Fragen zu Morbus Scheuermann und zu Therapiemöglichkeiten
Verfasst: Fr, 18.11.2011 - 07:35
Hallo erst einmal an alle Mitglieder des Skoliose-Info-Forums und an alle Gäste,
ich möchte mich kurz vorstellen: Ich bin zur Zeit noch 22 Jahre alt und seit ca. 8 Jahren in unregelmäßiger orthopädischer Behandlung. Das Problem liegt darin, dass man heutzutage selbstständig sein Krankheitsbild erkennen und sich Orthopäden suchen muss, weil Allgemein- und Hausärzte erst bei Beschwerden Empfehlungen zu Orthopäden geben, obwohl Morbus Scheuermann eine sehr tückische Krankheit ist, die auch ohne Beschwerden über Jahre hinweg sich verschlechtern kann und dann Probleme auftreten, wenn es kaum noch Behandlungsmöglichkeiten gibt. Aber ich bin optimistisch, weil ich soviele Beiträge hier im Forum gelesen habe, dass auch andere Patienten noch mit 30 sich behandeln lassen - mit hoher Erfolgsgarantie!
Doch nun zu meinen Symptomen: Erstmals aufgefallen war es meiner Mutti, die sich meinen Rücken einmal angesehen hatte, als ich 14 Jahre alt war. Außerdem fielen ihr meine Hohlfüße auf. Also suchten wir einen Orthopäden in unserer Stadt auf und dieser erklärte uns, dass ich Einlagen mit Pelotten tragen soll. Diese wurden dann immer wieder neu angefertigt. Außerdem erklärte er mir, dass mein Beckenschiefstand, welcher von ihm bemerkt wurde, von den Füßen her käme (Beinlängendifferenz). Erst ca. 3 Jahre später (mit 17 Jahren) wurde durch ihm eine leichte Skoliose festgestellt. Immer wieder wurden nur Röntgenbilder aufgenommen und die ÜBLICHE KG verschrieben - ein bissl Sport, 3 Tage in der Woche á 3 Wochen und das war´s! Gebracht hat es bis heute nichts!
Nun bin ich seit meinem 22. Lebensjahr bei einem neuen Orthopäden, da wir in der Zwischenzeit umgezogen sind. Dieser stellte erstmals Morbus Scheuermann fest. Da meine Freundin Physiotherapeutin erlernt hatte, fiel ihr ebenfalls mein ausgeprägter Rundrücken, eine leichte Skoliose, Beckenschiefstand, Hohlfüße und herausstehende Schulterblätter auf - auch das meine Schulterblätter nicht ganz auf einer Höhe stehen. Sie erklärte mir, wie gefährlich Morbus Scheuermann im hohen Alter sei und das ich das nicht so auf die leichte Schulter nehmen solle. Aber mein jetziger Orthopäde machte mit mir mehr eine Abfertigung der Auswertung der Röntgenbilder und des Befunds (alles in ca. 10 Minuten) - nach seiner Meinung haben das viele Jugendliche, ich solle mich halt mehr bewegen. Außer KG kam bisher nicht viel heraus. Und die KG ist meist auch nur eine Lockerung, Streckung und Dehnung von Muskeln in Verbindung von Massage - für mich kein Erfolgskonzept.
Nun habe ich es selbst in die Hand genommen und gegooglet und da kam ich auf eure wunderbare und hilfreiche Forumsseite...wirklich top, das muss man einfach mal sagen, ohne jetzt hier groß herumzuschleimen.
Ich habe erfahren, dass ein eventuell verschriebenes Korsett Abhilfe auch noch in meinem Alter schaffen könnte. Ich bin zudem sehr beweglich, was viele Orthopäden bis jetzt verwundert, weil ich kaum Sport betreibe, außer mal ein bissl Radfahren und Schwimmen. Ich lasse in nächster Zeit ein MRT durchführen, weil meine neue Orthopädie dies mit Röntgenbildern verlangt, um endlich einen tatsächlichen Befund meines Rückens vorzunehmen. Diese arbeiten auch mit Korsettbauern zusammen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht? Wer kann Aussagen über das erstmalige Tragen eines Korsetts machen. Was sollte ich in nächster Zeit beachten? (beruflich, freizeitmäßig)
Gibt es ein paar Tipps von Scheuermann-Patienten, die wirklich Abhilfe schaffen (Therapie, Kur)?
Beruflich habe ich eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit mittlerer körperlicher Beanspruchung. Das Tragen einer Orthese wäre ebenso möglich - worauf soll man bei der Auswahl achten?
Meine Freundin unterstützt mich in allen Lebenslagen, auch wenn ich bis heute noch keine großen Rückenschmerzen zu beklagen hatte, außer ich hatte mich mal verhoben - dann lag ich 3 Tage.
So richtig finde ich auch keine explizite Lösung, aber vielleicht ihr. Bitte helft mir, solange ich noch schmerzfrei unterwegs bin und mir vielleicht noch geholfen werden kann!
