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Schüler in der Schule auf ihren Rücken ansprechen?

Verfasst: So, 26.04.2009 - 13:31
von Schnecke007
Hallo Ihr!

Ich frage mich in letzter Zeit öfter - wenn als Lehrerin ich an der Schule einen Schüler sehe, der offensichtlich unter Skoliose oder Hyperkyphose/-lordose leidet, soll ich ihn darauf ansprechen? :gruebel: Dabei bedenke ich zwei Dinge:

1. Es wäre bei mir selbst sehr gut und hilfreich gewesen, wenn mich irgendjemand in meiner Jugend darauf hingewiesen hätte, dass ich evtl. eine Skoliose haben könnte. Meine Skoliose wurde erst mit 22 erkannt und man hätte mir sicher in jüngerem Alter noch besser helfen können.

2. Schüler haben ein Recht auf Privatsphäre. Dazu möchte jemand, der schon weiß, was er hat, wahrscheinlich nicht ständig darauf angesprochen werden. Damit wird dem Jugendlichen ja signalisiert, dass sein Rücken auffällt, was bestimmt das Letzte ist, was man sich wünscht.

Daher meine Frage an die Jugendlichen unter Euch: :confused:
Soll ich betreffende Schüler (oder auch deren Eltern?) ansprechen oder lieber nicht? Wenn ja, wie und in welcher Form wäre Euch persönlich das am angenehmsten?

Gern dürfen sich auch Eltern melden, wie sie dazu stehen, bzw. können die erwachsenen User in Erinnerung an ihre Schulzeit ;) ihre Meinung abgeben.

:halloatall: Danke und viele Grüße,
Schnecke

Re: Schüler in der Schule auf ihren Rücken ansprechen?

Verfasst: So, 26.04.2009 - 13:50
von BZebra
Schnecke007 hat geschrieben:wenn als Lehrerin ich an der Schule einen Schüler sehe, der offensichtlich unter Skoliose oder Hyperkyphose/-lordose leidet, soll ich ihn darauf ansprechen?
Absolut, stell dir mal vor, der Schüler weiß nichts davon. Was meinst du, wie viele erst mit 60 Grad das erste mal diagnostiziert werden. Dann ist ja schon fast alles zu spät.

Ich würde ihr/ihm auf alle Fälle sagen, du hättest gesehen, dass er/sie eine Skoliose/Kyphose hat, und du wolltest mal fragen, in wie weit er/sie dafür denn in Behandlung ist, weil du hättest Fälle erlebt, bei denen sich das während des Wachstums ganz schnell rapide verschlechtert hätte, obwohl die Skoliose schon seit Kindheit bestanden hatte und sich ganz gut gehalten hätte, und das halt, weil diejenigen entweder garnicht in Behandlung waren oder in schlechter Behandlung, es wäre gar nicht so bekannt, dass die meisten Behandlungen, die gegen Skoliose durchgeführt würden, in wirklichkeit für die Katz wären. Deswegen wolltest du mal nachfragen.

Sei halt einfach ganz offen und sag deine Beweggründe dazu. Das ist ja eigentlich die Message, die du rüber bringen willst, dass das behandelt werden muss und dass es nicht von irgend jemandem behandelt werden kann. Du willst demjenigen ja nicht lediglich mitteilen, dass du es gesehen hast.
Dazu möchte jemand, der schon weiß, was er hat, wahrscheinlich nicht ständig darauf angesprochen werden.
Da müsste der oder diejenige aber schon eine deutlich sichtbare WS-Deformität mit Rippenbuckel haben.
Damit wird dem Jugendlichen ja signalisiert, dass sein Rücken auffällt, was bestimmt das Letzte ist, was man sich wünscht.
Auch da kannst du dazu sagen, dass du dafür ein Auge hättest weil du selbst betroffen bist und es nur deshalb gesehen hättest.
oder auch deren Eltern?
Ja, das finde ich zusätzlich sogar noch besser, weil wenn du da ankommst mit Korsett, dann erzählt der Schüler zu Hause aus lauter Angst, so was dann zu bekommen (man meint ja das braucht man nicht, geht ja bis jetzt auch ohne), gleich gar nichts.
Wenn ja, wie und in welcher Form wäre Euch persönlich das am angenehmsten?
Ganz offen, dass du das gesehen hättest, ob der Schüler davon weiß. Dass du das selbst hättest und daher irgendwie mehr sensibel als andere wärest und dir solche Sachen deshalb auffallen. Und dann halt losfragen, wie wir das hier auch machen, ob er/sie die Gradzahl wüsste, ob er/sie in Behandlung ist usw. Und wenn du meinst, erkennen zu können, dass die Behandlung nicht ausreicht, dann erzähl einfach, was du von anderen weißt, was denen passiert ist, und dass sie sich wirklich um bessere Behandlung kümmern müssen, weil das ganz schlimm ins Auge gehen könnte. Und sag ihnen direkt auch wie. Kannst ja einen anderen Tag was ausgedrucktes mitbringen.

