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BeitragVerfasst: Do, 11.10.2018 - 12:57 
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Registriert: Di, 31.07.2018 - 18:29
Beiträge: 1
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Hallo Miteinander

Nach einigen medizinischen Abklärungen und passiven lesens ist es an der Zeit, hier den Thread zu meiner aktuellen Situation zu eröffnen.
Meine persönliche Vorstellung möchte ich gerne knapp halten. Rückenbeschwerden seit der Jugend, damals nach Besuch Hausarzt die Diagnose "leichte Skoliose, nicht behandlungsbedürftig" erhalten. Stärkere Beschwerden traten dann ab ca. 20 ein. Längeres gehen / sitzen führt zu Muskelverspannungen und Schmerzen. Mit 22 dann wieder beim Hausarzt - Physiotherapie verordnet bekommen. "Da kann man nicht viel machen, treiben sie Sport usw.", wie es hier im Forum ja genügend Beispiele gibt.
Sport hab ich dann fleissig betrieben. KG, Rücken stärken etc. Später über Fitnessvideos darauf gestossen, dass ich ein Hohlkreuz / Rundrücken habe -> gezielt Übungen entgegen beidem ausgeführt (Hüftbeuger dehnen, Rückenmuskulatur stärken, Brustmuskel dehnen, Bauch stärken usw.). Über Nachforschungen zum Thema bin ich dann in diesem Forum gelandet und merke mit 30ig zum ersten Mal, dass meine Wirbelsäule wohl pathologischer Natur ist, und nicht unter "Normvarianten" des Rückens einfach ein bisschen krummer ist als andere.
Weiter bemühte ich mich dann um eine erste Abklärung nach den Tipps hier im Forum. Als Schweizer natürlich in der Auswahl eingeschränkt, habe ich mich für einen der wenigen hier empfohlenen Orthopäden in Zürich entschieden.
Ersttermin hat bereits stattgefunden. Ganzkörperröntgenaufnahme erstellt -> erneuter Termin. Diagnose Kyphose erhalten. Anmerkung, das "Hohlkreuz sei eher schwach, dafür bei der Halswirbelsäule, da müssen sie aufpassen!". Ausmessen wollte der Orthopäde die Kyphose nicht, da dies nicht viel bringe und ohnehin je nach Messmethode unterschiedliche Werte herauskommen würden. Die begleitende skoliotische Fehlstellung hat er auf 9 Grad ausgemessen. Auch keine Vermessung der Keilwirbel etc.
Als therapeutisches Vorgehen wurde 10 x KG verschrieben. Schroth zu wählen war leider nicht möglich, da sich hier anscheinend niemand darauf versteht (eine Physio habe ich angeschrieben, hatten aber keine Erfahrung mit Kyphosepatienten.). Anschliessend, falls die KG nicht die gewünschte Wirkung erzielt, könne er mir noch Infiltrationsbehandlungen anbieten. Soweit so schlecht.. Auch wenn es temporär
Meine aktuellen Ideen / Gedanken:
Bei der KG merke ich, dass meine bisherigen Übungen gar nicht so falsch waren im Rahmen dessen, was als normale KG so angeboten wird. Die Physiotherapeutin meinte, dass ich generell schon sehr viel mache und dass die Ausführung der Übungen wie ich sie mache durchaus gut seien. -> Hier ist eine Sackgasse, damit komme ich nicht weiter..

Ich habe mir folgendes Vorgehen zurechtgelegt:

1. Zweitmeinung einholen! Bei einem konservativen Arzt in Deutschland, der Korsetttherapien bei Erwachsenen unterstützt. Ich habe dabei an Dr. Richthofen oder Dr. Steffen gedacht. Was meint ihr? Was wäre hier eine gute Wahl? Es geht mir vorallem darum, die Winkel vermessen zu haben und eine Einschätzung zu erhalten, welchen Nutzen ein Korsett bei meiner Wirbelsäule haben könnte.
2. Kostenrechnung erstellen. Als Schweizer müsste ich sämtliche Kosten sowohl für die ärztliche Behandlung, eine Schroth Reha und ein Korsett selber bezahlen. Schroth lässt sich berechnen, wären ca. 5000 Euro für 4wöchige Reha, Korsett habe ich von ca. 3000 Euro gelesen. Wie oft müsste nach Schroth Reha und potentiellem Korsettstart mit ärztlichen Kontrolluntersuchungen gerechnet werden? Halbjährlich? Oder häufiger? -> komme auf ca 10'000 Euro für das Gesamtpaket. Eine Menge Geld für mich. Daher würde ich auch gerne zuerst Abklären, ob ein Korsett bei mir wirkungsvoll sein könnte.

liebe Grüsse


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperkyphose / Hyperlordose
BeitragVerfasst: So, 14.10.2018 - 12:21 
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Hallo Teppichfutter,

zunächst mal
ich habe Deinen Thread Titel mit "Schweiz" ergänzt, weil wir einige schweizerische User haben.

