hund!
Einziger "Lichtblick" entsteht, wenn die jungen Patienten eine Reha in Bad Sobi bekommen.

Ansonsten ist die Skoliose-behandlung in Deutschland ( und Anderswo ist es NICHT BESSER!) immer noch genau so wie sie der berühmte Prof.Dr. Zielke vor über 30 Jahren in einem legendären Artikel im Bild der Wissenschaft beschrieben hat:
Skoliose, die SCHANDE der Orthopädie!

Es wird nicht oder kaum geforscht.
Es gibt keine Meldepflicht und keine Statistiken. Das bischen Forschung das noch läuft wird nicht koordiniert. Qualitätsmaßstäbe und Qualitätssicherung in der Skoliosen-Therapie gibt es nicht. Nur veraltete Leitlinien, die eine Gruppe "OP-geiler alter Professoren" in Hinterzimmern ohne Mitsprache der Betroffenen ausgeheckt haben.

Außer operieren können Ärzte sowieso so gut wie nichts zur Behandlung (Therapie) beitragen.
Das ist bei der konservativen Behandlung immer eine Sache des Korsettmachers, der PhysiotherapeutIn und vor allem des Patienten selbst!

Und wenn Ärzte operieren, dann tun sie das durchaus in dem Bewusstsein, daß sie eine Skoliose nicht heilen können sondern "nur" versteifen.

Jeder "Normale" Orthopäde hasst es vor einer verzweifelten Mutter und einem heulenden Kind zu hocken und denen etwas erklären zu müssen wovon er selbst eigentlich gar keine Ahnung hat.

Dabei träumt jeder "Normale Orthopäde" eigentlich NUR so eine Praxis wie Herr Dr. Müller-Wohlfahrt zu haben, in der er ohne Budget-Probleme im Kreise der besten Physiotherapeuten die Bänderüberdehnungen von Bundesliegaspieler-Kniee wieder spielfähig machen kann.

Und dann kommst DU Chaleo und wünscht Dir hier mehr hochkompetente und Skoliose-Forschungs-erfahrene Mediziner und Wirbelsäulen-Fach-Orthopäden hier ins Forum und speziell in DEINEN tread!

Du fragst nach randomisierten Doppel-Blind-Studien zur Skoliose-Forschung und scheinst einfache aber logische empirisch hier zusammengetragene Patientenerfahrungen einfach nicht gelten zu lassen.

Ich sag Dir was: Deine "verdrehte Hüfte" haben vermutlich 95% aller Skoliose-Patienten in Form eines verwrungenen Beckens.
Die allermeisten davon hatten schon als Kleinkiend ab U1 bis U 10 alle Untersuchungen, auch Hüftscreening und waren unauffällig.

Und ob das der primäre Auslöser einer Skoliose ist oder eine Sekundärfolge der Skoliose ist als Frage ebenso müßig wie die Frage, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war!

Deine Intermittierenden-Gummiseil-Weichkraft-Extensions-Apperate sind schon vor hundert Jahren ebenso mehr oder weniger erfolglos versucht worden wie hunderte anderer z.Teil skurriler Ideen zur Skoliose-Behandlung.
Du wirst damit höchstwahrscheinlich ebenso scheitern wie fast alle Deine Vorgänger seit Hippokrates, die eine wirksame Skoliose-Behandlungsmethode erfunden zu haben glaubten.

Mit 2 Ausnahmen:
1. Frau Katharina Schroth die selbst als Skoliose-Patientin an sich selbst eine funktionelle und logische Selbstkorrektur-Methode entwickelt hat und ihrer Tochter die diese mSCHROTH-Methode systematisch weiterentwickelt hat.

2. Dr. Cheneau, der als wesentlichem Durchbruch in der Korsett-Therapie erkannt hat, daß Extension wenig bis nichts bringt und daß für eine wirksame Korrektur der größte Wert auf die Entdrehung (Derotation) gelegt werden muss.

Seither stagniert doch die Skoliose-Forschung mehr oder weniger.
Nur in den OP-Methoden wird noch weiter geforscht und optimiert, weil damit echt viel Geld umzusetzen ist.

