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Geld wie Heu
Verfasst: So, 30.12.2007 - 12:03
von peter 1
Hallo an diejenigen,
die durch ihre (Mehrfach-)Behinderung in akuter oder dauerhafter finanzieller Bedrängnis sind, weil die Krankenkasse und/oder die Rentenversicherung und/oder das Sozialamt (sinnvolle) Behandlungsmaßnahmen außerhalb des Regelfalles nicht (mehr) bezahlen: Es ist möglich, in solchen Fällen Geld von diversen Stiftungen zu bekommen. Mehr dazu auf Wunsch.
Ein gutes Jahr 2008 wünscht allen Peter.
Kannst Du mehr dazu schreiben?
Verfasst: So, 30.12.2007 - 12:51
von Tina5
Hallo,
ja ich wäre in mehr Infos dazu interessiert!
Grüße
Tina
Verfasst: So, 30.12.2007 - 13:09
von Dalia
Hallo Peter,
du hattest mir ja ein paar Tipps gemailt und ich sage dir ganz vielen, vielen Dank dafür. Ich muss mich mal hinsetzen und ein Anschreiben in Angriff nehmen.
An alle anderen: Wer denkt, das Geld wird nur so nachgeschmissen, hat keine Chance. Stiftungen achten sehr genau darauf, wem sie wofür ihr Geld geben. Ich weiß das, wurde lange von einer Stiftung gefördert, die sich jetzt leider aufgelöst hat und einiger meiner Freunde werden auch von Stiftungen unterstützt.
Beispiel Greyer-Stiftung Uelzen
Verfasst: So, 30.12.2007 - 13:16
von peter 1
Liebe Skoliotiker/innen, hier ein aktuelles Beispiel für eine Unterstützung durch eine Stiftung. Solche Möglichkeiten gibt es überall in Deutschland. Ihr müßt Euch nur bei Euerer Gemeindeverwaltung erkundigen.
Der folgende Text ist von mir formal umgewandelt worden vom Spaltenformat der Zeitung in den Fließtext für dieses Forum. Das zugehörige Bild mit dem Bürgermeister habe ich aus technischen Gründen weggelassen. Hier nun der originale Text:
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Allgemeine Zeitung Uelzen, 29.12.2007
Wirksame Hilfe in Not
Greyer-Stiftung: Stadt kann jetzt wieder mehr Geld auszahlen
Uelzen. Das 1960 von Gerhard Greyer aufgesetzte Testament hat der Stadt jahrelang Kopfzerbrechen bereitet. Der Brennereibesitzer verfügte damals, dass sein Vermögen in eine Stiftung fließt, die nach seinem Tod "für Unterstützung armer ohne eigenes Verschulden in Not geratene Alt-Uelzener Einwohner oder deren Nachkommen Verwendung findet". -
Zuletzt hatte die Verwaltung Schwierigkeiten, ausreichend Uelzener zu finden, auf die dieser Passus zutrifft. Ab wann ist man Alt-Uelzener? "Wir haben das mehrere Historiker befragt, aber bisher haben diese alle gepasst", berichtete Bürgermeister Otto Lukat beim traditionellen Greyer-Essen von Stadt- und Kirchenspitze zwischen den Jahren.
Die Stadt hat inzwischen eine Lösung gefunden. Für bis zum 1. April 1960 Geborene und deren Nachfahren gilt seit diesem Jahr die Regelung. "Mit Erfolg", wie das Stadtoberhaupt findet. So konnten von den Erträgen in Höhe von 93000 Euro, die maßgeblich durch Erbbaupacht-Zinsen erwirtschaftet werden, 76000 Euro ausbezahlt werden. Das sind 16 000 mehr als im Finanzplan veranschlagt. Sie werden der reichlich vorhandenen Rücklage entnommen.
Mit dem Geld konnten im zurückliegenden Jahr 83 Personen mit monatlichen Beihilfen unterstützt werden - im Jahr zuvor waren es nur 46 gewesen. In elf besonderen Notlagen floss jeweils ein einmaliger Zuschuss. Zudem gab es sechs einmalige Weihnachtsbeihilfen. Insgesamt 21 Anträge habe die Stadt ablehnen müssen, berichtete der Bürgermeister.
"Damit sind wir wieder auf dem richtigen Weg", betonte der Rathaus-Chef, dass der Stiftungsgedanke jetzt wieder in der Spur seines Stifters sei. "Man kann über das ein oder andere noch nachdenken", schloss Lukat aber Neuerungen nicht aus. In jedem Fall soll das Geld aus der Greyer-Stiftung zusätzlich wirken und nicht an die Stelle anderer sozialer Leistungen treten. "Wir müssen aufpassen, dass wir mit der Stiftung nicht andere Haushalte entlasten", spielte er auf den Fall einer Studien-beihilfe an, der dazu geführt hat, dass der Studentin die Ausbildungsförderung entsprechend gekappt wurde.
Lukat unterstrich, dass der letzte Wille des 1964 verstorbenen letzten Nachkömmlings der Greyer-Familie in Uelzen "heute noch als vorbildlich gelten kann". Eine Möglichkeit, sein Vermögen einem gemeinschaftlich dienenden Zweck zur Verfügung zu stellen, sieht das Stadtoberhaupt in der vom Landkreis im vorigen Jahr ins Leben gerufenen Bürgerstiftung: "Die bietet dafür vielfältige Möglichkeiten", wünscht er sich Greyer-Nachahmer.
Ende des Artikels der Allgemeinen Zeitung Uelzen vom 29.12.2007