Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo allerseits,
ich lebe bereits seit jahren mit einer Hyperkyphose und einer leichten Skoliose. Mittlerweile bin ich 23, und beim Orthopäden deswegen war ich mit 18. Dieser war wie bei so vielen nicht besonders hilfreich, hat mir dann Krankengymnastik verschrieben die aber immerhin auch tatsächlich meine alltägliche Haltung verbessert hat. Einen Cobb Winkel weiß ich aufgrund der sehr oberflächlichen Behandlung nicht.
Schmerzen habe ich nicht viele, stärkere längere Belastungen führen manchmal dazu aber die meiste Zeit komme ich recht problemlos durchs Leben.
Nach herumlesen in diesem Forum habe ich mich allerdings dazu entschieden, das ganze noch einmal ordentlich untersuchen zu lassen. Hier in Berlin gibt es wohl einen Spezialisten, den Herrn Doktor Wilke (danke nochmal für eure Auflistung!) allerdings hat dieser erst in über 3 Monaten wieder erste Termine. So heißt es für mich nun erstmal warten, warten, warten. Durch das erneute Beschäftigen mit dem Thema, mache ich mir aber nun wieder mehr Sorgen über meine Zukunft, da es ja nun doch sehr viele schwieriger verlaufende Geschichten dazu hier zu lesen gibt.
Ich wollte euch deshalb mal um eine Einschätzung meiner Situation bitten, auch wenn das natürlich ohne eine Untersuchung nicht komplett möglich ist.
Im Anhang habe ich 2 Fotos angehängt, dazu ist zu sagen, dass mein Rücken von links besser aussieht als von rechts, was vermutlich der Skoliose geschuldet ist.
1. Bild: Von links, hier richte ich mich so weit wie ich kann auf, was auch größtenteils meiner Alltagsposition nahe kommt.
http://picload.org/image/ligicwo/hyperkyphose1.jpg
2. Bild: Von links, so wie zuvor leicht aufgerichtet, aber mit den Armen nach vorne, hier zeigt sich das Problem schon mehr
http://picload.org/image/ligicwc/hyperkyphose2.jpg
3. Bild: Von rechts, ohne mich aufzurichten, mit den Armen nach vorne. Da wird es dann sehr deutlich
http://picload.org/image/ligicwp/hyperkyphose3.jpg
Befinde ich mich in einer sehr misslichen Lage? Momentan mache ich mir aufgrund der Erfahrungsberichte von euch große Sorgen. Nach meinem Empfinden hat sich in den letzten 5 Jahren immerhin nichts verschlechtert. Ich bin auch mit meinem Studium so beschäftigt, dass eine Reha sehr schwierig sein könnte. Ambulante Therapien wären für mich aber durchaus eine Option. Auch einem Korsett wäre ich nicht komplett verschlossen, wenn Herr Dr. Wilke dann ein solches empfehlen würde.
Liebe Grüße,
Cryonic
ich lebe bereits seit jahren mit einer Hyperkyphose und einer leichten Skoliose. Mittlerweile bin ich 23, und beim Orthopäden deswegen war ich mit 18. Dieser war wie bei so vielen nicht besonders hilfreich, hat mir dann Krankengymnastik verschrieben die aber immerhin auch tatsächlich meine alltägliche Haltung verbessert hat. Einen Cobb Winkel weiß ich aufgrund der sehr oberflächlichen Behandlung nicht.
Schmerzen habe ich nicht viele, stärkere längere Belastungen führen manchmal dazu aber die meiste Zeit komme ich recht problemlos durchs Leben.
Nach herumlesen in diesem Forum habe ich mich allerdings dazu entschieden, das ganze noch einmal ordentlich untersuchen zu lassen. Hier in Berlin gibt es wohl einen Spezialisten, den Herrn Doktor Wilke (danke nochmal für eure Auflistung!) allerdings hat dieser erst in über 3 Monaten wieder erste Termine. So heißt es für mich nun erstmal warten, warten, warten. Durch das erneute Beschäftigen mit dem Thema, mache ich mir aber nun wieder mehr Sorgen über meine Zukunft, da es ja nun doch sehr viele schwieriger verlaufende Geschichten dazu hier zu lesen gibt.
Ich wollte euch deshalb mal um eine Einschätzung meiner Situation bitten, auch wenn das natürlich ohne eine Untersuchung nicht komplett möglich ist.
Im Anhang habe ich 2 Fotos angehängt, dazu ist zu sagen, dass mein Rücken von links besser aussieht als von rechts, was vermutlich der Skoliose geschuldet ist.
1. Bild: Von links, hier richte ich mich so weit wie ich kann auf, was auch größtenteils meiner Alltagsposition nahe kommt.
http://picload.org/image/ligicwo/hyperkyphose1.jpg
2. Bild: Von links, so wie zuvor leicht aufgerichtet, aber mit den Armen nach vorne, hier zeigt sich das Problem schon mehr
http://picload.org/image/ligicwc/hyperkyphose2.jpg
3. Bild: Von rechts, ohne mich aufzurichten, mit den Armen nach vorne. Da wird es dann sehr deutlich
http://picload.org/image/ligicwp/hyperkyphose3.jpg
Befinde ich mich in einer sehr misslichen Lage? Momentan mache ich mir aufgrund der Erfahrungsberichte von euch große Sorgen. Nach meinem Empfinden hat sich in den letzten 5 Jahren immerhin nichts verschlechtert. Ich bin auch mit meinem Studium so beschäftigt, dass eine Reha sehr schwierig sein könnte. Ambulante Therapien wären für mich aber durchaus eine Option. Auch einem Korsett wäre ich nicht komplett verschlossen, wenn Herr Dr. Wilke dann ein solches empfehlen würde.
Liebe Grüße,
Cryonic
- Klaus
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Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Cryonic,
Ich weiß nicht, warum Du die Arme auf Bild 2+3 so verschränkst. Wenn man überhaupt etwas mit Fotos grob einschätzen lassen will, sollten es schon direkt vergleichende Fotos sein.
Also die Arme so halten wie im Foto 1 !
Und damit eine Haltung ohne eigene Aufrichtung als Foto 2.
Dann kann man zumindest die eigene Korrekturmöglichkeit einschätzen, was auf den Anteil von Fehlhaltung schliessen lässt. Das ist die Haltung, aus der man mit eigener Kraft herauskommen kann, was natürlich relativ "einfach" zu korrigieren ist. Im Gegensatz zur reinen Fehlstellung
Gruß
Klaus
Ja, das ist leider das Problem, wenn man sich plötzlich mit seiner Situation konkret beschäftigen will und es nicht schnell genug gehen kann.Hier in Berlin gibt es wohl einen Spezialisten, den Herrn Doktor Wilke (danke nochmal für eure Auflistung!) allerdings hat dieser erst in über 3 Monaten wieder erste Termine. So heißt es für mich nun erstmal warten, warten, warten. Durch das erneute Beschäftigen mit dem Thema, mache ich mir aber nun wieder mehr Sorgen über meine Zukunft, da es ja nun doch sehr viele schwieriger verlaufende Geschichten dazu hier zu lesen gibt.
Das Problem mit Fotos ist Dir sicherlich bekannt. Röntgenbilder sind die Grundvorraussetzung für eine Diagnose.Im Anhang habe ich 2 Fotos angehängt, dazu ist zu sagen, dass mein Rücken von links besser aussieht als von rechts, was vermutlich der Skoliose geschuldet ist.
Ich weiß nicht, warum Du die Arme auf Bild 2+3 so verschränkst. Wenn man überhaupt etwas mit Fotos grob einschätzen lassen will, sollten es schon direkt vergleichende Fotos sein.
Also die Arme so halten wie im Foto 1 !
Und damit eine Haltung ohne eigene Aufrichtung als Foto 2.
Dann kann man zumindest die eigene Korrekturmöglichkeit einschätzen, was auf den Anteil von Fehlhaltung schliessen lässt. Das ist die Haltung, aus der man mit eigener Kraft herauskommen kann, was natürlich relativ "einfach" zu korrigieren ist. Im Gegensatz zur reinen Fehlstellung
Nach meiner Ansicht aufgrund auch der nicht optimalen Fotos, nein.Befinde ich mich in einer sehr misslichen Lage?
Die Sorgen sollten Dich ganz allein dazu bringen, eine für Dich optimale Behandlung (was immer das auch sein wird) auch wirklich durchzuziehen und Dir bis zum Termin bei Dr. Wilke genügend allgemeine Kenntniss anzueignen.Momentan mache ich mir aufgrund der Erfahrungsberichte von euch große Sorgen.
Ganz allgemein sollte man sich immer mit der Frage beschäftigen, wie wichtig die Gesundheit ist.Ich bin auch mit meinem Studium so beschäftigt, dass eine Reha sehr schwierig sein könnte.
Dazu braucht man aber vollkommende Überzeugung.Auch einem Korsett wäre ich nicht komplett verschlossen, wenn Herr Dr. Wilke dann ein solches empfehlen würde.
Gruß
Klaus
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Klaus,
erst einmal danke für deine zügige Antwort.
Ich habe noch einmal von beiden Seiten ohne Aufrichtung Bilder gemacht. Mit Aufrichtung kennst du ja nun bereits von meinem ersten Bild. Ich dachte die Arme nach vorne wären gut, um den Verlauf der Wirbelsäule sehen zu können.
http://picload.org/image/ligpgoa/kypho4.jpg
http://picload.org/image/ligpgoc/kypho5.jpg
Ja, das mit den Röntgen Bildern ist mir bewusst, aber ich muss ja nun leider noch eine Weile warten
.
Ich wollte mich ja mit meinem Orthopäden Besuch damals schon damit beschäftigen, aber die Antwort war wie bei so vielen und eigentlich hatte ich damit meinen Plan als festgeschrieben gesehen.
Ich denke ich könnte ein Korsett auch mit Überzeugung tragen, je nachdem wie mein Arzt mir dann meine Situation beschreibt. Ich will mich nicht vor dem Problem verstecken, ich will wissen was passieren kann in Zukunft und wie ich es vermeiden kann. Wenn die Aussichten so sind, dass ein Korsett nötig ist, dann werde ich es auch mit Überzeugung tragen. Ebenso, wie ich mit Überzeugung dafür Übungen machen werde.
Ich habe auch ziemliche Angst vor einer möglichen Operation, insofern sind mir alle anderen Methoden natürlich sehr viel lieber
.
In Zukunft werde ich als Informatiker tätig sein, das heißt schwere Hebeaufgaben werden mir in meinem Leben zum Glück größtenteils erspart bleiben, und ein Positionswechsel sollte ich mir in dem Job auch öfter erlauben können.
Ich weiß natürlich, dass mir meine Gesundheit wichtig sein sollte, aber ich bin auch ein Mensch mit vielen Wehwehchen psychischer (Depressionen) und physischer (Rücken) Natur. Im Studium und Job eine Chance zu erarbeiten und weiterzukommen ist gerade für den psychischen Teil auch nicht unwichtig, und ich habe Sorgen komplett aus meinem Plan aussteigen zu müssen.
Liebe Grüße,
Cryonic
erst einmal danke für deine zügige Antwort.
Ich habe noch einmal von beiden Seiten ohne Aufrichtung Bilder gemacht. Mit Aufrichtung kennst du ja nun bereits von meinem ersten Bild. Ich dachte die Arme nach vorne wären gut, um den Verlauf der Wirbelsäule sehen zu können.
http://picload.org/image/ligpgoa/kypho4.jpg
http://picload.org/image/ligpgoc/kypho5.jpg
Ja, das mit den Röntgen Bildern ist mir bewusst, aber ich muss ja nun leider noch eine Weile warten
Ich wollte mich ja mit meinem Orthopäden Besuch damals schon damit beschäftigen, aber die Antwort war wie bei so vielen und eigentlich hatte ich damit meinen Plan als festgeschrieben gesehen.
Ich denke ich könnte ein Korsett auch mit Überzeugung tragen, je nachdem wie mein Arzt mir dann meine Situation beschreibt. Ich will mich nicht vor dem Problem verstecken, ich will wissen was passieren kann in Zukunft und wie ich es vermeiden kann. Wenn die Aussichten so sind, dass ein Korsett nötig ist, dann werde ich es auch mit Überzeugung tragen. Ebenso, wie ich mit Überzeugung dafür Übungen machen werde.
