Morbus Scheuermann Neuling

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Mirco90
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Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Sa, 11.08.2018 - 13:12

Hallo liebe Mitglieder,


ich habe schon seit langem immer wieder kehrende Rückenschmerzenund die übliche Ärzte-Odysse (wie die meisten hier) hinter mir. Mein Osteopath (!!) hat mich dann auf Morbus Scheuermann hingewiesen Daraufhin habe ich fleißig gegoogelt und bin auf dieses Forum gestoßen.

Erst einmal Hut ab! Für mich als Laien waren die Informationen und der Erfahrungsaustausch wirklich Gold wert - weiter so! Daraufhin Mitte Mai zu einem Orthopäden, geröntgt, Diagnose Scheuermann, machen sie Sport etc...
Daraufhin einen Termin bei Dr. Hoffmann ausgemacht (Juni 18) (den ich auch nur durch das Forum hier gefunden habe!), Diagnose bestätigt: Kyphose 50 Grad noch nicht fixiert (was anscheinend mit meinem sportlichen Lebensstil zusammenhängt - trotz Schreibtischtäter). Ich lese hier im Forum immer nur von fixierten Kyphosen - Dr. Hoffmann meinte, dass es nicht fixiert ist, sei gut. Kann mir da jemand weiterhelfen, warum und wieso? Ich bin da noch nicht sehr weit gekommen. Die letzten Wochen waren ziemlich viel Input!!
Therapie: Korsett Rahmouni und Schroth Reha.
Die Reha kann ich aus beruflichen Gründen (Berufseinstieg, Probezeit, befristeter Vertrag) aktuell leider nicht machen. Ich möchte mich aber darum bemühen, vorerst ambulante Schroth KG zu bekommen (ich denke, das ist besser als nichts). Ansonsten meinte Dr. Hoffmann ich sollte mich von meinem Rennrad verabschieden, weil die Haltung sich negativ auf meine Grunderkrankung auswirkt :( sehe ich ein. Werde dann weiterhin bei Schwimmen, Fitness und Yoga/Pilates bleiben; evtl. möchte ich auch das Klettern wieder angehen.

Das Korsett habe ich vor ein paar Wochen abgeholt. Die Eingewöhnung war der Horror :D (Dr. Hoffmann meinte, es würde reichen es daheim und nachts zu tragen). Mittlerweile freue ich mich, wenn ich von der Arbeit heimkomme und mir das Teil umschnallen kann. Mit dem Schlafen habe ich noch so meine Probleme, trotz der Hinweise in diesem Forum. Das Korsett richtet mich schon sehr gut auf und ich bin der Meinung, dass ich micht bereits länger und besser gerade halten kann (nach einer Woche vielleicht auch nur Einbildung) und ich kann es bereits bis zu Maximum zuziehen, ohne größere Beschwerden zu haben :) Dennoch muss ich nochmal zu Rhamouni da ich zum Korsett ein paar Fragen/Probleme habe:

- Das Reklihörnchen links drückt deutlich mehr als rechts auf das Schlüsselbein
- Ich habe im Bereich der LWS doch noch etwas viel Luft und kann den unteren Rücken im Korsett hin- und herschieben.
- Meine Beckenknochen sind vorne doch ziemlich rot/blaulich, nachdem ich das Korsett ausgezogen habe
- Die Pelotte sitzt nicht direkt auf dem "Buckel", sondern etwas darunter (soll das so sein?)
- Nachdem ich das Korsett ausgezogen habe, habe ich auf dem Rücken rechts deutlich mehr Abdruck von der Pelotte als links

Ich habe zwar bereits bei Rahmouni angerufen, aber es war schwierig meine Probleme verständlich zu kommunizieren. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen bzw. seine Erfahrungen mitteilen. Andernfalls werde ich zeitnach nach Stuttgart fahren.

Wow, doch ein langer Text geworden. Also wirklich noch einmal Danke (!!) für dieses Forum und den regen Erfahrungsaustausch. Andernfalls würde ich jetzt vermutlich immer noch auf meinen "Haus-" Orthopäden vertrauen und einfach "nur" Sport machen.


