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Morbus Scheuermann

Verfasst: Mi, 08.08.2007 - 20:31
von Tobischeuer
Hallo

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:

ich bin 19 jahre alt und habe einen morbus scheuermann.

er wurde bei mir im alter von 14 jahren festgestellt. nun bin ich 19 jahre alt und muss sagen, dass ich einen enormen rundrücken habe, ich erschrecke teilweise richtig, wenn ich in den spiegel schaue. ich habe früher viel handbal und basketball gespielt mit 17 jahren hab ich das aufgrund der schmerzen aufgegeben. ich ging ins fitnessstudio und erreichte auch hier keine besserung. ich muss dazu sagen, dass ich viel falsch gemacht habe dort, d.h. viel brust etc trainiert habe und somit meinen rundrücken wohl noch verstärkt habe. mein trainer hatte keine ahnung von der materie.

der doktor, der mir gesagt hat, dass ich einen scheuermann habe, hatte ebenso wenig ahnung, so hatte es zumindest auf mich den anschein. er meinte ich solle im fitnessstudio übungen wie z.B. butterfly oder latziehen in den nacken machen, um die muskeln zu stärken.

ich kenne mich aber mittlerweile ziemlich gut aus und kann sagen: mit butterfly trainiere ich meine brust(-->rundrücken) und mit latziehen in den nacken hat jeder normale mensch probleme, denn: ziehe ich mehr richtung nacken, so muss ich meinen kopf nach vorne beugen, um mit der stange vorbeizukommen, ziehe ich weiter nach hinten, so bringe ich meine schultern in eine unnatürliche haltung.
solche ärzte haben wir in deutschland, er interessierte sich nicht für meine beschwerden und so etwas kotzt mich an.

er hat mir jedoch krankengymnastik verschrieben, die aber auch nicht viel geholfen hat, nur sehr wneig besserung.

ich habe übungen auf ball etc. gemacht, aber viel geholfen hat das au nicht viel geholfen, dazu hatte ich nur 6mal bekommen, somit nur wneig übungen gesehen.

ich habe mich nun schlau gemacht über scheuermann und habe in diesem forum schon oft von der "schroth-KG" gehört. ich habe danach gesucht, aber nirgends so etwas wie eine zusammenfassung gefunden.

hat da jemand was??

2. möchte ich mich mal von einem arzt richtig unteruschen lassen, von einem arzt, der sich für einen patienten auch zeit nimmt, und net nach 2 minuten wieder ausm zimmer rennt, ohne sich mit den problemen des patienten auseinanderzusetzen.

ich suche einen arzt in der nähe von stuttgart.


bei der arbeit muss ich immer sehr viel stehen, das bereitet mir probleme, denn ich habe neben meinem rundrücken ein starkes hohlkreuz. auf mich scheint es, dass bei einem hohlkreuz das ganze gewicht auf die wirbelsäule drückt. dadurch bekomme ich dann schmerzen. was kann ich dagegen machen?



einerseits sprechen auch immer viele von KG, aber andere auch von fitnessstudio.

ich kenne viele leute, die sehr viel ahnung von training haben und speziell für scheuermann wurden mir übungen wie kreuzheben und vor allem überkopfkniebuegen empfohlen. ich vertruae diesen leuten voll, da sie viel ahnung haben, aber andere minugen zu diesen übungen würden mich interessieren.

als letztes muss ich noch sagen, dass ich mir einmal meine schulter ausgekugelt habe und ich seither das gefühl habe, dass sie etwas komisch im gelenk drinsitzt. der arzt meinte:"das ist nicht so schlimm, das kann man operieren aber muss man nicht" !!??
super antwort für mich.


