MeckerKasten
Verfasst: Mo, 09.05.2005 - 00:53
Meckerkasten !
Hallo,
ich bin aus zeitlichen Gründen nicht allzu oft in diesem Forum, deshalb bekomme ich die laufenden Themen z.T. nur zeitverzögert mit.
Was mir zuletzt aber besonders „Freude“ bereitet hat, sind die Themen -nette krumme Damen- und -Korsetts für Erwachsene-.
Es ist teilweise unsäglich zu lesen, wie einer versucht, den anderen zu verunglimpfen.
Klar – einer fängt an, und jemand anderes, der sich zum Beispiel angegriffen fühlt, seine Meinung falsch verstanden sieht oder persönlichen Ärger loswerden will, äußert sich noch unhöflicher.
Wenn die entsprechenden Autoren in diesem Forum sich selbst (und damit auch das Forum insgesamt) nicht diskreditieren wollen, sollten sie meines Erachtens diese unsachlichen Beiträge (gemessen am Anspruch des Forums) nicht weiter fortführen und sich auch nicht mehr dazu hinreißen lassen, auf persönliche Angriffe zu reagieren.
Ein bisschen Gelassenheit hilft evtl., sich nicht auf jede (unnütze) Diskussion einlassen zu müssen.
Ich habe dieses Forum bis jetzt als gute (wenn auch eine einseitige) Informationsquelle genutzt. Es gibt aber auch viele andere (oft einseitige) Informationsquellen im Netz, die zur Meinungsbildung beitragen können.
Ein Internet-Guru (Name ist mir leider entfallen) hat neulich geäußert (ich zitiere sinngemäß): „Das Netz ist ein großer Misthaufen mit nur wenigen Perlen darin – es kommt darauf an, die richtigen Fragen zu stellen, um diese (Perlen) zu finden“
Nun sollte man von dem „mündigen Patienten“ erwarten, dass er sich möglichst umfassend informiert. Leider wird diese Mündigkeit mehr durch die massive Präsenz von (lobbygestützter? , unhinterfragter ?) Pauschalierung althergebrachter Lehrmeinung als durch wirklich objektive fundierte Information kanalisiert.
Beispielsweise stehen in Veröffentlichungen verschiedener Kliniken, Verbände, Universitäten oder Fachschaftsinformationen medizin. Fakultäten die gleichen, z.T. exakt im selben Wortlaut erscheinend, nicht näher belegten Grundaussagen.
In diesem „Misthaufen“ mediz. Veröffentlichungen ist es wirklich schwer, Perlen zu finden!
Ich selbst habe in diesem Forum meine persönliche „Perle“ gefunden, bin aber überzeugt, dass es anderswo auch noch andere gibt.
Ein altes Sprichwort sagt: „Jede Medaille hat zwei Seiten“.
Da mir Rückenleiden jedoch weitaus komplexer als Medaillen erscheinen, sind sicherlich auch mehr als zwei Seiten zu berücksichtigen.
Leider finde ich auch hier im Forum Tendenzen, diverse Themen ( Arztwahl, Erwachsenenkorsett, OMM/OT, Klinik für OP etc. ) in einer nicht aufzulösenden Stereotypie abzuhandeln.
Ich habe auch lange überlegt ob ich hier schreiben soll. Bei mir kam nämlich das Gefühl auf, egal was man schreibt, die passende Schublade wird schon geöffnet. Vielleicht möchte manch anderer solch einem Gefühl entgehen und so verpasst das Forum evtl. manch wertvollen Beitrag.
Als gute Grundlage der Meinungsbildung hat sich seit langer Zeit schon die Methode der Dialektik etabliert. Ein gut strukturierter Thesis- Antithesis- Dialog wird meinem Empfinden nach in diesem Forum z.T. aber durch Statements, die viel zu stark ins persönliche abgleiten, unterminiert.
Wie soll man da zu einer vernünftigen Synthese kommen?
Sind wir wirklich manchmal so unfähig, einen Dialog konstruktiv zu führen?
Manche Beiträge empfinde ich beinahe so, als wären sie von einem religiösen Eiferer verfasst.
Egal, welche Beiträge aufgegriffen werden, sie werden dem eigenen Glauben (oder sollte ich besser Weltanschauung sagen?) untergeordnet und angepasst.