Viele Grüße vom Forums-Neuling

Mirco

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Klaus
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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Klaus » Sa, 11.08.2018 - 15:30

Hallo Mirco,
Kyphose 50 Grad noch nicht fixiert (was anscheinend mit meinem sportlichen Lebensstil zusammenhängt - trotz Schreibtischtäter). Ich lese hier im Forum immer nur von fixierten Kyphosen - Dr. Hoffmann meinte, dass es nicht fixiert ist, sei gut. Kann mir da jemand weiterhelfen, warum und wieso? Ich bin da noch nicht sehr weit gekommen.
Also eine Hyperkyphose von 50 Grad ist nur 10 Grad über dem max. Normalwert (25-40 Grad).
Nicht fixiert heißt in dem Zusammenhang, dass die Wirbelsäule noch sehr beweglich ist bzw. die Hyperkyphose (eine Fehlstellung) einen hohen Anteil von Fehlhaltung hat. Eine Fehlhaltung ist die Haltung, aus der man sich mit eigener Kraft aufrichten, aber leider nur kurzfristig halten kann. Wenn diese Fehlhaltung ohne jegliche Behandlung länger bestehen bleibt, kann sich die Beweglichkeit immer weiter einschränken, sodass dann eine fixierte Hyperkyphose entstehen kann. Möglicherweise hat das Dein "sportlicher Lebensstil" bislang verhindert, sofern Deine Bewegungen nicht einseitig Kyphose-fördernd waren.
Die Fehlhaltung kann einen individuell ganz unterschiedlich hohen Anteil haben, fixierte Kyphosen stellen deshalb auch nur ein Teil der diskutierten Fälle dar. Auf jeden Fall sind die konservativen Behandlungsmöglichkeiten umso besser, je höher der Anteil der Fehlhaltung ist.

Wenn man sich aufrichten kann, verhindert in der Regel die bei Fehlhaltung/Fehlstellung verkürzte Struktur aus Muskeln, Bänder und Sehnen, dass man diese Aufrichtung länger halten kann. Es muss also gezielt gedehnt und in der gedehnten Struktur Muskeln aufgebaut werden, die dann diese Aufrichtung auch halten können. Es ist also ein Muskelumbau. Wahrscheinlich hast Du auch eine Hyperlordose (Hohlkreuz), was gleichzeitig in diesen Prozess einbezogen werden muss. Das kann aufgrund der Verkürzungen tückisch sein, weil das alleinige Aufrichten der Hyperkphose eine Verstärkung der Hyperlordose zur Folge haben kann.

Ein Korsett ist zunächst mal die stärkste Waffe bezüglich Dehnung und in gewissen Umfang auch Muskelumbau. Kann es sein, dass Dr. Hoffmann Dir das empfohlen hat, weil Du zunächst keine REHA machen kannst? 50 Grad sind bei nicht fixierter Kyphose eher ein Fall für eine Schroth REHA und erst danach im Fall des Falles eines zusätzlichen Korsetts. Immerhin ist ein eigenes Muskelkorsett immer die beste Lösung. Es sei denn (insbesondere bei Erwachsenen), dass eine Schmerzbehandlung nur über ein Korsett möglich ist.

Gruß
Klaus

Mirco90
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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Sa, 11.08.2018 - 16:00

Hallo Klaus,

vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort!

Bei den verkürzten Muskeln kann ich Dir absolut zustimmen. Dr. Hoffmann meinte ich habe eine Lendestrecksteife und eine Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur. Das was Du hinsichtlich der Lordose gesagt hast, trifft bei mir absolut zu - ich habe versucht eigenständig die Kyphose in den Griff zu bekommen und habe mir dadurch ein Hohlkreuz angeeignet. Wie stark die Lordose bei mir ausgeprägt ist, kann ich leider nicht sagen, dazu hat Dr. Hoffmann nichts gesagt. Er hat mir zum Klettern und den sogennanten flexx-Zirkeln, die es in manchen Fitnesstudios gibt, geraten. Zumindest letzteres habe ich zum Glück in meinem Fitnessstudio, das habe ich in meinen Trainingsplan integriert. Ich merke hier schon, dass meine Muskulatur ziemlich verkürzt ist (insbesondere Beine/LWS) und eben in der Brust. Die Übungen tun mir definitiv gut (wenn sie auch eine Quälerei sind), aber ich mache sie erst seit kurzem, sodass ich hier noch von keiner Verbesserungen reden kann und möchte.

Zum Thema Korsett: Dr. Hoffmann hat mir von sich aus gleich Reha und Korsett vorgeschlagen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Arbeitsstelle, sodass eine Reha möglich gewesen wäre. Ich habe zu Dr. Hoffmann aber auch gesagt, da ich mich nun sechs Jahre mit diesem "leidigen Thema" herumgeschlagen habe, alle möglichen Therapiemöglichkeiten in Angriff nehmen möchte, um meine Gesundheitssituation zu verbessern. Aber das Korsett hatte er mir unabhängig von der Reha Thematik empfohlen. Ich habe den Antrag auch bereits eingereicht und eine Rückmeldung der KK erhalten, aber dann kam eben der Berufseinstieg. Ich habe mir schon von der Asklepios Klinik in Bad Sobernheim eine Liste der Schroth Therapeuten in meiner Umgebung geben lassen und bereits einige angerufen, um meine Situation zu erläutern und das weitere Vorgehen zu besprechen. Danach muss ich mal schauen, wie ich an ein Rezept für die KG komme (ich hatte die Thematik Schroth mal bei einem anderen Arzt angesprochen, der hatte davon noch nie gehört...). Ich möchte nun einmal meine Probezeit überstehen und dann strebe ich eine Reha in Bad Sobernheim an, wie von Dr. Hoffmann vorgeschlagen. Ich hoffe allerdings, dass das Korsett mich bis dahin auch schon schon aufrichtet und aufdehnt (bisher funtkioniert es ganz gut). Aber Klaus, ich gebe Dir recht, ich bevorzuge zuallererst auch ein "natürliches" Muskelkorsett, um meine Körperhaltung in den Griff zu bekommen.

