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BeitragVerfasst: Fr, 29.06.2018 - 19:29 
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Beiträge: 4
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Diagnose: Skoliose, Beckenschiefstand, Trichterbrust, Beinverkürzung
Hallo,

war heute bei Dr. Trobisch in Simmerath aufgrund eines Beratungstermin. Wurde mir
hier im Forum auch bereits empfohlen, danke an der Stelle. :-) Er stellte nach kurzer Untersuchung und den Röntgenbildern fest, dass ich wohl eine „unechte“ Skoliose habe. Meine BWS 17 Grad und LWS 25 Grad sind wahrscheinlich ein Versuch meines Körpers eine reelle Beinlängendifferenz von +/- 2cm
auszugleichen, was sich in einen stark sichtbaren Beckenschiefstand bemerkbar macht.
Alle 3 Orthopäden die mich zuvor untersuchten, sind irgendwie nicht auf diesen Gedanken gekommen.

Dr. Trobisch ist im Fachbereich „Beinverlängerungen“ leider kein Experte. Würde sonst lieber dort bleiben, ist sehr sympathisch und den -zig Bewertungen nach fachlich äußerst kompetent. Aus diesem Grund glaube ich ihm auch, dass die Ursache wohl in einer tatsächlichen Beinverkürzung liegt. Naja. Eigentlich kann ich mein Glück kaum fassen, sollte die Diagnose stimmen.

Kennt ihr Experten in der Umgebung Bonn/Köln etc. die wirklich Ahnung von dem
ganzen Thema Beinverlängerung inklusive der Umsetzung etc haben? Wäre nett, eine gute und „sichere“ Anlaufstelle in der Nähe zu haben, da der Prozess ja auch etwas länger dauert und häufigere
Kontrollen erfordert. Sonst würde ich auch weiter fahren, macht aber wohl wenig Sinn.

Danke euch! Hoffe ich habs hier ins richtige Forum geschrieben ansonsten gerne verlegen, danke!

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: Sa, 30.06.2018 - 07:52 
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Alter: 34
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Diagnose: Hüftdysplasie & Coxa valga
chronische Schmerzen
Thorakolumbalskoliose [° nach Cobb]
06/2014: hth: 38°, th: 57°, lu: 34°
05/2018: hth: ca. 20°, th: 53°, lu: 34°; Kyph: 18 oder 36°, Lo: 66 bzw. 77°
Therapie: 3x Katharina-Schroth-Klinik: 2003, 2004, 2006
2006-2010 Schroth-KG
08/2010: Triple-Osteotomie + ITO rechts
06/2013: Triple-Osteotomie links
06/2014 Entscheidung zum allerester Korsett-Versuch
02/2015: Wiederaufnahme Schroth-KG
05/2018: Fortsetzung Schroth-KG ohne MT
Hi!

Ich hätte neben meiner Skoliose und Hüftdysplasie bis 2010 u. a. auch eine Beinverlängerung, welcher im Rahmen der intertrochellen Osteotomie (Oberschenkel Umstellung) =ITO entfernt wurde.

Ich war bei Dr. Mattes, mittlerweile in Ravensburg, aber soweit ich weiß dürfte Siegen bei dir ums Eck liegen. Dort arbeitet Dr. Sippel im MVZ und behandelt neben Kinder auch Erwachsene.

Jep, die ganze Behandlung incl. Metallentfernungs - OP dauerte ein knappes Jahr. In meinem Fall kam die Platte bereits nach 8 Monaten raus, aber das ist eine andere Geschichte... :schmerz:

Details zur Behandlung nach der ITO bei Dr. Sippel kann @Saphira besser geben, da sie ihre ITO bei ihm hat machen lassen.

Viele Grüße

_________________
*Melanie* :hallo:

Meine Skoliosegeschichte:
Mein allererster Korsettversuch:

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BeitragVerfasst: Sa, 30.06.2018 - 11:42 
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Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
Hüftdysplasie bds.
Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen
Hallo Freak,

leider kann ich dir keinen Tipp bezüglich Kliniken, die Beinverlängerungen durchführen geben. Ich denke, hier sollte bei dir zunächst weiterführende Diagnostik betrieben werden. Wurden Ganzbeinröntgenaufnahmen im Stand angefertigt? Dies ist eigentlich nötig, um das wirklich richtig erkennen und ausmessen zu können. Auch, ob die Differenz eher den Ober- oder den Unterschenkel betrifft oder auf einer Fehlstellung von Hüfte und/oder Knie beruht. Je nachdem kommen unterschiedliche operative Verfahren zum Einsatz. Wobei die meisten echten Beinlängendifferenzen erst ab über 3 cm operativ versorgt werden. Vor einer OP kommt erstmal eine Versorgung mittels Einlagen und/oder Schuherhöhungen. Somit kann man auch austesten, wie du bzw. dein Körper mit einem Ausgleich klarkommt. Also würde ich jetzt an deiner Stelle auch nicht primär an eine OP denken und es sollte zunächst weiter abgeklärt werden.