Naja, ich würde gerne eure meinung hören zu meinen problemen.

sorry für das schlechte deutsch und die sehr schlechte gliederung, hauptprobleme sollte man jedoch rausfiltern können ;)


Vielen Vielen Vielen Dank im Vorraus !!!!!!1 :D :D :D

Verfasst: Mi, 08.08.2007 - 20:33
von tobischeuer
desweiteren würde ich gerne noch von euch wissen, was ihr von dieser übung haltet, ich zitiere hier mienen fruned magma, eine guten arzt aus leipzig:

"Die beste Übung gegen ein Hohlkreuz bzw. eine Repositionierung für das Becken ist der Igelgang:

Also auf alle viere runter, und dann immer diagonal ein Arm und ein Bein kurz anheben - immer simultan. das heißt immer im Rhytmus bleiben - ein Arm und das diagonale Knie mit Unterschenkel und Fuß heben gemeinsam ab und kommen gemeinsam wieder runter.

So... das Anheben des Armes und des Beines sollte aber nur 1-2cm !!!! über den Boden passieren. Höher nicht. Außerdem sollte der Rumpf möglichst sich nicht bewegen!!!!!Wenn das ganze klappt - das Tempo so weit wie mögl. erhöhen ohne aus dem Takt zu kommen. Je schneller umso stärker die Beanspruchung der Muskeln - die die Rotationskräfte auf den Rumpf filtern müssen...

Zusatz:
Was hierbei enorm wichtig ist!!! Die Ellenbogen bleiben immer gestreckt!!!!! Also man läuft mit den Armen quasi wie auf "Holzbeinen" -> nur so rotiert der Schultergürtel auch sinngemäß (bei Beugen der Ellenbogen würde das Tippeln keinen Sinn machen, da keine Bew. in der Wirbelsüle ankommt)

Das gleiche gilt bei den Beinen: Sie werden nicht zur Seite o.ä. angehoben, sondern die Knie gehen senkrecht nach oben (1-2 cm) vom Boden weg -> Rotation des Beckengürtels

nur so Rotieren beide Gürtel gegeneinander und bilden die Grundlage für das Training der kleinen Muskeln!!!

Viel Spaß beim Üben!


Wichtig ist auch im Alltag zu versuchen, das Becken nach hinten zu kippen und das Hohlkreuz so zu vermeiden. Das erfordert extreme Disziplin und Ausdauer. Wenn man sich aber mal an diese Haltung gewöhnt hat und im Alltag gar nicht mehr daran denkt, dann ist das Schlimmst geschafft. Übungen wie der Igelgang helfen der Beweglichkeit und erleichtern die Repositionierung des Beckens.

Wenn ihr euch fragt, warum man kein Beinheben machen soll:
Beim Beinheben werden fast ausschließlich die Hüftbeuger trainiert. Diese setzen an der Lendenwirbelsäule an und ziehen das Becken dann nur noch mehr nach vorne. Desto stärker die Hüftbeuger, desto stärker das Hohlkreuz.

Wichtig ist auch, den Rückenstrecker und die Quads regelmäßig zu dehnen, da deren Verkürzung ebenfalls zum Hohlkreuz beitragen kann. "

Quelle:
http://www.team-andro.com/phpBB2/topic, ... kreuz.html

Verfasst: Do, 09.08.2007 - 10:02
von Klaus
Tobischeuer hat geschrieben:ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:
Es wäre schön, wenn Du Dich hier mit Wohnort und Alter anmelden würdest, dann kann man besser auf Dich eingehen.
ich habe mich nun schlau gemacht über scheuermann und habe in diesem forum schon oft von der "schroth-KG" gehört. ich habe danach gesucht, aber nirgends so etwas wie eine zusammenfassung gefunden.

hat da jemand was??
Das Forum ist eigentlich voll von Informationen, zusammengefasst kann man sagen:
Schroth KG (nach Katharina Schroth) besteht aus den Elementen
Muskel-Aufbau, -Dehnung und -Korrektur.
Dabei wird auch die Atmung als Hilfsmittel eingesetzt.

