Seite 1 von 1

Wieder eine Neue!!!

Verfasst: Fr, 12.06.2009 - 13:13
von tanja1007
Hallo an alle :halloatall:

Ich heiße Tanja werde nächsten Monat 27 Jahre. Ich habe 2 süße Kinder im alter von 2 und 5 jahren. Meine ausgeprägte Rundrückenstellung wurde vom Dr.Hoffmann aus Stuttgart Leonberg diagnostiziert.

Ich habe seit Jahren starke Schmerzen und seit der Geburt meiner beiden Kinder hat es sich massiv Verschlechtert. Ich habe im LW bereich sowie im BW bereich starke Schmerzen und hinzu kommt noch, dass mir meine Kurzatmigkeit sehr zu Schaffen macht. Ich habe ein Korsett von Rahmouni, mit dem ich leider überhaupt nicht klar komme.
Mittlerweile habe ich mich für eine Operation entschieden, die evtl für Anfang nächsten Jahres geplant wird und suche auf diesem wege "Leidensgenossen" die dass gleiche haben bzw. vielleicht auch schon Operiert wurden
Mein Befund lautet:
Hyperkyphose: Kyphosewinkel nach Stagnara liegt bei 53°, es besteht gleichzeitig eine vermehrte Hyperlordose , der Winkel hier liegt bei 83°. Es besteht eine lumbale Abweichung aus dem Lot von 10°nach Cobb. Ursache der massiven Kyphose sind Keilwirbel bei Th8 bei Z.n. Morbus Scheuermann.


Bis dann
Tanja

Kyphose

Verfasst: Fr, 12.06.2009 - 16:27
von Gasta
Hallo Tanja,
Ich an Deiner Stelle würde mir das gut überlegen. Ich kenne nur Kyphoseoperationen, die nicht gut gelaufen sind. Leider kenne ich niemanden, der es nicht bereut hat. Nimm mal mit Lurchi Kontakt auf oder lies im OP-Forum Nadine22.
Hast Du schon eine Schroth-Reha gemacht? Das würde ich Dir raten.



MFG Gasta

Verfasst: Fr, 12.06.2009 - 18:50
von gauklerdavid
Hallo und Willkommen hier im Forum.

Also es gib schon auch Kyphose operationen die mittelfristig gut gelaufen sind. Ich wuerde sagen, das sind so ganz grob 40 bis 60 %, was aber natuerlich auch nicht so die tolle Quote ist.

Allerdings sind 55 Grad Kyphose weit unterhalb der offiziellen Operationsindikation. Oder ist eine andere Operation geplant? Also wegen 55 Grad allein darf eigentlich niemand operieren .

Alternative Moeglichkeiten, die es noch auszuschoepfen gibt wahren:

Schroth Reha (ist weniger lang als die Zeit die du durch eine Operation ausfallen wuerdest)

Anderes Korsett, oder Anpassung des Korsetts oder andere Tragestrategie.

Viele Gruesse
david

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 12:28
von tanja1007
Was genau Operiert werden soll weiß ich noch nicht.
Dr. Hoffmann hat mir gesagt dass ein Korsett die letzte möglichkeit wäre.
Leider komme ich damit überhaupt nicht zurecht, ich habe massive Atemprobleme und sehr starke Schmerzen im Rücken und im Brustkorb, hinzu kommen starke Schmerzen im LW-bereich.
Ich mache seit Jahren KG nach Schroth und bekomme Massagen, sowie Fango anwendungen, bei einem Ostheopath war ich auch schon leider alles ohne Erfolg.
Ich sehe die Operation mittlerweile als licht am Ende von einem langen Tunnel. Jede Op. hat Risiken, dass weiß ich, aber wenn die Op. mir nur ein teil meiner Schmerzen nehmen kann, dann will ich es Versuchen.
Ich bin 26 und so ist es einfach kein Leben mehr.
Ich Schlafe keine Nacht durch, werde von Schmerzen wach, kann nicht lange auf einer Seite liegen und habe sogar oft taube Oberschenkel.
Ich denke das Dr. Hoffmann ein top Arzt ist und dass ich gut bei ihm aufgehoben bin.
Er wird garantiert die für mich richtige Behandlung finden.

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 15:26
von Gasta
Hallo Tanja,

vielleicht sind Dir meine Beiträge lästig, wenn Du noch nicht in einer Schrothklinik warst, hast Du diese KG auch noch nie richtig gemacht.

Ich spreche aus der Erfahrung, dass bei mir eine solche OP schief gelaufen ist und ich seither viel schwerer behindert bin als vor der OP.
Ich wäre heute froh, wenn mich damals jemand gewarnt hätte.

