M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Dantien
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M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Dantien »

Hallo Ihr Lieben,

ich bin aufgrund von Beiträgen in einem anderen Gesundheitsforum über Eure Seite gestolpert und würde Euch gern um ein paar Infos bitten. :)

Zur Vorgeschichte:

Vor ca. 6 Jahren war ich beim Hausarzt wegen "knackender Gelenke", der meinte dass vermutlich die Bänder zu lang wären (?) und hat mich daraufhin zum Orthopäden geschickt.
Ich war dann bei einem Sportmediziner/Orthopäden, der mittels Komplettaufnahme der Wirbelsäule einen Hohlrundrücken (M. Scheuermann) sowie eine leichte Skoliose von 5° feststellte.
Eine weitere Behandlung erfolgte nicht, es wurde auch nicht gesagt, ob dies notwendig ist. Aussage des Arztes war "Da wär ja eigentlich nix wildes." Ich bekam ein Infoblatt mit Übungen für den Rücken. "Machen Sie die mal. Wenn Sie weiterhin Beschwerden haben, dann kommen Sie halt nochmal."

Da ich keine schlimmeren Beschwerden hatte und ich mir dachte "kann ja dann nicht so dramatisch sein" hab ich natürlich nichts mehr in der Richtung unternommen. :rolleyes:

Nun hatte ich letztes Jahr immer mal wieder Probleme mit Muskelverspannungen der Rückenmuskeln im Bereich der BWS (habe eine sitzende Tätigkeit), sowie sporadische Kniebeschwerden.
Daher bin ich auch wieder zu einem Orthopäden. (Aufgrund eines Umzugs wars ein anderer) Die Untersuchung dort dauerte keine 5 Minuten; einmal vorbeugen, Rücken abklopfen ("Tut ihnen das weh? Nein? Gut.") und die Schuhe musste ich kurz ausziehen.

Ergebnis: Wegen den Kniebeschwerden bekam ich eine Einlage verschrieben und wegen dem Rücken ein Infoblatt und die Aussage "Rückenmuskulatur ist zu schwach, gehen Sie ins Fitnessstudio."

Bin nun sehr verunsichert, ob ich bedenkenlos ins Fitnessstudio gehen kann oder ob hier nochmal eine Abklärung notwendig ist. Ich will hier nichts "verschlimmbessern".


Meine Fragen:


1. Ist M. Scheuermann immer behandlungsbedürftig, auch wenn die Ausprägung nur "leicht" ist?
2. Im Spiegel sieht mein Rücken jetzt nicht auffällig verformt aus, kann man die Erkrankung äusserlich immer erkennen?
3. Könnt Ihr mir aufgrund meiner Vorgeschichte einen Rat dazu geben, ob ich nochmal zu einem anderen Arzt gehen soll?

Achja, ich bin 29. :D

Schönen Dank schonmal im Voraus und viele Grüße, :hallo:

Dantien
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von minimine »

Hallo Dantien,

herzlich Willkommen hier im :forum:
Ich war dann bei einem Sportmediziner/Orthopäden, der mittels Komplettaufnahme der Wirbelsäule einen Hohlrundrücken (M. Scheuermann) sowie eine leichte Skoliose von 5° feststellte.
Zunächst mal zu diesen 5° Skoliose. Es gibt keine Skoliose mit 5°, da die erst ab 10° beginnt, das kannst du also schon mal hinter dir lassen. :) Bleibt also der Rundrücken, der leider bei sehr vielen Orthopäden noch viel mehr Stiefkind ist. :/

Ich versuche mal deine Fragen zu beantworten.
1. Ist M. Scheuermann immer behandlungsbedürftig, auch wenn die Ausprägung nur "leicht" ist?
Morbus Scheuermann in dem Sinne gibts nur im Jugendalter und ist "nur" der Auslöser für eine verkrümmte Wirbelsäule. Diese wiederum müssen/können behandelt werden.
Dazu ist es wichtig, erstmal das Ausmaß festzustellen und ob z.B. zusätzlich Muskelverkürzungen dich noch mehr in die krumme Haltung zwängen.
Gerade wenn du aber Beschwerden hast, solltest du schon etwas dagegen tun.
2. Im Spiegel sieht mein Rücken jetzt nicht auffällig verformt aus, kann man die Erkrankung äusserlich immer erkennen?
Erkennen sicherlich, aber es ist möglich, dass der Körperfettanteil oder die Muskulatur die wahre Deformität etwas verstecken können. Deshalb ist ja auch eine Wirbelsäulen-Ganzaufnahme sehr wichtig.
3. Könnt Ihr mir aufgrund meiner Vorgeschichte einen Rat dazu geben, ob ich nochmal zu einem anderen Arzt gehen soll?
Ich persönlich finde, ja das solltest du. Und zwar nicht zu irgendeinem Orthopäden, sondern gleich zu einem Spezialisten. Aus welcher Gegend kommst du denn?

