Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

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alex1605
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2. Rahmouni Korsett im Juli 2015

Ich gebe mein Bestes :-)

Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von alex1605 »

Hallo,

ich bin momentan viel am Nachdenken bzgl. meiner Rückenschmerzen, der Korsetttherapie und generell wie es weiter gehen soll.

Auslöser für die Nachdenkerei war der heutige Tag.
Ich hab mich gegen halb 5 von der Arbeit auf den Nachhause Weg gemacht und mal wieder höllische Schmerzen gehabt. Mittlerweile sind die Muskeln so verkrampft, dass ich mich auch in der Bewegung eingeschränkt fühle. Das Korsett konnte ich heute nicht tragen, da ich auswärts unterwegs war und damit nicht Auto fahren kann.
Als ich an der Bushaltestelle auf den Bus gewartet hatte, konnte ich garnicht auf einem Fleck stehen, ich musste mich ständig bewegen um die Schmerzen nicht noch schlimmer zu machen. Ich habe dann angefangen meinen Körper aus eigener Kraft aufzurichten. Ich habe meine Bauchmuskeln angespannt, mein Becken so gekippt dass ich aus dem Hohlkreuz rauskomme, meine Brust "gedehnt", meine Schultern nach hinten gezogen und mit aller Kraft im Rücken versucht diesen Zustand zu halten. Ich habe gespührt wie meine Rumpfmuskulatur angefangen hat heftig zu arbeiten, es fühlte sich an als würden meine Muskeln Schwerstarbeit leisten. Das war anfangs unangenehm, doch plötzlich spührte ich eine enorme Schmerzlinderung. Meine Schmerzen gingen ruckartig zurück und ich fühlte ein extrem angenehmes Gefühl, so wie wenn man den ganzen Tag gelaufen ist und sich dann ins Bett legt.
Durch das Korsett habe ich gelernt was es heißt aufrecht zu sein, dieses Gefühl kannte ich vorher garnicht. Ich dachte immer, ich habe eine gute Haltung und bin aufrecht... aber das war definitiv nicht der Fall. Ich habe einfach die Vermutung, dass meine 61° Hyperkyphose eigentlich garnicht so dramatisch sind, sondern ich einfach jahrelang nur immer das falsche gemacht habe und meine Muskeln einfach eine Katastrophe sind (verkürzt, schwach)

Ich war zwar in einem Fitnesstudio aber da ging es mir hauptsächlich drum Muckis aufzubauen. Damals wusste ich ja noch nichtmal das ich eine Hyperkyphose habe... Ich denk mal ich hab deshalb einfach schlecht und falsch trainiert.
Nun überlege ich mich wieder im Fitnestudio anzumelden und speziell Übungen zu machen wie z.B Rudern, Brustmuskeln stärken bzw dehnen, Butterfly rückwärts um die Schultern zurückzubekommen und so weiter...
Außerdem hat mir Alex_Activitas eine Super Übungen erklärt, mit der ich meine Bauchmuskeln stärken kann, ohne dabei in den Rundrücken zu gehen.
Ich weiß dass hier die gängie Meinung herrscht, Krafttraining bei Hyperkyphose wäre nicht gut ohne "Schroth" Kenntnisse. Aber derzeit habe ich wirklich das Gefühl dass ich bereits weiß, wie ich "gerade" bin.

Was meint ihr? Sorry das es mal wieder so lang ist aber ich musste das nun einfach mal loswerden...

Edit: Natürlich mache ich die Korsett Therapie weiter, bin ja nach wie vor überzeugt davon, glaube nur dass das alleine nicht ausreicht.
Ricky
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von Ricky »

Hallo,

ich kann Dich gut verstehen.

Das Gefühl zu wissen, wie ich mich aufrichten kann und muss, wenn ich Schmerzen habe, habe ich durch die Reha bekommen.
Ich denke, dass ist wahrscheinlich der gleiche Effekt.
Deswegen muß ich die Übungen auch nicht täglich oder exzessiv machen, sondern gezielt und bewußt.
Meist hilft das ausrechend, solange keine Blockade kommt, aber auch damit weiß ich mittlerweile besser umzugehen.
Solange alles in einem bestimmten Rahmen bleibt, ich darauf achte bestimmte Bewegungen bzw. Aktionen nicht zu machen, wie zu lange überkopf hantieren, Rucksack tragen etc komme ich ganz gut hin.
Das sind wohl die Erfahrungen, die wir mit unsere Krankheit machen und die uns lehrt damit klarzukommen.Das richtige Körpergefühl ist dabei ausschlaggebend und wir mit unserer recht beweglichen Kyphose können da tatsächlich einiges erreichen...
Bauchmuskeln sollte ich auch ein paar mehr haben, traue mich aber nicht so richtig ran...
mick
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von mick »

Hallo Alex!

