ISG-Blockaden von der Skoliose?

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mokahu
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ISG-Blockaden von der Skoliose?

Beitrag von mokahu »

Hallo,

ich bin neu hier und da Ihr mir alleine durch das Mitlesen der Berichte so viel Mut gemacht habt, habe ich nun einen Termin an der Uniklinik Essen, Hr. Dr. Michiels, am 18.Mai. Danke Euch!!!

Da ich nun so aufgeregt bin, es bis zum Termin soweit noch hin ist und ich leider wieder eine ISG-Blockade mit Notarztbehandlung zum "einrenken" hatte, möchte ich gerne wissen, ob jemand auch dieselben Beschwerden hat wie ich und ob das mit der Skoliose zusammen hängen könnte.

Die ISG-Blockade tritt bei mir neuerdings ein bis zweimal im Monat auf: bin relativ bewegungseingeschränkt, schaffe es noch nach Hause und lege mich mit sehr starken Schmerzen ins Bett und lege meine Beine hoch und nehme eine 1/2 Tetrazepam, wodurch ich einschlafe. Die Schmerzen im Gesässbereich werden vor dem Insbettlegen immer stärker und die Muskulatur im Gesäss ist richtig fest angespannt und kann diese auch nicht entspannen. Normalerweise legt sich das dann nach dem Aufwachen wieder.

Nicht aber so letzte Woche, so dass ich wegen den fürchterlichen Schmerzen geschwitzt habe und beinahe bewusstlos geworden bin, ebensowenig konnte ich mich überhaupt bewegen. Nichts ging mehr und das auf einmal. Der Notarzt "renkte" mich ein (ich müsste mich trotz extremen Schmerzen auf die Seite legen, Arme und Beine verschränken und er hielt mich ohne Druck o.ä. fest. Nachdem er meinte, es hätte geknackst -ich war mit meinen Schmerzen beschäftigt- wiederholten wir dies auf der anderen Seite). Anschließend musste ich aufstehen und siehe da, es hat geklappt. Seine Diagnose war: ISG-Blockade.
Meine Orthopädin (zu der ich u.a. auch nicht mehr gehen will, da sie mich damals nicht untersuchte und auch keine Aufnahmen zu meiner Skoliose machen wollte) aber auch andere Orthopäden hatten mir erst Mitte April, also nach 6 Wochen, einen Termin gegeben wollen. Argument z.B.: ist ja nicht akut, da ich vom Notarzt behandelt wurde. Echt fremdschämend!
Meine Hausärztin verschrieb mir netterweise erstmal manuelle Therapie, damit ich bis zum Termin beim Orthodäden (ich will jetzt nicht mehr herumexperimentieren, sondern bis zum 18. Mai Uniklinik Essen abwarten) komme. Heute Abend ist meine 1. Stunde und bin ziemlich aufgeregt und hoffe, sie machen da nichts falsches und komme mit mehr Schmerzen wieder nach Hause.

Ich habe Skoliose da meine Aufnahmen uralt sind und ich die Schrift nicht entziffern kann, weiß ich nicht recht, welchen Verkrümmungsgrad ich habe. Laienhaft ausgedrückt, die uralten Aufnahmen sehen leider nicht nach ganz wenig aus. Ich hoffe, Dr. Michiels bringt da mal Klarheit in die Sache. Bis jetzt ging es mir so weit so gut, vielleicht wegen 2-4 mal die Woche Langstreckenschwimmen und sonstiger Bewegung.

Aber was mache ich nun bis dahin?
Würde mich super freuen, wenn sich jemand melden würde und vielleicht auch weiß, was ich tun oder unbedingt lassen sollte. Und ob ich der Physiotherapeutin Vertrauen kann (klingt bisschen nach paranoia, ich weiß, aber vielleicht gibt's da, was sie wegen der Skoliose beachten soll). Sie ist nicht nach Schrot ausgebildet, aber hier geht es erstmal darum, meine Gesässmuskeln zu dehnen oder sowas.
Lieben Dank schonmal!
nikki
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Therapie: Akupunktur
Krankengymnastik
Medikamente Spritzen
bald REHA

Re: ISG-Blockaden von der Skoliose?

Beitrag von nikki »

Hallo!
Wie ist denn der Termin nun ausgegangen? Oder war er noch gar nicht?
Deiner Vermutung kann ich nur zustimmen. ISG-Blockaden plagen mich auch, ausserdem muskuläre Dysfunktion, Skoliose und manchmal auch Ischialgie.
Ich kann Dir einen guten Tip geben, falls du zwischendurch so belastbar bist daß du Sport machen kannst. Mach Sport! Aber nichht irgendeinen Sport, sondern speziell eben für den Rücken. Bei mir im Ort gibt es extra eine Einrichtung, in der man 2x wöch. an speziellen Rückengeräten trainert und 1x wöch eine Std. Rückengymnastik. Vorher machen sie mit dir eine WS-Analyse und Kraftanalyse um deine Schwachstelllen zu finden.
Nur durch stetiges Training kann man schmerzfrei werden. (Und natürlich manuelle Anwendungen) Aber die ganzen Tabletten und Spritzen, die heilen nicht. Sie kleben nur ein fettes Pflaster über das eigentliche Problem, das hartnäckig bleibt und einfach nicht verschwinden will.
Umsolänger man kein Aufbautraining macht um so schlimmer werden die Schmerzen und die Verletzungsgefahr in alltäglichen Situationen wird höher.
Ausser dir geht es so wie mir...Ich komme gar nicht mehr zum Aufbautraining. Monatelang haben sie an mir rumgedocktert oder eben nicht und nun muss ich auf REHA. Die Hoffnung stirbt zuletzt
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