Ich habe auch ziemliche Angst vor einer möglichen Operation, insofern sind mir alle anderen Methoden natürlich sehr viel lieber
In Zukunft werde ich als Informatiker tätig sein, das heißt schwere Hebeaufgaben werden mir in meinem Leben zum Glück größtenteils erspart bleiben, und ein Positionswechsel sollte ich mir in dem Job auch öfter erlauben können.
Ich weiß natürlich, dass mir meine Gesundheit wichtig sein sollte, aber ich bin auch ein Mensch mit vielen Wehwehchen psychischer (Depressionen) und physischer (Rücken) Natur. Im Studium und Job eine Chance zu erarbeiten und weiterzukommen ist gerade für den psychischen Teil auch nicht unwichtig, und ich habe Sorgen komplett aus meinem Plan aussteigen zu müssen.
Liebe Grüße,
Cryonic
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Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Cryonic,
In Deinen neuen Bildern sehe ich ehrlich gesagt nicht viel von Hyperkyphose. Bei kypho5 fällt mir im Gegensatz zu kypho 4 ein Buckel im oberen Bereich der BWS auf, was möglicherweise auf eine entsprechende Skoliose in diesem Bereich hinweisen könnte. ??
Aber das ist jetzt wirklich hoch spekulativ !
Gruß
Klaus
Hier geht es um einen optischen Verlauf im Vergleich Aufrichtung und nicht Aufrichtung. Das muss man einfach nur sehen können.Ich habe noch einmal von beiden Seiten ohne Aufrichtung Bilder gemacht. Ich dachte die Arme nach vorne wären gut, um den Verlauf der Wirbelsäule sehen zu können.
In Deinen neuen Bildern sehe ich ehrlich gesagt nicht viel von Hyperkyphose. Bei kypho5 fällt mir im Gegensatz zu kypho 4 ein Buckel im oberen Bereich der BWS auf, was möglicherweise auf eine entsprechende Skoliose in diesem Bereich hinweisen könnte. ??
Aber das ist jetzt wirklich hoch spekulativ !
Gruß
Klaus
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Klaus,
auch wenn keine Diagnose so gestellt werden kann, so beruhigt mich zumindest, dass der Buckel nicht so ausgeprägt zu sein scheint, wenn du ihn kaum wahrnimmst. Zumindest eine Operation wird dann ja hoffentlich vermutlich nicht nötig sein.
Tatsächlich tritt meine Skoliose am ehesten im BWS Bereich auf, was du vermutlich dort gesehen hast. Während die Skoliose allerdings niemals besonders stark auffiel, war es mit der Kyphose eher markanter. Damals wurde bei mir auch Scheuermann festgestellt, was vermutlich auch die leichte Skoliose und die verstärkte Kyphose erklärt.
Für einen letzten Versuch einen guten Vergleich zu schaffen, da das ja bist jetzt nicht so gut funktioniert hat, habe ich nochmal ein gebücktes Foto,zwei schlaff stehende und ein aufgerichtetes Foto gemacht.
http://picload.org/image/ligplpo/kypho6.jpg
http://picload.org/image/ligplpc/kypho7.jpg
http://picload.org/image/ligplpi/kypho8.jpg
http://picload.org/image/ligplpw/kypho9.jpg
Besser bekomme ichs wohl gerade nicht hin, tut mir leid. Danke für die geopferte Zeit. Ich werde so oder so einen Termin bei Dr. Wilke machen, aber so wie es von dir klingt, ist meine Sorge wohl unproportional zur tatsächlichen Lage, oder?
Tatsächlich scheint die Skoliose auch nicht so leicht zu sein, wie ich angenommen habe. Habe mich grade mal von hinten aufgenommen, und es ist ein deutlicher Rippenbuckel rechtsseitig zu sehen.
http://picload.org/image/ligpcww/kypho10.jpg
Hier von hinten, gebeugt. Ich habe mir auch letztens die Röntgenbilder von vor 5 Jahren abgeholt. Ich kann die zwar nur im Licht abfotografieren hier, aber so sah es von hinten aus:
http://picload.org/image/ligwgda/dsc_0635.jpg
http://picload.org/image/ligwgdo/dsc_0639.jpg
Heute auf einem Foto sieht es so aus:
http://picload.org/image/ligwrrr/dsc_0641.jpg
Und so sah es damals seitlich aus:
http://picload.org/image/ligwgod/dsc_0636.jpg
Jetzt bekomme ich wieder panische OP Angst *zitter*.. Was sagst du zu den neuen Bildern
? Ehrlichkeit ist mir lieber als falscher Trost, allerdings kann ich positive Nachrichten grad natürlich auch gut vertragen.
auch wenn keine Diagnose so gestellt werden kann, so beruhigt mich zumindest, dass der Buckel nicht so ausgeprägt zu sein scheint, wenn du ihn kaum wahrnimmst. Zumindest eine Operation wird dann ja hoffentlich vermutlich nicht nötig sein.
Tatsächlich tritt meine Skoliose am ehesten im BWS Bereich auf, was du vermutlich dort gesehen hast. Während die Skoliose allerdings niemals besonders stark auffiel, war es mit der Kyphose eher markanter. Damals wurde bei mir auch Scheuermann festgestellt, was vermutlich auch die leichte Skoliose und die verstärkte Kyphose erklärt.
Für einen letzten Versuch einen guten Vergleich zu schaffen, da das ja bist jetzt nicht so gut funktioniert hat, habe ich nochmal ein gebücktes Foto,zwei schlaff stehende und ein aufgerichtetes Foto gemacht.
http://picload.org/image/ligplpo/kypho6.jpg
http://picload.org/image/ligplpc/kypho7.jpg
http://picload.org/image/ligplpi/kypho8.jpg
http://picload.org/image/ligplpw/kypho9.jpg
Besser bekomme ichs wohl gerade nicht hin, tut mir leid. Danke für die geopferte Zeit. Ich werde so oder so einen Termin bei Dr. Wilke machen, aber so wie es von dir klingt, ist meine Sorge wohl unproportional zur tatsächlichen Lage, oder?
Tatsächlich scheint die Skoliose auch nicht so leicht zu sein, wie ich angenommen habe. Habe mich grade mal von hinten aufgenommen, und es ist ein deutlicher Rippenbuckel rechtsseitig zu sehen.
http://picload.org/image/ligpcww/kypho10.jpg
Hier von hinten, gebeugt. Ich habe mir auch letztens die Röntgenbilder von vor 5 Jahren abgeholt. Ich kann die zwar nur im Licht abfotografieren hier, aber so sah es von hinten aus:
http://picload.org/image/ligwgda/dsc_0635.jpg
http://picload.org/image/ligwgdo/dsc_0639.jpg
Heute auf einem Foto sieht es so aus:
http://picload.org/image/ligwrrr/dsc_0641.jpg
Und so sah es damals seitlich aus:
http://picload.org/image/ligwgod/dsc_0636.jpg
Jetzt bekomme ich wieder panische OP Angst *zitter*.. Was sagst du zu den neuen Bildern
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo nochmal,
Ich weiß ich sollte nicht hetzen, immerhin ist es nett genug, dass du dir Zeit für die Probleme eines fremden Menschens nimmst, trotzdem sitze ich ein bisschen auf Kohlen.
Ein weiteres Problem, welches sich mir nun stellt, ist mein Trainingsverhalten bis zu meiner Untersuchung. Ich habe bei der Krankengymnastik vor allem Übungen gelernt, die den Rundrücken reindrücken sollten. Diese habe ich auch seitdem manchmal häufiger, manchmal weniger, nun schon über 5 Jahre fortgeführt. Dies sind alles Übungen, die immer beidseitig die Muskel trainieren (Bauch und Rücken). Mein Rücken ist dadurch stärker geworden, aber durch die jetzige Beschäftigung mit dem Thema muss ich mich fragen, ob diese Übungen nicht meine Skoliose verschlimmern? Ich will aber auch nicht bis zu meinem monate-weit entfernten Termin nichts für meinen Rücken tun. Ich denke ich werde die Übungen die paar Monate noch weitermachen. Sie haben meiner Haltung bis jetzt zumind. von der Kyphose gut getan und ich mache sie nun schon so lange ohne andere von mir wahrgenommene Verschlimmerung. Danach kann ich es dann ja umstellen. Außerdem habe ich gelesen, dass Skoliosen bis 30° (meine sieht mir vom Röntgen in etwa in dem Bereich aus, von dem was ich an anderen Fällen gesehen hab und über die Cobb-Winkelberechnung weiß) in den meisten Fällen im Erwachsenenalter sich kaum verändern.
Liebe Grüße
Cryonic
Ich weiß ich sollte nicht hetzen, immerhin ist es nett genug, dass du dir Zeit für die Probleme eines fremden Menschens nimmst, trotzdem sitze ich ein bisschen auf Kohlen.
Ein weiteres Problem, welches sich mir nun stellt, ist mein Trainingsverhalten bis zu meiner Untersuchung. Ich habe bei der Krankengymnastik vor allem Übungen gelernt, die den Rundrücken reindrücken sollten. Diese habe ich auch seitdem manchmal häufiger, manchmal weniger, nun schon über 5 Jahre fortgeführt. Dies sind alles Übungen, die immer beidseitig die Muskel trainieren (Bauch und Rücken). Mein Rücken ist dadurch stärker geworden, aber durch die jetzige Beschäftigung mit dem Thema muss ich mich fragen, ob diese Übungen nicht meine Skoliose verschlimmern? Ich will aber auch nicht bis zu meinem monate-weit entfernten Termin nichts für meinen Rücken tun. Ich denke ich werde die Übungen die paar Monate noch weitermachen. Sie haben meiner Haltung bis jetzt zumind. von der Kyphose gut getan und ich mache sie nun schon so lange ohne andere von mir wahrgenommene Verschlimmerung. Danach kann ich es dann ja umstellen. Außerdem habe ich gelesen, dass Skoliosen bis 30° (meine sieht mir vom Röntgen in etwa in dem Bereich aus, von dem was ich an anderen Fällen gesehen hab und über die Cobb-Winkelberechnung weiß) in den meisten Fällen im Erwachsenenalter sich kaum verändern.
Liebe Grüße
Cryonic
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Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo cryonic,
Ich sehe da jedenfalls keine OP Indikation, aber auch mir fehlt der Röntgenblick. Und deshalb kann ich rein online als Laie weder Ehrlichkeit noch positive Nachrichten anhand von Fotos anbringen, wenn das in so einer Situation wie bei Dir angefordert wird. Es wird immer vom Fragenden als verbindlich angesehen.
Beruhige Dich bitte, es besteht wirklich kein Anlass zur Panik.
Gruß
Klaus
Du gehst wirklich in eine völlig unnötige Panik-Stellung. Komm da bitte mal herunter und mach Dir klar, dass Dir solche Einschätzungen anhand von Bildern solange nichts nützen, bis eine kompetente Diagnose gestellt ist. Im Bild kypho 6 ist durch eine weitere gute Bild-Variante des nach vorn Beugens jetzt eine deutliche Hyperkyphose zu sehen. Das heißt nichts anderes, als dass Du völlig richtig mit Dr. Wilke zur konkreten Abklärung liegst.Was sagst du zu den neuen Bildern? Ehrlichkeit ist mir lieber als falscher Trost, allerdings kann ich positive Nachrichten grad natürlich auch gut vertragen.
......Ich weiß ich sollte nicht hetzen, immerhin ist es nett genug, dass du dir Zeit für die Probleme eines fremden Menschens nimmst, trotzdem sitze ich ein bisschen auf Kohlen.
Ich sehe da jedenfalls keine OP Indikation, aber auch mir fehlt der Röntgenblick. Und deshalb kann ich rein online als Laie weder Ehrlichkeit noch positive Nachrichten anhand von Fotos anbringen, wenn das in so einer Situation wie bei Dir angefordert wird. Es wird immer vom Fragenden als verbindlich angesehen.
Beruhige Dich bitte, es besteht wirklich kein Anlass zur Panik.
