Gerätetraining - sind diese ok?

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biker
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Beitrag von biker »

hallo dietmar,

spiegel gibt es dort einige. aber aber nur im bereich von lat-zug. hier kann ich mich während der übung im spiegel seitlich sehen. bei den beiden stemmen sind die spiegel auf der anderen seite vom raum, ca. 8m entfernt. ebenso bei dem gerät von bild zwei. die geräte stehen alle in einer reihe.

jetzt bin ich schon ein bisschen verunsichert. weil die beiden stemmen waren eigentlich die beiden hauptgeräte. viel würde mir ja nicht mehr bleiben. kann nochmal jemand was zu der beinpresse auf dem letzten bild sagen.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

biker hat geschrieben:ensteht hierbei nicht auch eine streckung der wirbelsäule?
Wir kommen jetzt in eine Diskussion, wo ich an anderen Stellen immer sage, dass man Schroth nicht erklären kann. Man muss es eben in einer REHA lernen und dabei das richtige Körpergefühl entwickeln.

Das ist der beste Ratgeber für die richtigen Fitness Übungen!

Wenn bei diesem Zug ("Stemme") die Streckung Deiner Kyphose spürbar wird, dann ist das richtig. Du wirst sicherlich auch die Art der Haltung der Hände ausprobiert und gemerkt haben, wie sehr unterschiedlich sich das im Rücken auswirkt.
Im Grunde wehrt sich der Körper beim Zug von oben durch eine Streckung, wenn er dabei gerade bleiben will, was man ganz bewusst steuern muss.
Bei der "Stemme 1" muss sich der Körper fast automatisch strecken, wenn man die Übung ausführt. Deswegen habe ich die als bevorzugt genannt.

Bei allen Übungen ist aber generell die richtige Halteposition des Oberkörpers entscheidend --> Beckenkorrekturen.
Und das lernt man in einer REHA!
Danach kann man natürlich anfangen, Übungen zu variieren.

Und deswegen, @Achilles,
mit diesen theoretischen Erörterungen bezüglich Übungsablauf kann ich nichts anfangen und Du tust Dir auch keinen Gefallen damit.
Lerne Deinen Körper ganz praktisch in BaSa kennen und konzentriere Dich ganz auf das Körpergefühl, was bei der Schroth-Therapie entsteht.
Das kannst und musst Du auch beim Sequenztraining gezielt einsetzen. Gerade bei diesem Training ist eigene Mitarbeit ganz wichtig, weil die Trainer Dich nicht so intensiv im Blick haben, wie bei der Schroth Therapie, wo man mit freiem Oberkörper trainiert und Fehler deswegen optisch schneller zu sehen sind.

Ich kann auch nur allgemein raten, sich mit anderen über Details intensiv auszutauschen und das als Priorität gegenüber "BaSa unsicher machen" zu sehen. :)

Gruss
Klaus
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

biker hat geschrieben:kann nochmal jemand was zu der beinpresse auf dem letzten bild sagen.
Also die Beinpresse ist sicherlich generell ein Problem, weil natürlich eine Stauchung auf die Wirbelsäule einwirkt.
Ich denke aber, dass durch den beweglichen Schlitten die Stauch-Kräfte nicht so gross sind.
In meinem Fitness-Studio sitze ich aufrecht (leicht schräg), aber mit fixierten Schultern.
Da wirken natürlich Kräfte, die mit optimaler Haltung so gesteuert werden müssen, dass die Wirbelsäule nicht ausweichen kann.

Generell würde ich sagen, dass das Gewicht nicht zu hoch sein und eine sehr langsame Ausführung, als Ausgleich dafür, stattfinden sollte.
Ausserdem, generelles Prinzip in meinem Studio, an der Anfangs und Endposition 2sec Pause machen. (zusätzlicher isometrischer Kick :) ).

Gruss
Klaus
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Ausserdem, generelles Prinzip in meinem Studio, an der Anfangs und Endposition 2sec Pause machen. (zusätzlicher isometrischer Kick ).
Super Sache! Seit wann machst du das so? Merkst du schon einen Unterschied? Wobei du ja schon so austrainiert bist, dass es bei dir wahrscheinlich sowieso schwer ist so leichte Nuancen überhaupt zu erkennen ;) .