In der Scheuermann- und Kyphose-Lordose-Behandlung ist das Bild nicht besser sondern eher noch schlechter als bei der Skoliose.
Nun kennst Du meine Meinung.
Gruß Toni

Verfasst: Do, 13.11.2008 - 17:35
von chaleo
Hallo Toni,
vielen Dank für dieses ausführliche Statement, vermutlich triffst den Status Quo damit ziemlich gut,
aber das muß ja nicht so bleiben...
Toni hat geschrieben: Deine Intermittierenden-Gummiseil-Weichkraft-Extensions-Apperate sind schon vor hundert Jahren ebenso mehr oder weniger erfolglos versucht worden wie hunderte anderer z.Teil skurriler Ideen zur Skoliose-Behandlung.
Falls du mir da Literatur-Hinweise hättest würde ich mich sehr freuen,
habe wirklich nichts derartiges gefunden.

Zu meinem Weichkraftgenerator möchte ich noch sagen dass ich nicht denke dass der irgendwie entscheidend nötig ist, auch nicht für meine Selbstbehandlung, er ist vielleicht ein bischen hilfreich aber ähnlich geht es sicher mit den bei SCHROTH verwendeten Thera-Bändern.

Wo ich denke dass du falsch liegst ist, wie du dir meine verdrehten Hüften vorstellst,
das ist nicht nur ein "verwrungenes Becken".

Womit wir glaub ich einig sind ist, dass DEROTATION (EDIT 14.08.2008, 09:11 wobei mir ENTSCHRAUBEN fast noch treffender klingt) ein zentraler Begriff in einer erfolgverprechenden Skoliosetherapie sein muß.

Grüße

Verfasst: Do, 13.11.2008 - 19:59
von minimine
Hallo Chaleo,
hast du dich mit den Buchempfehlungen, die dir hier schon empfohlen wurden schonmal auseinandergesetzt?
Man muss heutzutage nicht unbedingt gleich Bücher kaufen, schau mal hier:
http://books.google.de/books?q=Skoliosebehandlung

Und nochmal zu deiner vertreten Hüfte, bei der du wiedermal Vermutungen hast, schau mal hier, S. 81 ff.

http://books.google.de/books?id=kq9bEn- ... g#PPA81,M1
Nur veraltete Leitlinien, die eine Gruppe "OP-geiler alter Professoren" in Hinterzimmern ohne Mitsprache der Betroffenen ausgeheckt haben.
Die awmf-leitlinie wurde übrigens vom Netz genommen. Ein Prof. aus Leipzig hat eine Überarbeitung angemeldet. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt....

LG
Minimine

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 09:27
von chaleo
Hallo minimine,
vielen Dank für die Links, sind wirklich sehr
interessant, da finde ich mich teils schon ganz gut wieder,
werde vielleicht doch mal so ein Buch kaufen
minimine hat geschrieben: Und nochmal zu deiner vertreten Hüfte, bei der du wiedermal Vermutungen hast, schau mal hier, S. 81 ff.
Sicherlich habe ich einige Vermutungen rund um meine Hüfte, aber ich gehe da vor allem nach meiner bewußten Wahrnehmung und da nehme ich z.B. bei meiner linken Hüfte war, dass die gefühlsmäßig im "Schritt" sozusagen um 180° verdreht ist und mir kommt es so vor wie wenn ich mein linkes Bein angewinkelt um 180° nach hinten (gegen den Uhrzeigersinn) drehen müßte und dann schraubenförmig irgendwo drübersteigen (und dabei das Bein Strecken und wieder nach vorne drehen (entweder auf den Zehenspitzen oder auf einer drehbar gelagerten Scheibe) müsste um dieses Bein wieder "einzurenken" (diesen Bewegungsablauf meine ich auch mit dem Begriff ENTSCHRAUBEN, kann sich das jemand nach meiner Beschreibung vorstellen?).
Das bekomme ich aber momentan einfach noch nicht hin, meine aber eben der Sache immer näher zu kommen.
Möglicherweise habe ich ja auch eine prinzipiell andere Haltungsproblematik als die "normalen" Skoliose-Fälle.