Ich denke grundsätzlich schon, dass man bereits durch ein gutes Korsett ein Körpergefühl dafür entwickeln kann, was "richtig", also "gerade" ist, dass du das also schon wissen könntest. Gerade bei Hyperkyphose kann man mit Rücken- und Bauchübungen (ohne oder mit Geräten) auch deutlich gezielter arbeiten als bei Skoliose. Allerdings würde ich selbst bei einem theoretisch bestehenden Körpergefühl das Problem sehen, dass du bei einer Übung am Gerät unbewusst in eine krumme Haltung zurück sinkst (weil du einfach dich auf die Übungsausführung konzentrierst und die körperliche Anstrengung hoch ist) und dich in einem Fitnessstudio niemand geeignet korrigieren kann.
Hier im Forum haben wohl einfach zu viele die Erfahrung gemacht, dass man mit zu wenig Wissen falsch trainiert und dem Rücken eher schadet, sodass man grundsätzlich eher dazu rät, zuerst das richtige Körpergefühl durch Schroth zu erlernen. Ob du persönlich das richtige Körpergefühl besitzt oder nicht, kann hier im Forum, also aus der Ferne auch keiner beurteilen, und ebensowenig, ob du in der Lage bist, dieses Körpergefühl auch am Gerät abzurufen, ohne unbewusst in eine krumme Haltung zurückzufallen.
Möchtest du denn Schroth nicht anfangen und dir da ein paar Grundkenntnisse aneignen, um sicher zu gehen, dass du richtig trainierst? Ansonsten, wenn du gerne an Geräten arbeiten willst, könntest du dir ein Rezept für Krankengymnastik am Gerät zu holen, dir dann von einem guten Physiotherapeuten ein Programm zusammen stellen lassen und unter seiner Kontrolle zunächst trainieren. Evtl. wird es aber schwierig, herauszufinden, wer da kompetent ist. Dann könntest du danach die Übungen selbstständig im Fitnessstudio fortführen.
alex1605 hat geschrieben:Rudern, Brustmuskeln stärken bzw dehnen, Butterfly rückwärts um die Schultern zurückzubekommen und so weiter...
Ich hab zwar keine Hyperkyphose, aber "Brustmuskeln stärken" müsste doch kontraproduktiv sein? Im Bereich der Brustmuskeln müsste doch allein dehnen richtig sein? Auch mit Rudern wäre ich eher vorsichtig, da kann man im Bewegungsablauf und der Haltung viel falsch machen, glaub ich und wenn dich da keiner korrigiert...

Viele Grüße,
mick
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Hallo alex,

dass du selbst in der Lage bist, deine Haltung so anzupassen, dass Schmerzen verschwinden, zeugt durchaus von einem gut vorhandenen Körpergefühl. Nitchtsdestotrotz halte ich überhaupt nichts davon, ohne die Anleitung und Begleitung eines geschulten Therapeuten an Geräte jedweder Art zu gehen. Oft genügt eine kleine Korrektur in der Haltung, um eine Übung effektiver zu machen
und somit auch schneller zu guten Ergebnissen zu kommen. Und oft genügt ein kleiner Fehler in der Ausgangsstellung, um eine an sich sinnvolle Übung kontraproduktiv zu machen.
Nimm dir also die Zeit, dir erstens einen guten Therapeuten zu suchen (und in deinem Fall ist ein Schroth-Therapeut oder eine schicke Therapeutin ;) sicher die erste Wahl, weil diese darin geschult sind, die oben erwähnten kleinen aber feinen Unterschiede zu erkennen und zu handeln) und nimm dir die Zeit, dir ein sicheres Korrekturgefühl zu erarbeiten, bevor du aufs Gerate-wohl in ein Studio gehst.