Was macht dein Wiederholungstraining? Merkst du schon langsam positive Auswirkungen auf deine Myogelosen?

Ach Leute, also was Krafttraining und Skoliose angeht da seh ich so langsam echt schwarz. Ganz am Anfang hat mir Toni hier etwas sehr interessantes (und leider auch zu wahres) erklärt. Bei Skoliose ist ja nun stehts eine Seite (konvex / Buckelseite) stärker als die andere, was bei symetrischen Bewegungen wie es ja nun im Fitness-Studio an den meisten Geräten gemacht wird dazu führt, dass die ohnehin stärkere Seite auch stärker belastet wird. Somit besteht die Gefahr, dass die Dysbalance (und damit vielleicht auch die Krümmung?) nur noch verstärkt wird.
Ein Selbstversuch bei mir hat genau zu diesem Ergebnis geführt. Nach etwa 6 Monaten symmetrischem Training für die Rumpfmuskulatur habe ich nun einen wunderbar rechtsseitigen trapezius (Muskel zwischen den Schulterblättern - da merkt man's besonders) und einen nicht mal annähernd so starken Muskel auf der linken Seite. Meine Beschwerden haben sich nicht verbessert oder verschlechtert. Ich kann natürlich auch nicht sagen, ob die schwächere Seite sich relativ gesehen vielleicht sogar genauso verbessert hat wie die rechte. Das könnte mal jemand untersuchen ;) Dann wäre es für die Skoliose wenigstens kein negatives Ergebnis.

Wo es allerdings einen enormen Antrieb nach vorne gegeben hat, das ist in der Sagitalebene. Ich habe ja nun auch auch eine leichte Kyphose/Lordose (gehabt :D ), was sich allerdings dermaßen verbessert hat, dass ich nun auch außerhalb der Trainingsörtlichkeiten eine gerade Haltung bewahren kann ohne dass es mich zu sehr anstrengt. Ich habe übrigens hauptsächlich isometrisches / statisches Training gemacht.

Nochmal zurück zur Skoliose: wer von euch kann eine geordnete Schroth-Haltung bewahren und dabei gleichzeitig noch genügend Gewicht anhängen?? Ich kann das jedenfalls kaum. In naher Zukunft (nicht lachen Klaus) werde ich übrigens doch mal im Korsett ins Fitness-Studio wandern. Ich möchte nur mal wissen, wie das so ist. Da fällt das Problem der ungleichen Belastung weg. Möchte mal wissen, wie das Sequenztaining in Ba-Sa bei Skoliosen funktioniert! Vielleicht kann Achilles ja dann mal berichten!

Bei der Beinpresse könnte es übrigens bei dem Ein oder Anderen Skoliosepatienten das gleiche Problem geben. Oft (wie bei mir) ist ja durch einen eventuellen Beckenschiefstand schon vorher eine einseitige Belastung der Hüftgelenke da. Ich hab mir die Beinpresse (auch die mit Rückenlehne) nur ein paar Mal angetan. Zwar konnte ich mir bei dieser Version schlecht vorstellen, dass sie auch stauchend auf die Wirbelsäule wirkt, aber ich glaube bei genügend Gewicht ist sie selbst bei gesunden Hüftgelenken problematisch. Was sagt ihr?

Grüße, Ula
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Beitrag von biker »

hallo zusammen,

also wenn ich mir das alles so durchlese....... jetzt weis ich gar nicht mehr was gut und schlecht ist. eigentlich habe ich mich nach dem trainingsplan immer sehr gut gefühlt. richtig aufgelockert und entspannt. im spiegel konnte ich eine sehr gute haltung erreichen, die ich sonst so nicht hinbekomme. ausserdem hat sich mein rippenbuckel rechts verbessert, so denke ich jedenfalls. vorher war das alles viel dicker, jetzt ist der knochen spitzer zu erkennen. hoffe man versteht das. weis nur nicht ob das von der heimischen kg ist, oder ob das vom funktionstraining kommt. desweiteren ist dieser höllischer schmerz nach der arbeit in der rechten schulter weg. konnte im auto kaum ruhig sitzen bleiben.

ich beabsichtige im januar 2007 nach bad salzungen zu gehen. bis dahin muss ich das unbedingt irgendwie überbrücken.


schönen feiertag noch

biker
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo ula,
ula hat geschrieben:Super Sache! Seit wann machst du das so? Merkst du schon einen Unterschied?
Ich höre ja immer wieder zufällig beim Einführungstraining anderer Leute zu und habe dann angefangen, dieses speziell beim Rücken durchzuführen. Das merkt man schon in der tiefen Muskulatur, insbesondere wenn ich im Nautilus F3 Gerät mit dem Rücken gegen das Gewicht in aufrechter "geordneter Rückenlage" bin. Beckenkorrekturen, so weit es geht und angespannte Bauchmuskulatur. Mittlerweile geht das fast automatisch.