Vielen Dank und liebe Grüße.
Scheuermann_22
ich möchte mich kurz vorstellen: Ich bin zur Zeit noch 22 Jahre alt und seit ca. 8 Jahren in unregelmäßiger orthopädischer Behandlung. Das Problem liegt darin, dass man heutzutage selbstständig sein Krankheitsbild erkennen und sich Orthopäden suchen muss, weil Allgemein- und Hausärzte erst bei Beschwerden Empfehlungen zu Orthopäden geben, obwohl Morbus Scheuermann eine sehr tückische Krankheit ist, die auch ohne Beschwerden über Jahre hinweg sich verschlechtern kann und dann Probleme auftreten, wenn es kaum noch Behandlungsmöglichkeiten gibt. Aber ich bin optimistisch, weil ich soviele Beiträge hier im Forum gelesen habe, dass auch andere Patienten noch mit 30 sich behandeln lassen - mit hoher Erfolgsgarantie!
Doch nun zu meinen Symptomen: Erstmals aufgefallen war es meiner Mutti, die sich meinen Rücken einmal angesehen hatte, als ich 14 Jahre alt war. Außerdem fielen ihr meine Hohlfüße auf. Also suchten wir einen Orthopäden in unserer Stadt auf und dieser erklärte uns, dass ich Einlagen mit Pelotten tragen soll. Diese wurden dann immer wieder neu angefertigt. Außerdem erklärte er mir, dass mein Beckenschiefstand, welcher von ihm bemerkt wurde, von den Füßen her käme (Beinlängendifferenz). Erst ca. 3 Jahre später (mit 17 Jahren) wurde durch ihm eine leichte Skoliose festgestellt. Immer wieder wurden nur Röntgenbilder aufgenommen und die ÜBLICHE KG verschrieben - ein bissl Sport, 3 Tage in der Woche á 3 Wochen und das war´s! Gebracht hat es bis heute nichts!
Nun bin ich seit meinem 22. Lebensjahr bei einem neuen Orthopäden, da wir in der Zwischenzeit umgezogen sind. Dieser stellte erstmals Morbus Scheuermann fest. Da meine Freundin Physiotherapeutin erlernt hatte, fiel ihr ebenfalls mein ausgeprägter Rundrücken, eine leichte Skoliose, Beckenschiefstand, Hohlfüße und herausstehende Schulterblätter auf - auch das meine Schulterblätter nicht ganz auf einer Höhe stehen. Sie erklärte mir, wie gefährlich Morbus Scheuermann im hohen Alter sei und das ich das nicht so auf die leichte Schulter nehmen solle. Aber mein jetziger Orthopäde machte mit mir mehr eine Abfertigung der Auswertung der Röntgenbilder und des Befunds (alles in ca. 10 Minuten) - nach seiner Meinung haben das viele Jugendliche, ich solle mich halt mehr bewegen. Außer KG kam bisher nicht viel heraus. Und die KG ist meist auch nur eine Lockerung, Streckung und Dehnung von Muskeln in Verbindung von Massage - für mich kein Erfolgskonzept.
Nun habe ich es selbst in die Hand genommen und gegooglet und da kam ich auf eure wunderbare und hilfreiche Forumsseite...wirklich top, das muss man einfach mal sagen, ohne jetzt hier groß herumzuschleimen.
Ich habe erfahren, dass ein eventuell verschriebenes Korsett Abhilfe auch noch in meinem Alter schaffen könnte. Ich bin zudem sehr beweglich, was viele Orthopäden bis jetzt verwundert, weil ich kaum Sport betreibe, außer mal ein bissl Radfahren und Schwimmen. Ich lasse in nächster Zeit ein MRT durchführen, weil meine neue Orthopädie dies mit Röntgenbildern verlangt, um endlich einen tatsächlichen Befund meines Rückens vorzunehmen. Diese arbeiten auch mit Korsettbauern zusammen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht? Wer kann Aussagen über das erstmalige Tragen eines Korsetts machen. Was sollte ich in nächster Zeit beachten? (beruflich, freizeitmäßig)
Gibt es ein paar Tipps von Scheuermann-Patienten, die wirklich Abhilfe schaffen (Therapie, Kur)?
Beruflich habe ich eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit mittlerer körperlicher Beanspruchung. Das Tragen einer Orthese wäre ebenso möglich - worauf soll man bei der Auswahl achten?
Meine Freundin unterstützt mich in allen Lebenslagen, auch wenn ich bis heute noch keine großen Rückenschmerzen zu beklagen hatte, außer ich hatte mich mal verhoben - dann lag ich 3 Tage.
So richtig finde ich auch keine explizite Lösung, aber vielleicht ihr. Bitte helft mir, solange ich noch schmerzfrei unterwegs bin und mir vielleicht noch geholfen werden kann!
Vielen Dank und liebe Grüße.
Scheuermann_22