Was mich noch interessieren würde, weiß jemand ob es jemanden gibt, der/die einen seitlichen Spagat machen kann und der/die trotzdem Skoliose hat (ich würde vermuten dass sich das gegenseitig ausschließt)

Vielen Dank für Deine Antwort,

LG Chaleo

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 10:41
von Toni
Hallo Chaleo
Du bist aus Stuttgart.
Dr. Hoffmann ist nicht nur WS-Spezialist sondern auch hochkompetent in Hüftproblemen. Er hat in seiner Zeit als Orth. Chirurg (stellvertr. Chefarzt) im Olgäle sehr viele Hüftfehlstellungen an Kindern operiert.
Warum lässt Du Dich nicht von ihm diagnostizieren und beraten? Im Gegensatz zu uns allen kannst Du doch mit der Straßenbahn nach Leonberg!
Also los.
Gruß Toni

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 11:17
von chaleo
Hallo Toni,
okey, euch zuliebe (Korrektur: okey ich mache es wegen mir, bin eigentlich froh dass ihr mich gerade überzeugt habt) werde ich versuchen einen Termin bei DOC Hoffmann zu bekommen und dann berichten.
Ich habe nichts gegen ihn eigentlich nur keinen Bock mehr auf mühsame Arzttermine (Urlaub nehmen ..., aber okey Dr. Hoffmann ist wirklich kein großer Aufwand für mich, bin selber gespannt was er meint...)

Womit ich das gößte Problem habe ist, wenn ich das Gefühl habe, dass ich mich vielleicht zum Röntgen überreden lasse und das nicht wirklich selber 100%-ig will, sollte ich dann später mal wieder einen Tumor bekommen (wer hofft nicht wenn er Lotto spielt, dass er vielleicht gewinnen könnte, gut beim Lotto geht man kein großes Risiko ein, beim Röntgen ist es ein Abwägen verschiedener "Übel") würde ich sicher manche Leute hassen (wenn auch vielleicht unberechtigt),
vielleicht hatte der ein oder andere von euch schon mal nen Tumor und weiss was ich meine.
(keine Angst ich gehe nicht davon aus dass ich mich "überreden" lasse, so ein gewisser äußerer Druck (den ich auch sehr gut nachvollziehen kann) meine ich zwar schon zu "verspüren" bin aber soweit "erwachsen" dass man mir das schon zumuten darf..., ich will jetzt hier auch niemandem ein schlechtes Gewissen machen, mit mir sollt ihr so gerne weiterdiskutieren, habt hiermit meine schriftiliche Aufforderung)

Was ich mich ehrlich gesagt am meisten Frage ist, wie so eine 180°-Verdrehung wie ich sie oben beschrieben habe unbemerkt entstanden sein soll. Da käme für mich eigentlich fast nur der Mutterleib in Frage.

LG

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 12:32
von Toni
Hallo Chaleo
eine 180° Verdrehung/"Verschraubung" der Hüfte hätte bei den U 1 ...bis x (Pflichtuntersuchungen von Babys und Kleinkindern) entdeckt werden müssen!
Da wird sehr gezielt nach eventuellen Hüftproblemen gescreent.
Oder Du hattest nur blinde und schlampige Deppen als Kinderärzte. (was ich nicht glaube)
Um ein (low-dose) Röntgen wirst Du nicht herumkommen, wenn Du eine echte verwertbare Diagnose haben willst. Nur weil Du Tumor-angst hast wird Dir die KK kein MRT finanzieren.
Doc Hoffmann ist nicht Superman und hat keinen Röntgenblick, obwohl er sicher mehr sieht als viele seiner Kollegen.
Gruß Toni

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 12:46
von chaleo
Toni hat geschrieben: eine 180° Verdrehung/"Verschraubung" der Hüfte hätte bei den U 1 ...bis x (Pflichtuntersuchungen von Babys und Kleinkindern) entdeckt werden müssen!
Da wird sehr gezielt nach eventuellen Hüftproblemen gescreent.
Oder Du hattest nur blinde und schlampige Deppen als Kinderärzte. (was ich nicht glaube)
Hallo Toni,
das hört sich fast so an wie wenn es bekannt wäre, dass es sowas geben kann! dann bin ich mir fast sicher, dass ich das habe...
Das mit den mangelhaften Kinderärzten halte ich leider für gut möglich,
dass ich einen besonders schlechten Orthpäden in meiner Kinderzeit hatte bin ich mir leider sehr sicher! (sorry, aber das ist da wo ich herkomme mittlerweile stadtbekannt und manchen Ärzten gehört meiner Meinung schon das Handwerk gelegt)

Mal sehen werde wenn es Sinn macht und ich mir's leisten kann mein MRT dann vielleicht selber zahlen (wenn es auch vielleicht blöd ist).

Danke nochmal für diese Infos!!!