Es ist wohl ein allgemeines Problem, dass unangenehme Bewegungsausführungen einfach erst mal "ausgeblendet" werden und dazu gehörten die tatsächlichen 2 sec Pause in Anspannung. Bei anderen Geräten habe ich noch Nachholbedarf. :)
Nun trainiere ich seit langem schon 3x in der Woche und bekomme die Friktionsmassage gegen meine Myogelosen bereits ausserhalb des Regelfalles 2x in der Woche.
Das führt dummerweise dazu, dass ich Schroth nur selten mache, obwohl ich nach dem Training merke, dass ich zumindest gegurtete Streckübungen machen sollte.
Das "Wiederholungstraining" mache ich nur beim Rücken in Form von 2 Sätzen. Ich denke, hier ist in erster Linie richtige, langsame "2sec"- Technik angesagt. Das wirklich dauerhaft durchzusetzen, ohne sich besonders abzumühen, was nämlich keinen Spass macht, ist erst mal oberstes Ziel für mich.

Was Skoliose und Sequenztraining angeht, so ist bei mir tatsächlich ein grosses Informationsdefizit. Ich habe in BaSa auch nicht bei den Skoliotikern nachgefragt und auch nicht darauf geachtet, wie die Übungen speziell da ausgeführt werden. Immerhin war es meine erste REHA und da ist man erst mal mit sich selbst beschäftigt bzw. mit seiner Kyphose und den Leuten, die auch eine haben.

Insofern fände ich es gut, wenn jemand mal was konkret dazu sagen könnte. Achilles ist ja sehr wißbegierig :), er könnte tatsächlich mal dort nachhaken.

Thema Beinpresse ist nicht einfach. Ich habe heute beim Training auch nochmal darauf geachtet und gemerkt, dass die Gefahr einer nicht optimalen Rückenhaltung schon gross ist und die Gelenke schon sehr belastet werden können.
Mittlerweile habe ich das Gewicht schon reduziert, von 410 auf 370 Kg ... :) :)
Da bei mir die Übung am Anfang steht, kann ich ruhigen Gewissens später über andere Übungen einen gewissen Ausgleich herstellen.

Zumindest bei Kyphose kann man nach meiner Meinung schon Bewegungen in die Kyphose hinein machen, nur muss der Ausgleich umso intensiver sein.
Herr Beermann von Novotergum ist ja der Meinung, dass bei Rückenübungen die Abrollbewegung vollständig erfolgen sollte, auch bei Kyphose. Da bin ich allerdings skeptisch.

Gruss
Klaus
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Achilles
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Beitrag von Achilles »

