Hyperkyphose und leichte Skoliose, wie viel grad an Krümmung?

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Altair86
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Hyperkyphose und leichte Skoliose, wie viel grad an Krümmung?

Beitrag von Altair86 » Di, 03.03.2020 - 12:28

Hallo, ich (männlich und 34 Jahre alt) hab jetzt einige Jahre das Problem, dass mich vor allem die Kyphose psychologisch enorm stört und belastet, schmerzen sind eigentlich nur seitlich im unteren Rücken vorhanden und nicht sehr stark aber ich würde gerne wissen, wie viel grad an Krümmung ich ungefähr habe.

Ich war damals bei einem miserablen Orthopäden, der mir nicht mal die Gradzahl gesagt hat, er faselte nur etwas von einer 3D wirbelsäulenvermessung, die ich selbst hätte zahlen müssen. Ich war damals noch Student und hab es dann nicht machen lassen können.

Ich habe jetzt Kontakt zur Schön Klinik in Düsseldorf aufgenommen, weil Neustadt leider zu weit ist und hoffe dort mal kompetent untersucht und therapiert zu werden.

Könnte ich noch eine aufrechte Haltung durch konventionelle Therapie/Behandlung erreichen oder hilft da nur noch die OP?

Muss dazu erwähnen, dass ich 3 Geschwister habe und wir alle, seit Kindesalter, die Hyperkyphose haben. Vererbt durch unseren Vater, der es wiederum von seiner Mutter hat.

Ich habe zwei Bilder angehängt, vielleicht kann mir ja jemand netterweise sagen, ob es sich um eine starke oder mittelmäßige Krümmungen handelt. Danke
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Klaus
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Re: Hyperkyphose und leichte Skoliose, wie viel grad an Krümmung?

Beitrag von Klaus » Di, 03.03.2020 - 15:15

Hallo Altair86,
Ich habe zwei Bilder angehängt, vielleicht kann mir ja jemand netterweise sagen, ob es sich um eine starke oder mittelmäßige Krümmungen handelt
Es handelt sich zumindest um eine Hyperkyphose und Hyperlordose, die unbedingt abgeklärt werden sollte. Eine ganz grob geschätzte Gradzahl ist nicht hilfreich und hat als Konsequenz in den meisten Fällen sowieso immer die Empfehlung eines Besuchs beim Spezialisten zur Folge.
Ich habe jetzt Kontakt zur Schön Klinik in Düsseldorf aufgenommen, weil Neustadt leider zu weit ist und hoffe dort mal kompetent untersucht und therapiert zu werden.
Also weil es eine bekannte Schön Fach-Klinik in Neustadt gibt, sagt das nichts über die "Wirbelsäulen-Fehlstellung-Kompetenz" der Schön Klinik in Düsseldorf aus. In Neustadt geht es in erster Linie um Operationen und das sollte möglichst immer nur der zweite Schritt nach einem erfolglosen konservativen Versuch sein.
Könnte ich noch eine aufrechte Haltung durch konventionelle Therapie/Behandlung erreichen oder hilft da nur noch die OP?
Deswegen muss bei Dir nicht nur eine ausreichende Diagnose (Winkelgrade, Beweglichkeit, Einschätzung der Situation) erstellt, sondern auch mögliche konservative Behandlungsoptionen vorgeschlagen werden. Hier liegt das eigentliche Problem, weil es den meisten Orthopäden leider an diesbezüglicher praktischer Erfahrung fehlt !!

Hier gibt es eine Liste von leider nur wenigen Spezialisten, mit denen es hier im Forum ausreichend gute Erfahrungen gibt:
http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... =25&t=6472
Bitte auch unbedingt die Einleitung lesen.

Wir befassen uns in diesem Forum übrigens in erster Linie mit der konservative Therapie. Eine Mehrheit in den Diskussionen stellen dabei Erwachsene dar, die selbst davon betroffen sind.
Ich war damals bei einem miserablen Orthopäden, der mir nicht mal die Gradzahl gesagt hat, er faselte nur etwas von einer 3D wirbelsäulenvermessung, die ich selbst hätte zahlen müssen. Ich war damals noch Student und hab es dann nicht machen lassen können.
Gottseidank hat dieses rein optische Verfahren nicht geklappt. Für die Diagnose ist dringend eine Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule erforderlich. Man will ja auch die einzelnen Wirbel sehen. Abgesehen davon kann die optisch erfasste Rückenstruktur mehr oder weniger von der tatsächlichen Wirbelkörperstellung abweichen.

Gruß
Klaus

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Re: Hyperkyphose und leichte Skoliose, wie viel grad an Krümmung?