Es ist dabei auch immer gut, wenn du die aktuelle mangelhafte Behandlungssituation als einen bekannten Fakt hinstellst, und damit gleich die Meinung irgend eines niedergelassenen Orthopäden oder auch von Orthopäden in Universitätskliniken (sind meistens nicht viel besser sind) weitgehend entwertest und dich selbst drüber stellst, und den Schüler und die Eltern zur Selbstinformation anleitest.

Du bist als Lehrerin eigentlich in einer richtig schönen Position, weil du ein medizinischer Laie bist, und du deine Meinung zu den Dingen ganz offen äußern kannst, während zum Beispiel Physiotherapeuten oft viel mehr Probleme haben, den Eltern klar zu machen, dass das Korsett nichts ist, wenn es da einen Arzt gibt, in dessen Kompetenzbereich sie nicht hineinfunken dürfen. Du bist da wunderbar außenvor und hast genau die selben Möglichkeiten, Informationen zu geben, wie wir hier im Forum auch, ohne uns um die Empfehlungen der Ärzte kümmern zu müssen.

Verfasst: So, 26.04.2009 - 14:11
von Thomas
Also ich finde auch, Du solltest es auf jeden Fall ansprechen!

Ich glaube sogar, dass es dem Schüler / der Schülerin sogar gar nicht unlieb ist, wenn Du ihn / sie ansprichst, da er / sie dann sieht, dass er/ sie nicht so allein mit der 'Krankheit' ist, da Du ja selbst auch betroffen bist. Außerdem merkt er /sie, dass sich hier jemand kümmert, und dass er / sie Dir nicht unwichtig ist.

In wieweit Du auf die Behandlung Einfluß nehmen kannst sehe ich etwas kritischer als BZebra. Ob Du Dich wirklich einmischen solltest, wenn Du den Eindruck hast, dasss die bereits eingeleitetet Behandlung nicht den Qualitätsstandards entspricht, weiss ich nicht. Hier könnten die Eltern sehr schnell negativ reagieren, wenn ein Lehrer die Entscheidungen von Ärzten und Eltern beurteilt und kritisiert. Hier wäre ich etwas vorsichtig und würde mich nur einmischen, wenn ich wirklich eklatante Probleme sehe.

Thomas

Verfasst: So, 26.04.2009 - 14:20
von minimine
Hallo Schnecke,
also ich würde es auch ansprechen. Wenn man es schon äußerlich sieht, dann ist die Skoliose ja schon etwas schlimmer und so müsste der/die Jugendliche eigentlich in Behandlung sein.
Ich würde es aber auf jedenfall so machen, dass die Mitschüler nichts davon mitbekommen.
Kann man als Lehrer nicht die Eltern zusammen mit dem Kind in die Sprechstunde einbestellen?

Ich finde, was Besseres könnte deinem Schüler eigentlich gar nicht passieren, als dass du ihn darauf aufmerksam machst. Ich würde auch die Eltern gleich aufklären, z.B. dass es nur sehr wenige gute Ärzte und Techniker gibt, welche KG, über Reha etc.
Vielleicht könntest du dem Schüler ja auch von dir erzählen, so dass er nicht gleich verschreckt wird.

LG
Minimine

Re: Schüler in der Schule auf ihren Rücken ansprechen?

Verfasst: So, 26.04.2009 - 17:08
von BlümchenRose
Hallo Schnecke!

