Rundrücken, Kyphose - wie schlimm schätzt ihr es ein?

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minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Peter,
der medizinische Begrif für ein Hohlkreuz ist Lordose. Es ist also ein und dasselbe :)
Ich habe auch vor, es irgendwann zum Arbeiten anzuziehen, aber a) brauche ich dazu noch größere Hosen und b) will ich das erst machen, sobald man von der Seite das Korsett am Rücken nicht mehr sieht.
Ähm, man wird das Korsett am Rücken aber immer etwas sehen... :gruebel:


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Klaus
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Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:der medizinische Begrif für ein Hohlkreuz ist Lordose. Es ist also ein und dasselbe
Sorry, wenn ich das korrigiere, aber medizinisch ist ein Hohlkreuz eine Hyperlordose :)
Genauso wie ein Rundrücken eine Hyperkyphose ist.

Ich weiß, dass insbesondere "Kyphose" hier im allgemeinen Sprachgebrauch üblich ist, aber es gibt nun mal natürliche Lordosen und Kyphosen.

Gruss
Klaus
Peter543
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Beitrag von Peter543 »

Ich wollte mich mal wieder melden, um einen aktuellen Statusbericht abzugeben:

Ich war letztens bei Rahmouni und Dr. Hoffmann zum ersten Kontrolltermin, nachdem ich das Korsett nun mehr als einen Monat trage. Das Problem, dass ich damit nicht schlafen kann, hat sich aber nach wie vor nicht gelegt, auch nach der Korrektur spüre ich beim Schlafen das Pochen vom Herzen, was mich einfach wahnsinnig macht.

Jedenfalls war meine Ausgangssituation ja 53° Kyphose-Winkel.

Bevor ich zu Dr. Hoffmann gefahren bin, wurde das Korsett noch änger geschnallt, aber es war prima auszuhalten. Im enger geschnallten Korsett hatte ich dann nur noch einen Kyphose-Winkel von 41°, d.h. von den 23° Grad zu viel bis zur Norm von 30 habe ich schon mit 12 über die Hälfte geschafft. Zwar im Korsett, aber das ist schonmal nicht schlecht, oder? Dr. Hoffmann war erstaunt, wie gut doch die Korrektur in einer so kurzen Zeitspanne ist.

Ist das nun wirklich gut oder will er mir nur Mut machen? Und ist es dann so, dass die letzten paar Grad dann schwieriger sind (der "Endspurt" sozusagen)?

Allerdings habe ich auch eben diese Grafik gesehen, die den Kyphose-Winkel ca. auf gewisse Altersgruppen anzeigt. Da steht 30° erst im Alter von 35, weshalb für meine Altesgruppe eher 26-27° anstrebbar wäre, oder? Ich meine, nicht, dass ich bzw. mein Rücken irgendwann rückfällig wird oder diese natürliche Kyphose früher als normaler wieder an Grad zunimmt.

Auf jeden Fall bin ich derzeit guter Dinge, was die Behandlung angeht, und das wichtigste ist für mich momentna, dass ich es schaffe, darin einzuschlafen, denn Arbeiten kann ich damit schon wunderbar (Büro-Job halt).


Beste Grüße
Peter543
Agrimon
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Beitrag von Agrimon »

Hallo Peter,

die 30 Grad sind sogenannte Richtwerte. Man sollte die Werte nicht so überbewerten. Ich habe laut 3D Vermessung 44 °Kyphose und Dr. Hoffmann sagt, dass das noch im Normbereich liegt, da bei mir die Skoliose im Vordergrund steht. Bin jetzt 41 und muss sowieso nochmal zur Kontrolle der Skoliose, da ich wieder eine Reha anstrebe. Ich wünsch dir viel Glück, dass du die Therapie auch durchhälst.

Gruß Agrimon
bin eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und noch Interesse für andere Dinge hat

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Peter543 hat geschrieben:Ist das nun wirklich gut oder will er mir nur Mut machen? Und ist es dann so, dass die letzten paar Grad dann schwieriger sind (der "Endspurt" sozusagen)?
Zunächst muss man ganz klar sagen, dass die Rückensituationen sehr unterschiedlich sein können.
Eine Fehlstellung, die aufgrund von verkürzten Strukturen entstanden ist, lässt sich natürlich mit einem Korsett (Aufdehnung) sehr gut und relativ schnell angehen. Man könnte die erreichte Korrektur von 12 Grad vielleicht als Anteil der kyphotischen Fehlhaltung bezeichnen, was ja etwas anderes ist, als eine Hyperkyphose.
Der "Rest" von 11 Grad bis 30 Grad Normalwinkel (setze ich jetzt mal pauschal an) könnte durchaus der "hyperkyphotische Anteil" sein, der sich viel schwerer und vor allen dingen nur langwieriger korrigieren lässt, wenn überhaupt.
Bitte, das ist nur mein Versuch, die Situation zu erklären. Praktisch ist doch nur entscheidend, ab welchem Winkel Beschwerdefreiheit herrscht, bzw. ein Korsett temporär bis langfristig oder auch ganz abgelegt werden kann, ohne dass Beschwerden wieder kommen.

Immerhin gibt es viele Leute, die mit einer Hyperkyphose auch ohne Behandlung beschwerdefrei leben. Da ist nach meiner Ansicht "leider" auch einer der Gründe, warum die Hyperkyphose noch viel weniger ernst genommen wird, als die Skoliose.