Beitrag von Altair86 » Mi, 04.03.2020 - 12:38

Es handelt sich zumindest um eine Hyperkyphose und Hyperlordose, die unbedingt abgeklärt werden sollte. Eine ganz grob geschätzte Gradzahl ist nicht hilfreich und hat als Konsequenz in den meisten Fällen sowieso immer die Empfehlung eines Besuchs beim Spezialisten zur Folge.
Stimmt, ein Hohlkreuz ist auch ein weiteres Problem, ebenso ein Beckenschiefstand mit 1,5cm Beinlöngendifferent, sowie Knick, Senk- und Spreizfuß, was denke ich auch alles zusammenhängen könnte.
Also weil es eine bekannte Schön Fach-Klinik in Neustadt gibt, sagt das nichts über die "Wirbelsäulen-Fehlstellung-Kompetenz" der Schön Klinik in Düsseldorf aus. In Neustadt geht es in erster Linie um Operationen und das sollte möglichst immer nur der zweite Schritt nach einem erfolglosen konservativen Versuch sein.
So weit hab ich nicht gedacht, ich dachte, dass die Untersuchung, Behandlung und Therapie in allen Schoen Kliniken identisch sei. Eine Operation würde ich auch nur als letzte Option sehen, wenn alle anderen konservativen Maßnahmen keinen Erfolg bringen sollten.

Deswegen muss bei Dir nicht nur eine ausreichende Diagnose (Winkelgrade, Beweglichkeit, Einschätzung der Situation) erstellt, sondern auch mögliche konservative Behandlungsoptionen vorgeschlagen werden. Hier liegt das eigentliche Problem, weil es den meisten Orthopäden leider an diesbezüglicher praktischer Erfahrung fehlt !!
Ich habe jetzt einen Termin bei Dr. Al-Alwan gemacht, weil er der einzige ist, der nicht ganz so weit weg ist (ca. 50-60 km). Ich hoffe, dass er mir halbwegs helfen kann und die Problematik richtig einschätzt.

Hier gibt es eine Liste von leider nur wenigen Spezialisten, mit denen es hier im Forum ausreichend gute Erfahrungen gibt:
http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... =25&t=6472
Bitte auch unbedingt die Einleitung lesen.
Vielen lieben Dank.

Gottseidank hat dieses rein optische Verfahren nicht geklappt. Für die Diagnose ist dringend eine Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule erforderlich. Man will ja auch die einzelnen Wirbel sehen. Abgesehen davon kann die optisch erfasste Rückenstruktur mehr oder weniger von der tatsächlichen Wirbelkörperstellung abweichen.
Das wäre alles nicht günstig geworden und hätte womöglich auch keinen Aufschluss darüber geben können, wie man das Problem am besten angeht. Der Orthopäde hat grundsätzlich keinen guten Ruf, das wusste ich aber erst nach der Untersuchung. Generell bin ich sehr gespannt, was ein erfahrener und kompetenter Orthopäde so diagnostizieren würde, denn es ist schon erstaunlich, dass auch all meine Geschwister dieses Problem haben, deswegen habe ich auch leichte Zweifel bezüglich der konservativen Behandlung aber probieren werde ich es definitiv, zumal mir die ärztliche Kompetenz fehlt, um hier Prognosen abzugeben. Ich werde aber weiter berichten, wenn ich bei Dr. Al Alwan war und mehr weiß

Vielen lieben Dank für die ausführliche Rückmeldung.

LG

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Re: Hyperkyphose und leichte Skoliose, wie viel grad an Krümmung?

Beitrag von Klaus » Mi, 04.03.2020 - 19:29

Hallo Altair86,
ich habe jetzt einen Termin bei Dr. Al-Alwan gemacht, weil er der einzige ist, der nicht ganz so weit weg ist (ca. 50-60 km). Ich hoffe, dass er mir halbwegs helfen kann und die Problematik richtig einschätzt.
Du hast Dir ausgerechnet einen Arzt ausgesucht, der ausdrücklich unter "Möglichkeiten zum Testen" steht !!!
Entfernungen sollten grundsätzlich keine Rolle spielen, viele reisen quer durch die Republik.
Ich hoffe, dass er mir halbwegs helfen kann und die Problematik richtig einschätzt.
Na ja, erwarte bitte nicht, dass die Versorgung dort genau so gut ist, wie wir das aus den Erfahrungen von den Spezialisten (im ersten Teil der Liste) kennen. Aber das ist natürlich Deine Entscheidung.

Du solltest wenigstens über die Suchfunktion des Forums mit Stichwort "Dr. Al-Alwan" die entsprechenden Berichte lesen. Ein Problem scheint z.Bsp. die notwendige Wirbelsäulen-Röntgen-Ganz-Aufnahme zu sein, die in seiner Praxis wohl nicht möglich ist.

Gruß
Klaus

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