Ich find das Thema ein bisschen heikler...
Ich bin in der Schule einmal von 2 Lehrerinnen angesprochen worden (allerdings erst nach meiner Diagnose) und fand das gar nicht so toll... Allerdings muss man dazu sagen, dass ich da in einer Phase war, wo ich die ganze Skoliose und Korsett und so völlig verdrängen wollte, und von daher war in dieser Zeit eh alles nicht so einfach...
Schnecke007 hat geschrieben:Ich frage mich in letzter Zeit öfter - wenn als Lehrerin ich an der Schule einen Schüler sehe, der offensichtlich unter Skoliose oder Hyperkyphose/-lordose leidet, soll ich ihn darauf ansprechen? :gruebel:
Mir gehts als Skoliotikerin und Schülerin auch nicht besser. Ich seh hier und da schon mal Leute in meiner Klasse, wo meiner Meinung nach am Rücken schon was nicht in Ordnung ist, allerdings trau ich mich eher nicht, sie anzusprechen. Hab Angst vor ihrer Reaktion...
Schnecke007 hat geschrieben:Wenn ja, wie und in welcher Form wäre Euch persönlich das am angenehmsten?
Also auf jeden Fall irgendwie privat. Die Mitschüler sollten nichts davon mitbekommen, sonst muss man danach allen erzählen, was jetzt der Lehrer / die Lehrerin von einem wollte.
Und ich glaub dann wärs am leichtesten darüber zu sprechen, wenn du erklärst, warum dir das aufgefallen ist, dass du eben auch betroffen bist und so. Das ist sicher ein guter Weg.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass du bei manchen keine Reaktion auslöst, wenn du nur ihnen von so etwas wie "Skoliose" oder so erzählst. Da wärs sicher geschickter die Eltern auch zu informieren... Sonst könnt das alles umsonst sein, wenn der Schüler dann sozusagen dich quatschen lässt, schön mim Kopf nickt und dann aber nix macht...

Ich weiß nicht, welche Fächer du gibst, aber vielleicht... Ich weiß nicht, ob die Idee nicht zu abgedreht und doof ist...
Wenn du jetzt einen Schüler hast, der deines Erachtens eine derartige Deformation hat, dann könntest du ihn / sie auch ein Referat drüber halten lassen. Vielleicht fällt ihm / ihr dann gleich selber auf, dass sie / er das hat und dann könntet ihr drüber reden. Aber das ist wahrscheinlich auch nicht das wahre :/

Liebe Grüße
Bettina

Verfasst: So, 26.04.2009 - 17:47
von Schnecke007
Hallo und danke für Eure Antworten!

Ich dachte mir schon, dass die Erwachsenen mir alle dazu raten, die betreffenden Schüler anzusprechen... :D
Dass das eine private Sache ist, welche die anderen nichts angeht, ist schon klar. Würde ich mir keine Gedanken um meine Schützlinge machen, hätte ich hier ja nicht geschrieben. ;)

Wir Erwachsene sehen die Sache natürlich aus einem anderen Blickwinkel. Die Jugendlichen selbst - wie Bettina ja schon schreibt - stehen evtl. ganz anders dazu. Mich würden daher noch mehr Meinungen von Schülern interessieren.

Danke Bettina für den Tipp mit dem Referat, aber davon abgesehen, dass meine Fächer das nicht hergeben (höchstens Winkel berechnen! :D ), glaube ich, dass der Schüler sich da gegebenenfalls für dumm verkauft vorkommt. So als Wink mit dem Laternenmast.

Viele Grüße,
Schnecke

Verfasst: So, 26.04.2009 - 20:18
von Lady S
Hallo Schnecke,
ich versetze mich jetzt mal zurück in meine Schulzeit.
Meine Sportlehrerin hat mich mitten im Unterricht und vor versammelter Mannschaft auf meinen krummen Rücken angesprochen und ("ich darf doch mal das Hemd hochschieben") ihn allen vorgeführt.
Ich wäre am liebsten im Boden versunken.
Ich war ein unglücklicher und verunsicherter Teenager und empfand das seitens der Lehrerin als Kritik an meinem Körper und groben Eingriff in meine Privatsphäre.
Zuhause habe ich kein Wort davon erzählt.

Heute als Erwachsene sehe ich das natürlich anders und Du würdest die Sache ja auch sicherlich nicht so angehen...

Grüsse, Lady S

Verfasst: So, 26.04.2009 - 20:23
von Dalia
Hallo Schnecke,

ich bin ja keine Schülerin mehr, aber ich war mal eine. :D

Als Lehrerin würde ich so ein Thema eher bei einem Eltern(sprech)abend ansprechen, z.B. zum Thema Gesundheit oder Sport; da du persönlich betroffen bist, bietet es sich an, ich würde die Eltern der betroffenen Schüler natürlich nicht vor versammelter Runde auf das Problem ihres Kindes ansprechen.

Sonst könnte man - z.B. im Bio- oder im Sportunterricht von Schülern ein Referat erstellen lassen und dazu Infomaterial mit Fotos zur Verfügung stellen. ;) Und natürlich suchen die Schüler selbst aus, zu welchem Thema sie ein Referat halten möchten. Schnecke, da könntest du deine Kollegen, die die betreffenden Schüler in diesen Fächern unterrichten, drauf ansprechen.