Leider habe ich mitbekommen, dass Dr. Hoffmann kurz nach meinem Termin in Rente gegangen ist. Ich habe im Oktober dann einen Termin zum Kontrollröntgen bei seiner Nachfolgerin. Dort werde ich das mit der Reha und der Tragzeit hinsichtlich Korsett auch noch einmal ansprechen.


Viele Grüße

Mirco

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Klaus » So, 12.08.2018 - 14:20

Hallo Mirco,
Er hat mir zum Klettern und den sogennanten flexx-Zirkeln, die es in manchen Fitnesstudios gibt, geraten. Zumindest letzteres habe ich zum Glück in meinem Fitnessstudio, das habe ich in meinen Trainingsplan integriert. Ich merke hier schon, dass meine Muskulatur ziemlich verkürzt ist (insbesondere Beine/LWS) und eben in der Brust. Die Übungen tun mir definitiv gut (wenn sie auch eine Quälerei sind), aber ich mache sie erst seit kurzem, sodass ich hier noch von keiner Verbesserungen reden kann und möchte.
Die Muskeln in die Länge zu trainieren ist sicherlich eine gute Idee, weil es so aussieht, als ob es dem Schroth Prinzip ähnelt. Wenn ich mir aber die Übungen dazu ansehe, wie z. Bsp. hier:
http://www.fle-xx.com/fileadmin/user_up ... ument4.pdf
wo auch von "rundem Rücken" und "starkem Hohlkreuz" als mögliche Ausgangssituation die Rede ist, kommen bei mir Zweifel auf. Was passiert denn dabei mit Deinem Hohlkreuz?
Mit "Beine/LWS" meinst Du auch die Oberschenkelmuskulatur?

Das normale symmetrische Fitness Training bietet sich bei Hyperkyphose/Hyperlordose als zusätzliche Option an, wenn man weiß bzw. fühlt, was dabei in den Strukturen korrigiert werden muss. Du hast die Erfahrung mit dem Antrainieren eines Hohlkreuzes gemacht, wobei ich denke, dass es eher um die Verstärkung eines bereits vorhandenen Hohlkreuzes ging. Und Du trägst ein Korsett, was die Richtung einer Korrektur auch gefühlsmässig anzeigen sollte. Hat das Dein (normales) Fitness Training verändert?

Bei Schroth geht es um die sogenannte korrigierte Haltung (Rundrücken und Hohlkreuz gleichzeitig korrigiert), die man bei den Übungen einnehmen soll. Beim Geräte-geführten Training ist das relativ einfach, weil man z. Bsp. im Sitzen sehr oft den Rücken an die Sitzlehne drücken kann. Geht es um Bewegungen des Rückens selbst, ist in der aufgerichteten Position die korrigierte Haltung erreicht und man verbleibt dort einige Zeit. (Entspricht wohl auch dem flexx-Training). Das Hohlkreuz dabei gleichzeitig anzugehen, ist aber schon eine Herausforderung. Deswegen gibt es die Schroth Übungen, die das trickreich hinbekommen.
Danach muss ich mal schauen, wie ich an ein Rezept für die KG komme (ich hatte die Thematik Schroth mal bei einem anderen Arzt angesprochen, der hatte davon noch nie gehört...).
Also Schroth KG gilt von der Verordnung her als normale KG. Wenn der Arzt keinen Bericht des Therapeuten braucht, könntest Du also ganz normale KG verlangen. Unabhängig davon, würde ich erst einmal einen geeigneten Schroth-Therapeuten suchen und den fragen, welcher Orthopäde für die Verordnungen in Frage kommen könnte.
Ein geeigneter Therapeut wäre jemand, der Erfahrungen mit Hyperkyphose/Hyperlordose bei Erwachsenen hat.
1. Hyperkyphose wird oft von den Ärzten ignoriert, deshalb können solche Patienten bei den Therapeuten und damit auch Erfahrungen fehlen. Es soll sogar Therapeuten geben, die meinen, dass man Schroth nur bei Skoliose einsetzt.
2. Erwachsenen und Kinder/Jugendliche brauchen durchaus unterschiedliche Ansätze
Leider habe ich mitbekommen, dass Dr. Hoffmann kurz nach meinem Termin in Rente gegangen ist. Ich habe im Oktober dann einen Termin zum Kontrollröntgen bei seiner Nachfolgerin. Dort werde ich das mit der Reha und der Tragzeit hinsichtlich Korsett auch noch einmal ansprechen.
Bislang gibt es zumindest bei Bestandskunden von Dr. Hoffmann durchweg positive Rückmeldungen zu Frau Dr. von Richthofen.
Soll heißen, wer bereits eine bestimmte Behandlung durchführt bzw. durchführen will, kommt damit auch weiter.