Da es hier auch um das Erlernen des richtigen Körpergefühls geht, angepasst auf die eigene Situation, kann man das optimalerweise nur während einer 4 wöchigen REHA lernen. Das ständige Zusammenwirken mit dem Therapeuten ist unbedingt notwendig. Deswegen kann man das nicht aus einem Buch lernen, geschweige denn online erklären.
ich suche einen arzt in der nähe von stuttgart.
Also da hast Du offensichtlich noch nicht viel gelesen, denn gerade in Stuttgart-Leonberg ist Dr. Hoffmann einer der ganz wenigen Spezialisten in Deutschland.
denn ich habe neben meinem rundrücken ein starkes hohlkreuz.
Das ist in dieser Kombination sehr oft so, weil die Wirbelsäule einen Ausgleich über die gesamte Länge versucht.
Wichtig ist auch im Alltag zu versuchen, das Becken nach hinten zu kippen und das Hohlkreuz so zu vermeiden. Das erfordert extreme Disziplin und Ausdauer. Wenn man sich aber mal an diese Haltung gewöhnt hat und im Alltag gar nicht mehr daran denkt, dann ist das Schlimmst geschafft.
Wenn das die Grundlage für die genannten Übungen sein soll, dann liegst Du falsch!
Das Becken muss bei Hohlkreuz nach vorn gekippt werden!!

Ich würde an Deiner Stelle erst mal Dr. Hoffmann aufsuchen und anhand der Diagnose mit Winkelangaben einen kompetenten Behandlungsweg erstellen lassen.
Dazu gehört wahrscheinlich auch eine Schroth REHA, bei der Du sehr schnell mitbekommst, ob Deine bisherigen Übungen richtig waren. Möglichwerweise kommt noch ein Korsett dazu.

Bis dahin solltest Du Dir Gedanken darüber machen, wie die bisherigen Übungen wirklich wirken.
Bei der Kyphose muss das Training immer nach oben gerichtet sein, als ob jemand an Deinem Kopf nach oben zieht. Und dass Butterfly vorwärts Gift ist, hast Du ja selbst schon gemerkt. Butterfly rückwärts ist aber angesagt!
Bei Deinem Hohlkreuz machst Du einen Fehler (den ich auch jahrzehnte lang gemacht habe), nämlich das Gefühl, durch Kippen des Beckens nach hinten eine Streckung insgesamt zu erreichen. Erst mit der REHA habe ich gelernt, dass das völlig falsch ist. Bei meiner besonderen Situation (siehe avatare) muss ich das Becken nach unten strecken.
Du wirst merken, dass das Kippen des Beckens nach vorn und das gleichzeitige Strecken der BWS nach oben schon als Ausgangsposition gar nicht einfach ist. Das Ganze dann noch in der Bewegung der Übungen zu halten, ist dann die Krönung :) , wobei dann noch die gezielte Atmung in die entsprechenden Stellen dazu kommt.

Gruss
Klaus

Verfasst: Do, 09.08.2007 - 12:45
von gauklerdavid
KLaus hat geschrieben:
Tobischeuer hat geschrieben:Wichtig ist auch im Alltag zu versuchen, das Becken nach hinten zu kippen und das Hohlkreuz so zu vermeiden. Das erfordert extreme Disziplin und Ausdauer. Wenn man sich aber mal an diese Haltung gewöhnt hat und im Alltag gar nicht mehr daran denkt, dann ist das Schlimmst geschafft.
Wenn das die Grundlage für die genannten Übungen sein soll, dann liegst Du falsch!
Das Becken muss bei Hohlkreuz nach vorn gekippt werden!!
?????????????????

Kann es sein dass ihr von zwei verschiedenen Vorstellungen von "nach vorne" und "nach hinten" ausgeht?Ich nenne es nämlich auch Becken nach hinten kippen was ich mache und das korrigiert ganz definitief das Hohlkreuz...Dabei scheint sich das Becken allerdings nach vorne zu schieben

Also Becken nach hinten kippen Bedeutet für mich: Vorderer oberer Beckenrand (an der Bauchseite) nach oben und der hintere obere (an der Rückenseite) nach unten. Schroth korrektur 2.

Gruss David :D

Hab's zur Übersichtlichkeit ein bisschen editiert! Thomas

Verfasst: Do, 09.08.2007 - 20:29
von Klaus
david hat geschrieben:Ich nenne es nämlich auch Becken nach hinten kippen was ich mache und das korrigiert ganz definitief das Hohlkreuz...Dabei scheint sich das Becken allerdings nach vorne zu schieben
Ok, Du hast recht, das Becken muss nach vorn geschoben werden, das ist jedenfalls das, was ich dabei gefühlsmässig registriere. :)

Wenn Tobischeuer das so macht, ist es natürlich ok!