Nun hat ein (religiöser) Mensch, der mit seiner Einstellung nur die besten Erfahrungen gemacht hat, sicher das Recht, dies anderen mitzuteilen. Ich erhoffe aber, dass diese Meinung so tolerant vorgetragen wird, dass der Andere nicht abqualifiziert wird. Denn dieser Andere könnte ja einer divergierenden „Religion“ angehören, der nun wiederum meint, seine Beiträge mit größtem (relig.) Eifer verfassen zu müssen.
Diese Beiträge empfinde ich dann wiederum beinahe so, als wären sie von einem religiösen Eiferer verfasst ..........
Doch selbst in Religionen mit Absolutheitsanspruch (wie der röm. kath.) ist der advocatus diaboli fest etabliert. Also: Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen – JA ; persönlicher „Kleinkrieg“ - NEIN
Es ist toll zu hören, wenn jemand für sich den z.Zt. bestmöglichen Weg gefunden hat. Und sehr gut ist es auch, wenn er (oder mehrere – in dieser Metapher also eine Religionsgemeinschaft) jemandem auf diesen Weg leiten kann (wie mich z.B.) der sonst keinen (Aus-) Weg mehr gesehen hat.
Aber ich bin überzeugt davon, dass es für Menschen mit anderem Background auch Wege geben kann – selbst wenn sie für einen persönlich undenkbar erscheinen
Auch der öfters angeführte „Königsweg“ muss nicht unbedingt das Maß aller Dinge sein. Ich bin immer sehr vorsichtig mit absoluten Aussagen. Und die Geschichte hat auch gezeigt, dass ein König zwar seine Zeit hat, aber nicht immer überall anerkannt wurde und auch nicht ewig lebt.
Ich plädiere für einen sachlichen Umgang miteinander. Und sollte der/die Eine oder Andere dazu nicht in der Lage sein, könnte er doch wenigsten persönlich Beleidigungen und Bosheiten (auch die ganz, ganz subtilen) vermeiden.
Wenn bestimmte Wege empfohlen werden, dann bitte doch mit Begründung !!! (Beispiele: mir / hat's geholfen ; XYZ erfuhr dadurch große Linderung ; durch folgende Studie wurde gezeigt, das.... )
Wer unbedingt mal schimpfen will (oder muss), der kann je seinen eigene Meckerkasten aufmachen und diesen als solchen auch kennzeichnen.
Und da ich heute mal das Bedürfnis zur Meckerei hatte, habe ich auch gleich damit angefangen.
Kypho 60
Hallo,
ich bin aus zeitlichen Gründen nicht allzu oft in diesem Forum, deshalb bekomme ich die laufenden Themen z.T. nur zeitverzögert mit.
Was mir zuletzt aber besonders „Freude“ bereitet hat, sind die Themen -nette krumme Damen- und -Korsetts für Erwachsene-.
Es ist teilweise unsäglich zu lesen, wie einer versucht, den anderen zu verunglimpfen.
Klar – einer fängt an, und jemand anderes, der sich zum Beispiel angegriffen fühlt, seine Meinung falsch verstanden sieht oder persönlichen Ärger loswerden will, äußert sich noch unhöflicher.
Wenn die entsprechenden Autoren in diesem Forum sich selbst (und damit auch das Forum insgesamt) nicht diskreditieren wollen, sollten sie meines Erachtens diese unsachlichen Beiträge (gemessen am Anspruch des Forums) nicht weiter fortführen und sich auch nicht mehr dazu hinreißen lassen, auf persönliche Angriffe zu reagieren.
Ein bisschen Gelassenheit hilft evtl., sich nicht auf jede (unnütze) Diskussion einlassen zu müssen.
Ich habe dieses Forum bis jetzt als gute (wenn auch eine einseitige) Informationsquelle genutzt. Es gibt aber auch viele andere (oft einseitige) Informationsquellen im Netz, die zur Meinungsbildung beitragen können.
Ein Internet-Guru (Name ist mir leider entfallen) hat neulich geäußert (ich zitiere sinngemäß): „Das Netz ist ein großer Misthaufen mit nur wenigen Perlen darin – es kommt darauf an, die richtigen Fragen zu stellen, um diese (Perlen) zu finden“
Nun sollte man von dem „mündigen Patienten“ erwarten, dass er sich möglichst umfassend informiert. Leider wird diese Mündigkeit mehr durch die massive Präsenz von (lobbygestützter? , unhinterfragter ?) Pauschalierung althergebrachter Lehrmeinung als durch wirklich objektive fundierte Information kanalisiert.
Beispielsweise stehen in Veröffentlichungen verschiedener Kliniken, Verbände, Universitäten oder Fachschaftsinformationen medizin. Fakultäten die gleichen, z.T. exakt im selben Wortlaut erscheinend, nicht näher belegten Grundaussagen.