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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Dantien »

Hallo minimine :hallo:

ich danke Dir für die Informationen.
Es gibt keine Skoliose mit 5°
Aha ok, ich kenne mich damit ja nicht aus. Das hatte mir der Arzt so gesagt. :)
Und zwar nicht zu irgendeinem Orthopäden, sondern gleich zu einem Spezialisten.
Gut, wenn Du bzw. die Leute aus dem Forum das raten, fällt es mir leichter das zu tun und einen Spezialisten zu bemühen. :) Bin leider jemand, der lieber 1x weniger zum Arzt geht, aus Angst, dass ich deren Zeit in Anspruch nehme und eigentlich "nix ist", weil ich keine aktuen Schmerzen habe. Doof, ich weiss. :rolleyes:

Ich habe das Thema "Rücken" bisher einfach nicht so richtig ernst genommen, da die Ärzte bei mir den Eindruck hinterliessen, es wäre nicht so schlimm. Bezüglich Scheuermann wurde mir auch damals gesagt, dass das häufig und bei Jugendlichen schon fast "normal" wäre.
Aus welcher Gegend kommst du denn?
Ich komm aus dem Rhein-Main-Gebiet. (Ecke Frankfurt)

Viele Grüße, :balloon:

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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von minimine »

Hallo Dantien,
Ich komm aus dem Rhein-Main-Gebiet. (Ecke Frankfurt)
dann gibt es einmal die Möglichkeit nach Sobernheim in die Ambulanz zu gehen. Dort brauchst du aber eine Überweisung direkt von einem Orthopäden und die Wartezeiten sind "etwas" länger.
Die zweite Möglichkeit wäre Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart. Dort kannst du ohne Überweisung hin, die Erstkonsultation ist aber privatisiert und kostet 65 Euro.

Ich persönlich würde mich dennoch für eine der beiden Anlaufstellen entscheiden.

Darüberhinaus gäbe es halt noch die Uni-Klinik Frankfurt. Auch da bräuchtest du aber bestimmt eine Überweisung vom Orthopäden und wir haben hier leider noch keinen Bericht dazu, was Erwachsenen dort so an Therapiemöglichkeiten genannt werden. :/

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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Silas »

Hallo Dantien,

beim Krafttraining kann man einiges falsch machen und so die Beschwerden verstärken. Wichtig ist daher eine gute Auswahl des Trainers, am besten ausgebildete Physiotherapeuten.

Auch ist es möglich, dass Du im Rahmen von Physiotherapie / Medizinischer Trainingstherapie Anleitungen für sinnvolle Übungen und deren korrekte Ausführung erhälst.

Ich an Deiner Stelle würde es mit einem anderen Arzt versuchen. Erkundige Dich vorher, ob dort Ganzwirbelsäulenaufnahmen möglich sind, nur damit kann man einen M. Scheuermann richtig beurteilen.

Die Tatsache, dass Dein Rundrücken kaum auffällt, ist auf jeden Fall positiv.
Nicht jeder M. Scheuermann ist behandlungsbedürftig. Von außen kann man M. Scheuermann nicht von anderen Rundrücken unterscheiden, das geht nur mit Hilfe der Radiologie.

Viele Grüße,
Silas
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Klaus »

Dantien hat geschrieben:Bin nun sehr verunsichert, ob ich bedenkenlos ins Fitnessstudio gehen kann oder ob hier nochmal eine Abklärung notwendig ist. Ich will hier nichts "verschlimmbessern".
Bevor keine richtige konkrete Diagnose erstellt ist, wäre ich beim Fitness Studio sehr vorsichtig!
Auch gute als Physiotherapeuten ausgebildete Trainer sind da nicht unbedingt eine Garantie für das richtige Training abgesehen davon dass solche Therapeuten wahrscheinlich nicht in so einem Studio arbeiten würden.

Es ist eigentlich immer die eigene Kompetenz gefragt, d.h. die bei einem Rundrücken (Hyperkyphose) optimale Therapie nach Katharina Schroth wird Dir in einer stationären REHA auch das richtige Körpergefühl vermitteln, was man zur Korrektur und eben auch zur Durchführung eines angepassten Fitnesstrainings braucht. Gerade bei Hyperkyphose ist dieses symmetrische Training eine gute Ergänzung zur Schroth KG.
Auch wenn das vom Grad der Fehlstellung abhängt, man kann damit durchaus den Rundrücken so verstärken, dass das eines Tages zu wirklichen Beschwerden kommen kann.

