Peter543 hat geschrieben:Ist das nun wirklich gut oder will er mir nur Mut machen? Und ist es dann so, dass die letzten paar Grad dann schwieriger sind (der "Endspurt" sozusagen)?
Zunächst muss man ganz klar sagen, dass die Rückensituationen sehr unterschiedlich sein können.
Eine Fehlstellung, die aufgrund von verkürzten Strukturen entstanden ist, lässt sich natürlich mit einem Korsett (Aufdehnung) sehr gut und relativ schnell angehen. Man könnte die erreichte Korrektur von 12 Grad vielleicht als Anteil der kyphotischen Fehlhaltung bezeichnen, was ja etwas anderes ist, als eine Hyperkyphose.
Der "Rest" von 11 Grad bis 30 Grad Normalwinkel (setze ich jetzt mal pauschal an) könnte durchaus der "hyperkyphotische Anteil" sein, der sich viel schwerer und vor allen dingen nur langwieriger korrigieren lässt, wenn überhaupt.
Bitte, das ist nur mein Versuch, die Situation zu erklären. Praktisch ist doch nur entscheidend, ab welchem Winkel Beschwerdefreiheit herrscht, bzw. ein Korsett temporär bis langfristig oder auch ganz abgelegt werden kann, ohne dass Beschwerden wieder kommen.
Immerhin gibt es viele Leute, die mit einer Hyperkyphose auch ohne Behandlung beschwerdefrei leben. Da ist nach meiner Ansicht "leider" auch einer der Gründe, warum die Hyperkyphose noch viel weniger ernst genommen wird, als die Skoliose.
Im übrigen ist das mit dem Anfangserfolg bei der Korrektur auch bei einer REHA so, dass weitere Korrekturen nach der REHA schon schwieriger zu erreichen sind. Die Expotentialkurve ist da, wie bei viele dingen im Leben, die bessere Beschreibung, als eine Gerade.
Gruss
Klaus