In diesem „Misthaufen“ mediz. Veröffentlichungen ist es wirklich schwer, Perlen zu finden!
Ich selbst habe in diesem Forum meine persönliche „Perle“ gefunden, bin aber überzeugt, dass es anderswo auch noch andere gibt.
Ein altes Sprichwort sagt: „Jede Medaille hat zwei Seiten“.
Da mir Rückenleiden jedoch weitaus komplexer als Medaillen erscheinen, sind sicherlich auch mehr als zwei Seiten zu berücksichtigen.
Leider finde ich auch hier im Forum Tendenzen, diverse Themen ( Arztwahl, Erwachsenenkorsett, OMM/OT, Klinik für OP etc. ) in einer nicht aufzulösenden Stereotypie abzuhandeln.
Ich habe auch lange überlegt ob ich hier schreiben soll. Bei mir kam nämlich das Gefühl auf, egal was man schreibt, die passende Schublade wird schon geöffnet. Vielleicht möchte manch anderer solch einem Gefühl entgehen und so verpasst das Forum evtl. manch wertvollen Beitrag.
Als gute Grundlage der Meinungsbildung hat sich seit langer Zeit schon die Methode der Dialektik etabliert. Ein gut strukturierter Thesis- Antithesis- Dialog wird meinem Empfinden nach in diesem Forum z.T. aber durch Statements, die viel zu stark ins persönliche abgleiten, unterminiert.
Wie soll man da zu einer vernünftigen Synthese kommen?
Sind wir wirklich manchmal so unfähig, einen Dialog konstruktiv zu führen?
Manche Beiträge empfinde ich beinahe so, als wären sie von einem religiösen Eiferer verfasst.
Egal, welche Beiträge aufgegriffen werden, sie werden dem eigenen Glauben (oder sollte ich besser Weltanschauung sagen?) untergeordnet und angepasst.
Nun hat ein (religiöser) Mensch, der mit seiner Einstellung nur die besten Erfahrungen gemacht hat, sicher das Recht, dies anderen mitzuteilen. Ich erhoffe aber, dass diese Meinung so tolerant vorgetragen wird, dass der Andere nicht abqualifiziert wird. Denn dieser Andere könnte ja einer divergierenden „Religion“ angehören, der nun wiederum meint, seine Beiträge mit größtem (relig.) Eifer verfassen zu müssen.
Diese Beiträge empfinde ich dann wiederum beinahe so, als wären sie von einem religiösen Eiferer verfasst ..........
Doch selbst in Religionen mit Absolutheitsanspruch (wie der röm. kath.) ist der advocatus diaboli fest etabliert. Also: Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen – JA ; persönlicher „Kleinkrieg“ - NEIN
Es ist toll zu hören, wenn jemand für sich den z.Zt. bestmöglichen Weg gefunden hat. Und sehr gut ist es auch, wenn er (oder mehrere – in dieser Metapher also eine Religionsgemeinschaft) jemandem auf diesen Weg leiten kann (wie mich z.B.) der sonst keinen (Aus-) Weg mehr gesehen hat.
Aber ich bin überzeugt davon, dass es für Menschen mit anderem Background auch Wege geben kann – selbst wenn sie für einen persönlich undenkbar erscheinen
Auch der öfters angeführte „Königsweg“ muss nicht unbedingt das Maß aller Dinge sein. Ich bin immer sehr vorsichtig mit absoluten Aussagen. Und die Geschichte hat auch gezeigt, dass ein König zwar seine Zeit hat, aber nicht immer überall anerkannt wurde und auch nicht ewig lebt.
Ich plädiere für einen sachlichen Umgang miteinander. Und sollte der/die Eine oder Andere dazu nicht in der Lage sein, könnte er doch wenigsten persönlich Beleidigungen und Bosheiten (auch die ganz, ganz subtilen) vermeiden.
Wenn bestimmte Wege empfohlen werden, dann bitte doch mit Begründung !!! (Beispiele: mir / hat's geholfen ; XYZ erfuhr dadurch große Linderung ; durch folgende Studie wurde gezeigt, das.... )
Wer unbedingt mal schimpfen will (oder muss), der kann je seinen eigene Meckerkasten aufmachen und diesen als solchen auch kennzeichnen.
Und da ich heute mal das Bedürfnis zur Meckerei hatte, habe ich auch gleich damit angefangen.
Kypho 60