Aber wie schon gesagt, vorher eine einwandfreie Diagnose.

Gruss
Klaus
Dantien
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Dantien »

Ich danke Euch für Eure Antworten. :)
Auch ist es möglich, dass Du im Rahmen von Physiotherapie / Medizinischer Trainingstherapie Anleitungen für sinnvolle Übungen und deren korrekte Ausführung erhälst.
Genau das wäre mir einfach mal wichtig. Zu wissen was ich an Sport machen darf und wie ich Übungen richtig mache. :ja:
Diese Zettel mit Übungen vom Orthopäden haben mir da nicht richtig weitergeholfen. :rolleyes:

Der Weg zum Spezialisten scheint mir der richtige Schritt zu sein, damit ich endlich mal genau weiss, was Sache ist. Und wenn es nur dafür gut ist, festzustellen, dass alles im "normalen" Bereich liegt und ich einfach nur Muskelaufbau machen sollte. Ich habe ein wenig im Forum gestöbert und mir scheint Dr. Hoffmann die beste Wahl zu sein. Frankfurt liegt zwar näher, jedoch wüsste ich jetzt hier keinen Orthopäden, von dem ich eine Überweisung bekommen könnte. Der letzte wo ich war, den schätze ich so ein, dass ich keine bekommen würde. :/

Ich habe gelesen, dass zu Dr. Hoffmann die Kontaktaufnahme per E-Mail am günstigsten wäre. Muss ich da schon reinschreiben worum es genau geht und meine Vorgeschichte schildern? Oder reicht es um einen Termin für ein Erstgespräch zu bitten?

Viele Grüße, :hallo:
Dantien
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von minimine »

Hallo Dantien,
Ich habe gelesen, dass zu Dr. Hoffmann die Kontaktaufnahme per E-Mail am günstigsten wäre. Muss ich da schon reinschreiben worum es genau geht und meine Vorgeschichte schildern? Oder reicht es um einen Termin für ein Erstgespräch zu bitten?
du kannst ja schreiben, dass du um einen Termin bittest und kurz worum es geht. Ich glaube, man wird dann zurückgerufen, um den Termin auszumachen. :)

Ich hoffe doch, du berichtest dann, was dabei rausgekommen ist. ;D

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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Klaus »

Dantien hat geschrieben:Genau das wäre mir einfach mal wichtig. Zu wissen was ich an Sport machen darf und wie ich Übungen richtig mache
Nocheinmal vielleicht etwas deutlicher:
In so einer Situation brauchst Du wirklich Deine eigene Kompetenz, die Du während einer Schroth REHA bekommst.
Ich teile nicht diese Ansicht
Auch ist es möglich, dass Du im Rahmen von Physiotherapie / Medizinischer Trainingstherapie Anleitungen für sinnvolle Übungen und deren korrekte Ausführung erhälst.
Gruss
Klaus
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Dantien »

Hallo Ihr Lieben,

es gibt Neuigkeiten. :ja: Ich war nun bei Dr. Hoffmann in Leonberg und habe ihm meine Probleme geschildert.

Er hat sich gleich den Rücken angeschaut und festgestellt, dass im oberen und unteren Bereich der WS jeweils eine Skoliose von 2 Grad vorliegt. Also nichts schlimmes. :top: Festgestellt hat er aber einen Beckenschiefstand und eine verkürzte Rückenmuskulatur.
Danach wurden Komplettaufnahmen der WS von vorne und seitlich gemacht sowie vom Becken. Mensch, ich musste mich noch nie fast nackt ausziehen zum Röntgen. :D Dabei stellte sich heraus, dass ich im Bereich der BWS durch den Scheuermann eine Kyphose von 37 Grad habe. Er sagte mir dazu, dass Werte zwischen 35 und 40 Grad noch im normalen Bereich liegen würden. :ja:
Er hat nun die Diagnose Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur, massive Lendenstrecksteife gestellt und mir 6x Krankengymnastik verordnet. Fokus soll dabei auf dem Dehnen liegen, kein Muskelaufbau.

