Kaffeetrinker hat geschrieben:
Vielleicht kann sich unsere liebe olle_Ente hier noch dazu äußern, sie nimmt auch Schmerzmittel um die Schmerzen von der Kyphose zu lindern von einem Schmerztherapeuten.
Hallo Ihrs,
klar kann ich mich auch noch zum Thema äußern. Nur vorab - ich bin kein Arzt sondern nur selber Betroffene
Ich denke, es kommt ganz darauf an, ob noch eine genaue Diagnostik nötig ist. Wenn die Schmerzen unklarer Ursache sind oder ggf. Begleitumstände noch nicht klar sind, Differentialdiganosen ausgeschlossen werden müssen etc., kann eine stationäre Aufnahme zur Schmerztherapie durchaus erforderlich sein und Sinn machen.
In meinem Fall ist die Ursache der Schmerzen ganz klar die Kyphose. So bin ich dann ambulant zu einem Schmerztherapeuten gegangen. Dort musste ich vor Beginn der Behandlung auch über 100 Fragen zu den verschiedensten Bereichen (Schmerzen, bisher versuchte Therapien, Tagesablauf, Lebensumstände, Schlaf, genommene Medikamente etc.) beantworten.
Es kann sein, dass da auch Fragen zu Depressionen und Suizidabsichten dabei waren - das weiß ich nicht mehr so genau. Schließlich kann dauerhafter, starker Schmerz den Menschen so "müde" und kaputt machen, dass das Leben möglicherweise für denjenigen nicht mehr lebenswert ist. Also bitte nimm diese Frage nicht persönlich.
Der Arzt selber hat sich viel Zeit für mich genommen, sich genau meine Probleme angehört, sich die Röntgenbilder angeschaut etc.
Da ich auf die Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen und Metamizol hochgradig allergisch reagiere, kommen diese für mich nicht in Frage. Lange Zeit (über 2 - 3 Jahre) habe ich mehr oder weniger regelmäßig Tramal genommen; meist 100 mg pro Tag. Aber eine Schmerzfreiheit habe ich dadurch nicht erreicht; höchstens eine kleine Linderung. Von daher meinte der Schmerztherapeut direkt, dass wir bei den Medikamenten eine Stufe weiter gehen müssten. Es würde nichts bringen, das Tramal noch höher zu dosieren, da es bei mir auch gehörige Nebenwirkungen gebracht hat.
Somit hat er Oxycodon (auch als Oxygesic bekannt) vorgeschlagen. Optimal wären 60 mg pro Tag; wenn ich damit nicht auskäme, wären auch 80 mg erlaubt.
Das war Ende Januar diesen Jahres. Ich habe das Oxycodon langsam, einschleichend angesetzt und komme mit den 60 mg in der Regel sehr gut aus. Einzige Ausnahme waren die langen Fahrten nach Stuttgart (bedeutet für mich über 4 Stunden pro Strecke in der Bahn). An den 3 Tagen haben ich mir die 80 mg erlaubt.
Summa summarum geht es mir mit dieser Therapie super gut! Die Kyphose-Schmerzen ohne Korsett sind weg. Mit Korsett habe ich keine Muskelkrämpfe mehr und konnte somit meine Tragezeit auf die von Rahmouni vorgeschlagene Zeit steigern.
Nach über 10 Jahren Dauerschmerzen hat für mich eine neues Leben angefangen.
LG,
die Ente.