Gruß
Klaus
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Klaus,
du hast Recht, das liegt halt irgendwie in meiner Natur. Es wäre auch einfacher für mich selbst, wenn ich es schaffen würde, dann mal herunterzukommen. Ich nehme an, dass in einer Situation wie der meinigen auch gute Hoffnungen bestehen, dass ich mein Leben mit der entsprechenden Behandlung und Beratung normal weiterleben kann, ohne in 10 oder 20 Jahren vor Schmerzen umzufallen oder komplett meinen Lebensplan umzuwerfen. Wenn du "deutliche Hyperkyphose" sagst, meinst du damit, dass es nach einem recht hohen Winkel aussieht? Ich hoffe so schlimm ist es nicht, vermutlich hätte man das dann auch schon auf den anderen Fotos wahrnehmen können.
Aus den anderen Threads konnte ich es leider nicht herauslesen, aber empfiehlt Herr Dr. Wilke auch regional ansässige ambulante Schroth Therapeuten, oder ist die Reha die einzige Möglichkeit sich um seinen Rücken zu kümmern? Meine Skoliose hast du ja evtl. auf den Röntgenaufnahmen und meinem Bild von hinten sehen können. Sind Korsette etwas, was in Fällen wie meinen fast automatisch verschrieben wird, oder wird in solchen Fällen auch manchmal von Korsetten abgesehen und zunächst nur überwacht, ob die Situation sich bei Schroth KG trotzdem verschlechtert?
Generell finde ich auch schwierig alle Informationen aus dem Internet zu diesem ganzen Thema unter einen Hut zu bringen. Oftmals steht geschrieben, dass die Verknöcherung der Wirbelsäule nach dem Wachstum solche nicht zu stark ausgeprägten Fälle im Regelfall hält. Andererseits scheint hier im Forum eher nach der Annahme herangegangen zu werden, dass eine Verschlechterung auch bei nicht so starken Fällen unumgänglich ist. Das scheint wohl alles sehr individuell zu sein, aber was ist dann tatsächlich der Regelfall? Sind solche Infos wie "<30° werden Skoliosen im Erwachsenenalter meist nicht schlechter" dann überhaupt etwas wert?
Liebe Grüße
Cryonic
du hast Recht, das liegt halt irgendwie in meiner Natur. Es wäre auch einfacher für mich selbst, wenn ich es schaffen würde, dann mal herunterzukommen. Ich nehme an, dass in einer Situation wie der meinigen auch gute Hoffnungen bestehen, dass ich mein Leben mit der entsprechenden Behandlung und Beratung normal weiterleben kann, ohne in 10 oder 20 Jahren vor Schmerzen umzufallen oder komplett meinen Lebensplan umzuwerfen. Wenn du "deutliche Hyperkyphose" sagst, meinst du damit, dass es nach einem recht hohen Winkel aussieht? Ich hoffe so schlimm ist es nicht, vermutlich hätte man das dann auch schon auf den anderen Fotos wahrnehmen können.
Aus den anderen Threads konnte ich es leider nicht herauslesen, aber empfiehlt Herr Dr. Wilke auch regional ansässige ambulante Schroth Therapeuten, oder ist die Reha die einzige Möglichkeit sich um seinen Rücken zu kümmern? Meine Skoliose hast du ja evtl. auf den Röntgenaufnahmen und meinem Bild von hinten sehen können. Sind Korsette etwas, was in Fällen wie meinen fast automatisch verschrieben wird, oder wird in solchen Fällen auch manchmal von Korsetten abgesehen und zunächst nur überwacht, ob die Situation sich bei Schroth KG trotzdem verschlechtert?
Generell finde ich auch schwierig alle Informationen aus dem Internet zu diesem ganzen Thema unter einen Hut zu bringen. Oftmals steht geschrieben, dass die Verknöcherung der Wirbelsäule nach dem Wachstum solche nicht zu stark ausgeprägten Fälle im Regelfall hält. Andererseits scheint hier im Forum eher nach der Annahme herangegangen zu werden, dass eine Verschlechterung auch bei nicht so starken Fällen unumgänglich ist. Das scheint wohl alles sehr individuell zu sein, aber was ist dann tatsächlich der Regelfall? Sind solche Infos wie "<30° werden Skoliosen im Erwachsenenalter meist nicht schlechter" dann überhaupt etwas wert?
Liebe Grüße
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Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Cryonic,
Dann ist es so, dass eine stationäre Schroth REHA der Ausgangspunkt für die Schroth Therapie sein sollte, weil man in der Regel nur so richtig Schroth lernen kann. Die Übungen werden dann zuhause weitergemacht und gelegentlich vom ambulanten Schroth Therapeuten überprüft. Auch vor einer REHA (Wartezeit) macht es Sinn, Schroth KG bei einem Schroth Therapeuten kennenzulernen.
Bei einer Schroth REHA kann je nach ganz individueller Situation das Korsett als weitere Möglichkeit der Behandlung gesehen werden.
Dann gibt es die fixierte Struktur aus Muskeln, Bänder und Sehnen. Hier spielen die Begriffe Fehlstellung und Fehlhaltung eine ganz große Rolle. Es gehört zur Untersuchung, den Anteil von Fehlhaltung einzuschätzen, weil der relativ einfach zu korrigieren geht. Eine solche Fixierung ist aber leider nicht automatisch damit verbunden, dass sich nichts mehr verschlechtern kann! Gerade in einer solchen Situation ist die Gefahr besonders groß, nämlich durch falsche Alltagsbewegungen und insbesondere falsches Muskeltraining (in welcher Form auch immer).
Hier kommt es ganz darauf an, ob aktuell Beschwerden vorhanden sind und wenn nicht, ob trotzdem eine Vorbeugung betrieben wird. Es ist leider so, dass Beschwerden erst viel später auftauchen bzw. sich erst ganz allmählich entwickeln können. Ich kann abwarten (es geht nicht um Wochen, sondern um viele Monate oder Jahre !) oder dem gleich vorbeugen. Da solche zunehmenden Beschwerden auch ein Indiz für eine Verschlimmerung der Fehlstellung/haltung sind, habe ich aber kostbare Zeit verloren. Mit dem Alter geht auch die Prozentzahl der Chancen zurück. Positiver ausgedrückt, eine Verbesserung der Situation kann einfach länger dauern.
Gruß
Klaus
Das heißt nur, dass ich da eine sehe. Mehr nicht!Wenn du "deutliche Hyperkyphose" sagst, meinst du damit, dass es nach einem recht hohen Winkel aussieht?
Also zunächst mal empfiehlt Dr. Wilke, nach den Erfahrungsberichten zu urteilen, häufig wohl Spiraldynamik, wie das mit Schroth ist, ist für mich nicht ganz klar.Aus den anderen Threads konnte ich es leider nicht herauslesen, aber empfiehlt Herr Dr. Wilke auch regional ansässige ambulante Schroth Therapeuten, oder ist die Reha die einzige Möglichkeit sich um seinen Rücken zu kümmern?
Dann ist es so, dass eine stationäre Schroth REHA der Ausgangspunkt für die Schroth Therapie sein sollte, weil man in der Regel nur so richtig Schroth lernen kann. Die Übungen werden dann zuhause weitergemacht und gelegentlich vom ambulanten Schroth Therapeuten überprüft. Auch vor einer REHA (Wartezeit) macht es Sinn, Schroth KG bei einem Schroth Therapeuten kennenzulernen.
Ein Korsett wird immer nur nach entsprechender Diagnose verordnet bzw. empfohlen! Diese Diagnose gibt es bei Dir aber noch nicht.Sind Korsette etwas, was in Fällen wie meinen fast automatisch verschrieben wird, oder wird in solchen Fällen auch manchmal von Korsetten abgesehen und zunächst nur überwacht, ob die Situation sich bei Schroth KG trotzdem verschlechtert?
Bei einer Schroth REHA kann je nach ganz individueller Situation das Korsett als weitere Möglichkeit der Behandlung gesehen werden.
Also von regelrechter Verknöcherung kann man eigentlich nur sprechen, wenn sich zwischen einzelnen Wirbeln Knochenspangen gebildet haben, sozusagen eine natürliche Gegenwehr des Körpers. An den Stellen kann sich nichts mehr verschlechtern.Oftmals steht geschrieben, dass die Verknöcherung der Wirbelsäule nach dem Wachstum solche nicht zu stark ausgeprägten Fälle im Regelfall hält.
Dann gibt es die fixierte Struktur aus Muskeln, Bänder und Sehnen. Hier spielen die Begriffe Fehlstellung und Fehlhaltung eine ganz große Rolle. Es gehört zur Untersuchung, den Anteil von Fehlhaltung einzuschätzen, weil der relativ einfach zu korrigieren geht. Eine solche Fixierung ist aber leider nicht automatisch damit verbunden, dass sich nichts mehr verschlechtern kann! Gerade in einer solchen Situation ist die Gefahr besonders groß, nämlich durch falsche Alltagsbewegungen und insbesondere falsches Muskeltraining (in welcher Form auch immer).
Du sagst es, das ist alles sehr individuell. Immerhin gibt es auch Leute, die mit höheren Graden keine Probleme haben und möglicherweise auch nie bekommen werden. Die < 30 Grad (aber auch < 20 Grad) bei Skoliose sind Anhaltspunkte, mehr nicht.Andererseits scheint hier im Forum eher nach der Annahme herangegangen zu werden, dass eine Verschlechterung auch bei nicht so starken Fällen unumgänglich ist. Das scheint wohl alles sehr individuell zu sein, aber was ist dann tatsächlich der Regelfall? Sind solche Infos wie "<30° werden Skoliosen im Erwachsenenalter meist nicht schlechter" dann überhaupt etwas wert?
Hier kommt es ganz darauf an, ob aktuell Beschwerden vorhanden sind und wenn nicht, ob trotzdem eine Vorbeugung betrieben wird. Es ist leider so, dass Beschwerden erst viel später auftauchen bzw. sich erst ganz allmählich entwickeln können. Ich kann abwarten (es geht nicht um Wochen, sondern um viele Monate oder Jahre !) oder dem gleich vorbeugen. Da solche zunehmenden Beschwerden auch ein Indiz für eine Verschlimmerung der Fehlstellung/haltung sind, habe ich aber kostbare Zeit verloren. Mit dem Alter geht auch die Prozentzahl der Chancen zurück. Positiver ausgedrückt, eine Verbesserung der Situation kann einfach länger dauern.
Gruß
Klaus
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Klaus,
danke für deine ausführlichen Antworten!
Mich verwirrt etwas ein bisschen: wenn Schroth KG fast von allen hier einstimmig als die beste Möglichkeit, seiner Wirbelsäule mittels KG zu helfen, geht, wieso stehen dann Experten in der Liste, welche diese selten oder garnicht mit einplanen? Die Expertenliste hier stammt ja nun auch aus Leuten von hier, wo ja darüber schon ein gewisser Konsens herrscht. Umso schwieriger wird das ganze ja dadurch, dass diese Ärzte teils ja wirklich sehr unterschiedliche Einstellungen zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten haben, und man selbst nur Laie ist. Wenn Dr. Wilke bspw. ein Gegner der Erwachsenenkorsetttherapie wäre, ich aber ein Korsett wollen sollte, hab ich ja eigentlich nur die Wahl, einem anderen Arzt mehr zu glauben. Ich finde die derzeitige Forschungssituation und medizinische Versorgung diesbezüglich wirklich eine Schande. Man kann es natürlich keinem zum Vorwurf machen, dass er bestimmte Therapien aus Überzeugung ablehnt, wenn die Medizin hier nicht genug belastbare Langzeituntersuchungen bietet. Aber dass dann letztenendes der Patient eine Entscheidung über etwas treffen muss, was ihm als Laien kaum wirklich möglich ist, ist schon sehr unglücklich.
Wie stellen Ärzte eigentlich die von dir genannte Differenz zwischen Haltung und Stellung fest?