Gruß
Klaus

korsettuli
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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von korsettuli » Di, 14.08.2018 - 01:10

Hi Mirco,
bei mir waren die Reklinationshörnchen beim Anprobetermin unterschiedlich lang bzw. hoch und Eins drückte unangenehm.
Am hinteren, oberen Rand stand das Korsett auffällig nach hinten ab und machte die Hyperkyphose (Buckel) noch deutlicher. Innen war dann eine kräftige Pelotte eingesetzt. Beide „Problemzonen“ wurden noch am gleichen Tag geändert. Ein Reklinationshörnchen wurde ein wenig gekürzt. Hinten wurde die Pelotte entfernt und das Korsett wurde hinten, oben so eng anliegend geformt, sodass es an der richtigen Stelle wie eine Pelotte ordentlich drückt, jedoch nicht nach hinten absteht.
Du musst nochmal hin zu Rahmouni. Dafür ist auch der Kontrolltermin nach zwei-drei Monaten vorgesehen.
Ende August hab ich meinen Kontrolltermin. Bei mir sitzt das Korsett im Beckenbereich auch noch nicht richtig. Herr Harzer hat mir bei einem Telefonat Änderungen zugesichert.
Also nochmal hin und nachbessern lassen.
Wenn man beim Anprobetermin zum ersten mal so ein Korsett an hat spürt man zunächst garnicht worauf man alles achten sollte.
Gruß aus dem Rheinland
Korsettuli

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Mi, 15.08.2018 - 17:02

Hallo Klaus,
Hallo korsettuli,

danke für Eure Nachrichten!

zu Klaus: Ich habe bei der Flexx-Geräteeinweisung auch bei einigen Übungen gefragt, ob das so sinnig ist, weil ich ja doch sehr ins Hohlkreuz gehe, aber der Trainer meinte, das sei ok. Zumindest an den Beinen/Oberschenkeln merke ich schon deutliche Verbesserungen durch das Dehnen! :top:
Ich habe mich mit einem Trainer zusammengesetzt und meinen Trainingsplan überarbeitet. Ich gehe nicht mehr auf reines Krafttraining, sondern auf Kraft-Ausdauer und ich versuche mich eher auf die Zwischenmuskulatur zu konzentrieren (nicht mehr ausschließlich auf die großen Muskelgruppen). Ebenso gehe ich weitestgehend vom Freihanteltraining zum Gerätegeführten Training über. Allerdings hoffe ich, dass ich mit der Schroth KG ein besseres "Körpergefühl" bekomme und evenutelle Fehlhaltungen während meines Krafttrainings eliminieren kann.

Beim Thema Schroth KG bin ich noch nicht weitergekommen, aber danke für Deine Tipps. Ich habe das mit dem Thema Kyphose und SChroth KG auch gleich mit angefragt, werde aber morgen auch noch einmal weitere Therapeuten anrufen.


zu korsettuli: Danke für Deine Tipps. Ich habe noch einmal bei Rahmouni angerufen. Du hast wirklich Recht, wenn man das anfangs anzieht, weiß man sowieso nicht mehrm wo hinten und vorne ist, das Gefühl bekommt man erst mit der Zeit. Zumindest klappt das mit dem Tragen weitestgehend und ich merke schon eine etwas bessere Haltung, wenn auch vorerst nur temporär, aber ich bin zuversichtlich! Schlafen geht leider noch überhaupt nicht :(

Viele Grüße
Mirco

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Klaus » Mi, 15.08.2018 - 20:10

