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Bad Rappenau?!?
Verfasst: Do, 12.02.2004 - 09:38
von Wolfi
Liebe Skolis und Kyphos,
brauche wieder einmal Euren Rat.
Ich habe eine Reha beantragt, um endlich meinen Scheuermann massiv zu bearbeiten. Der auf dem Antrag vermerkte Wunsch war Bad Salzungen.
Das POSITIVE daran:Die BFA hat sich schon gemeldet. Zwischen Eingangsmitteilung und Genehmigung vergingen gerade einmal 3 Tage.
Das NEGATIVE daran:Die wollen mich nach Bad Rappenau stecken.
Bad Rappenau brüstet sich im Web als spezialisiert auf Schuppenflechte, Atemtherapie und allgemeine Erkrankungen des Bewegungsapparats. Es steht nirgends ein Wort von Skoliose, Kyphose, Scheuermann oder Schroth.
Steht die BFA darauf, Widersprüche zu bearbeiten???
Ich stehe nicht darauf, sie zu schreiben und wäre vor Wut gestern fast aus der Haut gefahren, wenn mich mein Rahmouni daran nicht gehindert hätte.
Jetzt die eigentliche Frage an Euch.
Hat man die Chance auf einen Erfolg, wenn man den Widerspruch (nur) als Antragsteller schreibt, oder braucht man die Unterstützung von seinem Orthopäden??????
Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?????
Vielen Dank schonmal.
Viele Grüße!
Wolfi
Verfasst: Do, 12.02.2004 - 10:35
von Toni
Hallo Wolfi
Stay cool!!!
Das ist das ganz normale Procedere.
Die wollen logischerweise erst mal IHRE eigenen Vertragskliniken auffüllen.
Also- Du musst denen sofort mitteilen, daß Du KEINE allgemeine Erkrankung des Bewegungsaperates oder Schuppenflechte hast (Das kann ich notfalls bezeugen!) sondern eine massive Wirbelsäulen-Deformation!
Du brauchst eine Klinik wo gezielt in einer Wirbelsäulen-Intensiv Rehabilitation diese Kyphose mit KG nach Lehert Schroth angegriffen wird.
Erkundige Dich in Bad Rappenau ob sie ein Schroth-Therapuetin haben und wieviel Stunden Schroth dort täglich pro Patient gemacht werden und ob sie auf WS Deformationen spezialisiert sind.
Dann hast Du Argumente.
Es muss doch auch im Ineresse des Kostenträgers liegen, daß das geld möglichst effizient und Zielführend ausgegeben wird.
Also ganz normal Wiederspruch einlegen und denen sachlich mitteilen, daß Deine Indikation dort gar nicht wirklich behandelt wird.
Wir schaffen das schon!
Gruß Toni
Verfasst: Do, 12.02.2004 - 16:40
von Dalia
Ein weiteres Argument: Es besteht die Gefahr, dass nach einer Reha in Bad Rappenau erst recht eine Reha in Bad Sobernheim notwendig sein wird, man wird also Zeit verlieren, was die Kosten der doch noch notwendig gewordenen Reha in Bad Sobernheim steigern wird.
Infolge Zeitvergeudung und/oder einer ineffektiven Reha in Bad Rappenau können Folgekosten entstehen wie:
- noch mehr Krankengymnastik nach Schroth (ambulant und in Sobernheim)
- ärztliche Behandlung wegen Beschwerden
- im Extremfall Operation bzw. erneute OP, falls du bereits operiert bist
Dalia
Verfasst: Do, 12.02.2004 - 16:44
von sabine 68
Hallo Wolfi,
aus eigener Erfahrung (war im Sep/Okt. in Bad Wildungen)weiss ich das Dir das in Bezug auf Deinen Scheuermann grad mal 0,00000 bringen wird .Wenn Du sonst fit bist geh NUR nach Bad Salzungen.Lass Dir gar nichts anderes unterjubeln.
Gruss sabine
Verfasst: Do, 12.02.2004 - 16:53
von Dalia
Oh sorry, Wolfi, ich habe gelesen, dass du nach Bad Salzungen willst. Dafür gelten meine vorgeschlagenen Argumente natürlich auch!
Re: Bad Rappenau?!?
Verfasst: Do, 12.02.2004 - 17:33
von Dr. Steffan
Wolfi hat geschrieben:Liebe Skolis und Kyphos,
brauche wieder einmal Euren Rat.
Ich habe eine Reha beantragt, um endlich meinen Scheuermann massiv zu bearbeiten. Der auf dem Antrag vermerkte Wunsch war Bad Salzungen.
Das POSITIVE daran:Die BFA hat sich schon gemeldet. Zwischen Eingangsmitteilung und Genehmigung vergingen gerade einmal 3 Tage.
Das NEGATIVE daran:Die wollen mich nach Bad Rappenau stecken.
Bad Rappenau brüstet sich im Web als spezialisiert auf Schuppenflechte, Atemtherapie und allgemeine Erkrankungen des Bewegungsapparats. Es steht nirgends ein Wort von Skoliose, Kyphose, Scheuermann oder Schroth.
Steht die BFA darauf, Widersprüche zu bearbeiten???
Ich stehe nicht darauf, sie zu schreiben und wäre vor Wut gestern fast aus der Haut gefahren, wenn mich mein Rahmouni daran nicht gehindert hätte.
Jetzt die eigentliche Frage an Euch.
Hat man die Chance auf einen Erfolg, wenn man den Widerspruch (nur) als Antragsteller schreibt, oder braucht man die Unterstützung von seinem Orthopäden??????
Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?????
Vielen Dank schonmal.
Viele Grüße!
Wolfi
Auf jeden Fall Wiederspruch einlegen und den Orthopäden bitte dies auch nachdrücklich zu tun. Er soll es medizinisch beründen.
Verfasst: Mo, 25.04.2005 - 14:18
von Steffionline
Hallo Wolfi,
ich habe auch eine Skoliose und war vor 2 Jahren in Bad Salzungen u. a. mit dem Toni zur Reha. Diese hat mir sehr gut geholfen.
Vor zwei Monaten habe auch ich wieder einen Antrag bei der BFA gestellt und letzte Woche bekam ich den Bescheid, dass sie mir drei Wochen in Bad Rappenau genehmigen.
Am letzten Samstag bekam ich schon einen Aufnahmetermin mit den Klinikunterlagen. Ich muss sagen, dass in den Unterlagen sowie auf der Homepage der Salinenklinik die Schroth Therapie angeboten wird. Ich denke schon, dass sie dir die richtige Therapie geben werden.
Vielleicht erkundigst du dich nochmal weiter. Die BFA wird zwar evtl. eine andere Klinik aussuchen, aber du musst bedenken, dass diese wieder dauert (aus eigener Erfahrung).
Verfasst: Mi, 27.04.2005 - 09:27
von Gast
hallo wolfi!
leg auf allllllle fälle wiederspruch ein!!!!die BFA schickt wohl alle antragsteller mit WS problemen nach bad rappenau-ist mir schon 2 mal so ergangen-wurde aber ohne weiteres mit einem einspruchssschreiben umgestellt.auch wenns einen ärgert-aber du willst ja ,das sie reha was bringt!
LG susanne
Verfasst: Mi, 27.04.2005 - 10:27
von thunerfee
@ Steffionline,
Vielleicht könntest du nach der Reha mal berichten, wie die Salinenklinik Bad Rappenau war, zumal du ja nun schon eine "richtige" Schroth-Klinik kennengelernt hast.