Rundrücken, Kyphose - wie schlimm schätzt ihr es ein?
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15266
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Wie slackliner schon angedeutet hat, ohne eine komplette Röntgenaufnahme Deiner jetzigen Situation ist eine Behandlung ein Risiko, was ich nicht eingehen würde!Peter543 hat geschrieben:Ob es überhaupt ein Quentchen gebracht hat, wird sich ja denke ich auch optisch abzeichnen
Es ist leider auch Tatsache, dass sich die optische und die Wirbelkörpersituation ganz unterschiedlich darstellen können!
Ganz abgesehen vom Aussehen der einzelnen Wirbelkörper. Insofern kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, dass man auf diese Diagnostik verzichtet.
Meinst Du damit, dass er Dich ganz leicht aufrecht drücken konnte?Gab es denn hier schon vergleichbare Fälle, wo so wenig Muskulatur vorhanden war, dass der Arzt einfach ein wenig zurechtdrücken konnte ohne großen Druck ausüben zu müssen? Weil dann könnte ich vielleicht einige Parallen ziehen oder vergleichen.
Wenn ja, dann kann das auch daran liegen, dass Du entweder sehr flexibel bist oder möglichweise nur eine kyphotische Fehlhaltung hast. Das wäre dann keine Hyperkyphose.
So eine Fehlhaltung lässt sich durch entsprechende Dehnungsübungen und Muskelaufbau beseitigen. Allerdings wäre hier auch auf die Art des Muskelaufbaus zu achten. Nach meiner Meinung ist bei einer Fehlhaltung auch erst mal auf das richtige Körpergefühl zu achten, dass ja abhanden gekommen ist.
Aber wir drehen uns hier im Kreis, ohne eine kompetente Diagnose, noch nicht mal einem aktuellen Röntgenbild der gesamten Wirbelsäule von vorn und von der Seite gehst Du da ein unnötiges Risiko ein.
Gruss
Klaus
Das ist vermutlich auch richtig.
Nur jetzt wieder einen Termin großartig vor Januar zu bekommen, wird vermutlich auch schwierig.
Sollte ich dann nicht einfach den Termin im Januar/ Anfang Februar wahrnehmen und mich dann röntgen lassen und mit den Rötgenbildern sowie der Winkelmessung dann zur Wirbelsäulensprechstunde nach Frankfurt zu gehen?
Weil wenn ich jetzt im selben Zeitraum einen Orthopäden finde, der mich auch nicht röntgen will, habe ich ja auch nichts davon.
Oder kennt ihr einen Orthopäden im Großraum Frankfurt / Wiesbaden, der sich auf so etwas spezialisiert hat oder zumindest das nötige Know-How hat, um das Problem auch mal anzugehen? Den Herrn Verres habe ich weder in seiner Wiesbadener, noch in seiner Mainzer Praxis erreicht (dort arbeitet er auch nicht mehr).
Nur jetzt wieder einen Termin großartig vor Januar zu bekommen, wird vermutlich auch schwierig.
Sollte ich dann nicht einfach den Termin im Januar/ Anfang Februar wahrnehmen und mich dann röntgen lassen und mit den Rötgenbildern sowie der Winkelmessung dann zur Wirbelsäulensprechstunde nach Frankfurt zu gehen?
Weil wenn ich jetzt im selben Zeitraum einen Orthopäden finde, der mich auch nicht röntgen will, habe ich ja auch nichts davon.
Oder kennt ihr einen Orthopäden im Großraum Frankfurt / Wiesbaden, der sich auf so etwas spezialisiert hat oder zumindest das nötige Know-How hat, um das Problem auch mal anzugehen? Den Herrn Verres habe ich weder in seiner Wiesbadener, noch in seiner Mainzer Praxis erreicht (dort arbeitet er auch nicht mehr).
- Kaffeetrinker
- Profi

- Beiträge: 1559
- Registriert: Mi, 07.10.2009 - 18:46
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Hyperkyphose
Stand 2010----74°
Stand 2013----74° (ohne mein zutun)
Gut gehalten :) - Therapie: Korsetttherapie abgebrochen,
Reha BaSa 02/03 2014
es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^) - Wohnort: Südpfalz
Moin,
Würde sofort einen anderen suchen,
vielleicht kommt deine Fehlhaltung von M. Scheuermann so wie bei mir?
