Spondylodese OP 2006, nun Metall entfernen T7-T12! Sinnvoll?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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DL
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Spondylodese OP 2006, nun Metall entfernen T7-T12! Sinnvoll?

Beitrag von DL »

Hallo zusammen,

ich muss sagen, das ich nicht ganz neu hier bin. Habe nur lwider meine Zugangsdaten vergessen. Vielmehr waren die im alten Computer gespeichert, im neuen nicht.

Ich brauche bitte einen Rat!

Im Jahr 2006 wurde mein M. Scheuermann von T7-T12 mit 12 Schrauben und 2 Stangen Versteift. Nun war ich letzte Woche in der Klinik zur Kontrolluntersuchung und die meinten, das man ein CT macht und wenn die Wirbelkörper gut verwachsen sind und sich selbst tragen können, kann man das Metall entfernen.
Ist das sinnvoll oder eher nicht??
Wer hat da erfahrungen gemacht?
Ist halt auch ziemlich viel Metall und was ist, wenn die BWS in vielleicht 10 Jahren wieder anfängt krumm zu werden?


Bin über jeden Rat Dankbar!!


MFG

Dani aus Reutlingen
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo,


Hm also ohne driftigen Grund scheint es mir nicht so angebracht das Material entfernen zu lassen. Ich habe hier den Link zu einer Studie in der herausgefunden wurde dass Materialentfernung zu einer Zunahme der Kruemmung fuehren kann, auch wenn die WS verknoechert ist.

http://www.springerlink.com/content/dkkrrdyud1q3956e/

Clinical outcome and radiographic results after operative treatment of Scheuermann's disease
R W Poolman, H D Been, L H Ubags
European Spine Journal, 2002

The aim of this prospective study was to evaluate radiographic findings, patient satisfaction and clinical outcome, and to report complications and instrumentation failure after operative treatment of Scheuermann's disease using a combined anterior and posterior spondylodesis. The loss of sagittal plane correction after removal of the posterior instrumentation was analysed. The indication for surgery was a thoracic kyphosis greater than 60 degrees in adolescents and adults with persistent back pain, which failed to respond to conservative treatment. Thoracic kyphosis and lumbar lordosis angles were measured by the Cobb method at preselected time points and at final follow-up. Sagittal plane alignment was measured as translation. The validated Scoliosis Research Society Instrument (SRSI) questionnaire was sent to all patients at follow-up. P-values were calculated using the Wilcoxon signed rank test (P<0.05 is significant). Between October 1987 and August 1999, 23 consecutive patients underwent operative treatment. The median follow-up was 75 months (range 25-126 months). Median preoperative thoracic kyphosis was 70 degrees (range 62 degrees-78 degrees) and median preoperative lumbar lordosis was 68 degrees (range 54 degrees-84 degrees). Immediate postoperative median thoracic kyphosis was 39 degrees (range 28 degrees-54 degrees) (P<0.05) and immediate postoperative median lumbar lordosis was 49 degrees (range 35 degrees-63 degrees) (P<0.05). These significant corrections were maintained at early follow-ups conducted 1 year and 2 years postoperatively. At final follow-up, the median thoracic kyphosis had significantly increased, to 55 degrees (range 36 degrees-65 degrees) (P<0.05 relative to immediate postoperative value), and the median lumbar lordosis had increased to 57 degrees (range 44 degrees-70 degrees) (P<0.05). The late deterioration of correction in the sagittal plane was mainly caused by removal of the posterior instrumentation, and occurred despite radiographs, bone scans and thorough intra-operative explorations demonstrating solid fusions. The median SRSI score was 83 points (range 55-106). There was no significant correlation between the radiographic outcome and the SRSI score (P>0.05). Our series showed relatively fair outcome after operative treatment in Scheuermann's disease. Therefore, the indication for surgery in patients with Scheuermann's disease can be questioned.
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Dani,

herzlich Willkommen zurück im :forum:

Aus welchem Grund soll das Metall denn nun entfernt werden, hast du irgendwelche Probleme?

Ich habe bisher von Materialentfernungen auch nur gelesen im Zusammenhang mit Stabbrüchen, neurologischen oder anderen Problemen!

Wer hat dir denn dazu geraten?