Gibt es eigentlich Statistiken zum Verlauf solcher Rückenkrankheiten? So oft wie ich lese, dass sich die ausgewachsene Hyperkyphose und Skoliose meist nicht mehr verändert wäre das ja schon ganz interessant, wie sich dies bei normal sportlichen Menschen verhält. In diesem Forum ist das natürlich klar, wie der Eindruck diesbzgl. wird, da Leute dann Hilfe suchen, wenn sie wirklich Probleme haben. Gerade mich, als jmd. der fast noch am Anfang seines Lebens steht, interessiert das natürlich sehr. Und es wird natürlich umso interessanter, je öfter man liest, dass die direkten Kausalitäten von Wirbelsäulendeformitäten und Schmerzen auch nicht wirklich geklärt sind.
Ich muss sagen, dass ich auch sehr nachvollziehen kann, dass du keine Winkeleinschätzungen abgibst, auch wenn andere hier das ja manchmal tun (und auch wenn ich mich über einen vermutlichen Bereich freuen würde xD, egal wie breit er auch wäre). Jetzt da ich selbst hier mal nach Fällen schaue und versuche diese mit meinem optisch zu vergleichen, komme ich jeden Tag zu einem anderen Schluss. Manchmal sehe ich eine 55° Hyperkyphose und denke "ja, so sieht das bei mir auch aus, oder nur minimal schlechter". Dann sehe ich ein anderes Bild, was mir auch fast wie eine solche aussieht, und wo ich mir denke, dass meine fast noch schlechter aussieht, und das ist dann eine 75° Hyperkyphose. Vielleicht ist mein Auge einfach auch nicht besonders geschult, was das angeht, aber ich kann mir vorstellen, wie die Diskrepanz zwischen Röntgen und äußerlicher Optik also sein kann. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, wieso ich einfach den OP Gedanken nicht vergessen kann. Alleine die Möglichkeit löst mir da schon das kalte Grauen aus, und die Wartezeit ist einfach so lang.
Liebe Grüße
Cryonic
danke für deine ausführlichen Antworten!
Mich verwirrt etwas ein bisschen: wenn Schroth KG fast von allen hier einstimmig als die beste Möglichkeit, seiner Wirbelsäule mittels KG zu helfen, geht, wieso stehen dann Experten in der Liste, welche diese selten oder garnicht mit einplanen? Die Expertenliste hier stammt ja nun auch aus Leuten von hier, wo ja darüber schon ein gewisser Konsens herrscht. Umso schwieriger wird das ganze ja dadurch, dass diese Ärzte teils ja wirklich sehr unterschiedliche Einstellungen zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten haben, und man selbst nur Laie ist. Wenn Dr. Wilke bspw. ein Gegner der Erwachsenenkorsetttherapie wäre, ich aber ein Korsett wollen sollte, hab ich ja eigentlich nur die Wahl, einem anderen Arzt mehr zu glauben. Ich finde die derzeitige Forschungssituation und medizinische Versorgung diesbezüglich wirklich eine Schande. Man kann es natürlich keinem zum Vorwurf machen, dass er bestimmte Therapien aus Überzeugung ablehnt, wenn die Medizin hier nicht genug belastbare Langzeituntersuchungen bietet. Aber dass dann letztenendes der Patient eine Entscheidung über etwas treffen muss, was ihm als Laien kaum wirklich möglich ist, ist schon sehr unglücklich.
Wie stellen Ärzte eigentlich die von dir genannte Differenz zwischen Haltung und Stellung fest?
Gibt es eigentlich Statistiken zum Verlauf solcher Rückenkrankheiten? So oft wie ich lese, dass sich die ausgewachsene Hyperkyphose und Skoliose meist nicht mehr verändert wäre das ja schon ganz interessant, wie sich dies bei normal sportlichen Menschen verhält. In diesem Forum ist das natürlich klar, wie der Eindruck diesbzgl. wird, da Leute dann Hilfe suchen, wenn sie wirklich Probleme haben. Gerade mich, als jmd. der fast noch am Anfang seines Lebens steht, interessiert das natürlich sehr. Und es wird natürlich umso interessanter, je öfter man liest, dass die direkten Kausalitäten von Wirbelsäulendeformitäten und Schmerzen auch nicht wirklich geklärt sind.
Ich muss sagen, dass ich auch sehr nachvollziehen kann, dass du keine Winkeleinschätzungen abgibst, auch wenn andere hier das ja manchmal tun (und auch wenn ich mich über einen vermutlichen Bereich freuen würde xD, egal wie breit er auch wäre). Jetzt da ich selbst hier mal nach Fällen schaue und versuche diese mit meinem optisch zu vergleichen, komme ich jeden Tag zu einem anderen Schluss. Manchmal sehe ich eine 55° Hyperkyphose und denke "ja, so sieht das bei mir auch aus, oder nur minimal schlechter". Dann sehe ich ein anderes Bild, was mir auch fast wie eine solche aussieht, und wo ich mir denke, dass meine fast noch schlechter aussieht, und das ist dann eine 75° Hyperkyphose. Vielleicht ist mein Auge einfach auch nicht besonders geschult, was das angeht, aber ich kann mir vorstellen, wie die Diskrepanz zwischen Röntgen und äußerlicher Optik also sein kann. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, wieso ich einfach den OP Gedanken nicht vergessen kann. Alleine die Möglichkeit löst mir da schon das kalte Grauen aus, und die Wartezeit ist einfach so lang.
Liebe Grüße
Cryonic
- Força
- Vielschreiber

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- Registriert: Mo, 05.11.2012 - 14:40
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: 56 ° th.l Skoliose sowie 60° Hyperlordose und 1° Kyphose ^^
- Therapie: seit '12 cctec Erwachsenenkorsett, viel Kombi von Physio beim Therapeuten als auch daheim.
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Cryonic, das hast du vortrefflich formuliert. Insbesondere bei Fehlstellungen der Wirbelsäule scheinen die Meinungen der Orthopäden weit auseinander zu gehen.Cryonic hat geschrieben:
Mich verwirrt etwas ein bisschen: wenn Schroth KG fast von allen hier einstimmig als die beste Möglichkeit, seiner Wirbelsäule mittels KG zu helfen, geht, wieso stehen dann Experten in der Liste, welche diese selten oder garnicht mit einplanen? Die Expertenliste hier stammt ja nun auch aus Leuten von hier, wo ja darüber schon ein gewisser Konsens herrscht. Umso schwieriger wird das ganze ja dadurch, dass diese Ärzte teils ja wirklich sehr unterschiedliche Einstellungen zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten haben, und man selbst nur Laie ist. Wenn Dr. Wilke bspw. ein Gegner der Erwachsenenkorsetttherapie wäre, ich aber ein Korsett wollen sollte, hab ich ja eigentlich nur die Wahl, einem anderen Arzt mehr zu glauben. Ich finde die derzeitige Forschungssituation und medizinische Versorgung diesbezüglich wirklich eine Schande. Man kann es natürlich keinem zum Vorwurf machen, dass er bestimmte Therapien aus Überzeugung ablehnt, wenn die Medizin hier nicht genug belastbare Langzeituntersuchungen bietet. Aber dass dann letztenendes der Patient eine Entscheidung über etwas treffen muss, was ihm als Laien kaum wirklich möglich ist, ist schon sehr unglücklich.
Meiner Ansicht nach kommt das zum großen Teil auch daher dass man die genaue Ursache nicht kennt.
Die meisten kennen eine Skoliosetherapie und langfristige Behandlung nur aus Empfehlung und Büchern. Studien hierzu sind sehr schwierig.
Nach "Lehrbuch" bedeutet das: KG und bei einem Cobb Winkel von über 20 Grad im Wachstum: Korsett. Ab einem gewissen Krümmungsgrad: Versteifung. Da viele meinen Kinder und Jugendliche schaffen es nicht genügend Physiotherapie zu machen oder das Korsett regelmäßig zu tragen ziehen sie die Versteifung vor. Das Ergebnis ist natürlich schneller da. Die Folgen hiervon jedoch nicht absehbar.
Ein großes Problem ist auch: nicht alle Korsettbauer gut korrigierende Korsetts. Der Durchschnitt bekommt bei einem typischen Skoliosekrümmungsmuster noch gute Korrekturen hin (lumbal und tho.l mit einer großen Primärkrümmung sind meist deutlich leichter zu korrigieren als Double Major also zwei große Krümmungen, oder auch besonders eine hochthorakale Verbiegung. Bei Kyphosen fehlen mir bei "durchschnittlichen" Korsettbauern die Infos. Oftmals werden sie als die "Stiefmutter" von Skoliosen leider vernachlässigt und bekommen daher oft viel zu spät Beachtung. Die hier im Forum empfolenen Ärzte und Korsettbauer haben langjährige Erfahrungen sowohl mit Kyphosen als auch Skoliosen und haben auch bei schwierigen Krümmungsmustern gute Korrekturen erzielt.
--
Viele Orthopäden denken dass ein Erwachsenenkorsett nichts mehr bringt weil sie mit einer solchen Therapie keinerlei Erfahrung haben, sie nicht kennen und sich nicht mit beschäftigt haben oder aber glauben dass bei Beendigung des Wachstums auch der Sinn für ein Korsett nicht mehr vorhanden ist. Andere wiederrum haben erkannt dass - je nach Ausgangssituation beim Patienten - sehr wohl noch was geht, denn die Verfestigung passiert ja nicht von heute auf morgen. Manche sind schon mit 17 sehr unbeweglich, andere mit Mitte 20 noch nicht. Dies kann jedoch meist nur ein sehr erfahrener Arzt einschätzen, und auch die Ziele sind unterschiedlich. Der eine hofft so auf Schmerzfreiheit der andere auf tatsächliche Krümmungsreduzierung. Da die Ursachen von Skoliose und Kyphose ja auch nicht eindeutig geklärt sind ist es wohl so dass bei einem eine Korsettherapie sehr förderlich ist und beim anderen nicht sinnvoll.
Häufig ist ein Argument dagegen natürlich die Compliance, sprich: Tragezeiten. Viele Operateure argumentieren mit der Psyche die ja angeblich schwer drunter leidet und sehen eine Versteifung daher als geringeres Übel an. Da die Langzeitfolgen einer solchen Fusion jedoch oftmals nicht an der Wirbelsäule auftreten sondern sich in Hüftschäden, Arthrose in den Knien oder ähnliches äußern und das meist auch erst 10 Jahre später oder mehr verbinden viele dies nicht mit einer Versteifung und halten diese deshalb als die beste Option. Manche wollen schon sehr früh, bei teilweise 20 Grad Cobb operieren, zb wenn diese lumbal liegt, andere finden es besser bis Abschluss des Wachstums zu warten. Auch spielen viele andere Faktoren eine Rolle wie Krümmungsmuster und Rotation, Lotabweichung, geg. Organschäden, Schmerzen/Beschwerden. Bei Hyperkyphose mag es da (noch) andere Ansätze geben. Mir scheint dass bei einem Rundrücken im Erwachsenenalter noch eher etwas dagegen getan werden kann als bei Skoliose bzw dass hier Physiotherapie gute Erfolge erzielen kann.
Jedoch: auch nicht jeder Physiotherapeut kennt sich gut mit Skoliosen/Kyphosen aus aus. Ein Physio der Schroth zwar auf einer Fortbildung gelernt hat aber nicht wirklich viel Erfahrung wird insbesondere bei unüblichen Krümmungsmustern Schwierigkeiten haben es richtig einzuschätzen und anzuleiten.
Einer Freundin von mir ering es selbst auf Reha so dass sie jedes Mal in eine andere Gruppe kam und ein paar Übungen mal machen, mal nich machen sollte. Sie hatte eine Kyphoskoliose mit ungewöhnlichem Krümmungsmuster. Nochmal zu Physiotherapeuten: Die Ausbildungsförderung lässt meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Das meißte muss selbst bezahlt werden, die Summen hierfür sind enorm und die Vergütung lässt schwer zu wünschen übrig. Deshalb gibt es so gravierende Unterschiede zwischen Physiotherapeut und Physiotherapeut. Nur wer sich wirkich eigenständig explizit mit Skoliose und Kyphose befasst und aus eigener Tasche Schulungen und Förderungen bezahlt kann uns gut helfen. Da das aber ein so Miniteiaspekt der Ausbildung und auch Fortbildung ist kommt dies oft zu kurz.