Rein optisch sehen unsere Rücken sehr ähnlich,
deswegen such einen anderen Orthopäden auf.
Meiner hat auch erst gemeint das läßt sich durch Muskelaufbau langfristig
behebn, bis er aufs Röntgenbild ein Blick geworfen hat, kurz still wurde,
dfann hat er gemeint ne Reha wäre doch besser in meinem Falle.
Antrag läuft mal schauen was dabei rauskommt.
Also ab zum Doc, ich habe es 15 jahre vor mich hergeschoben......
Würde sofort einen anderen suchen,
vielleicht kommt deine Fehlhaltung von M. Scheuermann so wie bei mir?
Rein optisch sehen unsere Rücken sehr ähnlich,
deswegen such einen anderen Orthopäden auf.
Meiner hat auch erst gemeint das läßt sich durch Muskelaufbau langfristig
behebn, bis er aufs Röntgenbild ein Blick geworfen hat, kurz still wurde,
dfann hat er gemeint ne Reha wäre doch besser in meinem Falle.
Antrag läuft mal schauen was dabei rauskommt.
Also ab zum Doc, ich habe es 15 jahre vor mich hergeschoben......
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15266
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Wenn Du einen Termin bei Dr. Hoffmann meinst, dann glaube ich schon, dass Du einen bekommst! Beim Lesen im Forum sollte er Dir eigentlich schon aufgefallen sein oder ?Peter543 hat geschrieben:Nur jetzt wieder einen Termin großartig vor Januar zu bekommen, wird vermutlich auch schwierig.
Genau das kannst Du mit einem Besuch bei Dr. Hoffmann haben!Sollte ich dann nicht einfach den Termin im Januar/ Anfang Februar wahrnehmen und mich dann röntgen lassen und mit den Rötgenbildern sowie der Winkelmessung dann zur Wirbelsäulensprechstunde nach Frankfurt zu gehen?
Nach allen (älteren) Erfahrungsberichten hier im Forum, können wir den auch nicht empfehlen.Den Herrn Verres habe ich weder in seiner Wiesbadener, noch in seiner Mainzer Praxis erreicht (dort arbeitet er auch nicht mehr).
Gruss
Klaus
- Thomas
- Tech-Admin

- Beiträge: 3586
- Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Von Frankfurt aus bist Du in knapp zwei Stunden bei Dr. Hoffmann. Das ist aus meier Sicht wesentlich effektiver als in Frankfurt lange nach eine geeigneten Arzt zu suchen!Peter543 hat geschrieben:Gibt es denn im Raum Frankfurt keine Orthopäden, der sich damit auskennt, sodass ich dort eine Diagnose sowie eine Überweisung an beispielsweise die Wirbelsäulensprechstunde bekommen kann?
Thomas
Danke, also ich habe mich jetzt dazu durchgerungen, diesen Schritt zu gehen und zu Dr. Hoffman zu fahren, auch wenn es von elterlicher Seite als Schwachsinn und übertrieben abgestempelt wurde. Als Außenstehender ist es auch schwierig zu akzeptieren, dass auf diesem Ge biet komischerweise die meisten Orthopäden gnadenlos versagen.
Naja, wie dem auch sei, meine Fragen sind aber:
(1) Welche Kosten kommen auf mich dabei zu, abgesehen von den eigenen Anreisekosten?
(2) Ich weiß nicht, ob es bei Dr. Hoffman war, aber ich habe hier irgendwo schon gelesen, dass manche Leute einen langen Weg auf sich genommen haben und dann doch nur abgefertigt wurden. Kann das bei Dr. Hoffmann passieren? Denn mir ist das so wichtig und will endlich eine richtige Diganose und Behandlung.