LG
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Beitrag von DL »

hi,

also Probleme habe ich nicht.
Der Professor in der Klinik hat gemeint man könne es jetzt entfernen. Denn Fremdkörper nie gut wären.


MFG


Dani
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Beitrag von minimine »

Hallo Dani,

dann hole dir dazu doch erst nochmal eine zweite Meinung ein! Gute Kliniken für eine OP findest du auch unter unserer Link-Seite!

LG
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Beitrag von Silas »

Auch die Metallentfernung ist eine umfangreiche OP mit Risiken.

Du hast jetzt keine Beschwerden und die Argumentation Fremdkörper sind nie gut, finde ich nicht sehr überzeugend.

Wäre es mein Rücken, würde ich das Metall drin lassen, das Risiko, dass danach z.B. Schmerzen auftreten, wäre mir zu hoch - never change a running system...

Wenn bis jetzt keine Unverträglichkeiten aufgetreten sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass in Zukunft etwas passiert, nicht sehr hoch.

Du solltest Deinen Arzt aber auf jeden Fall noch einmal nach ganz konkreten Gründen Fragen und Dich nicht mit einer schwammigen Allgemeinantwort abspeisen lassen.
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Beitrag von DL »

Hi und Danke für Eure Antworten!

Ich komme gerade von meiner Ärztin (Schmerztherapie) Sie behandelte mich schon vor der OP! Und das ist die einzige, wo ich mich mit meinem Rücken gut aufgehoben fühle. Ich erzählte ihr vom vorhaben der Klinik und Sie gabe mir ne Überweisung nach Langensteinbach, wo ich mir eine Zweitmeinung einholen soll.

Hat jemand erfahrung mit der Klinik in Langensteinbach?


Liebe Grüße

Dani
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Beitrag von sloopy »

Hallo Dani,

wo bist du denn operiert worden? Für mich macht es auch keinen Sinn, das Metall ohne driftigen Grund zu entfernen, zumal du ja keine Probleme hast. Klingt für mich eher so nach guter Möglichkeit, mit einer zusätzlichen OP nochmal zu kassieren. Zu Langensteinbach kann ich dir nicht viel sagen, außer dass der dort ansässige Chefarzt Professor Dr. Harms ein bekannter und erfahrener Skoliose-Operateur ist.
Ich finde es gut, dass du dir eine zweite Meinung einholst! :bindafür:

Gruß,
sloopy
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Beitrag von DL »

Hallo sloopy,

Op wurde in Göppingen gemacht.
Und es ist leichter einen Termin beim Papst
zu bekommen als in Langensteinbach.
Die wollen einen CT Bericht und einen Orthopäden Bericht und das nicht älter als 3 Monate. Habe ich beides zugefaxt, und es ein Arzt angeschaut, werde ich angerufen und bekomme einen Termin.

MFG

Dani
Zuletzt geändert von DL am Do, 15.07.2010 - 20:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

DL hat geschrieben:Der Professor in der Klinik hat gemeint man könne es jetzt entfernen. Denn Fremdkörper nie gut wären.
:eek:

War das eine Klinik mit Erfahrungen auf dem Gebiet der Skoliose-OPs?
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Silas
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Beitrag von Silas »

Prof. Harms ist ein sehr renommierter, erfahrener Wirbelsäulenchirurg, der sicherlich zu den weltbesten seines Faches zählt.

Er hat tausende Wirbelsäulendeformitäten chirurgisch therapiert und ist sicherlich eine sehr gute Adresse - was sich eben auch in entsprechenden Wartezeiten niederschlägt.

Auf seine Empfehlung würde ich mich verlassen.

(Off-Topic: Als Chirurgen würde ich Prof. Harms uneingeschränkt empfehlen, die konservative Therapie in Karlsbad-Langensteinbach ist allerdings eine mittlere Katastrophe)
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Beitrag von DL »

Hi,

ja, in GP sind Sie auch auf Wirbelsäulen OP`s spezialisiert!
Und mit dem Ergebnis von der OP bin iich ja auch sehr zufrieden. Ist halt echt nur die Frage: Raus machen lassen, ja oder nein?!?

Das DR. Harms sehr gut sein soll, habe ich schon gehört. Allerdings soll er auch ziemlich schnell und gerne zu OP`s raten.