Nun zu Spiraldynamik versus Schroth - mein persönlicher und individueller Eindruck: Wilke lehnt Schroth nicht ab, er persönlich setzt nur eher auf ein "Pferd" welches die Elemente des Schroths beinhaltet jedoch "altagstauglicher" ist, dh die Bewegungen beim Sitzen, Stehen Gehen sollen verändert werden und nicht nur statisch an .zb der Sprossenwand. Spiraldynamik ist ebenso dreidimensional orientiert. Wer Schroth gut kennt wird sehr viele Parallelen finden. http://www.spiraldynamik.com/pdf/Skolio ... metrie.pdf
Das sind alles schon viele Faktoren. Das alles zu vergleichen ist schier unmögich. Man müsste zb Patienten mit ähnlichen Krümmungsmustern und Krankheitsverläufen direkt zueinander vergleichen. Da aber auch Korsett nicht gleich Korsett ist und man meist nicht überprüfen kann wer wie lange /Tag Korsett trägt und Physiotherapie macht ist es einfach unmöglich wirklich vergleichen zu können. Auch wird nur ein guter Skoliosespezialist um die Wichtigkeit des sagittalen Profiles wissen und Lotabweichung, Rotation etc. sind auch genauso wichtige Indikatoren für eine Einschätzung und Vergleich, nicht nur der Krümmungswinkel. Eine Wirbelsäulenverkrümmung ist ja dreidimensional.
Auch Beschwerden sind nicht vom Krümmungsgrad ablesbar. Z. B. kann eine doppelbögige Skoliose weitaus weniger Schwierigkeiten machen als eine hochthorakale einbögige mit starkem Überhang. Bei ersterer mag man auch als Erwachsener gut klarkommen und es verschlechtert sich nicht mehr während bei zweiterer die Rotation von Jahr zu Jahr zunimmt und die Krümmung immer weiter nach unten "zieht", der Körper also immer mehr verdreht, denn er versucht ja auszugleichen um die Statik zu behalten.
Hier ist meiner Erfahrung nach vor allem die Eigenverantwortung eines jeden Betroffenen zielbringend. Man sollte immer alle konservativen Wege ausgeschöpft haben. Bei mir zb hat man sich aber geweigert mich noch konservativ zu behandeln, es bliebe mir einzig und allein die Versteifung. Erst Wilke bot mir einen alternativen Therapieplan an ohne mir zu viel zu versprechen. Ich wollte es probieren und auch wenn es äußert hart war so hat die Korsettherapie bei mir zusammen mit viel Physio speziell auf mich zugeschnitten sehr viel gebracht. Dies ist dem Einsatz von allen Beteilligten zu verdanken, dem Orthopäden aber auch dem Korsettbauer und Physiotherapeuten die sehr viel Einsatz gezeigt haben. Wenn der Patient selbst sich dies aber nicht erkämpft bzw nicht so dahinter ist wird er soweit gar nicht erst kommen.
Ich denke die verschiedenen Ansichten kommen also vor allem auf Grund der fehlenden Vergleiche, fehlenden Ursachenerkenntnis und bei den meisten Orthopäden auch ganz klar fehlender Einsatz/fehlendes Interesse zu Stande. Man muss dann aber auch sehen wie die gesetzliche Krankenkasse vergütet, dass gar nicht jeder Patient zb regelmäßig Physio verschrieben bekommt, ein Orthopäde nicht genügend Budget für die Rezeptausstellung zur Verfügung hat.
Willkommen im Dschungel
Ich hoffe mein "Aufsatzausflug" war ein klein wenig aufschlussreich. Das alles ist natürlich nur meine Sicht als Laie.
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Zunächst einmal danke für deine Antwort!
Wenn ich das lese frage ich mich natürlich auch, ob man eine Schroth Reha (+nachher und vorher ambulant) sinnvoll mit Spiraldynamik ambulant verbinden kann, vermutlich muss man hier doch vorab eine Entscheidung treffen, was man lieber machen will, oder?
Es ist aber schön zu hören, dass du noch deinen Weg gefunden hast!
Liebe Grüße
Cryonic
Ich hatte jetzt vom lesen das Gefühl, dass CCTec kaum bis garnicht Erwachsene mit Korsetten versorgt, weil hier anscheinend auch keine komplette Überzeugung diesbezüglich herrscht. Du scheinst dann wohl eine der Ausnahmen zu sein. Wie kam das?Força hat geschrieben: Viele Orthopäden denken dass ein Erwachsenenkorsett nichts mehr bringt weil sie mit einer solchen Therapie keinerlei Erfahrung haben, sie nicht kennen und sich nicht mit beschäftigt haben oder aber glauben dass bei Beendigung des Wachstums auch der Sinn für ein Korsett nicht mehr vorhanden ist. Andere wiederrum haben erkannt dass - je nach Ausgangssituation beim Patienten - sehr wohl noch was geht, denn die Verfestigung passiert ja nicht von heute auf morgen.
Du bist also selbst ebenfalls ein Patient von Dr. Wilke, wie ich da herauslese. Nach Therapieangabe hast du aber Schroth gemacht, das war aber wohl vor Dr. Wilke? Welche Physiotherapie machst du denn jetzt, und welche Pro/Kontra Argumente gibt es da, sich für das eine oder das andere zu entscheiden? Von Spiraldynamik hab ich hier bis jetzt noch nichts gelesen, vom Schrothen aber in jedem 2. Post. Das kommt doch nicht von ungefähr, oder? UndForça hat geschrieben: Nun zu Spiraldynamik versus Schroth - mein persönlicher und individueller Eindruck: Wilke lehnt Schroth nicht ab, er persönlich setzt nur eher auf ein "Pferd" welches die Elemente des Schroths beinhaltet jedoch "altagstauglicher" ist, dh die Bewegungen beim Sitzen, Stehen Gehen sollen verändert werden und nicht nur statisch an .zb der Sprossenwand. Spiraldynamik ist ebenso dreidimensional orientiert. Wer Schroth gut kennt wird sehr viele Parallelen finden. http://www.spiraldynamik.com/pdf/Skolio ... metrie.pdf
Wenn ich das lese frage ich mich natürlich auch, ob man eine Schroth Reha (+nachher und vorher ambulant) sinnvoll mit Spiraldynamik ambulant verbinden kann, vermutlich muss man hier doch vorab eine Entscheidung treffen, was man lieber machen will, oder?
Ich hoffe du willst mir damit keine Angst machen, meine ist nämlich eher thorakal und zumind. laut meinen alten+schlechten Röbis nur einbogig xD. Als würde mir die Hyperkyphose nicht schon reichen...Força hat geschrieben: Auch Beschwerden sind nicht vom Krümmungsgrad ablesbar. Z. B. kann eine doppelbögige Skoliose weitaus weniger Schwierigkeiten machen als eine hochthorakale einbögige mit starkem Überhang. Bei ersterer mag man auch als Erwachsener gut klarkommen und es verschlechtert sich nicht mehr während bei zweiterer die Rotation von Jahr zu Jahr zunimmt und die Krümmung immer weiter nach unten "zieht", der Körper also immer mehr verdreht, denn er versucht ja auszugleichen um die Statik zu behalten.
Ja, beim Durchhalten muss der Patient natürlich selber was machen. Nur die eigene Entscheidung einer Behandlungsmethode, das sehe ich momentan so als Problem. Natürlich werde ich mich für irgendwas entscheiden müssen, wenn ich bei Dr. Wilke bin, aber dass so eine Diskrepanz und Uneinigkeit herrscht, die für Patienten eigentlich nicht entwirrbar ist, ist eine katastrophale Situation. Ich kann ja noch so viel lesen, aber im Internet werde ich zu fast jeder Behandlungsmethode Anhänger finden und wenn ich dann drinstecke verstreicht für mich eventuell sinnvolle Zeit, weil keiner mir vorher genau sagen konnte, was ich wirklich tun sollte. Das erschlägt einen doch sehr. Und man weiß: selbst wenn man beim Arzt war, und der Spezialist ist, könnte man sogar zum nächsten Spezialisten gehen und würde trotzdem etwas anderes hören. Gerade in der Schulmedizin sollte es meines Erachtens eigentlich nicht so extrem sein. Hoffen wir da mal auf eine bessere Zukunft, und wenn auch nur für nachfolgende Generationen!Força hat geschrieben: Hier ist meiner Erfahrung nach vor allem die Eigenverantwortung eines jeden Betroffenen zielbringend. Man sollte immer alle konservativen Wege ausgeschöpft haben. Bei mir zb hat man sich aber geweigert mich noch konservativ zu behandeln, es bliebe mir einzig und allein die Versteifung. Erst Wilke bot mir einen alternativen Therapieplan an ohne mir zu viel zu versprechen. Ich wollte es probieren und auch wenn es äußert hart war so hat die Korsettherapie bei mir zusammen mit viel Physio speziell auf mich zugeschnitten sehr viel gebracht. Dies ist dem Einsatz von allen Beteilligten zu verdanken, dem Orthopäden aber auch dem Korsettbauer und Physiotherapeuten die sehr viel Einsatz gezeigt haben. Wenn der Patient selbst sich dies aber nicht erkämpft bzw nicht so dahinter ist wird er soweit gar nicht erst kommen.
Es ist aber schön zu hören, dass du noch deinen Weg gefunden hast!
Liebe Grüße
Cryonic
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- Therapie: seit '12 cctec Erwachsenenkorsett, viel Kombi von Physio beim Therapeuten als auch daheim.
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
cctec ist einer der wenigen Korsettbauer die neben Rahmouni Erwachsenenkorsetts herstellen es ist also genau anders herum. Diese bekommt man aber nur unter sehr bestimmten Umständen noch als Erwachsener, das sollte immer abgeklärt werden. Es kann gut sein dass Wilke dir viel Physio verschreibt. Wichtig ist : abwarten, nicht reinsteigern. Und dann nochmal sortieren und fokusieren wenn du Fakten und nicht Mutmaßungen zur Verfügung hast. Bis dahin würde ich alles allgemein halten und mich einfach mit der ganzen Thematik peu a peu beschäftigen ohne es aber bitte zu übertreiben.
Mich persönlich darfst du als Vergleich überhaupt nicht nehmen weil bei mir die Ursache meiner Skoliose bekannt ist und ich ganz andere Diagnosen habe als die meisten. Ich mache alles mögliche und finde bei Skoliose und Rundrücken sowohl Schroth als auch Spiraldynamik sehr hilfreich. Auch war überhaupt nichts auf dich speziell gemünzt sondern sollte vielmehr als Überblick über die Ursachen der Ungleichheit in Ansichten und Herangehensweise in der Behandlung dienen. Bitte warte bei dir den Termin ab bevor du noch wild spekulierst. (Dein Einsatz in allen Ehren, sowas wird zu einem späteren Zeitpunkt sicher auch sehr dienlich werden
)
Warum man hier nur von Schroth liest ist ganz einfach: Diese Therapie exisiert quasi seit 1921 deshalb ist das natürlich auch weitaus verbreiteter und es gibt mehr Erfahrung hierzu. Auch sind hier im Forum beileibe nicht viele aktive Schreiber. Eine Freundin von mir mit Kyphoskoliose macht Spiraldynamik und es hilft ihr sehr gut. Sie hat auch schon mehrere Schroth Kuren hinter sich. Sie ist auch bei Wilke. Hier posten tut sie aber nicht aber vielleicht macht sie das ja mal. Ansonsten frag einfach Wilke direkt, der war auch mal kurz stellv. Chefarzt bei der Katharina Schroth Klinik und leht dieses ja nicht ab, baut als junger Arzt nur eben auf eine Weiterentwickung die noch nicht so lange exisiert und eben den Bewegungsfluss mit einbezieht.