Hallo Mirco,
Ich habe bei der Flexx-Geräteeinweisung auch bei einigen Übungen gefragt, ob das so sinnig ist, weil ich ja doch sehr ins Hohlkreuz gehe, aber der Trainer meinte, das sei ok
Möglicherweise geht man davon aus, dass durch die Korrektur (bzw. "in die Länge ziehen") der Hyperkyphose auch die Hyperlordose positiv beeinflusst wird. Nach dem durchaus richtigen Prinzip, dass alles miteinander zusammenhängt. Aber da spielt die Bauchmuskulatur als Gegenspieler eine große Rolle. Ich hoffe, dass Du durch einen guten Schroth Therapeuten möglichst schnell das richtige Gefühl bekommst. Zumindest Dein Korsett sollte einen Fehler schnell wieder korrigieren. :)
Hotline für Patienten, die nach SCHROTH ausgebildete Krankengymnasten in ihrer Umgebung suchen: 06751/874-174
Es werden die genauen Postleitzahlenbereiche der gewünschten Gegenden benötigt!
Ebenso gehe ich weitestgehend vom Freihanteltraining zum Gerätegeführten Training über.
Das ist eine gute Idee, weil man damit die Fehlerquote senken kann.
Auch wenn das freie Training natürlich besser wäre, aber bei Fehlstellung/Fehlhaltung sollte das praktisch machbare im Vordergrund stehen.

Gruß
Klaus

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Di, 04.09.2018 - 21:01

Guten Abend zusammen,

beruflich bedingt habe ich mich jetzt eine Weile nicht melden können.
Ich habe fleißig meine Übungen im Fitnessstudio gemacht, bin geschwommen und habe in der Freizeit das Korsett getragen :)
Ab nächster Woche habe ich dann endlich auch meine ambulante Schroth KG - der Physio war am Telefon sehr zuvorkommend und interessiert - bisher ein sehr guter Eindruck. Er hat auch direkt gesagt, dass ich sämtliche Unterlagen (Röntgenbilder, Befunde etc.) mitbringen soll. Ich bin gespannt.

Als ich bei Dr. Hoffmann war, hat er bei mir auch eine beidseitige Hüftdysplasie diagnostiziert, auf deren Behandlung o.ä. ist er aber nicht eingegangen. Ich muss zugeben, dass ich mit der Diagnose damals auch nichts anfangen konnte und mir das damals auch nicht sehr dramatisch vorkam.
Nachdem ich das mal eigenständig gegoogelt habe, war ich ziemlich schockiert und habe selbstständig einen Termin in einer entsprechenden Klinik gemacht. Aussage des dortigen Arztes: keine Dysplasie - super, Tag gerettet. War dann vor kurzem bei meinem Hausarzt, dieser hat sich dann den Arztbericht der Klinik angeschaut - Diagnose dort Hüftimpingment. Auch mit dieser Diagnose konnte ich anfangs nichts anfangen, war allerdings ziemlich überrascht/verärgert darüber, dass mir der Chefarzt sagt, meine Hüfte sei weitestgehend ok und dann im Arztbericht steht eine nicht so tolle Diagnose und dass ich derzeit keine OP möchte ?! Dementsprechend baff war ich erstmal.
Ich weiß das Thema Hüfte gehört hier nicht unbedingt rein, aber hat jm. von Euch Erfahrungen damit in Kombi mit Scheuermann? Bei mir stehen jetzt wieder einmal zig Fragezeichen hinsichtlich Training etc. Habe aktuell auch wieder mal ein nervendes Zwicken im Leistenbereich und war deswegen auch schon ein paar mal beim Arzt - eine Diagnose kam nie wirklich heraus (genauso wie beim Scheuermann damals?) - so langsam verliere ich wirklich die Hoffnung in das Gesundheitssystem (ist wohl etwas hart formuliert - ich hoffe, man versteht was ich meine) ;)

Nunja, jetzt stehe ich da wie ein begossener Pudel und habe mal in weiteren Kliniken mit einer entsprechenden Hüft-Abteilung einen Termin gemacht. Im Moment steht ja die Diagnose Hüftdysplasie von Dr. Hoffmann und das Hüftimpingment von demArzt in der Klinik im Raum - am liebsten wäre mir natürlich gar nichts von beidem....naja

Einen schönen Abend!

Mirco90
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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Mi, 19.06.2019 - 18:39

Hallo zusammen,

ich bin gerade etwas ziemlich verzweifelt, weswegen ich mich hier noch einmal melden möchte, schließlich habt ihr hier alle z.T. jahrelang Erfahrung mit der Korsettversorgung und dem Morbus Scheuermann.

Ich war zwischenzeitlich zweimal bei Rahmouni und das Korsett wurde immer wieder ausgepolstert - so weit so gut.

Das letzte mal wurde dann auf meinen Wunsch ein wenig aufpelottiert (lustiges Wort :D ).

