Zustand 15 Jahre nach der OP

Schreibe deinen Erfahrungsbericht zur Skoliose, Schmerzbekämpfung etc. oder tausche Erfahrungen mit Leidensgenossen aus
hartmut

Beitrag von hartmut »

Hallo Steffi,
danke das du geantwortest hast.
Ich bin 1972 wie gesagt operiert worden. Nach Harrington. Wieviele Wirbel versteift worden sind weiß ich nicht mehr. Auch an den Grad der Krümmung kann ich mich nicht erinnern. Ich weiß aber definitiv das ich 8 cm länger geworden bin. Die Wochen im Streckgibs vor der Op. waren echt nicht leicht. :( Von den 3 Monaten streng im Bett liegen gar nicht zu reden. Insgesmt hatte ich damals 10 Monate Gips. Du auch? Erst voll, dann der " Böhler " und anschließend den Gehgips.
Was solls, bin heilfroh das diese Zeit vorbei ist. Die ganze Schinderei hat sich aber gelohnt. Der Rippenbuckel ist da und daran gibts nichts zu ändern.
Wie gesagt: Mir gehts gut, mache jeden Sport mit.
Die Welt kann so schön sein. Machen wir was draus!
Liebe Grüße :D :D ;D
Hartmut
Kiesel
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Beitrag von Kiesel »

Hallo,

ich bin Kiesel, 32 Jahre, und wurde 1987 in Dresden an der Wirbelsäule operiert. Auch mir wurde ein Harringtonstab eingesetzt.

Als ich das Forum im Internet gefunden habe war ich völlig erstaunt, das andere Operierte ähnliche Probleme haben wie ich. Irgendwie hatte ich mir noch nie Gedanken darum gemacht, wie es wohl anderen ergehen mag.

Nach Gipsbett, unendlich viel Krankengymnastik und vielen, vielen Korsetts blieb wohl im Alter von 13 Jahren nur die Operation. Eigentlich ging es mir jahrelang wirklich gut. Abgesehen von dem Tinnitus, der direkt nach der Operation einsetzte, hatte ich kaum Beschwerden. Das Rauschen im Ohr wurde von den Ärzten immer als Einbildung abgetan und so habe ich gelernt gut damit zu leben.

Doch nach der Geburt meiner beiden Kinder (2000,2003) gab es immer öfter Verspannungen im Hals- und Nackenbereich. Mit Physiotherapie und Massage konnten die immer gut behandelt werden.
Seit ca. 3 Monten schlafen mir jedoch immer öfter die Hände ein und die Verspannungen nehmen zu. Nach Rücksprache mit meinem Arzt wurde endlich einmal die komplette Wirbelsäule geröngt. Irgendwie war immer nur wichtig, ob der Stab noch festsitzt und sich die Skoliose verschlimmert hat. Nie wurde weiter nach oben oder unten geschaut. Jetzt also ein komplettes Bild!

Und siehe da, durch die Überlastung der Halswirbelsäule ist da eindeutig eine Krümmung zu sehen, wodurch wohl die Nerven der Hände irritiert werden.
Jetzt bekomme ich Manualtherapie, Massage und Fango, was aber immer nur für kurze Zeit hilft (2-3 Tage).

Würde mich gern mit anderen betroffenen austauschen und schreiben.

Gruß Kiesel




:juggle:
holly-dolly

Beitrag von holly-dolly »

Hallo,
schön von anderen zu lesen, hatte 1980 in der WWK nach der Harrington Methode eine op. Versteifung Th2-L3.Vorher 130 ° jetzt 52°.Bis vor zwei Jahren ging es mir sehr gut.
Habe zwei Kinder und war Halbtags beschäftigt. Dann fing alles an. Akute schmerzen im LW Bereich konnte kaum laufen oder sitzen. Wachte wegen schmerzen auf und nicht weil ich ausgeschlafen hatte. Bin von einen Arzt zum anderen. Viele tolle Aussagen .Das beste in Minden bei der Neurologie(sollte mich dort vorstellen, verdacht auf Bandscheibenvorfall)
„Was ist das denn für eine konstruktion.“ Somit hatte s ich der Besuch dort auch wirklich gelohnt. Dann in Damp 2000,dort stellte man fest das man nichts feststellen könne und verwies mich in das Klinikum Neustadt (Prof. Halm).Dort hatte ich im Dez 2005 einen Ambulanten Termin bekommen und zwar schon 3 Wochen nach meiner Anfrage für einen Termin. Vom 19.01-26.01 2006 war ich dort zur Stufendiagnostik ,war wirklich kein Zuckerschlecken für mich. Diagnose: Initiale Bandscheibendegeneration L4/5;Flat Back bei Retrolithesis (?) L3/4. Therapie: Thermische Facettenkoagulation L3-5.Das heißt es wurden dort beidseitig die Nerven verödet. Und siehe da die Schmerzen sind zur Zeit verschwunden. Bin zum Wochenenddauerschläfer aufgestiegen. War sogar wieder reiten. Die Klinik kann ich nur empfehlen, alle super nett dort.
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