Hallo Ula,
Ach Leute, also was Krafttraining und Skoliose angeht da seh ich so langsam echt schwarz. Ganz am Anfang hat mir Toni hier etwas sehr interessantes (und leider auch zu wahres) erklärt. Bei Skoliose ist ja nun stehts eine Seite (konvex / Buckelseite) stärker als die andere, was bei symetrischen Bewegungen wie es ja nun im Fitness-Studio an den meisten Geräten gemacht wird dazu führt, dass die ohnehin stärkere Seite auch stärker belastet wird. Somit besteht die Gefahr, dass die Dysbalance (und damit vielleicht auch die Krümmung?) nur noch verstärkt wird.
Ich glaube, das hängt stark von der Krümmung der Skoliose ab bzw. es besteht sogar ein dirkekte Proportionalität ob bei symetrischen Bewegungen/ Übungen die stärkere Seite "automatisch" einen Grossteil der Arbeit übernimmt. Wenn man in einem Studio ist, wo ein Grossteil der Geräte symetrisch konstruiert sind, würde ich persönlich eher versuchen meine ganze Konzertration auf das gleichmässige Drücken/Ziehen zu legen, denn man braucht sich ja sonst an geführten Maschinen im Vergleich zu freien Gewichten (Balance, Sicherung usw.) um fast nichts anderes zu kümmern. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei 100%iger Konzentration bei der Auführung an symetrischen Maschinen, die schwächere Seite an die Belastung der stärkeren heranwächst, währen die stärkere Seite nicht so stark ran muss, das merkt man dann auch, da die Schwachseite der liemitierende Faktor ist bzw. diese einem zuerst den Geist aufgibt.
Ein Selbstversuch bei mir hat genau zu diesem Ergebnis geführt. Nach etwa 6 Monaten symmetrischem Training für die Rumpfmuskulatur habe ich nun einen wunderbar rechtsseitigen trapezius (Muskel zwischen den Schulterblättern - da merkt man's besonders) und einen nicht mal annähernd so starken Muskel auf der linken Seite. Meine Beschwerden haben sich nicht verbessert oder verschlechtert. Ich kann natürlich auch nicht sagen, ob die schwächere Seite sich relativ gesehen vielleicht sogar genauso verbessert hat wie die rechte. Das könnte mal jemand untersuchen Dann wäre es für die Skoliose wenigstens kein negatives Ergebnis.
Dein Selbstversuch würde mich echt interessieren, wie waren die Ausgangs und Enddaten /-werte, mit welchen Methoden hast Du diese gemessen/ermittelt, ich hoffe nicht allein mit dem Spiegelbild?
Wo es allerdings einen enormen Antrieb nach vorne gegeben hat, das ist in der Sagitalebene. Ich habe ja nun auch auch eine leichte Kyphose/Lordose (gehabt ), was sich allerdings dermaßen verbessert hat, dass ich nun auch außerhalb der Trainingsörtlichkeiten eine gerade Haltung bewahren kann ohne dass es mich zu sehr anstrengt. Ich habe übrigens hauptsächlich isometrisches / statisches Training gemacht.
Was meinst Du mit ernormen Antrieb nach vorne in der Sagitalebene? Ich kann neben den starken Schmerzen auch nicht lang meine Haltung bewahren, da zwischen unseren Gradzahlen nicht Welten liegen, wundere ich micht bzw. frage ich mich, warum Dr. Hoffmann mir nicht zum einem "Schmerzkorsett" geraten hat bzw. dieses nicht befürwortet hat, bei der KK hat man ja unter dem Schmerzaspekt mehr Chancen als unter Korrekturgesichtspunkten, vielleicht kannst vor allem Du/ aber auch andere mir weiterhelfen.
Wie sah denn Dein isometrisches/statisches Training aus, wenn ich fragen darf?

Vielleicht kann Achilles ja dann mal berichten!
Darauf kannst Du wetten Ula ;D , bin ja selbst voll gespannt :ja: .
Bei der Beinpresse könnte es übrigens bei dem Ein oder Anderen Skoliosepatienten das gleiche Problem geben. Oft (wie bei mir) ist ja durch einen eventuellen Beckenschiefstand schon vorher eine einseitige Belastung der Hüftgelenke da. Ich hab mir die Beinpresse (auch die mit Rückenlehne) nur ein paar Mal angetan. Zwar konnte ich mir bei dieser Version schlecht vorstellen, dass sie auch stauchend auf die Wirbelsäule wirkt, aber ich glaube bei genügend Gewicht ist sie selbst bei gesunden Hüftgelenken problematisch. Was sagt ihr?
Bei der Beinpress suche ich auch noch nach Infos, aber ich denke es spielt hier die Art der Beinpress (also waagrechte, 45°-Version oder senkrechte), die Neigung der Rückenlehne und dann noch das Gewicht. Also bei McFit z.B. stehen zwei, eine waagrechte und die 45°-Version und bei Rückenprobs wird allgemein zu der 45°-Version geraten, den Grund versuch ich noch rauszufinden, villeich weisst Du/andere noch was dazu? Auch die Steigung hängt stark von oberen Kriterien ab, wobei ich vermute dass diese bei der waagrechten am geringsten ist und über die 45°-Version und die senkrechte Version zunimmt, ist aber eher eine gefühlsmässige Vermutung, die mit meinen Erfahrungen bei den zwei Beinpressen im McFit (waagrechte+45°-Version) übereinstimmt, auch hier fehlen mir noch die Fakten, vielleicht kannst Du/ander hier noch was erzählen bzw. schreiben :D , freu mich immer über neu gelerntes, mit der Hoffnung es auch nachvollziehen zu können.