(3) Wie kann (!) es weitergehen? Überweisung für Anfertigung eines Korsetts, direkte Empfehlung einer Reha, Krankengymnastik oder was für Schritte kann es danach geben? Und habe ich da auch eine Chance darauf, dass es von meiner Krankenkasse übernommen wird? Mit 19 kann sich so eine Ausprägung schon sehr früh für erhebliche Probleme sorgen, wenn man älter ist. Das wäre ja ein wichtiges Argument, da es um meine Gesundheit in allen noch kommenden Jahren geht.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
Naja, wie dem auch sei, meine Fragen sind aber:
(1) Welche Kosten kommen auf mich dabei zu, abgesehen von den eigenen Anreisekosten?
(2) Ich weiß nicht, ob es bei Dr. Hoffman war, aber ich habe hier irgendwo schon gelesen, dass manche Leute einen langen Weg auf sich genommen haben und dann doch nur abgefertigt wurden. Kann das bei Dr. Hoffmann passieren? Denn mir ist das so wichtig und will endlich eine richtige Diganose und Behandlung.
(3) Wie kann (!) es weitergehen? Überweisung für Anfertigung eines Korsetts, direkte Empfehlung einer Reha, Krankengymnastik oder was für Schritte kann es danach geben? Und habe ich da auch eine Chance darauf, dass es von meiner Krankenkasse übernommen wird? Mit 19 kann sich so eine Ausprägung schon sehr früh für erhebliche Probleme sorgen, wenn man älter ist. Das wäre ja ein wichtiges Argument, da es um meine Gesundheit in allen noch kommenden Jahren geht.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
Also, ich war gestern bei Herrn Hoffmann gewesen.
Seine Professionalität war überwältigend, wieviel er im Bruchteil einer Sekunde erkannte.
Im Grunde war es ein Problem im Wachstum, weshalb ich auch mit meiner Zahnspange nicht den 100%igen Erfolg hatte (das passt also durchaus zusammen).
Ich habe jetzt Krankengymnastik verordnet bekommen und mir wurde Muskelaufbautraining, wie es mir bisher von allen anderen Ärzten und Orthopäden empfohlen wurde, fast sogar schon untersagt. Die KD dient nämlich erstmal dem Zweck, die verkürzten Bänder zu dehnen. Denn ohne das bringt der Rest auch nichts.
Dazu habe ich auf Anordnung von Dr. Hoffmann noch am gleichen Tag einen Abdruck für ein Korsett machen lassen, was meine Kyphose aufrichten soll. Er ging von 2 Jahren Tragezeit aus, wobei ich denke, dass 1/2 bis 1 Jahr zusätzliches Tragen das Ganze noch etwas stabilisieren könnte.
Das einzige was mir momentan noch sorgen macht, ist die Anfangszeit mit dem Korsett, da ja viele Leute berichten, dass diese mit Abstand die schlimmste ist. Aber ich hoffe, dass ich das durchstehe.
Ich kann aber jedem nur ans Herz legen, Dr. Hoffmann direkt aufzusuchen. Trotz brechend vollem Wartezimmer (manche mussten sogar draußen im Stehen warten) hat er sich alle Zeit der Welt für mich genommen und entspannt und in Ruhe mit mir über zukünftige Maßnahmen geredet. So sollte es eigentlich überall sein.
Seine Professionalität war überwältigend, wieviel er im Bruchteil einer Sekunde erkannte.
Im Grunde war es ein Problem im Wachstum, weshalb ich auch mit meiner Zahnspange nicht den 100%igen Erfolg hatte (das passt also durchaus zusammen).
Ich habe jetzt Krankengymnastik verordnet bekommen und mir wurde Muskelaufbautraining, wie es mir bisher von allen anderen Ärzten und Orthopäden empfohlen wurde, fast sogar schon untersagt. Die KD dient nämlich erstmal dem Zweck, die verkürzten Bänder zu dehnen. Denn ohne das bringt der Rest auch nichts.
Dazu habe ich auf Anordnung von Dr. Hoffmann noch am gleichen Tag einen Abdruck für ein Korsett machen lassen, was meine Kyphose aufrichten soll. Er ging von 2 Jahren Tragezeit aus, wobei ich denke, dass 1/2 bis 1 Jahr zusätzliches Tragen das Ganze noch etwas stabilisieren könnte.