MFG Gasta

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 15:40
von tanja1007
@Gasta

Hi Gasta,

deine Beiträge nerven mich nicht, ganz im gegenteil.
Ich bin ja hier um mich zu Informieren, allerdings schreibst du, dass du vor 10jahren Operiert wurdest und im nachhinein erst von den Schroth Therapien gehört hast.
Woher kannst du jetzt wissen ob dir früher die Therapie etwas gebracht hätte?
Es könnte ja auch sein, das du dich danach genau wie ich, trotzdem für eine Op. entschieden hättest,oder?
Das bei dir die Operation schief gelaufen ist tut mir wirklich leid für Dich, aber es muß nicht jedem so ergehen wie Dir.
die techniken konnten in den letzten 10 jahren wieder Reifen und dass Operationen schief gehen können weiß jeder.
Aber für mich ist das die letzte Chance etwas gegen meine Höllischen Schmerzen zu unternehmen.
Vielleicht kannst du mich ja etwas verstehen ich sehe es als letzte Chance für mich an.

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 15:42
von minimine
Hallo Tanja,
du bist bei Dr. Hoffmann wirklich in den allerbesten Händen. Ich bin sicher, dass ihr eine gute Lösung finden werdet :)

Du bist dir ja schon ziemlich sicher, dass du dich operieren lassen willst. Weißt du schon, wo du dich operieren lassen willst? Ich würde auf jeden Fall in verschiedene Kliniken gehen und mir die Meinungen anhören.
Du hast ja nun schon alles an konservativen Sachen durch, deshalb gibt es wohl nicht mehr viel, was man dir noch raten könnte.

Bist du schon im OP-Forum? Dort sind viele Operierte, die dir ihre Meinungen schreiben können. Lies dir auch mal die OP-Berichte dazu durch.

Ich wünsche dir schonmal alles gute und drücke dir die Daumen, dass auch alles gut geht und deine Geschichte so ausgeht, wie du es dir wünschst.

LG
Minimine

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 15:54
von tanja1007
@Minimine,

vielen Dank für deine Antwort.
Ja ich habe leider genug von meinen Schmerzen und ich habe es mir mit der Entscheidung zur Op. alles andere als leicht gemacht, vorallem weil ich auch Mama bin.
Aber ich möchte die Chance, auf ein bisschen mehr Lebensqualität nicht verstreichen lassen.
Und ich denke das mir da viele, dass nach empfinden können, ich bin schließlich erst 26, wenn ich 50+ wäre, dann würde ich sagen, Sch... drauf ich habe es bis hierher geschafft, jetzt schaffe ich den rest auch noch, aber die Aussicht zu haben noch ca.50 Jahren mit diesen oder stärkeren Schmerzen leben zu müssen, möchte und kann ich nicht Akzeptieren.
Leider sind alle anderen Therapien für die Katz gewesen, so dass mir die Entscheidung zur Op. eigentlich abgenommen wurde.

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 17:21
von Gasta
Hallo Tanja,
Ich habe die Schroththerapie vor der OP gekannt und auch jahrelang praktiziert. Mir hat sie gut geholfen, aber natürlich war sie auch kein Wundermittel. Ich kenne Deine Beschwerden aus eigner Erfahrung, ich konnte meine Kinder nie auch nur kurz hochheben.
Aber Du kannst Dir nicht vorstellen, was es für ein Desaster ist, wenn Du nach so einer OP weder Kinder noch Haushalt mehr machen kannst.
In Deinem Fall ist die Hauptkrümmung in der LWS, das macht die Sache sehr schwierig. Solche OPs sind extrem selten.
Hole unbedingt mindestens 3 Meinungen von 3 versch. Operateuren ein.
Lass Dich beim Beratungsgespräch nicht gleich mit einem OPtermin überrumpeln, sondern warte danach erst einige Wochen bevor Du Dich entscheidest.

MFG Gasta

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 18:08
von Janluna
Hallo Tanja,

Dr. Hoffmann ist mit Sicherheit ein sehr kompetenter Arzt, aber auch nur ein Mensch, man sollte sich so eine Operation daher sehr gut überlegen. Dr. H. ist manchmal so in seinem Fahrwasser, daß er vielleicht nicht so individuell handelt. Sobald er hört, daß es mit dem Korsett nicht so wahnsinnig gut klappt, zack, schon schlägt er eine OP vor. Diese Erfahrung habe ich gemacht und eine OP (Kyphosewinkel 65°) sofort abgelehnt. Das Risiko, daß es mir hinterher schlechter geht als vorher, ist mir zu groß.

