Habe einen Text über Chirotherapie gefunde. Was ich daran interessant finde ist die Aussage, daß eine "Blockierung" nicht mit einem "verschobenen" Gelenk sondern durch dysfunktionelle Aktivität der betroffenen Nerven, Sensoren und Muskeln erklärt wird. ALso nix mit ausgerenkt und so. Und auch kein Grund mit zuviel Kraft auf den Gelenken rum zu drücken.
Quelle:www.chirotherapie.net
Achtung: ich will damit nicht Chirotherapie zur Skoliosebehandlung empfehlen. Nicht das jemand denkt.
Blaue Markierungen von mir.
Die Chirotherapie, welche sich aus dem altgriechischen Wort Cheiros/ Hand ableitet, ist so alt wie die Geschichte der Heilkunst. Bereits in Höhlenmalereien aus Mesopotamien sind Behandlungstechniken aufgezeigt, welche manualmedizinischen Behandlungsformen des Stütz- und Bewegungsapparates der aktuellen Zeit gleichen. Hippokrates hat ähnliche Behandlungsformen beschrieben, wobei hier der Begriff des "Knochensetzens" erstmals bezeichnet wurde. Unter der Überzeugung, dass die als "Blockierung" bezeichneten Wirbelsäulenschmerzen auf eine Verrenkung einzelner Wirbel zurückzuführen sind, war die Chirotherapie über viele Jahrhunderte eine Medizin der Empirie und Laienmedizinern zugeordnet.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Entwicklungen in den Vereinigten Staaten durch Palmer und Still aufgenommen, wobei sich nahezu gleichzeitig die Schule der Chirotherapie und Osteopathie entwickelte.
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Chirotherapie als Reflextherapie
In Weiterentwicklung der ursprünglichen Grifftechniken, basierend auf den fundamentalen Arbeiten von Lewit, Wolff, Bischoff und Becker versteht sich die Chirotherapie als Reflextherapie.
Ursprüngliche Grifftechniken, welche der Reposition eines subluxierten Gelenkes glichen, wurden in Hinblick auf die pathophysiologischen Grundlagen verlassen. Die Chirotherapie neuzeitlicher Prägung, welche als Grundlage die manuelle Untersuchung und die Therapie am Patienten durch schonende weiche Techniken aufweist, ist fester Bestandteil der Behandlung funktioneller Störungen am Stütz- und Bewegungssystem im Einklang mit Osteopathie, Akupunktur und Neuraltherapie.
Pathophysiologische Korrelat des funktionellen Schmerzgeschehens am Stamm- und Extremitätenskelett ist hierbei das Synonym der "Blockierung".
Unter der Blockierung ist auf der Grundlage radiomorphologischer und neurophysiologischer Untersuchung jedoch keine Luxation oder Subluxation eines Gelenkes zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um eine Störung in der Steuerung des Gelenkspiels aufgrund eines fehlgeschalteten Reflexbogens auf Rückenmarksebene unter Beeinflussung durch zentralnervöse endogene wie auch traumatische exogene Einflüsse.
So erklärt sich das Symptom der Blockierung, einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung mit pseudoradikulärer Schmerzaustrahlung, als Dekodierungsirrtum sensibler Afferenzen auf Ebene der Nozizeption, wobei sowohl negativer Stress wie auch äußere mechanische Fehlsteuerungen im Bewegungssystem auslösend wirken können. Konsekutiv führt diese Reflexstörung zu einer Tonusveränderung der ligamentären, muskulären und bindegewebigen Strukturen, welche sich in der Folge als segmentale Irritationspunkte und Triggerpunkte auffinden lassen.
Ziel der Chirotherapie ist es, mit definierten schonenden Griffeinstellungen, Gelenke und Gelenkstrukturen unter Spannung zu setzen, um über Ausnutzung von kompetitiven Hemmungsmechanismen die Proprio- und Nociception zu beeinflussen. Es gilt hierbei ausschließlich, einen bei korrekter Grifftechnik komplikationslosen Spannungsreiz auszulösen, um eine Reflexumkehr der Nociception zu bewirken. Unter Bewertung der bekannten Grifftechniken ergibt sich eine Verschmelzung mit Techniken der craniosacralen, myofascialen und parietalen Osteopathie, so dass eine Trennung der angewandten Techniken wissenschaftlich nicht mehr begründbar ist.
Blockierungen nicht durch "verschobene" Gelenke ?
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gauklerdavid
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Hmm. Soweit ich weiß, konnte man auch nie zeigen, dass bei einer sog. Blockierung wirklich etwas verschoben ist. Ich habe mal gehört/gelesen, dass dieses Knackgeräusch auch nicht wirklich durch das "Einrenken" zustande kommt, sondern durch de Bänder/Sehnen etc. Irgendwo im Forum wurde das auch mal diskutiert.
Könnte was dran sein.
LG,
Charp
LG,
Charp