Lg
Karin
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Alex_activitas
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Alex,

ich reihe mich hier einfach einmal ein und kann Dir nur den gleichen Rat wie meine Vorredner/innen geben: ohne geschulte (!) Anleitung macht es wenig Sinn, an Geräten zu trainieren.
Du sprichst das Problem selber an:
alex1605 hat geschrieben:Ich dachte immer, ich habe eine gute Haltung und bin aufrecht... aber das war definitiv nicht der Fall.
Oftmals täuscht einen das eigene Körpergefühl und man muss erst lernen, wie sich das "richtige" anfühlt. Das erlebe ich buchstäblich Tag für Tag in der Praxis.
alex1605 hat geschrieben:Nun überlege ich mich wieder im Fitnestudio anzumelden und speziell Übungen zu machen wie z.B Rudern, Brustmuskeln stärken bzw dehnen, Butterfly rückwärts um die Schultern zurückzubekommen und so weiter...
Prinzipiell kein schlechter Gedanke, sich weiter um seine Muskulatur zu kümmern. Allerdings sind die Geräte in einem Fitness-Studio nicht für Wirbelsäulenfehlstellungen bzw. -fehlhaltungen ausgelegt, sondern für den "gesunden", symmetrischen Rücken. Das bedeutet, dass man die Übungen modifizieren muss, damit sie für die persönliche Situation passen. Das kann durch einen geschulten und Skoliose/Kyphose-erfahrenen Trainer bzw. Physio geschehen oder durch einen erfahrenen Kunden/Patienten selbst. Allerdings - das ist nich böse gemeint - bist Du noch nicht erfahren. Insofern sind die Fehlerquellen sehr hoch.

Rudern: wenn sehr gut durchgeführt, keine schlechte Übung. Allerdings hohes Fehlerpotential bei Hyperkyphotikern, da man doch sehr in die Kyphose geht vor dem Durchzug.
Brustmuskeln särken: warum?
Brustmuskeln dehnen: korrekt. Eine wichtige Übung für z.B. Hyperkyphotiker.
Butterfly reverse: eine sehr gute Übung für die Aufrichtung, Mobilisation bzw. Stabilisation der BWS in der Aufrichtung und somit in zweiter Linie zum Zurückbringen der Schultern.
alex1605 hat geschrieben: Aber derzeit habe ich wirklich das Gefühl dass ich bereits weiß, wie ich "gerade" bin.
Ich würde Dir raten, mit Schroth anzufangen oder zumindest einen zu Physio suchen, der sich sehr gut mit Skoliose/Kyphose auskennt. Hier kannst Du das notwendige Körpergefühl unter Anleitung lernen und mit diesem dann selbständig arbeiten.
Ich habe noch keinen Patienten kennengelernt, der sich tatsächlich sehr gut korrigieren konnte, ohne jemals eine intensive Anleitung erfahren zu haben.
alex1605 hat geschrieben:Edit: Natürlich mache ich die Korsett Therapie weiter, bin ja nach wie vor überzeugt davon, glaube nur dass das alleine nicht ausreicht.
100% Zustimmung! ;)

Gruß,
Alex
Alexander Heidrich - activitas - menschen, die bewegen
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alex1605
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2. Rahmouni Korsett im Juli 2015

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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von alex1605 »

Hi,

vielen Dank für eure Antworten!
mick hat geschrieben: Hier im Forum haben wohl einfach zu viele die Erfahrung gemacht, dass man mit zu wenig Wissen falsch trainiert und dem Rücken eher schadet, sodass man grundsätzlich eher dazu rät, zuerst das richtige Körpergefühl durch Schroth zu erlernen. Ob du persönlich das richtige Körpergefühl besitzt oder nicht, kann hier im Forum, also aus der Ferne auch keiner beurteilen, und ebensowenig, ob du in der Lage bist, dieses Körpergefühl auch am Gerät abzurufen, ohne unbewusst in eine krumme Haltung zurückzufallen.
Möchtest du denn Schroth nicht anfangen und dir da ein paar Grundkenntnisse aneignen, um sicher zu gehen, dass du richtig trainierst?
Okay, dann werde ich diesen Rat mal lieber befolgen und mir einen guten Physiotherapeuten suchen bevor ich wieder alles nur noch schlimmer mache. Doch ich will Schroth ja lernen und werde voraussichtlich nächstes Jahr im Februar zur Reha fahren, wenn ich mich endlich zur Krankenkasse bewege und das Dokument dort abgebe, welches Dr. Hoffmann mir mitgegeben hat.
mick hat geschrieben: Ich hab zwar keine Hyperkyphose, aber "Brustmuskeln stärken" müsste doch kontraproduktiv sein? Im Bereich der Brustmuskeln müsste doch allein dehnen richtig sein?
Alex_activitas hat geschrieben:
Rudern: wenn sehr gut durchgeführt, keine schlechte Übung. Allerdings hohes Fehlerpotential bei Hyperkyphotikern, da man doch sehr in die Kyphose geht vor dem Durchzug.
Brustmuskeln särken: warum?
Brustmuskeln dehnen: korrekt. Eine wichtige Übung für z.B. Hyperkyphotiker.
Butterfly reverse: eine sehr gute Übung für die Aufrichtung, Mobilisation bzw. Stabilisation der BWS in der Aufrichtung und somit in zweiter Linie zum Zurückbringen der Schultern.
Hmm okay, ich dachte irgendwie Brustmuskeln stärken gehört dazu ;) Nunja, dann werde ich wohl erstmal die Übung zum stärken der Bauchmuskeln, die mir Alex erklärt hat durchführen. Was könnt ihr mir außer den Gang zum Physiotherapeuten noch empfehlen? Gibt es weitere Übungen (z.B Brustmuskel dehnen) die ich auch vorab schon Zuhause erledigen kann, ohne dass ich dabei alles nur schlimmer mache? Ich glaubes wird schonmal richtig schwer eine Praxis zu finden, die sich mit Kyphosen auskennt. :-/
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Klaus
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von Klaus »