Ansonsten bietet sich so ein Thema im Unterricht evt. auch in Sozialkunde zum Thema "Behinderung", "Gesundheit", "Alter", "Volkskrankheiten" an. Selbst im Fach Deutsch könnte man Texte dazu erarbeiten :eek: und Fotos dazu zeigen, die den Deutschunterricht auflockern.

Verfasst: So, 26.04.2009 - 20:32
von mamaratlos
:halloatall: Huhu Schnecke

Für mich als Erziehungsperson hätte ich das Super gefunden wenn man darauf hingewiesen wird.Aber in der Momentaren Lage unserer Großen (geht zur Berufschule) fände ich das wirklich besser sich erst mit den Erziehungsberechtigen sich in verbindung zu setzen.Unsere reagiert ziemlich allergisch auf alle die auserhalb der Familien und Freunde sind.
Vieleicht kommst es ja mehr auch auf das Alter an :nixweiss:
Finde es aber sehr toll wie du als Leherer auf so was kommst.Den ich kenn einige Schulen wo die Leherer eigentlich froh sind Feierabend zu haben um überhaupt auf irgendwelche veränderungen zu Achten.Nicht´s gegen Leherer,kann sie größtenteil ja versteh bei den großen Schülerzahl in den einzelnen Klassen.Den richtigen Weg zu finden glaub hängt viel von jeden einzelnen ab.



Viele liebe grüße aus den Ruhrpott


Mamaratlos

Verfasst: Mo, 27.04.2009 - 20:58
von tippi
Hallo Schnecke,

ich habe in meiner Schule auch schon welche mit einer offensichtlichen Skoliose entdeckt, habe aber nichts gesagt.
Ich denke einfach, wenn mir jemand fremdes jemand erzählt hätte, dass ich Skoliose hätte, hätte ich nur gedacht, was will der denn, der ist doch gar kein Orthopäde, der soll sich mal lieber um sich selber kümmern.

Ich persönlich würde auch von keinem Lehrer auf meinen Rücken angesprochen werden wollen. Ich würde mir dann echt Gedanken machen, wie hässlich mein Rücken ist, wenn es schon meinem Lehrer auffällt, der mich nur ein paar Stunden die Woche sieht.
Außerdem würde ich das als Eingriff in meine Privatsphere sehn, mich stört dass sowieso wenn Lehrer sich in das Privatleben der Schüler einmischen. Meine Bio Lehrerin hat mal ins Tagebuch geschrieben xxxx hustet im Unterricht sehr häufig. Ich kam mir da echt bescheuert vor.
Mein Mathe Lehrer hat meiner Mutter am Elternsprechtag gesagt, dass ihm auffällt, dass ich so starken heuschnupfen habe, ob wir es denn schonmal mit Homöophatie probiert hätten, das hätte ihm gut geholfen. Das fand ich dann total Ok.

Natürlich denke ich jetzt wo ich weiß, dass ich Skoliose habe, dass man so etwas schon sagen sollte.
ch würde den Schüler aber nicht persönlich darauf ansprechen, sondern das eher über die Eltern machen.

Liebe Grüße
tippi

Verfasst: Mo, 27.04.2009 - 22:38
von Schnecke007
Finde es aber sehr toll wie du als Leherer auf so was kommst.
:embarrassed: Danke schön! Aber die meisten Lehrer, die ich kenne, sind eigentlich ziemlich engagiert... Ich glaube nicht, dass ich da so ein Sonderfall bin. Eher ist das Lehrerbild nach außen verzerrt.

Also würdet Ihr grundsätzlich sagen, ich soll lieber die Eltern ansprechen als die Schüler selbst? Ich frag mich eben, ob man sich als Schüler da nicht übergangen fühlt...

Viele Grüße,
Schnecke

Verfasst: Mo, 27.04.2009 - 23:12
von Dalia
Schnecke, ich würde beide ansprechen.

Referate

Verfasst: Mo, 27.04.2009 - 23:18
von Cranberry
Hallo, Schnecke007, Hallo Forumsmitglieder!

Also, als ich noch zur Schule ging wurde ich von mehreren Othopäden mit einer normalen KG behandelt, ich wurde weder über die Behandlungsmöglichkeiten, noch über die Folgen, die Skoliose mit sich bringt informiert. Nicht über OP, nicht über Korsett, nicht über Katharina Schroth wusste ich! Und das bei 40°!!!
Mir wurde nur gesagt, dass man da nichts machen kann, und ich soll nur kommen, wenn ich Schmerzen habe!