Gruss
Klaus

Verfasst: Do, 09.08.2007 - 20:33
von tobischeuer
Klaus hat geschrieben:
david hat geschrieben:Ich nenne es nämlich auch Becken nach hinten kippen was ich mache und das korrigiert ganz definitief das Hohlkreuz...Dabei scheint sich das Becken allerdings nach vorne zu schieben
Ok, Du hast recht, das Becken muss nach vorn geschoben werden, das ist jedenfalls das, was ich dabei gefühlsmässig registriere. :)

Wenn Tobischeuer das so macht, ist es natürlich ok!

Gruss
Klaus
hallo, wenn ich seitlich zum SPiegel stehe, dann sehe ich, ob ich ein Holhkreuz mache wenn ich das Becken nach vorn oder hinten kippe, denke das ist ja auch nur lgisch, dass wenn ich meinen Popo anspanne das becken nach vorne wandert und das Hohlkreuz so verschwindet.

versuche das im Alltag immer, komme auch eigentlich gut zurecht damit.


nur ein frage: Ich kann doch mit 19 jahren keine 4-wöchige Reha machen??

Voll in der AUsbildung etc., muss ich da 4 Wochen dann ins KK oder wie??

mfG :D

Verfasst: Do, 09.08.2007 - 22:06
von Klaus
nur ein frage: Ich kann doch mit 19 jahren keine 4-wöchige Reha machen??
Du kannst schon, :) bei Erwachsenen sind 3 Wochen üblich, die innerhalb der ersten beiden REHA Tage automatisch auf 4 Wochen verlängert werden.
Voll in der AUsbildung etc., muss ich da 4 Wochen dann ins KK oder wie??
Also die REHA solltest Du in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim machen, das sind die beiden Schroth Kliniken, die man empfehlen kann.
In der Ausbildungszeit ist das möglichweise nur im Urlaub möglich bzw. sinnvoll, da sollten vielleicht andere antworten.

Je nachdem, wie lange die Ausbildung noch dauert, könnte auch eine ambulante Schroth KG als Überbrückung bis zur REHA in Frage kommen.
Besser als eine normale KG.

Gruss
Klaus

Verfasst: Mo, 13.08.2007 - 22:17
von tobischeuer
danke klaus für deine sehr freundliche und ausführliche Hilfe.

Werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen (müssen) :D


MfG ###

Verfasst: Di, 04.09.2007 - 20:35
von tobischeuer
hallo

kann man eigentlich durch scheuermann auch einen bandscheibenvorfall bekommen??

MfG

Verfasst: Di, 04.09.2007 - 23:40
von Kypho60
tobischeuer hat geschrieben:kann man eigentlich durch scheuermann auch einen bandscheibenvorfall bekommen??
Im Zusammenhang mit M. Scheuermann (meist wird nur auf BWS eingegangen) wird immer wieder erwähnt, das es im Laufe der Jahre zu Problemen der angrenzenden Wirbelsäulenabschnitte kommen kann, besonders in der LWS.
Bei mir sind aber z.B. in der HWS etlich Protusionen (Bandscheibenvorwölbungen, evtl. Vorstufen von Vorfällen) festgestellt worde. Vermutlich wird sich aber kein Arzt darauf festlegen wollen, ob die jetzt vom BWS-Scheuermann mittelbar verursacht worden sind, da Protusionen bei vielen Leuten (oft auch beschwerdefrei) auftreten.