Hallo Alex1605,

ich kann mich auch nur allen anderen anschliessen.
Das Korsett bringt Dir zwar die Richtung nahe, in die es gehen soll, aber die muskelaufbauende Komponente im korrigierenden Korsett wird nach meiner Ansicht manchmal überbewertet bzw. es wirkt so in den Schilderungen. Diese Ausgleichsbewegungen sind nicht vergleichbar mit dem "freien" Training ohne Korsett.
Insofern sollte eigentlich parallel zur Verordnung eines Korsetts auch immer eine aktive zielorientierte Muskelpflege empfohlen werden, z. Bsp. eine Schroth REHA.
Dann hätte man speziell bei Hyperkyphose nicht immer wieder diese wiederkehrende Diskussion mit der richtigen Vorgehensweise beim Fitness Training. Es entspricht einfach nicht der praktischen Realität, dass man einfach nur einen geschulten und Skoliose/Kyphose-erfahrenen Trainer in einem solchen Studio braucht, weil es diese dort so gut wie gar nicht gibt. Ganz abgesehen davon, dass man dort nicht mit freiem Oberkörper trainiert.

Wie Karin schon gesagt hat, muss man schon direkt einen Schroth-Therapeuten finden, der möglichst auch noch ein kleines Geräte-Trainings-Studio hat. Aber selbst da muss man wahrscheinlich auch noch umdenken auf die Geräte, die in einem Fitness Studio der Wahl vorhanden sind. Das soll ja eine langfristige, eigentlich lebenslange Sache werden, die auch bezahlbar ist und durch Vielseitigkeit auch Spass (Wellness) machen soll.

Gruß
Klaus
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von Klaus »

Alex1605 hat geschrieben:Hmm okay, ich dachte irgendwie Brustmuskeln stärken gehört dazu ;)
Du musst das nach dem Prinzip sehen, dass man grundsätzlich nicht in der Fehlstellung trainieren sollte.
Und gerade die verkürzte Brustmuskulatur zieht Dich in den Rundrücken. Deshalb ist hier ganz speziell Dehnen, Dehnen, ....angesagt.
Nunja, dann werde ich wohl erstmal die Übung zum stärken der Bauchmuskeln, die mir Alex erklärt hat durchführen.
Hat alex aber nicht in diesem Thread erklärt?
Die Bauchmuskeln isoliert zu trainieren, weil man nun unbedingt was tun möchte, finde ich nicht so gut. Es hängt doch alles zusammen und wenn die gesamten Verkürzungen nicht angegangen werden, bringt das doch nichts. Und solche Verkürzungen können Dich auch in ein Hohlkreuz bringen, ohne dass Du das bemerken musst.
Gibt es weitere Übungen (z.B Brustmuskel dehnen) die ich auch vorab schon Zuhause erledigen kann, ohne dass ich dabei alles nur schlimmer mache?
Keine Ahnung, ob Du dabei richtig stehst. Warum dieser Aktionismus.
Ich kann mir bestenfalls die Dehnung der Oberschenkelmuskulatur vorstellen, bei der man ja mit dem Rücken flach auf dem Boden liegt.
Ich glaubes wird schonmal richtig schwer eine Praxis zu finden, die sich mit Kyphosen auskennt. :-/
Das kann durchaus auch bei Schroth Therapeuten sein, deshalb bei Wahlmöglichkeit genau nachfragen.

