Die größte deutschsprachige Online-Selbsthilfegruppe von und für Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Morbus Scheuermann und Kyphose (Hyperkyphose). Hier können sich Patienten informieren und Erfahrungen austauschen.
Hallo an alle,
bin zarte 44 Jahre alt und hause in München. Ich finde es klasse, daß ein solches Forum existiert und hoffe auf Austausch z.B. mit anderen "Oldies". Meine Skoliose begleitet mich mehr oder weniger seit meinem 5. Lebensjahr, mit 12 begann ich meine Korsettkarriere (Milwaukee, Boston -die gesamte Geographie der USA) mit 14 (1979)hatte ich bei Prof. Dr. Klaus Zielke in Bad Wildungen meine ventrale Derotationsspondylodese (bis heute einer meiner Lieblingsbegriffe )und anläßlich meines 30jährigen Jubiläums im November denke ich darüber nach, mal endlich (zum ersten Mal seit 20 Jahren ...)wieder draufgucken zu lassen, da ich ja in der Zwischenzeit wider Erwarten nicht durchsichtig geworden bin von all den Aufnahmen allein damals. Obwohl ich recht viel Sport treibe (v.a. Tennis und Laufen)habe ich v.a. in der letzten Zeit viel mit Ischias zu kämpfen und da wäre es schon interessant, sich austauschen zu können, welche Erfahrungen andere Langzeitoperierte gemacht haben. Außerdem kann man vielleicht eigene Erfahrungen an den Mann und die Frau bringen...
Viele Grüße!
Du wirstbestimmt einige in Deinem Alter hier im Forum zum Austausch finden. Wenn Du Fragen hast, kannst Du sie hier auch stellen, wobei bestimmt auch die ein oder andere Antwort schon in anderen Posts vorhanden sein kann. Viel Spass beim schmökern
Gruß
Ramses
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Keine Angst, wir beißen nicht, alle Forenmitglieder sind willkommen!
herzlich willkommen hier. Ich bin auch ein (operierter) „Oldie“, 42 Jahre.
Mit welcher Methode ist denn damals deine Versteifungs-OP gemacht worden? War das mit Harrington-Stab?
Ist denn die damals erreichte Begradigung erhalten geblieben?
Du scheinst ja noch sehr fit zu sein sein, wenn du sogar Tennis spielen kannst, herzlichen Glückwunsch, hoffentlich bleibt das noch lange so.
Bei mir wurde vor 28 Jahren eine Versteifung der BWS mit Knochenspan-Methode gemacht, ich hab keine Metall-Implantate, nur 4 Drahtschlingen im Rücken, diese OP wurde zu DDR-Zeiten gemacht. Mir ist leider die Begradigung, die damals durch 3 Streckgipse erreicht wurde, nicht erhalten geblieben. Mit den Ischiasnerven hatte ich es noch nicht zu tun, aber mit Verschleiß in HWS und LWS.
Hallo liebe Nurai,
bei mir wurde damals die VDS durchgeführt, also von vorne durch den Bauch, bei mir wurden 5 Lendenwirbel mittels Schrauben versteift, die ihrerseits wieder durch einen schmalen Stab verbunden sind. Die Methode, die bei dir angewandt wurde, ist mir vollkommen unbekannt gewesen bis dato - man lernt nie aus...Umso faszinierender finde ich, was heutzutage so alles möglich ist. Offiziell habe ich ja zu meiner Schande während der letzten 20 Jahre nie mehr was nachgucken lassen, aber diesen Dezember (nach exakt 30 Jahren -wow-)ist es dann mal soweit. Deswegen habe ich momentan noch keine Ahnung, ob sich bei mir was verändert hat. Rein optisch meine ich nein, aber das wirde der Orthopäde besser beurteilen können.
Liebe Grüße aus München
Sabine
Diagnose: Skoliose,1963 OP/Heidelberg D5-L4,Restkrümmung 39°,LWS-Bereich: hochgrad. Spinalkanalstenose,Einengung der Neuroforaminae, Dehydrierung der Bandscheiben u. a.