Das einzige was mir momentan noch sorgen macht, ist die Anfangszeit mit dem Korsett, da ja viele Leute berichten, dass diese mit Abstand die schlimmste ist. Aber ich hoffe, dass ich das durchstehe.
Ich kann aber jedem nur ans Herz legen, Dr. Hoffmann direkt aufzusuchen. Trotz brechend vollem Wartezimmer (manche mussten sogar draußen im Stehen warten) hat er sich alle Zeit der Welt für mich genommen und entspannt und in Ruhe mit mir über zukünftige Maßnahmen geredet. So sollte es eigentlich überall sein.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15266
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Hallo Peter,
es freut mich, dass es für Dich sehr gut gelaufen ist und die Mitleser sehr eindrucksvoll mitbekommen haben, wie sich Deine Meinung von einem Post zum anderen durch diesen Besuch verändert hat.
Trotzdem würde mich mal die konkrete Diagnose intersssieren !!
Sollte es eine "kyphotische Fehlhaltung" sein, so würde natürlich ein Korsett im Zusammenhang mit zusätzlichen Dehnübungen in kurzer Zeit viel bringen und ein Muskelaufbautraining tatsächlich zunächst mal kontraproduktiv sein. Zumindest Deine hohe Flexibilität von der Du ja berichtet hast, würde für den Erfolg einer solchen Vorgehensweise sprechen.
Gruss
Klaus
es freut mich, dass es für Dich sehr gut gelaufen ist und die Mitleser sehr eindrucksvoll mitbekommen haben, wie sich Deine Meinung von einem Post zum anderen durch diesen Besuch verändert hat.
Trotzdem würde mich mal die konkrete Diagnose intersssieren !!
Na ja, ich finde diese Zeitangaben von Dr. Hoffmann bezüglich Erwachsenen-Korsett (Du bist ja 19) eigentlich immer viel zu optimistisch.....einen Abdruck für ein Korsett machen lassen, was meine Kyphose aufrichten soll. Er ging von 2 Jahren Tragezeit aus, wobei ich denke, dass 1/2 bis 1 Jahr zusätzliches Tragen das Ganze noch etwas stabilisieren könnte.
Sollte es eine "kyphotische Fehlhaltung" sein, so würde natürlich ein Korsett im Zusammenhang mit zusätzlichen Dehnübungen in kurzer Zeit viel bringen und ein Muskelaufbautraining tatsächlich zunächst mal kontraproduktiv sein. Zumindest Deine hohe Flexibilität von der Du ja berichtet hast, würde für den Erfolg einer solchen Vorgehensweise sprechen.
Gruss
Klaus
Also er hatte viele Fachwörter benutzt, die mir nicht wirklich direkt was gesagt haben.
Woran ich mich aber erinner ist eine Kyphose von 53° und dass das linke Bein kürzer ist und daher die Beine unterschiedlich beweglich sind, die linke Schulter niedriger ist, und auch ich auch im Lendenwirbelbereich kaum beweglich bin, weshalb er mir auch das Dehnen der LWS mit zur KG notiert hat.
Ich werde aber nochmal genau mit Herrn Dr. Hoffmann über alles, was er festgestellt hat, sprechen um mir alles zu notieren, weil ja auch die örtliche KG bzw. die Leute, die diese durchführen, genauestens Bescheid wissen sollen.
Woran ich mich aber erinner ist eine Kyphose von 53° und dass das linke Bein kürzer ist und daher die Beine unterschiedlich beweglich sind, die linke Schulter niedriger ist, und auch ich auch im Lendenwirbelbereich kaum beweglich bin, weshalb er mir auch das Dehnen der LWS mit zur KG notiert hat.