Ich habe mich so gefühlt als wäre ich ganz allein auf der Welt mit so einer Krankheit.

Ich wäre echt froh, wenn ich so eine Lehrerin (nein, IRGENDJEMANDEN!!) hätte, die mich aufgeklärt hätte und mir auch noch einen oder anderen Arzt empfehlen würde.

Referat könnte man im Ramen der Prophylaxe in der Klassenstunde so in der 6,7,8 Klasse halten lassen. Anschliesend eine Diskussion zum Thema wie sich sowas Vorbeugen/Früherkennen lässt, damit sich dasganze im Hinterkopf absetzt.

So, jetzt habe ich mein Senf dazu gegeben!

LG :)

Verfasst: Di, 28.04.2009 - 11:01
von MausiMelli
hi!
Also ich würde auf jeden fall sie oder ihn drauf ansprechen!
Es kommt halt auch drauf an was du für einen Bezug zu den Schülern hast!
Also von einer die voll streng ist würde ich mich nciht ansprechen lasen!
Aber überfordere das kind nicht erkläre vorsichtig was es hat und rede mit den eltern!
lg Mellli

Verfasst: Di, 28.04.2009 - 22:22
von Schnecke007
Also: Behutsam und natürlich ganz persönlich mit dem betreffenden Schüler sprechen, sofern ich das Gefühl habe, zu diesem Schüler ein passables Verhältnis zu haben. Parallel dazu die Eltern informieren - spricht da etwas/jemand dagegen?

Die oben geschilderte Szene mit der Turnstunde, das Bloßstellen vor der versammelten Mannschaft, sowas kann mich echt wütend machen :boese: . Wozu wird so jemand Pädagoge??

Viele Grüße,
Schnecke

Verfasst: Mi, 29.04.2009 - 14:55
von Dolphingirl94
Ja, ich denke, so kannst du es machen.

Was Cranberry beschrieben hat, ist auf jeden Fall gut nachbar, vielleicht in einer Stunde vor den Ferien. Du könntest ein Referat(im Bio-Unterricht) über Wirbelsäulenkrankheiten vergeben oder selbst etwas dazu erzählen. Vllt. kannst du ja auch beschreiben, dass du auch betroffen bist (musst ja nicht in die Details gehen), das kommt immer gut an. Dann kannst du sagen, dass es einen realtiv einfachen Test gibt, um Skoliose aus zu schließen/"diagnostizieren" und dann kannst du den Vorbeugetest machen. Ich könnte mir vorstellen, dass das eine ganz witzige Aktion ist.

LG Doro

Verfasst: Mi, 29.04.2009 - 17:34
von Dalia
Hallo Doro, als Lehrerin würde ich mich nicht vor den Schülern vorbeugen. Erst recht nicht mit nacktem Rücken. :D

Verfasst: Mi, 29.04.2009 - 17:57
von minimine
Also ich würde ehrlich gesagt erst mal Abstand von Referaten etc. nehmen. Wenn der oder die Schüler/-in noch nichts von der Skoliose weiß, wird das allein erstmal ein Schock sein. Wenn der Schüler dann später der Klasse davon erzählen will, kann man immer noch darüber nachdenken. Aber ich denke, jetzt sollte man erstmal behutsam den Schüler ansprechen. Ich würde die Eltern in die Schule einbestellen, zusammen mit dem jew. Schüler und es dann der Familie gleichzeitig sagen.

LG
Minimine

Verfasst: Mi, 29.04.2009 - 18:20
von Schnecke007
als Lehrerin würde ich mich nicht vor den Schülern vorbeugen. Erst recht nicht mit nacktem Rücken. :biggrin:
:D Nee, ich auch nicht! Ich dementiere außerdem, dass ich Bio unterrichte! :gruebel: :scherzkeks:

Danke für Eure Meinungen!
Schnecke

Verfasst: Mi, 29.04.2009 - 20:19
von monalisa
Hallo Schnecke,

Also ich würde die Schüler schon drauf ansprechen.
Aber nicht, wenn andre dabei sind (außer enge Freunde).
Genausowenig würd ich den Schüler aber zu einem Einzelgespräch bitten. Das ist für Schüler immer peinlich. Am besten wärs, denjenigen drauf anzusprechen, wenn man grad eh was allein mit ihm bespricht (GFS, Referat, KA)...hoffe, ich hab dir geholfen.

lg monalisa