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Beitrag von Klaus »

biker hat geschrieben:also wenn ich mir das alles so durchlese....... jetzt weis ich gar nicht mehr was gut und schlecht ist
Bis Januar würde ich versuchen, einfach darauf zu achten, dass Deine Kyphose sich bei Deinen Übungen streckt und Du dabei aber nicht in eine Hyperlordose im LWS Bereich kommst, weil Strecken natürlich auch mit Bauch nach vorne schieben erreicht werden kann.

Versuch Dich mal zu räkeln, was man sich etwa so vorstellen muss:
Du hangelst Dich mit Deinem Körper in schlangenförmigen Bewegungen an einem unsichtbaren Faden nach oben.

Nimm vorsichthalber weniger Gewichte, verlangsame die Geschwindigkeit der Ausführung immer weiter und mach auch mal die 2 sec Technik. In Anfangs- und Endposition jeweils 2 sec in Anspannung halten.
Dann kannst Du auch alle genannten Übungen machen.

Was Du nicht machen solltest: Butterfly vorwärts, aber rückwärts ist gut!
Grundsätzlich keine Übungen, die Deine Schultern nach vorne bringen.
biker hat geschrieben:eigentlich habe ich mich nach dem trainingsplan immer sehr gut gefühlt. richtig aufgelockert und entspannt
Das Gefühl hatte ich auch fast 20 Jahre nach dem Training, bis die Beschwerden doch zugenommen haben und ich erst viel später gemerkt habe, dass bezüglich Rückentraining viel falsch gewesen war.

Aber Du bist jetzt in besserer Lage, Du kannst Dich genau beobachten und Du weisst, worauf es ankommt. Das kannte ich alles nicht.

Wie sieht es denn mit Schroth-KG vor Ort aus. Bei Kyphose bezüglich Kompetenz der Therapeuten nicht einfach, aber bis zur REHA ist es doch einen Versuch wert.

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Beitrag von Klaus »

Achilles hat geschrieben:Bei der Beinpress suche ich auch noch nach Infos,
Also Du und ula meinst wahrscheinlich bei allen Varianten den beweglichen Schlitten?

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Beitrag von Achilles »

Hallo Klaus,
Also Du und ula meinst wahrscheinlich bei allen Varianten den beweglichen Schlitten?
ja, wenn der Schlitten das Ding unter den Füssen ist, obwohl mir auch mal eine Beinpresse begegnet ist, wo der sitz beweglich war und dafür das Ding unter den Füssen fest war.

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Zuletzt geändert von Achilles am Mo, 01.05.2006 - 19:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Also ich mein ja sowas:
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Papegöye
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Beitrag von Papegöye »

Klaus hat geschrieben: Was Du nicht machen solltest: Butterfly vorwärts, aber rückwärts ist gut!
Grundsätzlich keine Übungen, die Deine Schultern nach vorne bringen.
Wo ich das gerade lese:
Am Gerät mache ich Butterfly auch nur rückwerts, aber wie sieht es aus am Doppelseilzug?
Da geht man ja mit den Armen dann nur direkt nach vorne, also nicht direkt in die Krümmung. Kennt ihr diese Übung überhaupt und was haltet ihr davon?

Und kennt ihr sonen Schmerz in der Kyphose (ich liebe ihn eigentlich), der nach Lat-Zug, "Beinstemme Rücken" (weiß nicht, ob das die echte Bezeichnung ist) und einigen anderen Übungen auftritt, wo eine Streckung stattfindet? Also bei mir ist das immer so, dass der kommt, sobald ich danach mich kurz wieder krümme, dann ist er auch weg.
Hat jemand ne Ahnung was das ist und ob er eher positiv oder eher negativ ist?
Meinem gefühl nach würde ich sagen positiv sagen, aber kennt das vielleicht noch irgendwer?