Hallo Delphyne,
auch ich bin ein Oldie. Ich wurde 1963 mit 13 Jahren operiert: Versteifung der WS mit Knochenspänen über 13 Wirbel. Ich habe meine Skoliose auch jahrelang ignoriert, hatte keine Schmerzen. Im Alter von ca. 44 J. bekam ich dann Probleme mit der LWS: Überbelastung der noch beweglichen Wirbel,
Lockerung im ISG-Gelenk rechts, usw, auch Verspannung im Bereich der HWS, besonders auf der re. Seite. Ich war 3x in Reha, zuletzt in BaSa und kann meine Probleme mit Physiotherapie noch gut beherrschen.
Willkommen im Forum
Elresi
das ist ja interessant, dann hat’s die Knochenspan-OP also noch früher auch in der BRD gegeben? (du bist die erste, von der ich das lese...)
Und ist die Gradzahl bei dir stabil geblieben?
Bei uns in Leipzig wurde das so gemacht: Bei der Knochenspan-OP wurde statt eines Metallstabs ein Stab aus Fremdknochenmaterial an die WS angelegt, die so versteifte Strecke sollte dann damit verwachsen, d.h.verknöchern und verknorpeln, und der Fremdknochen wurde dabei aufgelöst. Vorher wurde die WS durch mehrere Streckgipsen aufgerichtet, so weit es ging. War das bei dir auch so?
Bei mir ist die WS anscheinend nur am oberen und unteren Ende der Versteifungsstrecke mit dem Fremdknochen verwachsen (sieht im Röbi so aus), die Krümmung nahm wieder zu. Meine BWS und obere LWS ist immer noch komplett unbeweglich, aber der Krümmungsgrad ist inzwischen größer als vor der OP. Dazu führte die Versteifung zu frühzeitigem HWS- und LWS-Verschleiß, ich habe mit beiden etwa gleich üble Beschwerden. Ich glaube, ohne diese OP würde es mir jetzt besser gehen. Nun versuche ich mich erst mal mit Schroth KG über Wasser zu halten, immerhin geht es mir dadurch etwas besser als letztes Jahr um diese Zeit...
Hallo Nurai und Elresi,
ich finde es faszienierend, was für OP-Methoden es gegeben hat, von denen ich gar nichts wußte! Bei der VDS wurde ja nur Eigenknochenmaterial eingesetzt, in meinem Fall eine Rippe. Ob das dann besser verknöchert als bei Fremdknochen? Aber ich sehe an euch, daß es wirklich besser ist, sich endlich mal wieder um die alte Skoli zu kümmern, wahrscheinlich macht sich das irgendwann so oder so bemerkbar, weil man selber ja nicht weiß, wie der bewegliche Teil der Wirbelsäule mit den Jahren so reagiert. Irgendwas macht man ja außerdem immer falsch, zu viel Bewegung, zu wenig Bewegung, zuviel heben...
Euch lieben Gruß
Sabine
was die Verknöcherung betrifft, glaub ich eher, dass das bei den Knochenspan-OPs so oft schief ging, weil ein gerader langer Knochenspan vertikal an eine WS mit Restkrümmung angelegt wurde. Bei mir ging der Knochen-Stab über die gesamte BWS, und nach den Streckgipsen war meine Skoliose so etwa auf 20° begradigt. Im SOPF ist eine Userin mit der gleichen OP (die auch Röbis online hat), bei der sich nicht wieder alles gekrümmt hat, ihre BWS ist aber auch fast gerade.
Bei mir schlängelt sich nun die krumme WS sozusagen um die geradere Knochensäule, so sieht das im Röbi aus. Das war damals wohl alles noch recht experimentell….
Ich war auch nicht oft beim Orthopäden wegen der Skoliose, nachdem die vierjährige Nachsorge (die nur aus Nachsehen bestand) vorbei war, hab das auch lange verdrängt, so lange die Beschwerden bloß gering waren, und die wenigen Male, wo ich war, hieß es dann nur, dass man nach der Versteifungs-OP sowieso nichts mehr machen könnte.
Find ich sehr gut, dass du dich nun wieder um die Skoliose kümmern willst, auch wenn du noch recht fit bist, denn die Beschwerden können manchmal auch sehr schnell schlimmer werden.
Diagnose: Skoliose,1963 OP/Heidelberg D5-L4,Restkrümmung 39°,LWS-Bereich: hochgrad. Spinalkanalstenose,Einengung der Neuroforaminae, Dehydrierung der Bandscheiben u. a.