Da Scheuermann aber nicht unbedingt eine starke Wirbelsäulenverkrümmung bedeutet, ist ein Zusammenhang sicher nicht in jedem Fall gegeben. Von Relevanz dürfte eher eine Fehlstellung der WS als andere Scheuermann-Indikatoren sein.
[equote="bei dr-gumpert.de gefunden"]
In den meisten Fällen bereitet ein Morbus Scheuermann keine Beschwerden und wird nur als Zufallsdiagnose im Röntgenbild diagnostiziert. Durch Fehlstellungen der Wirbelsäule können sich chronische Rückenbeschwerden oder Bandscheibenvorfälle entwickeln.[/equote]
Wenn du mal etwas rumgoogelst, lässt sich bestimmt noch viel mehr finden.

Ob jetzt das Einbrechen der Bandscheiben in die Wirbelkörperdeckplatten auch einen Prolaps begünstigen kann, würd' mich aber auch interessieren.

Du kannst ja mal berichten, ob du noch mehr zu dem Thema gefunden hast.

KG

Verfasst: Mo, 07.01.2008 - 20:32
von tobischeuer
Hallo liebes Forum

die Schmerzen sind einigermaßen auszuhalten momentan, ich würde aber gerne eine Schroth Therapie machen, mit dem Geschäft geht das klar, ab 1.Juni 06 wäre ich bereit, ich würde aber gerne wissen, wie man eine Überweisung dorthin bekommt bzw. was alles dazu notwendig ist, so etwas überhaupt zu bekommen?!?

Hat man als "Nicht-privat" Patient überhaupt eine Chance? Und wie genau läuft eine solche Therapie ab, wird da jeden Tag trainiert?


MfG :) :) :) ;)

Verfasst: Di, 08.01.2008 - 09:25
von Klaus
Hallo tobischeuer,

also grundsätzlich:
wie schon vor Monaten gesagt, es wäre besser, wenn Du Dich hier mit Wohnort/Region und Alter anmelden würdest, dann kann Dir besser geholfen werden.
Du solltest Dir die Mühe machen, mal ausführlich im Forum zu lesen, es gibt jede Menge Posts zu der Schroth REHA incl. Erfahrungsberichte.
Ausserdem musst Du Dich selber intensiv mit Deiner Situation auseinandersetzen, das geht nicht so schnell.

am 8.8.2007
tobischeuer hat geschrieben:ich suche einen arzt in der nähe von stuttgart.
Mach einen Termin bei Dr. Hoffmann und er wird eine kompetente Diagnose erstellen, die grundsätzlich immer vor jeder Behandlung stehen muss!
Er wird dann sicherlich auch den Antrag auf eine Schroth REHA unterstützen.
Hat man als "Nicht-privat" Patient überhaupt eine Chance?
Aber natürlich, bezüglich der Kosten ist man oft sogar besser dran, als Privatversicherte.
Und wie genau läuft eine solche Therapie ab, wird da jeden Tag trainiert?
Mo-Fr. von 8-16/17 Uhr, Sonnabend vormittag 1 Stunde.
Man kommt auf ca. 20 Wochenstunden reines Schroth plus diverse andere Maßnahmen und das für 3-4 Wochen!

Gruss
Klaus

Verfasst: Di, 08.01.2008 - 17:21
von mohnblume.muenchen
Sorry, schon etwas spät:
tobischeuer hat folgendes geschrieben:
kann man eigentlich durch scheuermann auch einen bandscheibenvorfall bekommen??

Vermutlich wird sich aber kein Arzt darauf festlegen wollen, ob die jetzt vom BWS-Scheuermann mittelbar verursacht worden sind, da Protusionen...

Da Scheuermann aber nicht unbedingt eine starke Wirbelsäulenverkrümmung bedeutet, ist ein Zusammenhang sicher nicht in jedem Fall gegeben. Von Relevanz dürfte eher eine Fehlstellung der WS als andere Scheuermann-Indikatoren sein.
Ja, man kann!! Spür´s grad am eigenen Leib. Bei mir liegt der BS-Vorfall direkt unter´m Kyphose-Scheitel (BWS, also nicht nur HWS/LWS), kommt also indirekt vom Scheuermann, nämlich von der krassen Fehlstellung u. ich denke, verringerter (flacherer) Zwischenwirbelräume.