Ich habe immer eine Blockade an der Wirbelsäule, die ich mir beim Osteopathen regelmäßig einrenken lasse. Die Blockade des besagten Wirbel liegt allerdings unter dem eigentlichen Scheitelpunkt der Kyphose. Seit ich das Korsett besitze habe ich an dieser Stelle zunehmend Probleme. Ich habe das immer bei Rahmouni angesprochen und mich auch telefonisch oft an sie gewandt.

Seit der Aufpelottierung sind die Schmerzen unertäglich geworden - ich habe einen steifen Hals bekommen (konnte ihn kaum noch drehen) und habe einen extremen Muskelhartspann auf der linken Seite entlang der Wirbelsäule.

Das Korsett übernimmt nach wie vor seine Funktion und ich spüre die Aufrichtung sehr gut, auch habe ich durch die Aufpelottierung anversich keine Beschwerden. Sobald ich das Korsett allerdings abnehme gehen die Schmerzen ins unerträgliche und schränken mich derzeit absolut in meinem täglich Leben ein ;( !!

Rahmouni meint, es sei normal, dass man Muskelkater bekommt bzw. die Nerven müssen sich umprogrammieren (wenn ich es richtig verstanden habe). Wie ich bereits geschrieben habe, habe ich immer mal wieder Blockaden gehabt, seit ich das Korsett trage, sind diese aber häufiger aufgetreten und in kürzeren Abständen. Zudem verstehe ich nicht, warum jetzt, nach fast einem Jahr Korsetttragen, die Probleme auftreten - die Eingwöhnung an das Korsett hat m.M. sehr gut und schnell funktioniert...bin gerade einfach sehr ratlos, weil ich kontinuierlich Schmerzen habe und auch meinen Hobbys aktuell nicht wirklich nachgehen kann.

Meine Frage an Euch ist nun: kennt ihr solch eine Problematik und wenn ja, was habt ihr dagegen unternommen?

Bin wirklich sehr sehr (!!!) dankbar für jeden Ratschlag!!

Grüße und einen schönen Abend
Mirco

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Mo, 01.07.2019 - 18:25

Anscheinend niemand... :?: :(

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von eric » Di, 02.07.2019 - 07:36

Hast du mal versucht das Korsett einige Tage aus zu lassen?
Wie ist dann die Schmerzsymtomatik?
Gruß eric

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Do, 04.07.2019 - 05:49

Ich habe es mal weglassen einige Tage, dann wurden die Symptome rasch besser (hatte da auch mit Hr. Harzer Kontakt bzgl Tragezeit). Jetzt habe ich es wieder an und ich merke zumindest wie ich linksseitig immer noch leichten Muskelkater habe, jedoch deutlich (!) abgeschwächt und mein Kopf ist auch wieder beweglich. Aber dennnoch fühle ich mich irgendwie nicht mehr so wohl in dem Korsett, wie vor der Aufpelottierung.
Ich hatte/habe Sorge, dass mich das Korsett seitlich verdreht (drückt an einem Hüftknochen mehr und an der LWS ist auf der einen Seite mehr Luft..) bzw. ist das mein Empfinden. Rahmouni meinte, dass die Beschwerden durch die Umprogrammierung der Muskeln und Nerven kommt

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von klaviert » Do, 19.09.2019 - 20:50

Zur Hüfte: Geh zu einem Experten, der auch Hüften operiert. Tu so als hättest du Interesse an einer Hüftoperation. Er wird dann ein MRT machen lassen mit Kontrastmittel (wichtig!). Dann kriegst du eine genaue Diagnose. Lass dich aber nicht operieren (oder hör dir zumindest mal an was der Experte sagt), wahrscheinlich hängen die Schmerzen mit dem Rücken zusammen und du solltest dich erstmal auf den Rücken konzentrieren.
Bei 50 Grad Kyphose würde ich das Korsett eher nur nachts tragen und so vllt 5 Grad rausholen mit Schrothübungen+ Fitness studio. Trainierte Leute mit 45-50 Grad Kyphose sollte fast ohne Schmerzen auskommen ohne Korsett und mit regelmäßigen Übungen (solange du keine anderen Rückenprobelem hast).
Wie alt bist du? Du hast fast die gleichen Problem wie ich (außer dass du 50 statt 60 Grad hast). Ich habe auch ca. 4-5 verschieden Diagnosen an der Hüfte erhalten und denke das beste ist man ignoriert das und konzentiert sich auf den Rücken. Wahrscheinlich kommen die Hüftprobleme wirklich vom Korsett und könnten sich schlimmestenfalls chronifizieren.

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Mi, 04.03.2020 - 09:27

Hallo zusammen,

es gibt mal wieder ein Lebenszeichen von mir - es war beruflich in den letzten Monaten so einiges los.