Ich werde aber nochmal genau mit Herrn Dr. Hoffmann über alles, was er festgestellt hat, sprechen um mir alles zu notieren, weil ja auch die örtliche KG bzw. die Leute, die diese durchführen, genauestens Bescheid wissen sollen.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15266
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Also eine Kyphose von 53 Grad liegt etwa 23 Grad über dem Normalwinkel und ist per Definition keine kyphotische Fehlhaltung, die man wesentlich einfacher behandeln kann. Insofern wäre ich mit den 2 Jahren Korsett-Tragezeit sehr kritisch!Peter543 hat geschrieben:Woran ich mich aber erinner ist eine Kyphose von 53° und dass das linke Bein kürzer ist...
Und leider höre ich hier im Zusammenhang mit Dr. Hoffmann häufiger von der Beinverkürzung, die eigentlich relativ selten vorkommt. Meistens kommt das von einem Beckenschiefstand, der widerum von einer Skoliose ausgelöst wird. Hat er nichts von einer leichten Skoliose erzählt?
Und wie sieht es mit einem Hohlkreuz aus?
Neben @tom123 bist Du @peter543 jetzt der zweite in kurzer Zeit, wo ich mich über die ungenaue Diagnose wundere.
Online sind allerdings die Chancen für Mißverständnisse sehr hoch und man ist als Leser ja nicht dabei gewesen.
Gruss
Klaus
Also an dem Tag war ich verständlicherweise sehr aufgeregt und das alles, was er erkannt hat, hat er relativ fix formuliert.
Jedoch hat er auch eine Bechenschiefstellung festgestellt sowie eine leichte Skoliose, das ist richtig. Das ein Bein länger ist als das andere hat er aber erkannt, als ich auf dem Rücken lag und er beide Beine an meinen Körper gepresst hat. Das wurde auch schon bei meiner Musterung festgestellt.
Jedoch hat er auch eine Bechenschiefstellung festgestellt sowie eine leichte Skoliose, das ist richtig. Das ein Bein länger ist als das andere hat er aber erkannt, als ich auf dem Rücken lag und er beide Beine an meinen Körper gepresst hat. Das wurde auch schon bei meiner Musterung festgestellt.
Hallo.
Also das Korsett habe ich seit einiger Zeit und ich versuche mich gerade daran zu gewöhnen, auch wenn es an einigen Stellen sicherlich auf eine Korrektur warten muss, um es irgendwann auf 23 Stunden zu schaffen.
Was aber meine aktuelle Frage ist: ich will auch wieder Sport treiben, um etwas Gewicht zu reduzieren. Ich habe auch gehört, dass dazu Joggen bei einer starken Kyphose wie bei mir (53°) eher kontraproduktiv ist, da bei jedem Aufprallen auf dem Boden beim Joggen ja die Wirbelsäule wieder etwas gestaucht wird und das ganze abfedern muss (macht ja auch irgendwie Sinn).
Aber was ist empfehlenswert? Radfahren? Crosstrainer? Die sogenannten "Stepper"-Geräte? Und vor allem dann mit oder ohne Korsett?
Ich will halt weiterhin Sport machen können, aber ohne, dass es sich contraproduktiv auf meine Kyphose auswirkt.
Dank schonmal für eine Antwort.
mfG
peter
Also das Korsett habe ich seit einiger Zeit und ich versuche mich gerade daran zu gewöhnen, auch wenn es an einigen Stellen sicherlich auf eine Korrektur warten muss, um es irgendwann auf 23 Stunden zu schaffen.
Was aber meine aktuelle Frage ist: ich will auch wieder Sport treiben, um etwas Gewicht zu reduzieren. Ich habe auch gehört, dass dazu Joggen bei einer starken Kyphose wie bei mir (53°) eher kontraproduktiv ist, da bei jedem Aufprallen auf dem Boden beim Joggen ja die Wirbelsäule wieder etwas gestaucht wird und das ganze abfedern muss (macht ja auch irgendwie Sinn).
Aber was ist empfehlenswert? Radfahren? Crosstrainer? Die sogenannten "Stepper"-Geräte? Und vor allem dann mit oder ohne Korsett?
Ich will halt weiterhin Sport machen können, aber ohne, dass es sich contraproduktiv auf meine Kyphose auswirkt.
Dank schonmal für eine Antwort.
mfG
peter
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15266
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Dein Korsett sollte Dir schon mal über das Körpergefühl Anhaltspunkte darüber geben, wie so etwas aussehen sollte bzw. darf.Peter543 hat geschrieben:Ich will halt weiterhin Sport machen können, aber ohne, dass es sich contraproduktiv auf meine Kyphose auswirkt.
Noch besser finde ich allerdings eine Schroth KG REHA, bei der man intensiv über die individuellen Übungen u.a. auch zum richtigen Körpergefühl kommt, was eine Einschätzung zum richtigen Sport und generell zu Alltagsbewegungen fördert.
Hat Dr. Hoffmann nichts über eine REHA gesagt?
Also ich mache seit 25 Jahren Fitness Training. Das hat den grossen Vorteil, dass durch entsprechenden Muskelaufbau am gesamten Körper der Grundumsatz durch die grössere Muskelmasse steigt. Es werden mehr Kalorien verbraucht, auch wenn man ein paar Tage nicht trainiert.Was aber meine aktuelle Frage ist: ich will auch wieder Sport treiben, um etwas Gewicht zu reduzieren.
Das Gewicht ist allerdings nicht mein Problem gewesen, sondern lange Zeit die Empfehlung des damaligen Orthopäden, aufgrund meiner Hyperkyphose Fitness Training zu machen.
Erst seit meiner REHA in 2005 habe ich dann erkannt, dass da viel falsch gelaufen ist und habe dann dieses Training gezielt angepasst.
Gerade bei Kyphose kann man da über die Korrekturbewegung viel erreichen.
Das hört sich ja schon nach Fitness Studio an. Allerdings sind das nur Ausdauer Geräte, die zwar Kalorien verbrauchen, aber nicht so viel, wie man denkt. Hier ist vor allen dingen auf die richtige Haltung zu achten, die man über z.Bsp. 30 Minuten einnehmen kann oder auch nicht.Aber was ist empfehlenswert? Radfahren? Crosstrainer? Die sogenannten "Stepper"-Geräte?
Beim Fahrrad besteht nach meiner Ansicht die grössere Gefahr, das man die kyphotische Haltung noch verstärkt.
Gruss
Klaus
Nein, über eine Reha hatte Dr. Hoffman nichts erwähnt. Es ist ja auch immer die Frage, in welchen Fällen er es für sinnvoll erachtet und in welchen nicht. Aber ich kann das ja nochmals ansprechen, mal schauen, was er sagt.
Und ja, ich habe einen BMI von 26-27 und will nebenbei einfach auch abnehmen, was ja nebenbei auch nicht schlecht für die Wirbelsäule ist, da weniger Belastung.
Durch die KG die ich zurzeit mache, die nur auf Dehnen aus ist (Muskelaufbau ist laut Dr. Hoffmann erstmal tabu), kriege ich schon ein besseres Gefühl für manche Körperpartien, die ich vorher nicht oder kaum kannte oder versucht habe, in entsprechende Richtung zu bewegen/zu dehnen.
Ich bin ja nach wie vor erst am Anfang meiner Behandlung, im Januar gibt es ja die erste Untersuchung im Korsett, wo ich ja nochmals gezielt nachfragen kann.
Bezüglich Geräten: Wir denken darüber nach, uns evtl. einen Crosstrainer zu holen, sollte das laut Dr. Hoffmann ein geeignetes Gerät sein, oder eben ein anderes, was empfholen wird, weil ich nicht wegen einem Gerät monatliche Gebühr für ein Fitness Studio bezahlen werde.
Und ja, ich habe einen BMI von 26-27 und will nebenbei einfach auch abnehmen, was ja nebenbei auch nicht schlecht für die Wirbelsäule ist, da weniger Belastung.
Durch die KG die ich zurzeit mache, die nur auf Dehnen aus ist (Muskelaufbau ist laut Dr. Hoffmann erstmal tabu), kriege ich schon ein besseres Gefühl für manche Körperpartien, die ich vorher nicht oder kaum kannte oder versucht habe, in entsprechende Richtung zu bewegen/zu dehnen.