@tobischeuer: Lass doch mal ein MRT machen, da kam´s bei mir auch raus + dass eine BS über dem Vorfall auch schon vorgewölbt ist :/

Verfasst: Di, 08.01.2008 - 22:32
von tobi-scheuer
Klaus hat geschrieben:Hallo tobischeuer,

also grundsätzlich:
wie schon vor Monaten gesagt, es wäre besser, wenn Du Dich hier mit Wohnort/Region und Alter anmelden würdest, dann kann Dir besser geholfen werden.
Du solltest Dir die Mühe machen, mal ausführlich im Forum zu lesen, es gibt jede Menge Posts zu der Schroth REHA incl. Erfahrungsberichte.
Ausserdem musst Du Dich selber intensiv mit Deiner Situation auseinandersetzen, das geht nicht so schnell.

am 8.8.2007
tobischeuer hat geschrieben:ich suche einen arzt in der nähe von stuttgart.
Mach einen Termin bei Dr. Hoffmann und er wird eine kompetente Diagnose erstellen, die grundsätzlich immer vor jeder Behandlung stehen muss!
Er wird dann sicherlich auch den Antrag auf eine Schroth REHA unterstützen.
Hat man als "Nicht-privat" Patient überhaupt eine Chance?
Aber natürlich, bezüglich der Kosten ist man oft sogar besser dran, als Privatversicherte.
Und wie genau läuft eine solche Therapie ab, wird da jeden Tag trainiert?
Mo-Fr. von 8-16/17 Uhr, Sonnabend vormittag 1 Stunde.
Man kommt auf ca. 20 Wochenstunden reines Schroth plus diverse andere Maßnahmen und das für 3-4 Wochen!

Gruss
Klaus

Hallo

danke für die Antwort. Also ich bin 20 Jahre alt, und würde mich sehr gerne behandeln lassen bzw. endlich korrekt trainieren. Wohne ca. 100km von Stutgart entfernt, also das wäre kein Problem.

Welche Voruntersuchungen bräcuhte ich, um zu Dr. Hoffmann zu kommen? Röntgen, CT, MRT? Oder kann er das selber machen?

Ich werde versuchen, bei dr. Hoffmann einen Termin zu bekommen. Wie geht's dann wieter, wie lange braucht man, bis man einen Platz in der Reha bekommt? Was kostet eine solche Therapie bzw. übernimmt das die KK?



MfG

Verfasst: Mi, 09.01.2008 - 09:25
von Klaus
tobi-scheuer hat geschrieben:Welche Voruntersuchungen bräcuhte ich, um zu Dr. Hoffmann zu kommen? Röntgen, CT, MRT? Oder kann er das selber machen?
Grundsätzlich brauchst Du keine Voruntersuchung, weil Dr. Hoffmann alles komplett machen kann, incl. der Röntgen-Ganzaufnahmen, die nur wenige Orthopäden anbieten können.
Vorhandende Aufnahmen solltest Du auf jeden Fall mitnehmen!

Deswegen auch die hier im Forum oft erwähnte Rundum -Erstversorgung bei Dr. Hoffmann, mit der Du einen entscheidenden Schritt weiterkommst.
Wie geht's dann wieter, wie lange braucht man, bis man einen Platz in der Reha bekommt? Was kostet eine solche Therapie bzw. übernimmt das die KK?
Je nach Diagnose wird eine REHA oder/und evtl. ein Korsett verordnet bzw. empfohlen. Die Kosten werden von der zuständigen Stelle (Krankenkasse oder Rentenversicherung) übernommen. Es bleibt die übliche Zuzahlung pro Tag, von der man auch befreit werden kann.

Bis Du eine REHA antreten kannst wird sicherlich mindestens 3 Monate vergehen. Das hängt sehr vom Kostenträger und der Jahreszeit ab, weil in der Zeit der grossen Ferien die Kliniken mit Schülern voll belegt sind.

Gruss
Klaus

Verfasst: Mi, 09.01.2008 - 18:05
von tobi-scheuer
Hi Klaus

unglaublich, dass du hier immer wieder antowrtest. Vor allem der Inhalt und die Ausführlichkeite dineer Beiträge verdient größten Repsket.