LG

Anne
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Beitrag von Klaus »

Thema Beinpresse:

Ich dachte, Ihr sprecht die ganze Zeit vom beweglichen Schlitten, auf dem sich der Sitz bewegt, wenn mit den Füssen gegen eine feste Platte gedrückt wird. (Abbildung "Beinpresse")
So ein ähnliches Gerät steht auch in BaSa und die Wirbelsäulenstauchkräfte sind sicherlich gering.

Ich trainiere im Gegensatz dazu an einem Gerät, bei dem der Sitz fest ist und die Fuss-Platte sich bewegt. Dabei sind die Schultern im Sitz mit Polstern fixiert, damit der Rücken in gerader Position bleibt.

Das ist die Abbildung von ula und ich denke, dass da die Stauchkräfte schon erheblich sind, was man deutlich am Druck auf die Schultern merkt.

Gruss
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Beitrag von Klaus »

anne hat geschrieben: aber wie sieht es aus am Doppelseilzug?
Am Doppelseilzug ist entscheidend, wo die Bewegung hingeht.
Also bei Kyphose müssen die Arme am Körper vorbei so weit wie möglich nach hinten gezogen werden und (2 sec) gehalten werden. Das streckt Dich in Deiner Kyphose. Was anderes kann ich mir nicht vorstellen.

Bei Flachrücken ist übrigens die Bewegung der Arme nur bis zum Körper erlaubt, nicht darüber hinaus.

Immer das Prinzip:
Rundrücken: Schultern möglichst weit nach hinten
Flachrücken: Schultern möglichst vorn lassen
anne hat geschrieben:Und kennt ihr sonen Schmerz in der Kyphose...
Na klar, die Muskeln werden durch diese Übungen ja gedehnt bzw. verkürzt, also aus ihrem falschen in ihren eigentlich richtigen Zustand gebracht. Wenn Du dann wieder den ursprünglichen Zustand herstellst (Dich krümmst), dann ist das eine Tortur für die Muskeln.

Ich kenne das bei meiner tief liegenden Kyphose beim Aufstehen aus der geordneten Rückenlage nach Schroth-Übungen.

Gruss
Klaus
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Ich dachte, Ihr sprecht die ganze Zeit vom beweglichen Schlitten, auf dem sich der Sitz bewegt, wenn mit den Füssen gegen eine feste Platte gedrückt wird. (Abbildung "Beinpresse")
Das Ding auf dem Bild hat einen beweglichen Sitz, man könnte es also als beweglichen Schlitten bezeichnen. Ich bin auf dem Gleichen gesessen. Belastung WS = 0. Kam mir jedenfalls so vor.


@Klaus
Herr Beermann von Novotergum ist ja der Meinung, dass bei Rückenübungen die Abrollbewegung vollständig erfolgen sollte, auch bei Kyphose. Da bin ich allerdings skeptisch.
Ich bin gerade dabei seinen Stoff durchzuarbeiten. Ich muss zugeben, dass einige Dinge dort sehr schlüssig klingen. Zumal ja beim Rückenstreckergerät nicht wie beim Sprudelkastenheben eine Zugbewegung sondern ein Drücken vollführt wird. Ich glaube, da liegt der Unterschied. Wenn ich fertig bin, dann werde ich mal eine für alle verständliche Zusammenfassung in den entsprechenden Threat stellen (falls gewünscht). Also, so ganz möchte ich mich von dieser Theorie noch nicht distanzieren -und den Dr. Wagner hab ich auch noch nicht fragen können.