Ich denke Menschen die sowohl Schroth als auch Spiraldynamik kennen merken sehr schnell dass es sich vom Grundsatz in vielem sehr ähnelt und behandeln es nicht wie Äpfel und Birnen sondern zwei verschiedene Rebsorten bei der Spiraldynamik die neuere Züchtung ist die von der anderen weiterentwickelt wurde und ein paar andere Faktoren mit drinnen hat (weg von starren und statischen Bewegungsabläufen hin zu fliessenden Bewegungen) während die andere natürlich auch weiterentwickelt wird
Schneller lernen tut man sicherlich Schroth - WENN man eine Genehmigung für eine Reha erhält. Spiraldynamik hingegen lässt sich auch daheim, auf Arbeit, im Alltag integrieren und ist daher praktikabler. Beides lässt sich auf jeden Fall hervorragend kombinieren. Tue ich, tut meine Freundin.
LG!
Mich persönlich darfst du als Vergleich überhaupt nicht nehmen weil bei mir die Ursache meiner Skoliose bekannt ist und ich ganz andere Diagnosen habe als die meisten. Ich mache alles mögliche und finde bei Skoliose und Rundrücken sowohl Schroth als auch Spiraldynamik sehr hilfreich. Auch war überhaupt nichts auf dich speziell gemünzt sondern sollte vielmehr als Überblick über die Ursachen der Ungleichheit in Ansichten und Herangehensweise in der Behandlung dienen. Bitte warte bei dir den Termin ab bevor du noch wild spekulierst. (Dein Einsatz in allen Ehren, sowas wird zu einem späteren Zeitpunkt sicher auch sehr dienlich werden
Warum man hier nur von Schroth liest ist ganz einfach: Diese Therapie exisiert quasi seit 1921 deshalb ist das natürlich auch weitaus verbreiteter und es gibt mehr Erfahrung hierzu. Auch sind hier im Forum beileibe nicht viele aktive Schreiber. Eine Freundin von mir mit Kyphoskoliose macht Spiraldynamik und es hilft ihr sehr gut. Sie hat auch schon mehrere Schroth Kuren hinter sich. Sie ist auch bei Wilke. Hier posten tut sie aber nicht aber vielleicht macht sie das ja mal. Ansonsten frag einfach Wilke direkt, der war auch mal kurz stellv. Chefarzt bei der Katharina Schroth Klinik und leht dieses ja nicht ab, baut als junger Arzt nur eben auf eine Weiterentwickung die noch nicht so lange exisiert und eben den Bewegungsfluss mit einbezieht.
Ich denke Menschen die sowohl Schroth als auch Spiraldynamik kennen merken sehr schnell dass es sich vom Grundsatz in vielem sehr ähnelt und behandeln es nicht wie Äpfel und Birnen sondern zwei verschiedene Rebsorten bei der Spiraldynamik die neuere Züchtung ist die von der anderen weiterentwickelt wurde und ein paar andere Faktoren mit drinnen hat (weg von starren und statischen Bewegungsabläufen hin zu fliessenden Bewegungen) während die andere natürlich auch weiterentwickelt wird
Schneller lernen tut man sicherlich Schroth - WENN man eine Genehmigung für eine Reha erhält. Spiraldynamik hingegen lässt sich auch daheim, auf Arbeit, im Alltag integrieren und ist daher praktikabler. Beides lässt sich auf jeden Fall hervorragend kombinieren. Tue ich, tut meine Freundin.
LG!
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Das mit der Kombinierung find ich schön. Die Möglichkeiten zu haben finde ich gut, und wenn sie irgendwie miteinander harmonieren ist es natürlich auch einfacher, das nicht nur als entweder-oder zu betrachten, und natürlich in sein Leben zu integrieren.
Wird Spiraldynamik ebenfalls stationär gelehrt? Falls es denn kompliziert ist, wie du meintest, stelle ich mir ja eine 20 min Sitzung nicht sehr produktiv vor.
Was CCTec angeht meinte ich übrigens auch nicht, dass sie das nicht tun, sondern dass ich irgendwo hier im Forum gelesen hab, dass es dort sehr viel weniger gemacht wird als bei der Rahmouni/Dr. Hoffmann Kombination.
Ich hoffe mein Einsatz wird mir helfen. Ich bin eigentlich schon ein Kämpfer, ich hab mich als Jugendlicher als Hänselopfer dick gefressen (Teufelskreis) und auch alles wieder runtergehungert und war so lang wie möglich wegen chronischen Depressionen in psychotherapeutischer Behandlung. Für meine jungen Jahre habe ich jedenfalls auch schon einiges auf dem (leider nicht nur metaphorischen) Buckel und auch geschafft bzw. teilweise überwunden. Mein einziges Problem ist mein großer Pessimismus, der mich zwar auch antreibt, aber auch alles etwas schwieriger aussehen lässt. Ich finde es schrecklich, etwas zu haben aber akut erstmal abwarten zu müssen, weil ich ein Macher bin. Wenn ich dann schon am Machen bin, ob es jetzt sowas wie ein Korsett oder auch nur eine Reha sein sollte, dann bin ich eigentlich viel ausgeglichener. Dinge zu tun ist für mich meistens einfacher, als ihnen entgegenzublicken.
Was das schreiben im Forum angeht, so kann ich es verstehen, wenn manche es nicht tun. Ich bin mir nicht sicher, wie ich es handhaben werde, wenn ich mich dann an meine Therapierung heranmache. Ich finde es schön, mich auszutauschen, aber ich neige auch dazu, dadurch meine Sorgen in den Mittelpunkt meines Lebens zu stellen. Ich bin eher die Sorte Mensch, die dann am besten mit ihren Problemen umgeht, wenn er nicht dauernd daran erinnert wird, dass es eins gibt. Das heißt nicht, dass ich dadurch faul werden würde, aber ich muss auch nicht immer extra an die Problematik, die Folgen, etc. erinnert werden. Das hilft meiner Motivation nur bedingt, aber versauert mir die Zeit bis dahin ein bisschen. Kann das jemand nachvollziehen? Ich finde es schwierig, das herüberzubringen, so wie ich es meine.
Liebe Grüße
Cryonic
Wird Spiraldynamik ebenfalls stationär gelehrt? Falls es denn kompliziert ist, wie du meintest, stelle ich mir ja eine 20 min Sitzung nicht sehr produktiv vor.
Was CCTec angeht meinte ich übrigens auch nicht, dass sie das nicht tun, sondern dass ich irgendwo hier im Forum gelesen hab, dass es dort sehr viel weniger gemacht wird als bei der Rahmouni/Dr. Hoffmann Kombination.
Ich hoffe mein Einsatz wird mir helfen. Ich bin eigentlich schon ein Kämpfer, ich hab mich als Jugendlicher als Hänselopfer dick gefressen (Teufelskreis) und auch alles wieder runtergehungert und war so lang wie möglich wegen chronischen Depressionen in psychotherapeutischer Behandlung. Für meine jungen Jahre habe ich jedenfalls auch schon einiges auf dem (leider nicht nur metaphorischen) Buckel und auch geschafft bzw. teilweise überwunden. Mein einziges Problem ist mein großer Pessimismus, der mich zwar auch antreibt, aber auch alles etwas schwieriger aussehen lässt. Ich finde es schrecklich, etwas zu haben aber akut erstmal abwarten zu müssen, weil ich ein Macher bin. Wenn ich dann schon am Machen bin, ob es jetzt sowas wie ein Korsett oder auch nur eine Reha sein sollte, dann bin ich eigentlich viel ausgeglichener. Dinge zu tun ist für mich meistens einfacher, als ihnen entgegenzublicken.
Was das schreiben im Forum angeht, so kann ich es verstehen, wenn manche es nicht tun. Ich bin mir nicht sicher, wie ich es handhaben werde, wenn ich mich dann an meine Therapierung heranmache. Ich finde es schön, mich auszutauschen, aber ich neige auch dazu, dadurch meine Sorgen in den Mittelpunkt meines Lebens zu stellen. Ich bin eher die Sorte Mensch, die dann am besten mit ihren Problemen umgeht, wenn er nicht dauernd daran erinnert wird, dass es eins gibt. Das heißt nicht, dass ich dadurch faul werden würde, aber ich muss auch nicht immer extra an die Problematik, die Folgen, etc. erinnert werden. Das hilft meiner Motivation nur bedingt, aber versauert mir die Zeit bis dahin ein bisschen. Kann das jemand nachvollziehen? Ich finde es schwierig, das herüberzubringen, so wie ich es meine.
Liebe Grüße
Cryonic
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Entschuldigung für den Doppelpost, ich kann ja leider nach einer Zeit den alten Post nicht mehr editieren.
Ich hatte hier vorher schon mal eine Frage gestellt, aber weil sie mich grad ein bisschen beschäftigt, möcht ich gern noch einmal fragen:
Durch meine Physiotherapie habe ich einige Übungen gelernt, die ich auch jetzt noch mache, die meine Hyperkyphose Haltung teilweise aufgerichtet haben. Allerdings nehmen diese keine erkennbare Rücksicht auf meine Skoliose (siehe http://img5.picload.org/image/ligwgda/dsc_0635.jpg, http://img5.picload.org/image/ligwgdo/dsc_0639.jpg).
Um sie mal kurz stichprobenartig zu beschreiben: Bei einer lege ich mich zb auf den Rücken und heb die Beine, welche ich 90° anwinkel, an, und halte sie so. Bei einer anderen lege ich mich auf den Bauch und drehe+strecke meine Arme so nach hinten, dass die Schultern nach hinten gezogen werden. Dabei hebe ich den Oberkörper ein Stück an und halte. Eigentlich sind es also erstmal recht harmlose Eigengewichtsübungen.
Wenn ich jetzt ganz laienhaft mein Skoliose Röbi so mit anderen Bildern im Internet vergleiche, gehe ich so von vllt. 30° aus, weiß es aber natürlich nicht. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich diese Übungen noch die über 3 Monate bis zu Dr. Wilke weitermachen soll, aber andererseits will ich auch nicht, dass mein Rücken ganz abschlafft und meine Hyperkyphose wieder stärker rauskommt. Wäre da über einen Tipp oder Beruhigung falls angebracht sehr dankbar. Ich nehme ja fast an, dass diese Art von Übungen in wenigen Monaten keinen großen Schaden anrichten kann, aber ich hab doch Angst davor, jetzt noch das falsche zu tun. Leider mache ich das ja nun schon 5 Jahre lang so.
Ich hatte hier vorher schon mal eine Frage gestellt, aber weil sie mich grad ein bisschen beschäftigt, möcht ich gern noch einmal fragen:
Durch meine Physiotherapie habe ich einige Übungen gelernt, die ich auch jetzt noch mache, die meine Hyperkyphose Haltung teilweise aufgerichtet haben. Allerdings nehmen diese keine erkennbare Rücksicht auf meine Skoliose (siehe http://img5.picload.org/image/ligwgda/dsc_0635.jpg, http://img5.picload.org/image/ligwgdo/dsc_0639.jpg).
Um sie mal kurz stichprobenartig zu beschreiben: Bei einer lege ich mich zb auf den Rücken und heb die Beine, welche ich 90° anwinkel, an, und halte sie so. Bei einer anderen lege ich mich auf den Bauch und drehe+strecke meine Arme so nach hinten, dass die Schultern nach hinten gezogen werden. Dabei hebe ich den Oberkörper ein Stück an und halte. Eigentlich sind es also erstmal recht harmlose Eigengewichtsübungen.
Wenn ich jetzt ganz laienhaft mein Skoliose Röbi so mit anderen Bildern im Internet vergleiche, gehe ich so von vllt. 30° aus, weiß es aber natürlich nicht. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich diese Übungen noch die über 3 Monate bis zu Dr. Wilke weitermachen soll, aber andererseits will ich auch nicht, dass mein Rücken ganz abschlafft und meine Hyperkyphose wieder stärker rauskommt. Wäre da über einen Tipp oder Beruhigung falls angebracht sehr dankbar. Ich nehme ja fast an, dass diese Art von Übungen in wenigen Monaten keinen großen Schaden anrichten kann, aber ich hab doch Angst davor, jetzt noch das falsche zu tun. Leider mache ich das ja nun schon 5 Jahre lang so.
- Klaus
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Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Cryonic,
Der einzige Unterschied liegt doch nur bei Dr. Wilke und da auch nur bei seiner Bevorzugung der Spiraldynamik. Ich bin mir aber sicher, dass ein Patient mit dem Wunsch nach einer stationären Schroth REHA auch von ihm per Antrag unterstützt wird. Das muss man beim Besuch auch deutlich machen. Immerhin war er ja beim Jubiläum der Schroth Klinik in Bad Sobernheim dabei.