Ich denke, ich werde mir so bald wie möglich einen Termin bei Dr Hoffmann machen. Jetzt haben wir Januar, einen Termin bekomme ich womöglich erst in ein paar Wochen und dann nochmal 3 Monate warten dann sind wir evt. genau an dem zeitpunkt angelangt, wo ich richtig viel zeit hätte, das wäre super.


Eine abschliessende Frage noch:

Besteht die Schroth-Reha eher aus gymnastischen Übungen oder mehr aus Krafttraining oder beihnaltet sie eine gesunde Mischung??


MfG :) :D

Verfasst: Mi, 09.01.2008 - 18:42
von Phil
Servus,

schön, dass du etwas für deinen Rücken tun möchtest.

Für die sehr wichtige Beckenkorrektur kann ich dir noch sagen, das es wichtig ist die Bauchmuskeln (lange und seitliche) zu trainieren, denn die bringen bei Anspannung das Becken in die richtige nach hinten gekippte Stellung (Hintern runter).

Auch finde ich es wichtig die großen, obenliegenden und verkürzten Beinmuskeln täglich zu dehnen weil auch das hilft dein Becken in die richtige Haltung zu bringen.

Gruß

Phil

Verfasst: Mi, 09.01.2008 - 20:01
von Klaus
tobi-scheuer hat geschrieben:Besteht die Schroth-Reha eher aus gymnastischen Übungen oder mehr aus Krafttraining oder beihnaltet sie eine gesunde Mischung??
Wie der Name schon sagt, handelt es sich überwiegend um Schroth Übungen, das sind isometrische Übungen, die sehr individuell angewendet werden und verblüffende Wirkungen haben.
Ziel ist nicht nur ein Muskelaufbau, sondern auch eine Korrektur der gesamten Rückenstruktur, wobei Bänder und Sehnen mit beteiligt sind.
Damit ist auch eine Dehnung von verkürzten Strukturen verbunden.

Die Bemerkungen von Phil beziehen sich auf die Schroth Übungen und deswegen wahrscheinlich für Dich erst mal nicht verständlich.
Das lernst Du während der REHA ausführlich und vorher macht es keinen Sinn, das hier zu erläutern.

Zusätzlich gibt es auch weitere Übungen, die auf die Beweglichkeit zielen und natürlich zumindest in Bad Salzungen auch viele andere Elemente, die auch Spaß machen sollen. Vorwiegend am Nachmittag, wenn man bereits ausgelaugt ist. :)

Was das Krafttraining angeht, so gibt es nur in Bad Salzungen ein zusätzliches angepasstes Gerätetraining, dass in die Lage versetzt, auch zuhause im Fitness Studio richtig zu trainieren.

Insgesamt also eine "Mischung" von vielen Elementen, z.Bsp. auch Nordic Walking um den See :), aber überwiegend reines Schroth Training.

Gruss
Klaus

Verfasst: Fr, 04.07.2008 - 22:02
von Tobischeuer
Hallo Leute

Ich habe nun endlich einen Termin bei dr Hoffmann vereinbart.

Ich wünsche mir, dass er trotz meines Alters von 20 Jahren noch etwas dagegen unternehmen kann. Nach meinem Zivi werde ich ab September ein halbes JAhr als Aushilfe arbeiten, danach studuieren. Die Arbeit als Aushilfe graust mir schon wieder, da ich evt. ab und an etwas heben muss und auf die Schmerzen in meiner BWS freue ich mich schon jetzt. :/

Ab März dann das Studium, wenn ich eine Reha mache, dann von Februar-März falls irgendwie möglich, aber den Job als Aushilfe kann ich unmöglich verschieben und die Zeit währenddessen sicher mit KG ersetzen. Mein Physio kennt sich mit Scheuermann gut aus und kennt auch diverse Übungen, die er mir bald zeigen wird. Hatte aber eine Schulter-Op von daher muss ich noch ein wenig warten.