@Achilles:
Dein Selbstversuch würde mich echt interessieren, wie waren die Ausgangs und Enddaten /-werte, mit welchen Methoden hast Du diese gemessen/ermittelt, ich hoffe nicht allein mit dem Spiegelbild?
Im Moment habe ich nur Anfangswerte. Enddaten bekomme ich wahrscheinlich erst in ein paar Wochen, wobei ich in dieser Zeit das Training selbstständig absolvieren muss. Ich hoffe, DASS ist nun kein limitierender Faktor ;)
Die Übungen entsprechen zum großen Teil den auf der von dir genannten Homepage (und weiterführende). Ich habe mit anfangs (nur) zweimal pro Woche wirklich große Fortschritte gemacht bezüglich Rücken und Bauchmuskulatur. Später waren es dann fünf mal die Wochen (alles war eigentlich ursprünglich fürs Turnen gedacht). Sobald ich die Endwerte habe kann ich die ja mal aufzeigen (falls interessant).
Ich kann neben den starken Schmerzen auch nicht lang meine Haltung bewahren, da zwischen unseren Gradzahlen nicht Welten liegen, wundere ich micht bzw. frage ich mich, warum Dr. Hoffmann mir nicht zum einem "Schmerzkorsett" geraten hat bzw. dieses nicht befürwortet hat, bei der KK hat man ja unter dem Schmerzaspekt mehr Chancen als unter Korrekturgesichtspunkten
Ich glaube eigentlich weniger, dass es bei mir um die Schmerzen ging sondern um die kaputten Knorpel. Normalerweise wächst Knorpelgewebe noch bis etwa mitte 20, bei mir ist es jetzt schon angegriffen und ich bin noch nicht mal 24. Das heißt, dass ich im Alter nochmal Freude damit haben werde und die KK auch, dann wird nämlich u.U. operiert und ich darf schön viele teure Medies nehmen. Da zahlt die KK lieber in Prävention.
Wie sah denn Dein isometrisches/statisches Training aus, wenn ich fragen darf?
Boah, heftig! Ich werd mal ne kleine Zusammenstellung machen. Ich wusste gar nicht, dass es sowas wie chronischen Muskelkater gibt ;)

Grüße,
Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
kleinemeise

Beitrag von kleinemeise »

... habe den thread jetzt wie von ulaschatz vorgeschlagen hierherkopiert... ;)

hallo, ich bin neu hier

ich beschäftige mich grad auch mit dem thema Skoliose und fitnessgeräte. Deshalb dachte ich ich schreibe meine frage hier noch mit rein.
Wie ist es denn mit einem rotationsgerät, ist das ratsam, und wenn ja, dann beide seiten trainieren oder nur die schlechtere seite?

habe selbst eine leichte skoliose, mir wurde jetzt von einer krankengymnastin gesagt dass eben die seite,wo die krümmung ist, etwas unbeweglicher ist als die andere seite (was ich selbst auch merke beim seitwärtsdrehen), und sie mir da im studio dieses gerät empfehlen würde. was meint ihr dazu?

Irgendwo habe ich gelesen, man solle rotation bei skoliose vermeiden, woanders stand dann sie sei gut um muskuläre ungleichgewichte auszugleichen ... (siehe link, stück runterscrollen)
http://www.kieser-training.com/de/index ... chaft.html

Viele Grüße
Anja
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Beitrag von Klaus »

ula hat geschrieben:Zumal ja beim Rückenstreckergerät nicht wie beim Sprudelkastenheben eine Zugbewegung sondern ein Drücken vollführt wird
Aber wenn sich der Körper im Bewegungsablauf nach vorn einrollt komme ich wunderschön in meine Kyphose hinein, sprich, ich dehne die überdehnte Muskulatur zusätzlich.
Wenn das Vorraussetzung für eine anschliessende effektive Verkürzung durch das Abrollen in die Senkrechte Sitzposition sein sollte, dann könnt ich mir das noch vorstellen. Trotzdem ein bischen abenteuerlich.
ula hat geschrieben:Wenn ich fertig bin, dann werde ich mal eine für alle verständliche Zusammenfassung in den entsprechenden Threat stellen (falls gewünscht).
Aber gern doch.

kleinemeise hat geschrieben:Irgendwo habe ich gelesen, man solle rotation bei skoliose vermeiden, woanders stand dann sie sei gut um muskuläre ungleichgewichte auszugleichen
Also ich mache in meinem Studio die in dem LINK erwähnte F1 Übung. Die ist eigentlich zur Stärkung der seitlichen Bauchmuskulatur gedacht und man rotiert mit geradem Rücken mal links, mal rechts herum.
Meine 15 Grad Skoliose merke ich dabei so, dass ich in einer Richtung 2 Wiederholungen mehr schaffe.

Es interessiert mich brennend, wer nun Recht hat, BZebra (im Ursprungspost von kleinemeise) oder Kieser.

Ich versuche mal in den nächsten Tagen ein paar Bilder von den Geräten zusammenzustellen, incl. der Novotergum Geräte. Ist ja alles ein bischen verstreut.

