Hallo,
ich bin Kiesel, 32 Jahre, und wurde 1987 in Dresden an der Wirbelsäule operiert. Auch mir wurde ein Harringtonstab eingesetzt.
Als ich das Forum im Internet gefunden habe war ich völlig erstaunt, das andere Operierte ähnliche Probleme haben wie ich. Irgendwie hatte ich mir noch nie Gedanken darum gemacht, wie es wohl anderen ergehen mag.
Nach Gipsbett, unendlich viel Krankengymnastik und vielen, vielen Korsetts blieb wohl im Alter von 13 Jahren nur die Operation. Eigentlich ging es mir jahrelang wirklich gut. Abgesehen von dem Tinnitus, der direkt nach der Operation einsetzte, hatte ich kaum Beschwerden. Das Rauschen im Ohr wurde von den Ärzten immer als Einbildung abgetan und so habe ich gelernt gut damit zu leben.
Doch nach der Geburt meiner beiden Kinder (2000,2003) gab es immer öfter Verspannungen im Hals- und Nackenbereich. Mit Physiotherapie und Massage konnten die immer gut behandelt werden.
Seit ca. 3 Monten schlafen mir jedoch immer öfter die Hände ein und die Verspannungen nehmen zu. Nach Rücksprache mit meinem Arzt wurde endlich einmal die komplette Wirbelsäule geröngt. Irgendwie war immer nur wichtig, ob der Stab noch festsitzt und sich die Skoliose verschlimmert hat. Nie wurde weiter nach oben oder unten geschaut. Jetzt also ein komplettes Bild!
Und siehe da, durch die Überlastung der Halswirbelsäule ist da eindeutig eine Krümmung zu sehen, wodurch wohl die Nerven der Hände irritiert werden.
Jetzt bekomme ich Manualtherapie, Massage und Fango, was aber immer nur für kurze Zeit hilft (2-3 Tage).
Würde mich gern mit anderen betroffenen austauschen und schreiben.
Gruß Kiesel
