Hallo Toni und Edda,
bei allem Respekt vor dem Erfolg den du Toni erreicht hast,
das
Setz Dir hohe Ziele: " ICH WILL GERADE WERDEN!!!"
halte ich in Eddas Fall für ein unrealistisches, eventuell selbst gefährliches Ziel.
Edda ist Erwachsen, relativ flexibel, hat wenig bis mässige Schmerzen, hat noch nie geschrothet und hat sich in den letzen Jahren innerhalb der "Norm" verschlechtert, und hat eine Skoliose, keine Kyphose, so wie du.
ich würde in so einem Fall erst eine Schroth reha machen, täglich üben und dann nach einem halben Jahr Bilanz ziehen. Wenn Schroth gut anschlägt, dann kann in so einem Fall mit Korsett nicht so viel gewonnen werden.
Schmerzfreiheit? Kann man in diesem Fall wahrscheinlich auch mit Schroth erreichen.
Aufrichtung der Kruemmung? Ist zwar im Korsett moeglich, ich habe aber bis jetzt noch keinen einzigen Bericht von einem Erwachsenen Skoliotiker gelesen der die Korrektur ohne Korsett dauerhaft halten konnte. Ist anatomisch ab einer gewissen KOrrektur auch unlogisch. Dass Dr Hoffmann dies verspricht finden ich seltsam. Haltungsverbesserung ist auch mit Schroth moeglich.
Gesteigerte Vitalitaet= eventuell ja, ist aber auch durch Schroteh moeglich.
Entlastung im alltag? Ja aber nur wenn man sich an das Korsett gewoehnt hat und keine Folgeprobleme entstehen.
Langfristige Praevention vor Schmerzen und Kruemmungszunahme?
Hier ist in keinster Weise deutlich dass ein Korsett
bei der Mehrheit in diesem Sinne Hilft. Wohl gibt es Berichte von Rahmouni usern bei denen sich trotz oder durch Korsett langfristig neue Probleme eingestellt haben. (eventuell in Verbund mit unregelmäessigen Tragezeiten)
Auch mit schroth kann eine Kruemmungszunahme oft (nicht immer!) verhndert werden.
Koennte man nun sagen Ok man probiert es trotzdem mit Korsett. Dabei sollte man sich aber bewust sein dass ein Korsett auch nicht zu unterschätzende negative Folgen haben
kann, man damit also sehr wohl etwas verlieren
kann.
Nämlich
Zuallererst:
Instabilität und zu starke Mobilität.
Damit verbunden erhöehte Schmerzen und verminderte Belastbarkeit.
Schmerzen die durch ueberbeweglichkeit entstehen koennen sehr nachhaltig und schwer beeinflussbar sein. Ein stark korrigierendes KOrsett mobilisiert auf jeden Fall und umso mehr wenn es unregelmässig getragen wird.
Frustration durch fixierung auf unrealistisches Ziel. (Gerade werden)
Dauerndes an die Skoliose erinnert werden und zu starke Aufmerksamkeit auf die Optik und die Gradzahl. (Statt sich drüber zu freuen wenn man keine Schmerzen damit hat und sich vielseitig Bewegen kann)
Psychische Belastung durch die Schwierigkeit Korsett mit dem alltag zu vereinen und durch obige Punkte.
Körperliche Probleme die durch das KOrsett ausgelöst werden, sowohl iln der Phase der Anggewöhnung als in späteren Phasen (siehe zum Beispiel Bluecat)
Negativ empfundene Abhaegigkeit vom Korsett. (Zum Beispiel wenn die Lebenssituation oder andere Unstände regelmässiges KOrsettragen verhindern oder erschweren)
Ich weiss Toni, dass in deinem Fall die Gesamtbilanz positiv ist, und das finde ich Super, genauso wie bei Kalson , Silas, Dalia etc. In vielen Fällen ist die Bilanz aber auch neutral oder negativ, es gibt auch dazu Berichte hier im Forum. Und auch daran sollte man erinnern. Es is halt leider nicht so einfach dass man nur Durchhaltevermögen braucht und die KOrsettherapie wird ein Erfolg (bei Erwachsenen!).
Gruss
David