Gruss
Klaus
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Ich versuche mal in den nächsten Tagen ein paar Bilder von den Geräten zusammenzustellen, incl. der Novotergum Geräte. Ist ja alles ein bischen verstreut.
Das wäre der Übersicht wegen mal gar keine schlechte Idee. Man könnte dann Neulinge immer gleich an diesen Threat verweisen und diesen immer wieder aktualisieren - in etwa so wie bei dem Thema "welcher Sport bei Skoliose?".

Ich glaube, die Grundfrage ist doch, ist es noch lohnend, wenn ich eine Übung mache, die zwar den jeweiligen Haltungsvorgaben bei Haltungschwächen widersprechen, dafür aber nach einer gewissen Zeit des Trainings zu einer Verbesserung des jeweiligen Defizits führt???????

Die einzige Art von Muskelaufbautrainig, die diese Frage nicht aufwirft ist nunmal Schroth. Schroth ist bekanntlich isometrisch / statisch. Der Übungsaufwand bei dieser Trainingsart ist größer je besser der Trainingszustand. Schroth wird also im Alltag immer schwerer umzusetzen sein, da der Zeitaufwand immer größer wird (wenn man noch weitere Verbesserungen erzielen will!). Angeblich waren ja früher in den Schroth-Kliniken die Erfolge größer, weil die Behandlungsdauer länger als heute war. Wer also noch besser werden will als er es mit einer halben Stunde Schroth am Tag ist, der wird also um Gerätetraining nicht herum kommen. Der Faktor X ist also eigentlich ganz einfach. Wie funktioniert das Sequenztrainig in BaSa???
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Beitrag von Lynn »

Habe soeben eine E-Mail an die Reha-Klinik Bad Salzungen geschickt. Vielleicht erklärt sich ja jemand bereit uns die Prinzipien des Sequenztrainings etwas genauer zu erklären ;) . Kann natürlich auch sein, dass die Damen und Herren dort viel zu beschäftigt sind um zu antworten. Auch verständlich. Ich finde halt, dass wir so langsam zu viel spekulieren.
Grüße Ula
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Beitrag von Klaus »

Hallo ula,
Schroth ist bekanntlich isometrisch / statisch. Der Übungsaufwand bei dieser Trainingsart ist größer je besser der Trainingszustand......Wer also noch besser werden will als er es mit einer halben Stunde Schroth am Tag ist, der wird also um Gerätetraining nicht herum kommen.
Interessante These, aber da muss man schon eindeutig sagen können, wie man die Schroth Wirkung (dehnen, formen, atmen) durch das Gerätetraining wirklich forciert.
Für mich ist das Gerätetraining im Augenblick in erster Linie eine gezielte Ergänzung, (natürlich auch bezüglich der tiefen Muskulatur), die sich auch mit Muskeln beschäftigt, die mit Schroth garnicht angefasst werden. Das tut dem ganzen Körper gut, was wiederum positive Auswirkungen auf den gesamten Status hat. Die Endorphine lassen grüssen. :)

Also ich finde es jetzt spannend, ob das Fitnesstraining in der gezielten Form eine Ergänzung oder eine wirklich forcierende Parallelaktion sein kann.

Es fällt mir dabei gerade ein, dass ich bei der Rückenübung ja mein Schroth-Prinzip "Bauchmuskeln anspannen" schon fast automatisch mache, aber so etwas wie einen Schultergegenzug werde ich das nächste Mal versuchen.
Reissäckchen sind ja in der Sitzposition nicht erforderlich :) , wohl aber ein leider nicht vorhandenes Lendenkissen, was ich in BaSa geschätzt habe.

Apropos BaSa, ich bin gespannt, was die zu Skoliose und Sequenztraining sagen. Ich stelle dieses Training in BaSa zwar immer heraus, aber man sollte nicht die absolute Kompetenz bei den Trainern erwarten. Da gehört schon eigenes gerade erlerntes Gespür (bei der eigentlichen Schroth-Therapie) dazu. Wenn man Fitness allerdings schon kennt, wie ich, dann ist es für einen "Symmetriker" relativ einfach.
Aber grundsätzlich unterscheiden die erst mal zwischen Flach- und Rundrücken.
Damit sind wir z.Bsp. bei den Rotationsübungen aber noch nicht weiter. Ich glaube, es gibt dort auch keine.

Gruss
Klaus
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