Zitat:
Als Schweizer natürlich in der Auswahl eingeschränkt, habe ich mich für einen der wenigen hier empfohlenen Orthopäden in Zürich entschieden.

Warst Du bei Dr. Klöckner?

Ich finde es gut, dass Du Dir bereits konkrete Gedanken gemacht hast, die für Schweizer leider wohl auch mit hohen finanziellen Mitteln verbunden sein können.
Zitat:
1. Zweitmeinung einholen! Bei einem konservativen Arzt in Deutschland, der Korsetttherapien bei Erwachsenen unterstützt. Ich habe dabei an Dr. Richthofen oder Dr. Steffen gedacht. Was meint ihr? Was wäre hier eine gute Wahl? Es geht mir vorallem darum, die Winkel vermessen zu haben und eine Einschätzung zu erhalten, welchen Nutzen ein Korsett bei meiner Wirbelsäule haben könnte.

1. Eine zweite Meinung würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen, wobei es bezüglich Arzt und möglichem Korsett auch auf die Entfernung bzw. Erreichbarkeit ankommt. Dr. Steffan hat die meisten Erfahrungen, Dr. von Richthofen baut die gerade auf und es sieht nach den aktuellen Berichten so aus, als ob auch Neupatienten (nicht beim Vorgänger Dr. Hoffmann) davon profitieren.

2. Da Du bereits eine Ganz-Aufnahme hast, entfällt diese private Leistung und wird wahrscheinlich bezüglich Vermessung in der Beratungsgebühr enthalten sein.
Zitat:
Diagnose Kyphose erhalten. Anmerkung, das "Hohlkreuz sei eher schwach, dafür bei der Halswirbelsäule, da müssen sie aufpassen!".

Eine Vermessung ist in dieser Situation schon sehr wichtig. Offenbar sind die Bögen der Hyperlordose und der Hyperkyphose sehr unterschiedlich, sodass man wahrscheinlich davon ausgehen kann, dass ein versuchter Ausgleich des Körpers auch in der HWS zum Ausdruck kommen kann. Vermutlich eine Steilstellung, also eine Abschwächung der natürlichen Lordose, die bis zu einer Kyphose der HWS gehen kann.
Zitat:
Die begleitende skoliotische Fehlstellung hat er auf 9 Grad ausgemessen. Auch keine Vermessung der Keilwirbel etc.

9 Grad kannst Du vernachlässigen, weil eine Skoliose erst ab 10 Grad definiert wird.
Bei Keilwirbeln wären eigentlich nur die Anzahl relevant, weil das die Behandlung erschweren kann.

3. Eine Korsett-Therapie ohne eine zielgerichtete KG (wie z. Bsp. Schroth) macht in der Regel wenig Sinn.
Zitat:
Schroth lässt sich berechnen, wären ca. 5000 Euro für 4wöchige Reha

Wenn Du da aktiv mitmachst, kommst Du auch mit 3 Wochen aus. Je nach Diagnose ist ein häufiger Weg der, dass man erst eine Schroth REHA macht und guckt, wie weit man damit kommt.
Zitat:
Schroth zu wählen war leider nicht möglich, da sich hier anscheinend niemand darauf versteht (eine Physio habe ich angeschrieben, hatten aber keine Erfahrung mit Kyphosepatienten.)

Ich denke, dass die Physio bzw. Deine aktuelle Therapeutin zumindest Deine in der REHA erlernten Übungen ab und zu kontrollieren können sollte. Das meiste solltest Du sowieso zuhause allein durchführen. Es gibt ja in der REHA ein Übungsheft mit Deinen konkreten Übungen.

Leider entfällt der Vorteil in Deutschland, dass man zur REHA nur ganz wenig dazu zahlen muss. Trotzdem ist immer anzustreben, möglichst ein eigenes Muskelkorsett aufzubauen, mit dem man gut leben kann. Gelingt leider nicht immer, sodass eine mehr oder weniger starke Abhängigkeit vom Korsett (insbesondere bei Schmerzen) bestehen bleiben kann.
In der Schweiz gibt es einige Möglichkeiten mit der Spiraldynamik, die Dr. von Richthofen offenbar auch gern verordnet. Allerdings sehe ich die Anwendung eher bei der Skoliose und nach den bisherigen Berichten hier im Forum in der Kombination mit Schroth als Hauptanteil.

Gruß
Klaus


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