MFG

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Beitrag von Silas »

DL hat geschrieben:Hi,
Das DR. Harms sehr gut sein soll, habe ich schon gehört. Allerdings soll er auch ziemlich schnell und gerne zu OP`s raten.
Dem kann ich vollkommen zustimmen. Prof. Harms ist chirurgisch ein Genie - wenn Du einen Metzger nach gesunder Ernährung fragst, wird er Dir auch nicht zu überwiegend vegetarischer Lebensweise raten...

Prof. Harms stellt die Korsett-Therapie insgesamt in Frage, äußert in zahlreichen Veröffentlichungen, dass ein Korsett der Verschlechterung einer Skoliose nicht wirklich etwas entgegen setzen kann.
Wenn ich mir die dortige Korsett-Qualität und das, was viele Orthopädietechniker so abliefern ansehe, kann ich diese Haltung auch durchaus nachvollziehen. Prof. Harms folgert daraus besser früh operieren, als durch ein miserables Korsett weitere Verschlechterung (was sich dann auch auf eine OP negativ auswirkt) zu riskieren.

Bei allem Respekt vor den außergewöhnlichen Verdiensten von Prof. Harms für die Skoliose-Therapie, was die konservative Therapie angeht, ist er als Ansprechpartner indiskutabel.
Er hat wahrscheinlich noch nie ein richtig gutes Korsett, wie es z.B. Rahmouni herstellt, gesehen.
Andere Forumsmitglieder und ich haben ihn mehrfach eingeladen, sich mit Behandlungserfolgen richtig guter Orthopädietechniker vertraut zu machen - dies hat er aber kategorisch abgelehnt. Er ist dahingehend beratungsresistent, was aber auch OK für mich ist, da er auf anderen Gebieten seine Stärken hat und vor diesen habe ich Hochachtung.

Prof. Harms ist der Experte in Sachen Wirbelsäulenchirurgie und genau auf diesem Gebiet lohnt es sehr, Rat und Tat in Anspruch zu nehmen.

Will man eine konservative Therapie, gibt es dafür andere Spezialisten.
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Beitrag von DL »

Hi und Vielen Lieben Dank,

da ich sowieso schon Operiert bin, brauche ich auch keinen Rat für eine Konserative Therapie, sondern wie schon mehrfach erwähnt einen Rat ob das Metal raus soll oder nicht. Will halt nicht, dass ich nach der Entfernung mehr Schmerzen und unannähmlichkeiten habe wie jetzt. Denn jetzt geht es mir den Umständen entsprechend gut! Klar hat man Schmerzen und ist mit 6 Versteiften Wirbeln in meinem noch jungen Alter sehr eingeschränkt aber nach 4 Jahren mit dem Metal habe ich gelernt damit umzugehen.

Deshalb stellt sich mir die Frage ja oder nein!?!


MFG

Dani
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Re: Spondylodese OP 2006, nun Metall entfernen T7-T12! Sinnv

Beitrag von Dalia »

DL, da du dich hier im Forum wieder gemeldet hast, würde es mich interessieren, wie du dich nun entschieden hast.

In einem anderen Thread schreibst du, dass du nicht weißt, ob die OP eine gute Idee war. Warum denn nicht, falls du erzählen magst?
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Re: Spondylodese OP 2006, nun Metall entfernen T7-T12! Sinnv

Beitrag von DL »

Hi,

also ich habe mich gegen die OP entschieden, wo das Metall entfernt werden soll.

bei mir ist es jetzt 4 Jahre her mit der OP. Ich kann nicht sagen, wie es mir heute gehen würde, wenn ich mich damals nicht hätte operieren lasse.
Eigentlich geht es mir heute ganz gut. Aber wie gesagt, ich habe ja keinen vergleich.

Und da eine OP immer ein rießiges uneinschätzbares Risiko mit sich bringt, bin ich der Meinung, sich dies lieber 100 mal zu überlegen um
Risiko und Nutzen abzuwegen. Ich kann nämlich nur von Glück Reden, dass ich heute noch Lebe - ohne jemandem Angst machen zu wollen.
Denn jeder muss für sich selbst entscheiden, was für Ihn das Richtige ist!

MFG

Dani
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