Ich freue mich bereits jetzt auf den Termin bei Dr. Hoffmann, wenn es so wird, wie hier oft beschrieben, dann ist ja wirklich Besserung in Sicht. Bin gespannt welchen Grad ich bereits erreicht habe :rolleyes:

Endlich aber ein Arzt, der sich der Sache wirklich annimmt.

Bis dann, werde natürlich weiter berichten.

Die 6 Monate als Aushilfe werde ich schon schaffen, vielleicht mache ich auch nur 5 um mir mehr Zeit zu nehemn für meinen Rücken und die Reha, wird man alles sehen.

Ihr werdet von mir hören.

MfG :)

Dr. Hoffmann

Verfasst: Mi, 23.07.2008 - 09:13
von tobischeuer
Hallo Leute

gestern war es endlich soweit. Ich war bei Dr. Hoffmann und bin wirklich begeistert. Ein sehr freundlicher Arzt, der sich für seine Patienten auch mal Zeit nimmt. Fand es noch besser, als teilweise hier im Forum beschrieben. Aber sein Befund war das Allerbeste:

Bei mir wurde vor 4 Jahren mit 16 Jahren ein Scheuermann festgestellt. Der entsprechende Arzt hat mir daraufhin 6* KG verschrieben und gemeint ich solle in ein Fitnessstudio gehen. Habe ich natürlich gemacht, trainiert wie alle anderen auch, da der Arzt mir gesagt hat, ich solle generell Muskeln aufbauen und nichts spezielles machen, dann wird das schon. Mit der Zeit hatte ich aber immer mehr Schmerzen und durch das Training hatte ich auch im Alltag immer mehr Schmerzen. Von der KG möchte ich gar nicht anfangen, die war bisher das Schlechteste, was ich je gemacht habe.

Nunja, mit dem Training habe ich dann nach 2-2 1/2 Jahren aufgehört, da ich mit den Schmerzen nicht mehr klargekommen bin. Leider waren die Schmerzen nun aber auch im Alltag immer da. Ich wusste nicht was tun und habe mir dank des Forums einen Termin geben lassen. Vor einem Monat hatte ich noch eine Schulter OP, die ich vorschob, da ich dachte, dass ich meinen Rücken ohne eine gesunde Schulter so oder so nicht behandeln könne, von daher wurde das zuerst geamcht. Gestern war ich also bei Dr . Hoffmann, zuerst wurden 2 Aufnahmen gemacht, dann kam ich zu ihm. Er hat sich meine Bilder angeschaut, mich angeschaut und mich auf meine " Dehnbarkeit überprüft". Dann meinte er, ich hätte weder eine Skoliose noch eine Kyphose, sondern lediglich massiv verkürzte Rücken- und Beinmuskeln. :lach: Er hat mir ein Rezept für die Krankengymnastik verschrieben, wonach ich die nächsten Wochen mich viel dehnen werden muss und alle Muskeln gelockert werden. Ich wurde also die letzten 4 Jahre komplett falsch behandelt. Muskeltraining war eigentlich das komplett falsche. Dr Hoffmann hat geasgt, wenn man bereits vor 5-6 Jahren das alles einmal gemacht hätte, alles durchgedehnt und gelockert hätte über einen kurzen Zeitraum, dann hätte ich wohl nie die ganzen Beschwerden gehabt.

Ich war so erfreut, dass ich weder eine Kyphose noch eine Skoliose, da bin ich dann doch zu wenig auf meinen Scheuermann eingegangen.

Evt. kann mir da einer helfen: Er hat gesagt, bei mir wäre die nächsten Monate einfach eine komplette Dehnung der ganzen Körpermuskulatur notwendig. Er hat zwar gesagt, ich habe einen Morbus Scheuermann, das ansich sei aber noch kein krankhafter Befund sondern lediglich etwas, dass man röntgentechnisch erkennen kann. Was meint er genau damit und muss man meine Scheuermann speziell gar nicht behandeln. Er hat ebenso gesagt, dass weder eine Reha noch ein Korsettoder ähnliches notwendig sind!?


Danke für eure Hilfe und danke genrell für dieses tolle Forum ohne dass ich wohl nie den Weg zu Dr. Hoffmann gefunden hätte.

MfG