ich hab schon lang nicht mehr im Forum geschrieben, schaue aber von Zeit zu Zeit mal rein.
Ich hatte 1995 in Kalrsbad-Langensteinbach eine Spondylodese, (S-förmige Skoliose um jeweils etwas über 50 Grad)
Vor der Op hatte ich öfter mal leichte Verspannungen im Rücken aber seit der Op habe richtige Schmerzen.
Ich wurde von vorne operiert und der Stab und die Schrauben sitzen bei mir auf der rechten Seite.
Es ist auch immer die rechte Seite, die mir zeitweise fürchterlich weh tut. Die Schmerzen sind nicht immer da, sie kommen und gehen. Meistens fängt der Schmerz langsam an und wird innerhalb einer Stunde ganz heftig, dass es manchmal nicht zum aushalten ist. Jahrelang hab ich Tabletten geschluckt. Dann war ich über zwei Jahre relativ schmerzfrei, aber in letzter Zeit habe ich wieder des Öfteren Schmerzen.
Nach 4 Schwangerschaften ist der Stab an zwei Stellen gebrochen. Einmal ist er unten an der Verbindung zum letzten versteiften Lendenwirbel gebrochen. Dummerweise hab ich genau an der Stelle eine Pseudarthrose und der Stab hat leichten Bewegungsspielraum. In der HWS habe ich seit einige Jahren zwei Bandscheibenvorfälle, die mir auch öfter Schmerzen und Blockaden bereiten
Das Schlimmste an all dem ist, dass ich mich von den Orthopäden bei uns im Umkreis völlig allein gelassen fühle. Ich hab in den letzten 5 Jahren kein einziges Rezept für KG, Massage oder sonst irgendwas bekommen. Ich werde jedes Mal mit Schmerztabletten und Rehasport-Rezept weggeschickt. Im Rehasport fühle ich mich total fehl am Platz und bin auch nicht mehr hingegangen. Inzwischen hat meine Hausärztin mir mal ein Rezept für KG geschrieben, weil sie es einfach auch unfassbar fand, dass mir niemand was aufschreibt. Sie möchte aber die Brüche des Materials abgeklärt haben, daher hab ich am Dienstag einen Termin bei Herrn Dr. Hoffmann. Ist zwar 2 Stunden Fahrt von uns aus, aber mir bleibt wohl nix anderes übrig, als die Fahrt in Kauf zu nehmen, wenn ich nicht wieder einfach mit Tabletten weggeschickt werden möchte.
Letzte Woche war ich bei einem konservativen Orthopäden mit Zusatzausbildung als Schmerztherapeuth. Der hat mir Betäubungsmittel in die Muskulatur gespritzt und ich hab seitdem eine deutliche Verbesserung.
Inzwischen frage ich mich des Öfteren, ob diese schrecklichen Muskelschmerzen auf der rechten Seite durch das Metall kommen können, dass es die Muskeln irgendwie reizt oder so? Und ich überlege, ob eine Metallentfernung Besserung bringen könnte? Hat jemand Erfahrung mit sowas? Ist der Eingriff wieder so groß? Vermutlich müssten dann auch wieder die Rippen druchtrennt werden, oder? Ich möchte gar nicht an meine OP zurück denken, die Schmerzen waren höllisch. Ich glaube, von der Seite oder von vorne zu operieren ist noch schmerzhafter als von hinten, da man ja durch die Rippen muss. Möcht echt net drüber nachdenken, aber wenn es mir auf lange Sicht besser ginge, wäre es die Sache evtl. wert.
Haben andere auch solche Schmerzen seit ihrer OP oder ist es die Regel, dass man schmerzfrei lebt?
LG Jasmin