Die Rücken- und seit kurzem auch Knieprobleme, die ich ihm beschrieben habe kommen wohl von dieser verkürzten Muskulatur. Vermutlich habe ich das schon seit dem Jugendalter. :/

Nun hoffe ich, dass mir die KG hilft. :) Melden soll ich mich im Januar noch mal bei ihm. Er war sehr nett und meinte, dass er froh wäre, dass ich keine Skoliose hätte und wir bekommen das schon hin. :gut:

Jetzt muss ich nur noch einen guten Physiotherapeuten finden. ;D

Viele Grüße,

Dantien :hallo:
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von minimine »

Hallo Dantien,

na das klingt doch alles super. :gut:
Er hat sich gleich den Rücken angeschaut und festgestellt, dass im oberen und unteren Bereich der WS jeweils eine Skoliose von 2 Grad vorliegt.
Damit ist wahrscheinlich der Skoliometerwert gemeint, oder?
Jetzt muss ich nur noch einen guten Physiotherapeuten finden.
Drücke dir die Daumen.

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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Klaus »

Dantien hat geschrieben:Dabei stellte sich heraus, dass ich im Bereich der BWS durch den Scheuermann eine Kyphose von 37 Grad habe
Er hat nun die Diagnose Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur, massive Lendenstrecksteife gestellt und mir 6x Krankengymnastik verordnet. Fokus soll dabei auf dem Dehnen liegen, kein Muskelaufbau.
Diese Verkürzungen treten sehr oft zusammen mit einem Rundrücken auf, bei Dir ist der aber im oberen Normbereich, sodass die Dehnungen Deine Probleme beseitigen sollen.
Schön, dass meine bisherigen Spekulation über Rundrücken und Schroth REHA hier nicht zutreffen.

Gruss
Klaus
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von sequoia »

Dantien hat geschrieben:Festgestellt hat er aber einen Beckenschiefstand und eine verkürzte Rückenmuskulatur.

Er hat nun die Diagnose Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur, massive Lendenstrecksteife gestellt und mir 6x Krankengymnastik verordnet. Fokus soll dabei auf dem Dehnen liegen, kein Muskelaufbau.

Die Rücken- und seit kurzem auch Knieprobleme, die ich ihm beschrieben habe kommen wohl von dieser verkürzten Muskulatur. Vermutlich habe ich das schon seit dem Jugendalter. :/
Hallo Dantien
Muskelaufbau würde ich auch nicht betreiben. Davon ist vermutlich genügend vorhanden. Sie sind lediglich verspannt. Bei grösserer Muskelmasse besteht die Gefahr, dass sie sich auch verspannt :)

Eine eventuelle Muskelverkürzung könnte auch durch die Entspannung solcher, wieder ihre "Normallänge" erreichen.

Was wurde zu deinem Beckenschiefstand gesagt.
Deine Knieprobleme könnten sehr gut vom Beckenschiefstand her rühren.

Schöne Grüsse, sequoia
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Re: M. Scheuermann und Skoliose - Behandlungsbedarf?

Beitrag von Dantien »

Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge. :)
minimine hat geschrieben:Damit ist wahrscheinlich der Skoliometerwert gemeint, oder?
Hmm, wie der Wert genau heisst, weiss ich nicht. Der Arzt meinte nur "Beugen Sie sich mal vor, ich leg Ihnen jetzt mal eine Wasserwaage auf den Rücken". Darüber hat er wohl die Werte dann bestimmt. Ich konnte nicht genau erkennen, was er da für ein Gerät benutzt hat, hatte meine Brille nicht auf. :D
sequoia hat geschrieben:Eine eventuelle Muskelverkürzung könnte auch durch die Entspannung solcher, wieder ihre "Normallänge" erreichen.
Mensch, das wäre supi, wenn das so funktionieren kann. :ja:
sequoia hat geschrieben:Was wurde zu deinem Beckenschiefstand gesagt.
Deine Knieprobleme könnten sehr gut vom Beckenschiefstand her rühren.
Dazu hat er nichts weiter gesagt. Meine Frage, ob die Knieprobleme durch die verkürzte Muskulatur kommen könnten, hat er mit "ja, das kann durchaus sein" beantwortet. Er meinte weiterhin, dass es sein kann, dass durch die Muskelverkürzung die Kniescheiben zu hoch stehen. Auf dem Röntgenbildern sah er zudem, dass meine Hüfte auf einer Seite "zu steil" wäre. Die Knie hat er sich aber nicht angeschaut, das hat mich etwas gewundert. :?:

Zusammenfassend gesagt, sollen sich laut Aussage von Dr. Hoffmann alle Beschwerden, die ich habe, durch die physiotherapeutischen Massnahmen (Dehnen, Lockern) bessern.

Viele Grüße, :balloon:
Dantien
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