@ klaviert: Danke für Deine Tipps. Ich bin 29. Ich war bei zwei Hüftspezialisten und sie sprechen beide von einem impingement, das aber (noch) nicht op-bedürftig ist (mit so einer Aussage von einem Operateur habe ich nicht gerechnet :D ). Ich habe meinen Trainingsplan etwas umgestellt und seitdem halten sich meine Beschwerden im Rahmen. Wobei ich komplett bei Dir bin und denke, dass das Kernproblem der Rücken ist und dort auch weiterhin mein Fokus liegt.

Beim Korsett habe ich die tragezeit aufgrund der anhaltenden Probleme auf ein Minimum reduziert, zwischendurch hatte ich es sogar ganz weggelassen. Dafür habe ich ein tägliches dehnprogramm in Angriff genommen, mit Übungen, die mir mein ambulanter Schroth-therapeut gezeigt hat. Damit halten sie die Schmerzen in Grenzen. Wie so oft ist es ein auf und ab mit den Beschwerden, auch bei "nur" 50 Grad kyphose.

Da ich mein Sportprogramm durch die Erkrankung anpassen musste und mein geliebtes Rennradfahren aufgeben musste, bin ich aktuell auf der Suche nach alternativen. Beim schwimmen habe ich in letzter Zeit (seltsamerweise) zunehmend muskuläre Beschwerden (die ich bisher nie hatte), doch weder Dr. Verres noch mein Physio konnten sich das erklären.

Mein Auge liegt nun auf dem Thema stand up paddeln. Leider gibt es dazu wenig (oder keine) Erfahrung bzgl. SUP und scheuermann. Hat jm. Von Euch Erfahrung damit bzw. Wie würdet ihr, mit Eurer Erfahrung und Eurem (Fach-) Wissen zu der Erkrankung die Sportart einschätzen. Ich habe gelesen, dass es auch einige Forumsmitglieder gibt, die im Canadier sehr aktiv sind und die Belastung dort positiv für die Erkrankung empfinden.

Wie immer freue ich mich auf Eure Antworten und Danke für Eure Hilfe! :)

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Klaus » Mi, 04.03.2020 - 21:37

Hallo Mirco,
Mein Auge liegt nun auf dem Thema stand up paddeln. Leider gibt es dazu wenig (oder keine) Erfahrung bzgl. SUP und scheuermann. Hat jm. Von Euch Erfahrung damit bzw. Wie würdet ihr, mit Eurer Erfahrung und Eurem (Fach-) Wissen zu der Erkrankung die Sportart einschätzen. Ich habe gelesen, dass es auch einige Forumsmitglieder gibt, die im Canadier sehr aktiv sind und die Belastung dort positiv für die Erkrankung empfinden.
Bei Sportarten geht es grundsätzlich darum, dass man selbst für seine Situation beurteilen bzw. fühlen muss, ob etwas gut oder kontraproduktiv sein könnte. Zumindest hattest Du ja in Deinem zweiten Post 2018 schon angemerkt, dass die Korrektur der Hyperkyphose Deine Hyperlordose verstärkt hatte, eben wegen der Verkürzungen, die man ständig im Blick/Gefühl haben muss.

Dafür wäre eine Schroth REHA gut, die Du ja offensichtlich immer noch nicht angetreten hast. Inwieweit die ambulante Schroth Therapie Dein richtiges Körpergefühl verbessert hat und die erreichte Korrektur auch hält, kann ich nicht beurteilen.
Bei einer konsequenten Therapie wären diverse Sportarten wahrscheinlich lockerer zu sehen.

Gruß
Klaus

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Fr, 06.03.2020 - 13:10

Danke für Deine Nachricht Klaus!

Du hast recht, eine schroth reha habe ich bisher berufsbedingt noch nicht gemacht, sehe diese allerdings jetzt noch mehr als anfangs als absolut notwendig für den weiteren Behandlungsverlauf an. Wenn sich beruflich alles geklärt hat, werde ich dieses Jahr, wie mit dr. Hoffmann geplant die reha angehen.

Ich war wegen der anhaltenden Schmerzsymptomatik wischenzeitlich bei Frau Dr. Von Richthofen und Dr. Verres und beide meinten, dass sich meine Haltung, im Vergleich zum anfangsbefund deutlich verbessert hat, ich das korsett weglassen kann/soll und versuchen soll die Aufrichtung mittels KG zu halten.

Wie ich bereits geschrieben habe, habe ich (alleine) durch das korsett schon eine deutliche aufrichtung erreichen können, allerdings falle ich als Schreibtischtäter immer wieder in den "buckel" zurück. Die Übungen helfen mir definitv, aber ein Körpergefühl habe ich nach wie vor nicht wirklich.