LG

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 13:14
von Mel-LeaJane
chaleo hat geschrieben: Hallo Toni,
das hört sich fast so an wie wenn es bekannt wäre, dass es sowas geben kann! dann bin ich mir fast sicher, dass ich das habe...


LG
NUR weil Kinderorthopäden beim Hüftscreening auf alles super genau achten (sollten) - wie Toni schon schrieb: "auf eventuelle Hüftprobleme" NICHT auf DAS Hüftproblem-, ist das kein Beweis dafür, dass es "deine Krankheit" ausserhalb deiner Gedanken auch gibt.

Was für Ärzte hast du bisher in deinem Leben aufgesucht?

Mel

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 13:26
von chaleo
Hallo Mel,

habe jetzt bei Doc Hoffmann einen Termin beantragt,
werde dann danach weiterberichten.

LG

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 14:18
von chaleo
Toni hat geschrieben: eine 180° Verdrehung/"Verschraubung" der Hüfte hätte bei den U 1 ...bis x (Pflichtuntersuchungen von Babys und Kleinkindern) entdeckt werden müssen!
Da wird sehr gezielt nach eventuellen Hüftproblemen gescreent.
Hallo Toni,
habe gerade gelesen dass die genannten Untersuchungen erst seit
1971 Pflicht sind ( http://de.wikipedia.org/wiki/Kindervors ... rsuchungen ), ich bin Baujahr 1970 (sorry hab erst jetzt mein Alter eingetragen),
weisst du ob die da auch schon Standard waren?

Verfasst: Fr, 14.11.2008 - 20:19
von BZebra
chaleo hat geschrieben:Hallo Toni,
okey, euch zuliebe (Korrektur: okey ich mache es wegen mir, bin eigentlich froh dass ihr mich gerade überzeugt habt) werde ich versuchen einen Termin bei DOC Hoffmann zu bekommen und dann berichten.
Ich habe nichts gegen ihn eigentlich nur keinen Bock mehr auf mühsame Arzttermine (Urlaub nehmen ..., aber okey Dr. Hoffmann ist wirklich kein großer Aufwand für mich, bin selber gespannt was er meint...)
Wieso Dr. Hoffmann? Jeder zweite Orthopäde scheint sich doch auf Knie- und Hüftprobleme spezialisiert zu haben, da wird es doch noch genug andere geben, darunter bestimmt auch welche die wirklich gut auf dem Gebiet sind. Also den Termin kannst du dir sparen bzw. genauso auch zu jedem x-beliebigen Orthopäden gehen, der angibt sich damit auszukennen.

IMHO bist du hier im total falschen Forum. Hier geht es um WS-Deformitäten. Das hast du offensichtlich nicht. Mit Hüftproblemen kennen wir uns hier nicht aus.

Das was du beschreibst (Probleme mit dem Gehen) ist auch vollkommen untypisch für Skoliose-Patienten (und die können auch Spagat ganz ohne Probleme, sofern sie das trainiert haben), weil deren Deformitäten ja im Wachstum und immer in einem Gleichgewicht zu einander enstehen, so dass alle Abweichungen so gut durch den ganzen Körper hindurch kompensiert werden, dass die Patienten bis zu 60, 70 Grad Wirbelsäulenkrümmungen bekommen können, ohne dass es ihnen selbst auffällt.

Such dir doch eine Community, die sich auf Hüft- und Knie-Probleme spezialisiert hat, und frag dort, wen sie dir als besonderen Spezialisten auf dem Gebirt empfehlen können, und da gehst du hin und lässt dich dort mal durchchecken.

Falls du übrigens mal einen Sonnenbrand hattest, hast du damit dein Krebsrisiko um ein Vielfaches mehr erhöht als durch ein mal röntgen.

180° ist übrigens genau Seitenverkehrt. Wie du das meinst, verstehe ich schon gar nicht.

Verfasst: Sa, 15.11.2008 - 09:37
von Unstimmig
Toni hat geschrieben:Dr. Hoffmann ist nicht nur WS-Spezialist sondern auch hochkompetent in Hüftproblemen. Er hat in seiner Zeit als Orth. Chirurg (stellvertr. Chefarzt) im Olgäle sehr viele Hüftfehlstellungen an Kindern operiert.
BZebra hat geschrieben:Wieso Dr. Hoffmann?
Ich finde Ihr solltet Euch da mal abstimmen, sonst kommt Chaleo noch mehr durcheinander. :rolleyes: