Skoliose als Erwachsener

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Steffix2

Skoliose als Erwachsener

Beitrag von Steffix2 » Mi, 26.02.2020 - 11:15

Hallo zusammen,

nach dem ich bei meinem Hausarzt mehrmals abgewiesen wurde bzw. Schmerzmittel verordnet bekam, hatte ich vor ein paar Tagen endlich einen Termin beim Orthopäden bekommen. Dem war nach einer Haltungsbeurteilung gleich klar das was nicht stimmt und ich wurde geröngt. Zu sehen war eine deutliche Wirbelsäulenverkrümmung im Lendenwirbelbereich. Ich war geschockt, hatte mich mit dem Thema noch nie beschäftigt, also auch nicht nach Schweregrad oder Winkel gefragt....
Wegen meiner Schmerzen habe ich Schmerzmittel und Entzündungshemmer bekommen, bisher aber keine Verbesserung, eher das Gegenteil. Ich bin mir absolut unschlüssig wie ich weiter vorgehen soll, besonders gut aufgehoben bzw beraten fühle ich mich bei diesem Orthopäden nicht.....
Zufällig jemand hier, bei dem eine Skoliose auch erst mit Mitte 20 entdeckt wurde? Irgendwelche Tipps oder Erfahrungen was man machen kann? Gute Adressen von Orthopäden oder Kliniken im süden Deutschland?

Liebe Grüße Steffi

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Klaus
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Re: Skoliose als Erwachsener

Beitrag von Klaus » Mi, 26.02.2020 - 17:57

Hallo Steffi,

zunächst mal möchte ich Dir empfehlen, Dich hier anzumelden, weil mit Sicherheit viele weitere Fragen auftauchen werden.
besonders gut aufgehoben bzw beraten fühle ich mich bei diesem Orthopäden nicht....
Das ist leider bei vielen Orthopäden so.
Irgendwelche Tipps oder Erfahrungen was man machen kann? Gute Adressen von Orthopäden oder Kliniken im süden Deutschland
Die Spezialisten findest Du hier:
http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... =25&t=6472
Bitte auch unbedingt die Einleitung lesen! Es gibt wirklich nur ganz wenige Spezialisten, von denen hier im Forum gute Erfahrungsberichte vorliegen.

Gruß
Klaus

Saphira
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Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
Hüftdysplasie bds.
Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen

Re: Skoliose als Erwachsener

Beitrag von Saphira » Mi, 26.02.2020 - 20:24

Hallo Steffi,

bei mir wurde die Skoliose zwar beiläufig mit 17 erkannt, aber außer 1x unnütze KG jahrelang nicht weiter beachtet. Erst ebenfalls mit Mitte 20, als erste Beschwerden auftraten, bin ich das Ganze angegangen. Ich hatte zu der Zeit das große Glück, dass ich studiumbedingt in der Nähe von Leonberg gewohnt habe und somit mit Dr. Hoffmann einen Spezialisten praktisch direkt vor der Haustür hatte. Inzwischen bin ich wieder weiter weggezogen, fahre aber zu Kontrollen weiterhin ab und zu nach Leonberg, inzwischen zur Nachfolgerin von Dr. Hoffmann Frau Dr. von Richthofen. Ich bin dort soweit zufrieden, war bereits 2x zur Schroth-Reha in Bad Sobernheim und habe auch bei mir am Heimatort eine Schroth-Therapeutin gefunden, zu der ich hin und wieder mit KG-Rezept gehe.

So gesehen gibt es in Süddeutschland auf jeden Fall Spezialisten. Dem Rest kann ich mich Klaus' Rat anschließen.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.

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Re: Skoliose als Erwachsener

Beitrag von kuddelmuddel123 » Do, 27.02.2020 - 22:31

Hallo Steffix,

bei mir wurde die Skoliose erst im Alter von 48 festgestellt. Aufgrund eines Fotos aus dem Alter von 35 ist klar, dass damals nichts sichtbar war.
Leider glauben mir das ganz wenige, weil fast jede Skoliose im kindes- oder jugendlichen Alter entsteht.

Was habe ich nach der Diagnose getan:
- ich habe im Internet mir viele Informationen zusammen gesucht
- festgestellt, dass der örtliche Orthopäde keine Ahnung hat
- von ihm immerhin die Empfehlung für eine Reha in Bad Sobernheim bekommen habe
(musste ich allerdings ihm massiv vorschlagen, der Tipp kam hier aus dem Forum)
- eine Physiotherapeutin gesucht, die mit mir Schroth-Gymnastik begonnen hat
- die Reha gemacht, zunächst 3 Wochen, dann um 1 Woche verlängert
in diesem Rahmen festgestellt, dass die Physiotherapeutin mich seitenverkehrt trainiert hat
- daher nach der Reha eine neue Therapeutin gesucht und gefunden
- die in der Reha gelernten Übungen seither sehr regelmäßig und oft zu Hause und mit der Physiotherapeutin durchgeführt
- gut 15 Monate nach der Reha habe ich begonnen ergänzend Spiraldynamik zu lernen, leider zunächst in einer ungeeigneten Schulung in Zürich
etwas später bei einem niedergelassenen Spiraldynamik-Trainer in Wohnortnähe
- 2 Jahren nach der Reha eine Wiederholungswoche in Bad Salzungen gemacht habe
- seit dem trainiere ich eine Mischung aus Schroth und Spiraldynamik, beides an 5 von 7 Tagen zu Hause, gesamt 30 Minuten pro Tag

Inzwischen sind 4,5 Jahre seit der Diagnose vergangen.
Es ist zumindest keine Verschlechterung mehr aufgetreten. Durch die Spiraldynamik habe ich eine leichte Taubheit in einem Zeh wieder weg gebracht. Hier hat Schroth alleine mir nicht geholfen.

Viele Grüße,
Kuddelmuddel

Steffix2

Re: Skoliose als Erwachsener

Beitrag von Steffix2 » Sa, 29.02.2020 - 16:32

Danke für eure Antworten

Aufgrund eines Tipps einer Bekannten der ich meine Schmerzen beschrieben habe, vermute ich mittlerweile meine Skoliose ist die Folge eines Morbus Bechterew. Alle Symptome passen wie Faust aufs Auge....
Jetzt weiß ich allerdings noch weniger was ich machen soll.... Für den Rheumatologen meiner Wahl brauch ich einen Überweisungsschein, das heißt ich muss meinem Orthopäden die Vermutung schildern. So kompetent wie ich ihn einschätze wird das eher ein unangenehmes Gespräch... Aber es wird wohl nichts helfen, ich werd mir gleich nächste Woche einen Termin geben lassen.

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