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » Fr, 06.03.2020 - 14:13

Bisher habe ich neben der korsett Therapie und der ambulanten schroth mein Sportprogramm angepasst: mehr yoga und pilates, schwimmen bevorzugt Rücken, rennradfahren aufgehört :( und gelegentlich etwas bouldern. Mir ist klar, dass das nur ein Teil des gesamten ist und der Fokus auf der schroth reha liegt, aber mit irgendwas muss man anfangen :)

Mit dem Korsett hatte ich häufiger wirbelblockaden, mittlerweile trage ich es allerdings wieder (bevorzugt nachts) da ich hier eben wieder extrem in die Krümmung gehe...es ist und bleibt einfach ein kontinuierlicher Prozess.

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Klaus » Sa, 07.03.2020 - 15:42

Hallo Micro,
Ich war wegen der anhaltenden Schmerzsymptomatik wischenzeitlich bei Frau Dr. Von Richthofen und Dr. Verres und beide meinten, dass sich meine Haltung, im Vergleich zum anfangsbefund deutlich verbessert hat, ich das korsett weglassen kann/soll und versuchen soll die Aufrichtung mittels KG zu halten.
Was haben die denn zu den Schmerzen gesagt?

Die Aufrichtung mittels KG zu halten, ist einfacher gesagt als getan.
Eine 50 Grad Kyphose ist von der Gradzahl gesehen, zwar eine eher harmlose Situation. Aber wenn nicht alle daran beteiligten verkürzten Strukturen (auch Oberschenkel/Beine) bearbeitet werden, kommst Du nicht wirklich weiter. Dazu hatte ich ja schon geschrieben. Hier kommt eigentlich auch die REHA ins Spiel, weil leider bei den ambulanten Schroth Therapeuten nicht immer die volle Kompetenz vorhanden sein muss.
aber ein Körpergefühl habe ich nach wie vor nicht wirklich.
Deswegen ist zumindest das nächtliche Korsett sicherlich sinnvoll.

Gruß
Klaus

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Mirco90 » So, 08.03.2020 - 20:28

Guten Abend Klaus,

bzgl. der Schmerzen meinte Frau Dr. von Richthofen, dass es durch eine Unbeweglichkeit in der Rotation der BWS entsteht (auch bedingt durch das Korsett kommt --> daher soll ich das Korsett auch weglassen), Dr. Verres konnte sich das nicht erklären, vermutete, dass der Körper einfach länger braucht, um die "neue" Haltung, in die mich das Korsett bringt zu verinnerlichen.
Ich habe das auch mehrmals mit Hr. Harzer besprochen und wir haben auch das Korsett regelmäßig angepasst - er konnte auch nicht erklären, warum ich (erst) nach ca. 1 Jahr Korsett Schmerzen an immer derselben Stelle habe (eigentlich sollten die "Strukturen" bis dahin schon aufgedehnt sein). Er vermutete, dass es daher kommt, da die Schmerzen im Bereich des Scheitelpunktes sind, an dem ich auch eine sehr geringe skoliotische Veränderung habe, die lt. Dr. Verres und Dr. Hoffmann nicht behandlungsdürftig ist. Also quasi persönliches Pech. Wir haben mehrmals versucht die Problematik über eine Veränderung in der Pelottierung in den Griff zu bekommen, bisher nur mit bedingtem Erfolg - ich war dann auch soweit (frustiert), das Korsett komplett wegzulassen.

Aktuelle trage ich es wieder häufiger und möchte auch wieder einen Termin bei Frau Dr. von Richthofen und Rahmouni vereinbaren.
Fakt ist, wenn ich das Korsett trage, bin ich deutlich besser in der Aufrichtung, leide gleichzeitig aber auch öfter an Wirbelblocken (an immer derselben Stelle) einhergehend mit Schmerzen hinaufziehen in den Nacken.

Mir ist (mittlerweile) bewusst, dass ich teilweise selbst Schuld an der Situation bin, da ich die Reha nicht schon in Angriff genommen habe und anfangs "nur" auf das Korsett und eine Veränderung im Sportprogramm gesetzt habe. Ich bleibe aber weiter am Ball :top:


Danke für Deine Beiträge.

Gruß
Mirco

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Re: Morbus Scheuermann Neuling

Beitrag von Klaus » Mo, 09.03.2020 - 10:41

Hallo Mirco,
Fakt ist, wenn ich das Korsett trage, bin ich deutlich besser in der Aufrichtung, leide gleichzeitig aber auch öfter an Wirbelblocken (an immer derselben Stelle) einhergehend mit Schmerzen hinaufziehen in den Nacken.
Das Korsett wirkt nicht ganzheitlich, deshalb würde ich mich auf die gezielte Muskelpflege incl. Dehnungen konzentrieren und den ambulanten Schroth Therapeuten fordern.

Gruß
Klaus

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