Im übrigen ist das mit dem Anfangserfolg bei der Korrektur auch bei einer REHA so, dass weitere Korrekturen nach der REHA schon schwieriger zu erreichen sind. Die Expotentialkurve ist da, wie bei viele dingen im Leben, die bessere Beschreibung, als eine Gerade. :)

Gruss
Klaus
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Peter,

du stehst ja dennoch erst am Anfang der Therapie, da kann mich nicht alles auf einmal korrigieren. Den Therapieweg, den du gewählt hast, ist sehr langwierig und du hast ja auch alle Zeit der Welt. Ich kann aus Erfahrung sprechen, dass z.B. ein zweites Korsett auch nochmal viel mehr "drückt" als eine normale Aufpelottierung und man kann ja auch hier im Forum nachlesen, dass dann erst das zweite Korsett bis zur kompletten Begradigung oder Überkorrektur geführt hat.

Ich wünsche dir noch viel Durchhaltevermögen für deinen Weg, aber du schaffst das :ja:

LG
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Peter543
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Beitrag von Peter543 »

Danke für eure Antworten.

Ich bin relativ guter Dinge, dass das schon irgendwie etwas wird, hoffentlich auch irgendwann mit dem Einschlafen.

Dr. Hoffmann hat sogar gemeint, dass ich mir aus Zeitgründen auch erst einmal einen lokal ansässigen Schroth-Therapeuten suchen kann, um solche Übungen zu erlernen (immer hin besser als nur die normale KG).

KG ist auch ein gutes Stichwort, denn da habe ich mal eine allgemeine Frage: ich gehe ja regelmäßig zur KG, und bin dort auch immer bei der Leiterin der Praxis, die sehr viel Ahnung hat und trotz meiner minimalen Skoliose erkennt, ob manche Übungen z.B. eher nach rechts oder nach links ausgeführt werden müssen.

Auf jeden Fall habe ich meine paar Übungen, die ich immer daheim alleine ausüben soll. Mir wurde von ihr geraten, diese immer morgen nach dem Aufstehen zu machen. Nur leider bin ich generell, egal ob ich wenig oder viel und guten oder schlechten Schlaf hatte, immer morgens ziemlich müde und hab da noch kaum Energie, alle Übungen mit allen Wiederholungen richtig zu machen.

Ist es jetzt essentiell wichtig, dass ich diese Übungen relativ früh morgens mache oder kann ich diese auch Nachmittags/Abends nach der Arbeit ausüben (ausgenommen Wochenende natürlich)?


Danke schonmal für alles bisherige.


Gruß
peter
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Beitrag von Lady S »

Morgens nach dem Aufstehen könnte ich noch keine Schroth-Übungen machen - da schaffe ich es ja kaum, meine Augenlider synchron zu heben...

Frag Deine Physiotherapeutin doch mal, wo sie am Morgen den Vorteil sieht,
das würde mich interessieren.

Grüsse, Lady S
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Peter,

also dass man die Übung so früh machen soll, das hab ich bisher auch noch nicht gehört. Ich mache KG idR Abends, manchmal sogar erst kurz bevor ich ins Bett gehe.

Ich denke mal, es ist wichtig, dass man sie überhaupt macht :P

LG
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Beitrag von Klaus »

Peter543 hat geschrieben:und bin dort auch immer bei der Leiterin der Praxis, die sehr viel Ahnung hat und trotz meiner minimalen Skoliose erkennt, ob manche Übungen z.B. eher nach rechts oder nach links ausgeführt werden müssen.
Ich hoffe doch, dass es in erster Linie Übungen gegen die Hyperkyphose/Hyperlordose bzw.entsprechende gezielte Dehnübungen sind.
Ist es jetzt essentiell wichtig, dass ich diese Übungen relativ früh morgens mache oder kann ich diese auch Nachmittags/Abends nach der Arbeit ausüben (ausgenommen Wochenende natürlich)?
Da es hier generell um Muskelarbeit geht, ist die Zeit zwischen 16-18 Uhr am effektivsten! Selbst wenn die Therapeutin eine Art von Motivatonshilfe darin sieht, das wie die morgendliche Körperpflege als Automatik zu betrachten :) , wäre es nicht effektiv.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Peter543 »

Erneut vielen Dank für eure Antworten.

Ist es eigentlich schlimm, wenn ich im Korsett Fahrrad fahre? Ich weiß zwar, dass man auf dem Fahrrad dazu neigen kann, in gebückter Haltung zu fahren. Ist es aber in Ordnung, wenn ich das Korsett während dem Radfahren anhabe, sodass ich dadurch eine relativ akzeptable Haltung auch auf dem Rad inne halte und stets weiter korrigiert werde?
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Beitrag von sloopy »

Hallo Peter,

wenn du mit Korsett Fahrradfahren kannst, mach das ruhig, solange du dich noch einigermaßen bewegen kannst und nicht zur Gefährdung für den Verkehr wirst ;D

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
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Beitrag von Dalia »

Hallo Peter,

wie sloopy schon schreibt, das kannst du ruhig tun, wenn du dich im Korsett sicher fühlst. Ich fuhr als Teenie auch mit Korsett Rad, ich hatte am Fahrrad außerdem einen Rückspiegel montiert, gibts auch für Fahrräder. :)
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
StillerMitleser

Beitrag von StillerMitleser »

Hallo Peter,

wie ist dein aktueller Stand?
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