Ich bin ja nach wie vor erst am Anfang meiner Behandlung, im Januar gibt es ja die erste Untersuchung im Korsett, wo ich ja nochmals gezielt nachfragen kann.
Bezüglich Geräten: Wir denken darüber nach, uns evtl. einen Crosstrainer zu holen, sollte das laut Dr. Hoffmann ein geeignetes Gerät sein, oder eben ein anderes, was empfholen wird, weil ich nicht wegen einem Gerät monatliche Gebühr für ein Fitness Studio bezahlen werde.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15266
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Wie schon gesagt, auch ein Crosstrainer ist ein Gerät für die Erhöhung der Ausdauer. Es werden zwar einige Muskelgruppen mehr beansprucht, als z.Bsp. beim Fahrradfahren, aber das ist wirklich nicht viel.Peter543 hat geschrieben:Bezüglich Geräten: Wir denken darüber nach, uns evtl. einen Crosstrainer zu holen, sollte das laut Dr. Hoffmann ein geeignetes Gerät sein, oder eben ein anderes, was empfholen wird, weil ich nicht wegen einem Gerät monatliche Gebühr für ein Fitness Studio bezahlen werde.
In meinem Studio trainiert man im Anschluss an das Fitness Training ca. 30 Minuten, um die Ausdauer zu trainieren, die man beim reinen Muskeltraining nicht hat.
Ich sehe da bei Kyphose/Skoliose keine besondere Empfehlungsmöglichkeit und das Potential zum Abnehmen ist bei einer grösseren Muskelmasse wesentlich höher!
Solange Du offenbar stark verkürzte Strukturen hast und damit auch automatisch überdehnte Strukturen in anderen Bereichen, ist das sicherlich erst mal nicht so sinnvoll...(Muskelaufbau ist laut Dr. Hoffmann erstmal tabu),...
Aber gute Fitness Geräte haben die Dehnung in der Art der Bewegung mit "eingebaut" und wenn man das ganz gezielt macht, kann man nach der erfolgreichen Dehnungs-KG schon eine Menge machen. Ganz abgesehen davon, dass es viele Muskeln gibt, die nicht "Fehlhaltungs-relevant" sind.
Und ich bilde mir ein, dass es vielen so geht wie mir, beim Home-Training geht schnell die Motivation verloren, es fehlt die "soziale Kontrolle" und das bezahlte Training wird zum schlechten Gewissen, wenn man es nicht macht.
Im übrigen wächst sozusagen die Menge der Endorphine mit der Anzahl der trainierten Muskeln,
Gruss
Klaus
Ich glaub dir ja, dass man mit mehr Muskeln besser abnehmen kann.
Aber für 6 Monate mindestens ist Muskelaufbau halt tabu und bevor ich gar nichts gegen mein Gewicht tue würde ich halt soetwas versuchen. Mir ging es ja eher darum, dass die Art und Weise von verschiedenen Ausdauer-Übungen (Joggen, Spinning, Crosstrainer) die Kyphose nicht wirklich fördert, was beim Joggen ja z.B. der Fall wäre.
Aber im Januar habe ich ja dann den Termin wo ich bei Rahmouni und Dr. Hoffman sein werde, da werde ich das mit Sicherheit ansprechen.
Aber für 6 Monate mindestens ist Muskelaufbau halt tabu und bevor ich gar nichts gegen mein Gewicht tue würde ich halt soetwas versuchen. Mir ging es ja eher darum, dass die Art und Weise von verschiedenen Ausdauer-Übungen (Joggen, Spinning, Crosstrainer) die Kyphose nicht wirklich fördert, was beim Joggen ja z.B. der Fall wäre.