Eine Schroth REHA hat übrigens den großen Vorteil, dass man sich intensiv mit Dir beschäftigt und Du Dich ebenfalls mit Dir. Und das von morgens bis abends über 3-4 Wochen. Dazu kommt der Kontakt mit anderen und deren Erfahrungen, was man nicht unterschätzen sollte. Spiraldynamik gibt es in dieser Form nicht.
Ausserdem ist so eine REHA finanziell gesehen überhaupt kein Problem. Bei 10 € pro Tag Zuzahlung kann man die entsprechenen Kosten zuhause abziehen und steht bei einer Befreiung der Zuzahlung sogar besser da.
Über Spiraldynamik würde ich dann erst einmal nicht nachdenken, denn es sollte wenigstens ersteinmal Schroth als eine Methode vollständig durchgezogen werden. Damit hat man genug zu tun! Erst wenn das nicht weiterbringt, wären andere Methoden angebracht.
Du kannst auch gleich mit Spiraldynamik anfangen, die Entscheidung darüber kann Dir sowieso keiner abnehmen, das ist bei einem Korsett genau das gleiche. Nur ist es leider in der Realität nicht so leicht, einen entsprechenden Spiraldynamik-Therapeuten zu finden, der ein Rezept (Heilmittelverordnung) akzeptiert.
Grundsätzlich gilt, jede konservative Methode ist leider auch nur ein ganz individueller Versuch. Man kann deshalb hier im Forum nur eine Orientierungshilfe geben und darf auch beim Spezialisten nur Vorschläge erwarten, die man selbst entscheiden muss. Es gibt hier kein 3x täglich eine und gut ist.
Im übrigen ist es immer von Vorteil, wenn man auch beim Spezialisten gut vorbereitet ist. Deswegen gibt es ja dieses Forum, wo man sich vorab über alle Möglichkeiten und die praktischen Erfahrungen damit informieren kann. Das ist schon etwas anderes, als "im Internet" viel verwirrendes zu lesen. Aber auch hier im Forum muss man sehr gut differenzieren, weil die individuellen Situationen sehr unterschiedlich sind. Es bleibt als weitgehend objektive Sichtweise nur die Statistik über die jeweiligen positiven Erfahrungen. Bezüglich konservativer Behandlung von Fehlstellung/Haltung sind wir schon optimal aufgestellt.
Das ist aber eine immer wiederkehrende Diskussion hier im Forum.
Gruß
Klaus
Ich hoffe doch sehr, dass jetzt klar ist, dass die Experten incl. Korsettversorgung eine sehr gute Orientierung für eine optimale Versorgung sind.Mich verwirrt etwas ein bisschen: wenn Schroth KG fast von allen hier einstimmig als die beste Möglichkeit, seiner Wirbelsäule mittels KG zu helfen, geht, wieso stehen dann Experten in der Liste, welche diese selten oder garnicht mit einplanen?.....Ich hatte jetzt vom lesen das Gefühl, dass CCTec kaum bis garnicht Erwachsene mit Korsetten versorgt, weil hier anscheinend auch keine komplette Überzeugung diesbezüglich herrscht.
Der einzige Unterschied liegt doch nur bei Dr. Wilke und da auch nur bei seiner Bevorzugung der Spiraldynamik. Ich bin mir aber sicher, dass ein Patient mit dem Wunsch nach einer stationären Schroth REHA auch von ihm per Antrag unterstützt wird. Das muss man beim Besuch auch deutlich machen. Immerhin war er ja beim Jubiläum der Schroth Klinik in Bad Sobernheim dabei.
Eine Schroth REHA hat übrigens den großen Vorteil, dass man sich intensiv mit Dir beschäftigt und Du Dich ebenfalls mit Dir. Und das von morgens bis abends über 3-4 Wochen. Dazu kommt der Kontakt mit anderen und deren Erfahrungen, was man nicht unterschätzen sollte. Spiraldynamik gibt es in dieser Form nicht.
Ausserdem ist so eine REHA finanziell gesehen überhaupt kein Problem. Bei 10 € pro Tag Zuzahlung kann man die entsprechenen Kosten zuhause abziehen und steht bei einer Befreiung der Zuzahlung sogar besser da.
Über Spiraldynamik würde ich dann erst einmal nicht nachdenken, denn es sollte wenigstens ersteinmal Schroth als eine Methode vollständig durchgezogen werden. Damit hat man genug zu tun! Erst wenn das nicht weiterbringt, wären andere Methoden angebracht.
Du kannst auch gleich mit Spiraldynamik anfangen, die Entscheidung darüber kann Dir sowieso keiner abnehmen, das ist bei einem Korsett genau das gleiche. Nur ist es leider in der Realität nicht so leicht, einen entsprechenden Spiraldynamik-Therapeuten zu finden, der ein Rezept (Heilmittelverordnung) akzeptiert.
Grundsätzlich gilt, jede konservative Methode ist leider auch nur ein ganz individueller Versuch. Man kann deshalb hier im Forum nur eine Orientierungshilfe geben und darf auch beim Spezialisten nur Vorschläge erwarten, die man selbst entscheiden muss. Es gibt hier kein 3x täglich eine und gut ist.
Im übrigen ist es immer von Vorteil, wenn man auch beim Spezialisten gut vorbereitet ist. Deswegen gibt es ja dieses Forum, wo man sich vorab über alle Möglichkeiten und die praktischen Erfahrungen damit informieren kann. Das ist schon etwas anderes, als "im Internet" viel verwirrendes zu lesen. Aber auch hier im Forum muss man sehr gut differenzieren, weil die individuellen Situationen sehr unterschiedlich sind. Es bleibt als weitgehend objektive Sichtweise nur die Statistik über die jeweiligen positiven Erfahrungen. Bezüglich konservativer Behandlung von Fehlstellung/Haltung sind wir schon optimal aufgestellt.
Du musst das relativieren. Das Problem liegt ausschliesslich bei den "normalen" Orthopäden, die leider zu oft nicht in der Lage sind, sich kompetent mit diesem Thema zu beschäftigen. Und manchmal auch nicht Willens sind, wenigstens an Spezialisten weiter zu verweisen. Forca hat einiges dazu geschrieben.Und man weiß: selbst wenn man beim Arzt war, und der Spezialist ist, könnte man sogar zum nächsten Spezialisten gehen und würde trotzdem etwas anderes hören. Gerade in der Schulmedizin sollte es meines Erachtens eigentlich nicht so extrem sein. Hoffen wir da mal auf eine bessere Zukunft, und wenn auch nur für nachfolgende Generationen!
Das ist aber eine immer wiederkehrende Diskussion hier im Forum.
Indem die Dich selbst aufrichten lassen und mit entsprechenden Handgriffen eine weitere Aufrichtung versuchen. Das habe ich aber als Anteil von Fehlhaltung bezeichnet. Von Differenz sprach ich bei optischer und radiologischer Betrachtung des Rückens.Wie stellen Ärzte eigentlich die von dir genannte Differenz zwischen Haltung und Stellung fest?
Also Deine Winkelbetrachtung hatte ich als Differenz bei der eigenen Aufrichtung (Fehlhaltung) aufgefasst. Insofern ein gutes Zeichen für Korrekturmöglichkeiten. Du solltest wirklich aufhören, Dich in irgendwelchen Bildern wiederfinden zu wollen!Manchmal sehe ich eine 55° Hyperkyphose und denke "ja, so sieht das bei mir auch aus, oder nur minimal schlechter". Dann sehe ich ein anderes Bild, was mir auch fast wie eine solche aussieht, und wo ich mir denke, dass meine fast noch schlechter aussieht, und das ist dann eine 75° Hyperkyphose.
Übungen ohne konkrete Diagnose sind grundsätzlich schwierig zu bewerten. Bei einer BWS Hyperkyphose würde man aber keinesfalls den Oberkörper "ein Stück" anheben. Und generell ist in der Praxis die Situation so einzugrenzen, dass man das Hauptproblem kennt. Also Skoliose oder Hyperkyphose. Natürlich gibt es auch Kyphoskoliosen, wo man beides gleichzeitig angehen muss. Das bedeutet eine Kombination aus symmetrischen und asymmetrischen Korrektur-Übungen.Dabei hebe ich den Oberkörper ein Stück an und halte. Eigentlich sind es also erstmal recht harmlose Eigengewichtsübungen.
Gruß
Klaus
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Klaus,
ich hab die Übung vielleicht nicht ganz richtig beschrieben. Ich hebe den Oberkörper schon stark an, genau genommen so weit wie ich den Rundrücken hereingedrückt bekomme. Durch das nach hinten strecken/drehen der Arme und das Anheben drücke ich den Rundrücken herein und dehne die Brust und strecke sie heraus. Klingt das immernoch so schlecht? Viele meiner Übungen bestehen aus einer ähnlichen Bewegung, und da die Übung selbst mich in eine gerade Haltung bringt und in dieser Position die Muskeln anspannt, hab ich es eigentlich auch für sinnvoll gehalten. Genau genommen geht es also um Übungen, in denen ich meine Muskeln in einer begradigten Haltung anspanne (begradigt bezieht sich hierbei nur auf meine Hyperkyphose, nicht auf die Skoliose). Meine Physiotherapeutin hatte auch meine Röntgenaufnahmen, aber inwiefern sie sich da auskennt weiß ich natürlich auch nicht.
Liebe Grüße
Cryonic
ich hab die Übung vielleicht nicht ganz richtig beschrieben. Ich hebe den Oberkörper schon stark an, genau genommen so weit wie ich den Rundrücken hereingedrückt bekomme. Durch das nach hinten strecken/drehen der Arme und das Anheben drücke ich den Rundrücken herein und dehne die Brust und strecke sie heraus. Klingt das immernoch so schlecht? Viele meiner Übungen bestehen aus einer ähnlichen Bewegung, und da die Übung selbst mich in eine gerade Haltung bringt und in dieser Position die Muskeln anspannt, hab ich es eigentlich auch für sinnvoll gehalten. Genau genommen geht es also um Übungen, in denen ich meine Muskeln in einer begradigten Haltung anspanne (begradigt bezieht sich hierbei nur auf meine Hyperkyphose, nicht auf die Skoliose). Meine Physiotherapeutin hatte auch meine Röntgenaufnahmen, aber inwiefern sie sich da auskennt weiß ich natürlich auch nicht.
Liebe Grüße
Cryonic
- Força
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- Registriert: Mo, 05.11.2012 - 14:40
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- Diagnose: 56 ° th.l Skoliose sowie 60° Hyperlordose und 1° Kyphose ^^
- Therapie: seit '12 cctec Erwachsenenkorsett, viel Kombi von Physio beim Therapeuten als auch daheim.
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Ich persönlich teile Klaus Meinung zu Spiraldynamik (die er im Übrigen soweit ich weiß selbst nie gemacht hat!) nicht. Auch ist es nicht anders abzurechnen als Schroth, das hat man dir schonmal mitgeteilt Klaus daher finde ich es nicht verständlich wie du immer noch drauf rumreitest.
Und ja, Wilke unterstützt eine Schroth Reha
. Ich persönlich finde diese eher kontraproduktiv wenn man danach nach Hause geht und wieder nichts macht und in sich zusammenfällt. Ich selbst habe zb eine Sprossenwand, Spiegel etc zu Hause, meine Freundin die erst auf Reha war macht meist nichts. Deshalb macht sie bei Physiotherapeuten (die im Übrigen auch Schroth machen und kennen) Spiraldynamik und kommt so im Alltag gut klar. Zu Spiraldynamik kann man ja mal hier gucken: http://www.skoliose-op.info/spiraldynamik.html
Eine Schroth-Reha bekommt man meines Wissens erst wenn man auch bereits regelmäßig Physio gemacht hat ich denke also nicht dass ein Orthopäde das immer gleich beim ersten Besuch bespricht aber gehe davon aus dass du beim Termin beraten wirst was in deiner Situation am Besten ist Cryonic. Das tolle an Rehas in Sobernheim oder Salzungen is dass man es wirklich verinnerlicht und gut lernt/auffrischt und oft auch auf viele Gleichaltrige trifft so dass man sich weniger allein mit fühlt. Das tolle an Spiraldynamik ist dass man lernt sich ganz anders zu bewegen und zb anders Treppen steigt, man macht es also dann automatisch täglich
Da du wohl dein restiches Leben noch eine Wirbelsäulenverkrümmung haben wirst hast du also noch viel Zeit alles auszuprobieren
auch was für deine Situation, mit deinem Wohnort, genauer Diagnose, usw am Besten ist.
