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aussage von dr. hoffmann
Verfasst: Do, 26.10.2006 - 15:38
von hexe
hallo ihr lieben,
nach langem schreibe ich auch mal wieder, da ich eure meinung hören möchte.
aufgrund meiner empfehlung war ein freund von mir, 22 jahre alt, bei dr. hoffmann. diagnose, scheuermann, kyphose 64°, minimale skoliose.
in zwei wochen bekommt er ein rahmouni.
dr. hoffmann sagte ihm, in zwei, drei jahren wäre alles wieder gut, er hätte dann keinerlei probleme mehr und wär dann gerade und könne die geschichte dann vergessen.
ich finde diese aussage etwas merkwürdig, deswegen würde ich gerne eure meinung dazu hören. ich mein, weg im sinne von ausgeheilt ist das noch nie, oder?
liebe grüsse
hexe
Verfasst: Do, 26.10.2006 - 20:41
von Klaus
Hexe hat geschrieben:dr. hoffmann sagte ihm, in zwei, drei jahren wäre alles wieder gut, er hätte dann keinerlei probleme mehr und wär dann gerade und könne die geschichte dann vergessen.
Also ich bin immer etwas vorsichtig, wenn eine Aussage von jemanden kommt, der einen anderen zitiert. Sorry.
Da müssten mal die Korsett Spezialisten etwas zu sagen, ob man mit 22 noch in bestimmten Situationen als "jugendlicher Rücken" gelten könnte, bei dem nach 3 Jahren Korsett eine Abschulung ohne Probleme vorgenommen werden kann.
Aber möglich ist schon, dass durch das Korsett die Situation so gut wird, dass es z.Bsp. durch lediglich nächtliches Korsett-Tragen keine Probleme mehr gibt und die Geschichte deswegen eigentlich vergessen werden kann. Das wäre aber eine andere Aussage!
Gruss
Klaus
Verfasst: Fr, 27.10.2006 - 00:34
von Lynn
Ja, ich glaube auch, dass dein Freund da vielleicht ein wenig zu übertrieben reagiert

. Bei mir hat Dr. Hoffmann etwas ähnliches auch gesagt, wollte mir aber damit eindeutig Mut machen im Sinne von: "das schaffen wir schon". Ich finde es natürlich aus psychologischen Gründen in diesem Fall überaus sinnvoll, dass man das macht. Patienten neigen ohnehin dazu, Diagnosen lieber zu schwer zu nehmen als zu leicht. Unterm Strich käme dann in diesem Fall das richtige heraus

.
So ganz nebenbei. Die Wahrscheinlichkeit ist tatsächlich hoch, dass dein Freund in zwei Jahren schmerzfrei ist, gelernt hat mit seinem Körper umzugehen und das Korsett als Werkzeug zur Erhaltung seines guten Zustandes begreift. Sollte er das Korsett danach auf den Müll schmeißen und alles wie vorher machen, seinen Rücken schänden und ignorieren, dann wird er dem Problem natürlich wieder begegnen. Menschen mit Rückenproblemen (und eigentlich auch die ohne), sollten für den Rest ihres Lebens auf ein rückenfreundliches Verhalten umsteigen.
Verfasst: Fr, 27.10.2006 - 22:25
von Silas
Hallo Hexe,
natürlich wissen wir alle nicht genau, was Dr. Hoffmann nun wirklich gesagt hat.
Eins sollte aber wohl klar sein:
wenn es sich wirklich um eine Scheuermann-Kyphose handelt, dann ist die Wirbelsäule mit entsprechenden scheuermanntypischen Zeichen = Schäden belastet (anhand derer nämlich die Diagnose gestellt wird).
Eingebrochene Deckscheiben / Keilwirbel regenerieren sich nicht einfach mal so nebenbei.
Durch das Korsett kann die Wirbelsäule wieder in eine physiologische(re) Haltung überführt werden. Schmerzen können gelindert oder beseitigt werden, geschundene Bandscheiben tanken wieder auf.
Was man unter "Heilung" versteht, ist Definitionssache und in Eurem Fall scheint die Definition von Arzt und Patient eine andere zu sein.
Auch nach den 3 Jahren wird Muskelaufbau u. ä. notwendig sein. Ob das Korsett noch benötigt wird, kann keiner sagen.
Ich würde das Teil auch weniger als Marterinstrument, denn als wertvolles Hilfsmittel sehen und wenn Dein Freund gut damit zurecht kommt, wird er seinen Panzer sicherlich auch lieben lernen.
Viele Grüße
Silas