nahezu ständig Schmerzen - das will ich nicht! Nach vielen erfolglosen Arzt-, Massage- und KG-Terminen hab ich jetzt dieses Forum entdeckt.
Die Beiträge in den verschiedenen Foren habe ich größtenteils gelesen und dadurch die Hoffnung bekommen, für meinen Schmerzen vielleicht doch noch eine Lösung zu finden.
Vielleicht hat jemand ein paar weitergehende nützliche Tipps für mich - so hab ich meinen Mut zusammengenommen und werde mal schildern, wie es mir so geht.
* Nun kurz zur Vorgeschichte:
seit wohl über 30 Jahren hab ich Scheuermann (4 Wirbel der BWS in Keilform). Mit ca. 8-10 Jahren bekam ich mein erstes Gipsbett, später dann noch eins und noch später (mit ca. 16 oder 17 Jahren) ein Milwaukee-Korsett.
Meine Diagnose damals : Morbus Scheuermann und Skoliose.
Meine Diagnose heute : nur Morbus Scheuermann (Winkel unbekannt)
* Beschwerden:
Seit meinem 16. Lebensjahr habe ich Rückenschmerzen.
-Früher hab ich mir ca. 2-3 mal im Monat den "Rücken verknackst", hatte also schlagartig ziemlich starke Schmerzen (1-3 Std.), die sich dann in ca. 3 Tagen völlig legten. Gelegentlich wurde dies durch deutliche Nervenschmerzen im Brustbereich begleitet, welche ich früher fälschlich als Herzschmerzen interpretierte.
-Heute "verknackse" ich mir nichts mehr, habe aber ständig Schmerzen an unterschiedlichen Stellen mit wechselnder Intensität. Öfter stören mich Nervenschmerzen im rechten Bein (Ischias?), der linken Brust und gelegentlich im linken Arm. Häufig manifestiert sich ein stark schneidender Schmerz in einem ca. fingernagelgroßen Bereich dicht über dem Steißbein, der gelegentlich mit einem etwas tiefergelegenen Taubheitsgefühl einhergeht - dann krampfen gelegentlich auch einzelne Muskelstränge im Gesäßbereich.
Die belastensten Schmerzen stellen sich aber sehr häufig zwischen den unteren Bereichen der Schulterblätter ein. Dies geschieht bei nahezu allen Arbeiten, die über 15 Minuten dauern und bei denen ich mich nicht mit mindestens einem Arm abstützen kann (also : mit Messer und Gabel essen, Putzen, Fegen, Bügeln, Geschirrspülen, Einkaufen ohne Einkaufswagen ... Anstreichen, Pflasterarbeiten, Innenausbau, Gartenarbeit ... Spazierengehen, dumm Rumstehen etc. etc.). Die starken Schmerzen treten häufig nicht bei der Arbeit auf sondern kurz danach, so daß ich mich aus eigener Kraft z.B. nach dem Händewaschen kaum mehr aufrichten kann. Diese Schmerzen klingen innerhalb von 1-2 Tagen ab, werden durch o.g. Aktivitäten aber immer wieder angefacht.
-Seit ca. einem Jahr stört mich noch, daß sich meine Nackenmuskulatur manchmal derart verkrampft, daß ich den Kopf nicht mehr drehen kann. Nach 2-3 mal "Diclofenac" komme ich aber wieder ganz gut zurecht.
-Auch belastet mich seit Jahren eine Cardiainsuffizienz (Muskel am Mageneingang erschlafft). Dadurch drückt sich der Mageninhalt bei Kontraktion der Bauchmuskulatur nach oben. Es kann also recht unangenehm sein, wenn man z.B. bei der KG. den Mund plötzlich voll hat.
* Therapieversuche :
-Früher Gipsbett, Korsett, KG
-vor ein paar Jahren: Orthopäde drückt mir nach der Röntgendiagnose einen Zettel mit KG-Übungen ohne weitere Erklärung (das erkläre sich ja von selbst) oder Anweisung in die Hand. Die solle ich mal machen, dann ginge es mir wieder gut.
-immer mal wieder einrenken vom Chiropraktiker; Heißluft, Massagen und KG (vom Hausarzt verordnet)
-kürzlich erklärt ein weiterer Orthopäde (nach Röntgendiagnose): Scheuermann, Statik des Rückens im A....(na ja, mit anderen Worten), nichts zu machen, im Alter vielleicht mal Stützkorsett, ich sollte es evt. mal in einem Fitness-Studio versuchen, da KG ja doch nichts bringt.
* Therapieerfolge:
- Gipsbett, Korsett: Skoliose geheilt (?)
- Heißluft: sehr unangenehm, evt. Muskellockerung (aber nicht lange anhaltend)
- Massage: angenehm, aber keine (oder eher negative) Wirkung
- KG, Muskelaufbautraining etc: Verschlechterung der Schmerzsituation.
(- Ibuprofen bei Nervenschmerzen, sonst Diclofenac gut geeignet; darf man aber nicht zu oft nehmen)
* Wünsche : deutliche Schmerzreduktion OHNE Operation oder Dauermedikamentation
* allg. Situation:
- um die 40 Jahre alt
- mit Haushalt, Kind und Hausbau sowie div. ehrenamtlichen Tätigkeiten ausgelastet
- wohnhaft zwischen Dortmund und Kassel --> kein guter Orthopäde in der Nähe bekannt !
- bei eine BKK pflichtversichert (nicht privat, keine Zusatzversicherung)
* Fragen
1) Wer kennt guten Orthopäden im Sauerland
2) Wenn nicht 1), dann evt. in NRW oder Nordwest-Hessen
3) Gibt es Ärzte/Kliniken, mit denen man schriftlich (oder online) Kontakt aufnehmen kann (und die auf Therapieansätze evt. schon konkret hinweisen können)
4) Was hat euch (im Erwachsenenalter) bei Schmerzen geholfen
5) Welche schlechten Erfahrungen wurden gemacht, wovor muß man warnen
6) Sind Unterschiede in der Behandlung / Akzeptanz zwischen pflichtversicherten und privatvers. Patienten bekannt.
7) Lohnt sich ein Gespräch mit der eigenen Krankenkasse, kann dies zu Vor- / Nachteilen führen
* Kontakt: übers Forum, später evt. per email
* Pseudonym : Kypho60
Grüße
PS: Bis jetzt habe ich nicht die geringste Erfahrung mit Foren etc. - also seid bitte etwas großzügig, wenn nicht alles so ganz ok rüberkommt.