Eine Schroth-Reha bekommt man meines Wissens erst wenn man auch bereits regelmäßig Physio gemacht hat ich denke also nicht dass ein Orthopäde das immer gleich beim ersten Besuch bespricht aber gehe davon aus dass du beim Termin beraten wirst was in deiner Situation am Besten ist Cryonic. Das tolle an Rehas in Sobernheim oder Salzungen is dass man es wirklich verinnerlicht und gut lernt/auffrischt und oft auch auf viele Gleichaltrige trifft so dass man sich weniger allein mit fühlt. Das tolle an Spiraldynamik ist dass man lernt sich ganz anders zu bewegen und zb anders Treppen steigt, man macht es also dann automatisch täglich
-
kyphoboy
- treues Mitglied

- Beiträge: 369
- Registriert: Di, 20.08.2013 - 23:17
- Geschlecht: männlich
- Therapie: In Behandlung bei Dr. Hoffmann
4 Korsette von Rahmouni
1. Reha Bad Sobernheim 2009
2. Reha Bad Sobernheim 2010 ( Hyperlordose )
3. Reha Bad Sobernheim 2011
Rolfing 10er Serie 2013
Behandlung abgeschlossen, Kyphose 34°, Lordose 40°
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo Cryonic,
zuerst, man erkennt schon dass du eine Hyperkyphose hast, also wenn man weiß dass es so etwas gibt
. Wer das nicht kennt wird sich bei deinem Rücken nicht großartig was denken, also da brauchst du dir gar nicht so viele Gedanken machen.
Zur Therapie:
Natürlich musst du ersteinmal warten was für eine Diagnose kommt. Ein Korsett kann eine gute Möglichkeit sein eine Hyperkyphose zu begradigen, da ja über einen längeren Zeitraum eine Korrektur auf die Wirbelsäule ausgeübt wird. Mit CCtec hast du da einen guten Korsettbauer mit einem sehr interessanten Konzept, was ich durchaus besser finde als jenes von Rahmouni.
Forca schrieb ja bereits:
Klaus schrieb dir zwar
Grob kann man sagen dass Rolfing und Spiraldynamik mit der Bewegung arbeiten. Bei der Spiraldynamik kenn ich mich leider nicht aus, aber gerade beim Rolfing gibt es keine statischen Übungen ( Schroth besteht nur daraus ) und eine bessere Körperhaltung wird über optimiertere Bewegungsmuster erreicht. Nebenbei wird dort auch noch ein sehr intensives Körpergefühl übermittelt was Schroth nicht tut.
Also, Schroth ist absolut kein Muss und erst recht kein Dogma, auch da die Wirksamkeit ( wie auch Rolfing und Spiraldynamik ) noch durch keine aussagekräftige Studie bewiesen wurden.
Vom finanziellen Standpunkt ist Schroth sicher die beste Maßnahme, aber das sollte nicht als einziger Maßstab dienen.
Du hast also viele Möglichkeiten, das ist ein großer Vorteil oder Nachteil, jenachdem wie man es sieht.
Grüße
kyphoboy
zuerst, man erkennt schon dass du eine Hyperkyphose hast, also wenn man weiß dass es so etwas gibt
Zur Therapie:
Natürlich musst du ersteinmal warten was für eine Diagnose kommt. Ein Korsett kann eine gute Möglichkeit sein eine Hyperkyphose zu begradigen, da ja über einen längeren Zeitraum eine Korrektur auf die Wirbelsäule ausgeübt wird. Mit CCtec hast du da einen guten Korsettbauer mit einem sehr interessanten Konzept, was ich durchaus besser finde als jenes von Rahmouni.
Forca schrieb ja bereits:
Neben Schroth und Spiraldynamik gibt es auch noch das Rolfing, welches darauf abzielt die Faszien ( Bindegewebe ) zu manipulieren und durch ein besseres Körpergefühl auch eine bessere Haltung und Struktur zu ermöglichen.Warum man hier nur von Schroth liest ist ganz einfach: Diese Therapie exisiert quasi seit 1921 deshalb ist das natürlich auch weitaus verbreiteter und es gibt mehr Erfahrung hierzu. Auch sind hier im Forum beileibe nicht viele aktive Schreiber. Eine Freundin von mir mit Kyphoskoliose macht Spiraldynamik und es hilft ihr sehr gut. Sie hat auch schon mehrere Schroth Kuren hinter sich. Sie ist auch bei Wilke. Hier posten tut sie aber nicht aber vielleicht macht sie das ja mal. Ansonsten frag einfach Wilke direkt, der war auch mal kurz stellv. Chefarzt bei der Katharina Schroth Klinik und leht dieses ja nicht ab, baut als junger Arzt nur eben auf eine Weiterentwickung die noch nicht so lange exisiert und eben den Bewegungsfluss mit einbezieht.
Klaus schrieb dir zwar
Aber hat dabei die Faszien vergessen und eben diese werden bei Schroth in keinster Weise berücksichtigt obwohl sich eine Manipulation auch positiv auf Verkürzungen und sogar Schmerzen auswirken kann ( wie z.b. bei der Osteopathie ).Dann gibt es die fixierte Struktur aus Muskeln, Bänder und Sehnen.
Grob kann man sagen dass Rolfing und Spiraldynamik mit der Bewegung arbeiten. Bei der Spiraldynamik kenn ich mich leider nicht aus, aber gerade beim Rolfing gibt es keine statischen Übungen ( Schroth besteht nur daraus ) und eine bessere Körperhaltung wird über optimiertere Bewegungsmuster erreicht. Nebenbei wird dort auch noch ein sehr intensives Körpergefühl übermittelt was Schroth nicht tut.
Also, Schroth ist absolut kein Muss und erst recht kein Dogma, auch da die Wirksamkeit ( wie auch Rolfing und Spiraldynamik ) noch durch keine aussagekräftige Studie bewiesen wurden.
Vom finanziellen Standpunkt ist Schroth sicher die beste Maßnahme, aber das sollte nicht als einziger Maßstab dienen.
Du hast also viele Möglichkeiten, das ist ein großer Vorteil oder Nachteil, jenachdem wie man es sieht.
Grüße
kyphoboy
Re: Einschätzung zu meiner Hyperkyphose
Hallo und danke für euer beider Antworten!
Also rein finanziell wird hoffentlich kein Problem bestehen, da meine Eltern mir finanzielle Unterstützung zugesagt haben (evtl wohl auch, weil sie es versäumt haben, mich damals selbst zum Orthopäden zu ziehen als noch mehr zu machen war
).
. Ich nehme an du willst sagen, dass es nicht so auffällig ist, dass jemand der sich nicht groß mit der Wirbelsäule beschäftigt, weiß, dass da etwas ist, oder(?) Das fände ich dann natürlich schon mal ermutigend, dass ich vermutlich nicht zu den schlimmen Fällen gehöre.
. Allerdings bin ich bzgl. eines Korsetts zumind. teilweise skeptisch, weil ich auch glaube, dass eine erwachsene Wirbelsäule auch ihre Nachteile von einer solchen Gewalt gegen sie von sich trägt (wie auch von manchen hier schon dargestellt, vor allem im Bezug auf eine mögliche Abschulung). In Situationen, in denen man droht, durch Progredienz in eine OP-Situation zu kommen, würde das wohl aber für mich dennoch als gute Lösung in Frage kommen. Je nach Diagnose würde ich gerne erstmal mit regelmäßiger Kontrolle versuchen, ob ich meinen Körper mit der richtigen Krankengymnastik so festigen kann, dass eine Progredienz und damit Verschlimmerung aufzuhalten ist (vor allem, da meine Schmerzen eher gering sind und von mir gut durch entsprechendes Verhalten einzugrenzen oder sogar ganz zu verhindern sind). Findet ihr diese vorläufige Haltung dazu unvernünftig?
Liebe Grüße
Cryonic
Also rein finanziell wird hoffentlich kein Problem bestehen, da meine Eltern mir finanzielle Unterstützung zugesagt haben (evtl wohl auch, weil sie es versäumt haben, mich damals selbst zum Orthopäden zu ziehen als noch mehr zu machen war
Es ist ja schon so, dass die Menschen einen Buckel erkennen selbst wenn sie es nur als "Buckel" kennenkyphoboy hat geschrieben:zuerst, man erkennt schon dass du eine Hyperkyphose hast, also wenn man weiß dass es so etwas gibt. Wer das nicht kennt wird sich bei deinem Rücken nicht großartig was denken, also da brauchst du dir gar nicht so viele Gedanken machen.
Dann kann ich ja froh sein, direkt an der Quelle zu sitzen als Berlinerkyphoboy hat geschrieben:Ein Korsett kann eine gute Möglichkeit sein eine Hyperkyphose zu begradigen, da ja über einen längeren Zeitraum eine Korrektur auf die Wirbelsäule ausgeübt wird. Mit CCtec hast du da einen guten Korsettbauer mit einem sehr interessanten Konzept, was ich durchaus besser finde als jenes von Rahmouni.
Puh, ja, ich sehe das eher als die Qual der Wahl xD. Ich denke ich würde die Schroth Reha gerne machen, weil mir der Gedanke, eine intensive Möglichkeit mit individueller, längerer Betreuung zu haben sehr zusagt. Ich habe auch damals glaube ich wegen meines Rückens 3x6 Physiotherapiestunden wahrgenommen, vllt. hilft mir das ja bei der Genehmigung einer Schroth Reha? Wie ist da eure Erfahrung? Ich bin bei der TK versichert. Ich bin den anderen Sachen nicht abgeneigt, aber es gibt so viele gute Meinungen hier von Schroth und die Tatsache, dass es als Reha angeboten wird, gefällt mir sehr, auch wenn ich das erst zeitlich schwierig fand. Mittlerweile glaube ich, dass eine Reha für mich eine gute Sache wäre, die Zeit würde ich mir nehmen. Ich würde die Übungen definitiv auch fortsetzen, das habe ich ja sogar mit meinen alten Physio Übungen gute 5 Jahre lang gemacht, wenn auch nicht immer eisern. Für mich ist aber klar, dass ich mir die Zeit dafür jeden Tag nehmen muss, und das würde ich. Die Entschlossenheit ist hier definitiv da, weil ich mir über mögliche Konsequenzen des Nichtstuns sehr bewusst bin.kyphoboy hat geschrieben:Aber hat dabei die Faszien vergessen und eben diese werden bei Schroth in keinster Weise berücksichtigt obwohl sich eine Manipulation auch positiv auf Verkürzungen und sogar Schmerzen auswirken kann ( wie z.b. bei der Osteopathie ).
Grob kann man sagen dass Rolfing und Spiraldynamik mit der Bewegung arbeiten. Bei der Spiraldynamik kenn ich mich leider nicht aus, aber gerade beim Rolfing gibt es keine statischen Übungen ( Schroth besteht nur daraus ) und eine bessere Körperhaltung wird über optimiertere Bewegungsmuster erreicht. Nebenbei wird dort auch noch ein sehr intensives Körpergefühl übermittelt was Schroth nicht tut.
Also, Schroth ist absolut kein Muss und erst recht kein Dogma, auch da die Wirksamkeit ( wie auch Rolfing und Spiraldynamik ) noch durch keine aussagekräftige Studie bewiesen wurden.
Vom finanziellen Standpunkt ist Schroth sicher die beste Maßnahme, aber das sollte nicht als einziger Maßstab dienen.
Du hast also viele Möglichkeiten, das ist ein großer Vorteil oder Nachteil, jenachdem wie man es sieht.
Liebe Grüße
Cryonic