Gruß
Klaus
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2. Rahmouni Korsett im Juli 2015

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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von alex1605 »

Klaus hat geschrieben: Die Bauchmuskeln isoliert zu trainieren, weil man nun unbedingt was tun möchte, finde ich nicht so gut. Es hängt doch alles zusammen und wenn die gesamten Verkürzungen nicht angegangen werden, bringt das doch nichts. Und solche Verkürzungen können Dich auch in ein Hohlkreuz bringen, ohne dass Du das bemerken musst.
Deshalb habe ich ja auch gefragt was ich noch tun kann. Bei der von Alex genannten Übung ist die Gefahr mit dem Hohlkreuz zwar gegeben, er hat mir aber erklärt wie ich selbst spühre ob ich zu stark ins Hohlkreuz gehe.
Klaus hat geschrieben: Keine Ahnung, ob Du dabei richtig stehst. Warum dieser Aktionismus.
Ich kann mir bestenfalls die Dehnung der Oberschenkelmuskulatur vorstellen, bei der man ja mit dem Rücken flach auf dem Boden liegt.
Das mit der Oberschenkelmuskulatur Dehnung mache ich schon und das klappt ganz gut. Wie ich oben bereits beschrieben habe, habe ich einfach gemerkt dass meine Fehlhaltung wohl einen großen Teil zu meinem Problem beiträgt. Deshalb würde ich sehr gerne etwas machen und zwar vor der Reha, die leider erst im Februar ist. Ich dachte mir, dass ich beim Dehnen zumindestens nicht soviel falsch machen kann.
Hab gerade bei einer Praxis "Heine" angerufen, diese ist hier in Frankfurt, sogar praktisch um die Ecke wo ich arbeite! Habe die Frau am Telefon gefragt ob sie sich mit Hyperkyphose bzw. Scheuermann Erkrankung auskennen und sie antwortete, dass sie sowas oft behandeln (auch nach Schroth!) Vielleicht habe ich Glück.
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Klaus
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von Klaus »

Vielleicht habe ich Glück.
Das wünsche ich Dir auf jeden Fall.
Wobei man in Frankfurt sicherlich auch speziell nach Hyperkyphose bei Erwachsenen und deren Anzahl fragen kann. ;)
Therapeuten gehen mehr von Rundrücken/Hohlkreuz aus, als vom Begriff Scheuermann, der ja nur ein Auslöser sein kann.

Gruß
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von alex1605 »

Klaus hat geschrieben: Das Korsett bringt Dir zwar die Richtung nahe, in die es gehen soll, aber die muskelaufbauende Komponente im korrigierenden Korsett wird nach meiner Ansicht manchmal überbewertet bzw. es wirkt so in den Schilderungen. Diese Ausgleichsbewegungen sind nicht vergleichbar mit dem "freien" Training ohne Korsett.
Habe deinen Post wohl ganz übersehen. Ich stimme dir hier vollkommen zu, ich habe mir zwar vor der Therapie erhofft das dass Korsett tragen ausreicht, aber das glaube ich nun nicht mehr.
Ich denke dennoch, dass die Muskeln sich im Korsett nicht abbauen. Habe hin und wieder mal versucht mich hängen zu lassen, was überhaupt nicht funktioniert hat.
Fakt ist aber wohl, dass ich aktiv etwas für die Muskeln tun muss. Ich bin da eigentlich sehr zuversichtlich, dass ich meine Situation nochmal extrem verbessern kann.
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo alex,
alex1605 hat geschrieben:Fakt ist aber wohl, dass ich aktiv etwas für die Muskeln tun muss. Ich bin da eigentlich sehr zuversichtlich, dass ich meine Situation nochmal extrem verbessern kann.
Das ist die absolut richtige Motivation! Nutze dies aus und fang mit der Schroth-Therapie an. Und nächstes Jahr dann in die Reha - das klingt gut!

Gruß,
Alex
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Re: Nachdenklich: Hilft nur Korsett und Schroth?

Beitrag von Klaus »

Alex1605 hat geschrieben:Ich denke dennoch, dass die Muskeln sich im Korsett nicht abbauen.
Sie bauen sich aber auch nicht im erforderlichen Maß auf!
Solche Aussagen können schnell mißverstanden werden und man verlässt sich allein auf das Korsett.
ich habe mir zwar vor der Therapie erhofft das dass Korsett tragen ausreicht, aber das glaube ich nun nicht mehr.
Ich habe mir sagen lassen, dass z. Bsp. in Bad Salzungen jede Menge Patienten auftauchen, die "wie ein Sack im Korsett hängen". Das soll Dich trösten, dass Du nicht der Einzigste bist. :)

Gruß
Klaus
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