Aber im Januar habe ich ja dann den Termin wo ich bei Rahmouni und Dr. Hoffman sein werde, da werde ich das mit Sicherheit ansprechen.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15266
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
ah ja, so konkret habe ich das bislang hier im Forum noch nicht gehört.Peter543 hat geschrieben:Aber für 6 Monate mindestens ist Muskelaufbau halt tabu
Aber es ist schon so, dass eine Schroth REHA erst dann sinnvoll ist, wenn extrem starke Verkürzungen beseitigt sind. Auch wenn dort u.a. intensiv gedehnt wird. Die spezielle KG und Dein Korsett werden da sicherlich gute Arbeit leisten.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass man unter dem Korsett-Schutz durchaus 6 Monate warten kann, um dann über eine zusätzliche REHA zu sprechen. Die wird unter dieser verbesserten Situation auch intensiver wirken können.
Bei augenblicklich "nur" 53 Grad (ca. 23 Grad über Normalwinkel) und aufgrund der starken Verkürzungen gibt es für Dich offenbar optimale Chancen.
Gruss
Klaus
Hallo erneut.
Ich habe das Korsett jetzt seit Mitte Dezember und komme mittlerweile, auch wenn nicht all zu schnell, immer besser damit zurecht. Schlafen konnte ich darin noch nicht, nicht einmal einschlafen. Ich habe es schon sicherlich 10 mal probiert, aber oft ist es so, dass das linke Polster auf meine Brust drückt, in etwa da wo das Herz sitzt. Auch wenn es in keinster Weise weh tut, spürt man doch leicht das pochen, wie wenn man z.B. ein Pflaster ganz eng um den Finger macht. Und daran scheitert es meistens, dass ich damit wirklich einschlafen kann. Aber ich hoffe, dass ich das auch noch in den Griff bekomme.
Ich habe auch vor, es irgendwann zum Arbeiten anzuziehen, aber a) brauche ich dazu noch größere Hosen und b) will ich das erst machen, sobald man von der Seite das Korsett am Rücken nicht mehr sieht. Dadurch, dass mein Rücken ja nicht wie ein Brett flach anliegt, sieht man halt hinten am Hend, dass etwas absteht. Und das möchte ich nicht, dass das jemand sieht.
Soviel zu meinem aktuellen Bericht, meine Frage ist viel mehr: ich habe ja eine Kyphose von 53°, aber auch ein ziemliches Hohlkreuz (siehe Bilder). Aber ist ein doch schon stark ausgeprägtes Hohlkreuz wie in meinem Fall nicht auch gleichzeitig eine Lordose? Das habe ich erst kürzlich hier im Forum gelesen und weder Dr. Hoffmann noch Herr Rahmouni hatten etwas dazu gesagt.
Beste Grüße
Peter
Ich habe das Korsett jetzt seit Mitte Dezember und komme mittlerweile, auch wenn nicht all zu schnell, immer besser damit zurecht. Schlafen konnte ich darin noch nicht, nicht einmal einschlafen. Ich habe es schon sicherlich 10 mal probiert, aber oft ist es so, dass das linke Polster auf meine Brust drückt, in etwa da wo das Herz sitzt. Auch wenn es in keinster Weise weh tut, spürt man doch leicht das pochen, wie wenn man z.B. ein Pflaster ganz eng um den Finger macht. Und daran scheitert es meistens, dass ich damit wirklich einschlafen kann. Aber ich hoffe, dass ich das auch noch in den Griff bekomme.
Ich habe auch vor, es irgendwann zum Arbeiten anzuziehen, aber a) brauche ich dazu noch größere Hosen und b) will ich das erst machen, sobald man von der Seite das Korsett am Rücken nicht mehr sieht. Dadurch, dass mein Rücken ja nicht wie ein Brett flach anliegt, sieht man halt hinten am Hend, dass etwas absteht. Und das möchte ich nicht, dass das jemand sieht.
Soviel zu meinem aktuellen Bericht, meine Frage ist viel mehr: ich habe ja eine Kyphose von 53°, aber auch ein ziemliches Hohlkreuz (siehe Bilder). Aber ist ein doch schon stark ausgeprägtes Hohlkreuz wie in meinem Fall nicht auch gleichzeitig eine Lordose? Das habe ich erst kürzlich hier im Forum gelesen und weder Dr. Hoffmann noch Herr Rahmouni hatten etwas dazu gesagt.
Beste Grüße
Peter