Und nein, ich hatte keine OP zum Ausgleich einer Beinlängendifferenz. Ich laufe schon seit Jahren mit einer Differenz von ca. 0,5 cm rum und komme ohne Ausgleich besser klar als mit Einlagen. Und kaum ein Mensch hat exakt gleich lange Beine. Bis zu 1 cm gleicht der Körper meist problemlos aus oder es reichen Einlagen. Die von brownapple angesprochene ITO wurde bei mir aufgrund einer Rotationsfehlstellung des Oberschenkels durchgeführt. Dabei wäre es prinzipiell möglich, eine Korrektur einer evtl. bestehenden Beinlängendifferenz durchzuführen, meist eher am längeren Bein durch Herausnahme eines entsprechend großem Knochenteils. Das ist aber nicht die typische OP bei Beinlängendifferenzen. Da kommen eher Marknägel oder ein Fixateur externe zur Kallusdistraktion zum Einsatz.

Grüßle,

Saphira

_________________
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.


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BeitragVerfasst: Sa, 30.06.2018 - 12:01 
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08/2010: Triple-Osteotomie + ITO rechts
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02/2015: Wiederaufnahme Schroth-KG
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@Saphira: ich wusste, dass es bei dir die Rotationsgeschichte war... aber ITO ist doch der Übergriff für Rotation und die Verkürzung... und soweit ich weiß ist nur die Technik unterschiedlich... die Nachbehandlung bleibt die gleiche...

@Freak: Habe das heute morgen zusammengetippt und dabei Verkürzung mit Verlängerung verwechselt...sorry...

Eine ehemalige Schulkollegin hat, irgendwo am Chiemsee, die von Saphira angesprochene Methode durchführen lassen... wo genau, hat sie mir damals nicht verraten...es war mindestens 2 Ops, wobei bei der ersten ein externer Fixateur zum Einsatz kam und bei der zweiten dessen Entfernung und sie anschließend eine Schiene zur Stabilisierung anziehen musste... wie lange sie diese tragen musste weiß ich nicht mehr... Außerdem hat sich für die Zeit ihre Hosen komplett selber nähen müssen, da sie aufgrund des Fixateurs in keine Standard Jeans oder Jogginghose hineinkam.

Liebe Grüße

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BeitragVerfasst: Sa, 30.06.2018 - 17:07 
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Diagnose: Skoliose, Beckenschiefstand, Trichterbrust, Beinverkürzung
Hallo,

danke für eure Antworten! Ja, werde alles nochmal richtig untersuchen lassen, bevor ich mich für irgendwas entscheide. Trug damals schon Schuheinlagen und hab darauf kein Bock mehr.

Gucke mal, ob ich nem Termin bei einem Experten bekomme.

LG
Freak33


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BeitragVerfasst: Mo, 02.07.2018 - 11:28 
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Registriert: Fr, 16.04.2010 - 16:40
Beiträge: 862
Geschlecht: männlich
Hi,

ich habe im Moment den Fitbone in meinem linken Unterschenkel. Operiert wurde ich vor fast 5 Monaten von Prof. Baumgart. Verlängert wurden 25 mm. Leider sind hier die Experten noch seltener als bei Skoliose.

Falls du weiterführende Fragen hast, kann ich sie gerne beantworten.


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BeitragVerfasst: Di, 03.07.2018 - 22:33 
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Registriert: So, 09.06.2002 - 23:00
Beiträge: 1350
Wohnort: Nähe Stuttgart
Alter: 65
Geschlecht: weiblich
Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
lumbal 64°, thorakal 56°
Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
@robinho: Weisst Du schon, ob das (messbare) Auswirkungen auf Deine Skoliose hat? Und wie fühlt es sich an?
Grüsse, Lady S


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BeitragVerfasst: Mo, 09.07.2018 - 22:35 
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Registriert: Fr, 16.04.2010 - 16:40
Beiträge: 862
Geschlecht: männlich
Lady S hat geschrieben:
@robinho: Weisst Du schon, ob das (messbare) Auswirkungen auf Deine Skoliose hat? Und wie fühlt es sich an?
Grüsse, Lady S


Zum Procedere:
Ich bin etwas naiv an die Sache herangegangen und habe mich vom Term "minimal-invasive OP" fehlleiten lassen. Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben richtige Schmerzen und nahm die ersten zwei Monate nach der OP tägliche einige Tillidin und Novalgin. Die OP selbst hatte ich aufgrund meines gut trainierten Kreislaufs sehr gut verkraftet, aber auf die Schmerzen, insbesondere während der Distraktionen, war ich so nicht vorbereitet. Bereits 0,6 mm Verlängerung am Tag bereiteten mir große Schmerzen. Nach zwei Monaten hatte meine Bein die gewünschte Länge und auch die Schmerzen nahmen rasch ab. Nach drei Monaten fing ich dann an vorsichtig ohne Gehstützen zu gehen (bis dahin nur 20 kg Teilbelastung).

Zu den Auswirkungen:
Auf Foto Vergleichungen sieht man schon einen deutlichen Unterschied. Mein Stand ist nun viel besser ausbalanciert und ich bin auch knapp 20 mm größer geworden (zur Erinnerung: 25 mm Distraktion). Beim Gehen ist das alles noch etwas schwierig, da ich leider ein massives Beugedefizit habe aufgrund der nun noch weiter nach unten gerutschten Kniescheibe, die auf meinen Knorpel im Knie drückt. Hier werde ich wohl nicht um einen weiteren operativen Eingriff herum kommen.

Ich werde demnächst Bilder hochladen und wenn es dann so weit ist, auch neue Röntgenbilder von meiner Wirbelsäule.


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