Ich denke aber, daß du dich schon entschieden hast und drücke dir ganz fest die Daumen, daß alles gut verläuft und es dir hinterher auch wirklich besser geht. Wäre schön, wenn du dann wieder von dir hören läßt.

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 20:36
von tanja1007
@ Gasta,

das tut mir wirklich Leid für Dich, dass es bei dir so schief gelaufen ist.
Ich kann jetzt schon meine Kinder nicht mehr Hochheben und es tut in der Seele weh, wenn meine Mäuse auf den Arm möchten, und ich kann ihren Wunsch nicht erfüllen, ausser ich sitze auf dem Sofa.(und dass mit 26)
Die kombination aus meiner Starken Hyperlordose und meiner Kyphose machen mir das Leben zur Hölle und deswegen habe ich mich dafür entschieden, die Schmerzen halte ich einfach nicht mehr aus.
Ich hoffe und Bete das die Op. mir Helfen kann.

Verfasst: Sa, 13.06.2009 - 20:47
von WalterKoeln
Hallo Tanja, ich habe keine Ahnung, aber hole Dir auf jeden Fall noch mehr Meinungen ein, wenn Dr. Hoffmann zu locker so OPs empfiehlt. Den Doktor, der Dich operieren will, würde ich fragen wie oft er so was schon gemacht hat. Alles Gute für Dich!
Herzliche Grüße
Walter

Verfasst: So, 14.06.2009 - 19:13
von Gasta
Hallo Tanja,
Die Erfahrung von Janluna bezügl. Deines Arztes kann ich bestätigen. Das ist im Forum schon öfters berichtet worden. Prinzipiell kann man jede Skoliose und jede Kyphose operieren.
Ob es in Deinem Fall überhaupt möglich und sinnvoll ist, kann nur der Operateur persönlich entscheiden.
Hier im Forum schreibt ein "Dr. Geiger" ab und zu mit. Vielleicht willst Du mal mit ihm Kontakt aufnehmen. Ich weiss, dass er schon Kyphosen operiert hat und fachlich bestimmt dazu in der Lage ist die grundsätzliche Operabilität zu beurteilen.
Liebe Tanja, wir wollen Dir hier alle nur sagen, dass einfach nur "Vertrauen" nicht weiterhilft, Du musst selbst aktiv werden.
Noch mal zur Korsettversorgung, lies Dir mal die Beiträge von "Toni" durch,

der hat da wirklich geniale Ideen.


MFG Gasta

Re: Wieder eine Neue!!!

Verfasst: Mi, 24.10.2012 - 20:51
von tanja1007
Hallo ihr lieben!

Nach langem hin und her damals habe ich mich gegen eine Op und für Alternativ Therapien entschieden.
Die Angst war dann doch zu Groß.
Mittlerweile hat sich auch noch rausgestellt das ich Rheuma habe, meine SL-Bänder in meinen Händen sowie im Becken sind mittlerweile III Grades zestört.
Jetzt versucht mein Rheumatologe mich richtig einzustellen, im moment mit MTX in Tbl.-form.
Leider im Moment noch mit weniger erfolg.
Aber ich habe gelernt zu Kämpfen und werde nach der richtigen Therapie suchen.

Danke nochmal an Alle.

LG Tanja

Re: Wieder eine Neue!!!

Verfasst: Mi, 24.10.2012 - 22:11
von alex1605
Hi,

hast du dir schonmal überlegt dich an einen Schmerztherapeuten zu wenden? Oder ist das in deinem Fall eher unsinnig, da du bereits bei einem Rheumatologen bist?
Ich hatte vor meiner Korsett-Therapie auch sehr starke Schmerzen in der BWS, die sich mittlerweile fast in Luft aufgelöst haben. Mein Rücken schmerzt jetzt nur noch ein bisschen, weil alle Muskeln total verkrampft und verspannt sind. Das ist die nächste Baustelle ;)

Ich habe vor der Therapie ein Opioid genommen, Tilidin. Das Medikament half mir sehr gut und hatte kaum Nebenwirkungen, es kann allerdings stark abhängig machen (so ist es leider bei mir). Der Vorteil bei solchen Medikamenten ist aber, dass sie über eine längere Zeit eingenommen werden können, ohne dabei Organe zu schädigen.
Naja kannst ja mal deinen Rheumatologen auf ein stärkeres Medikament ansprechen, wenn dir das bisherige nicht hilft.

Bei Hyperkyphose habe ich des Öfteren gelesen das Morphin, Oxycodon und Tilidin gute Wirkung zeigen können. Wie bereits gesagt sind das aber sehr starke MEdikamente mit einem hohen Suchtpotenzial. Nur denke ich eben, dass das ständige Ertragen von starken Schmerzen auch keine Dauerlösung ist....