Hallo,
bin neu hier.
Vor ca. einem halben Jahr war ich aufgrund von Rückenschmerzen beim Orthopäden und dieser hat bei mir eine Skoliose diagnostiziert (hat die Wirbelsäule geröngt). Wie stark die Skoliose ausgeprägt ist, hat er mir nicht gesagt.
Er meinte, die Skoliose sei angeboren (obwohl sie vorher noch nie jemand bemerkt hat?). Ich fragte ihn, ob ich gegen die Krümmung irgendetwas machen kann. Da sagte er nur, dass es gut wäre, wenn ich später keinen Job mache, bei dem ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze und gewisse Sportarten wie Bodybuilding solle ich nicht ausüben.
Die Rückenschmerzen damals sind wieder weggegangen und ich habe nie bwieder Probleme mit meinem Rücken gehabt.
Jetzt hab ich mal im Internet über Skoliose recherchiert und war etwas geschockt. Da wird viel geschrieben von Physiotherapie oder das bei starker Skoliose ein Korsett getragen werden soll. Ich hab auch gelesen, dass man im jugendlichen Alter (ich bin 18 ) der Verkrümmung noch ganz gut entgegenwirken kann, es später aber schwieriger sei.
Jetzt bin ich ein bisschen verunsichert. Ist meine Skoliose jetzt so leicht, dass sie von alleine wieder weggeht/man nichts machen muss oder sollte ich zur Sicherheit nochmal einen Orthopäden aufsuchen. Was meint ihr?
Danke fürs durchlesen. LG
Antonia
Muss Skoliose behandelt werden?
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Lady S
- Profi

- Beiträge: 1587
- Registriert: Mo, 10.06.2002 - 00:00
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
2013: lumbal 64°, thorakal 56°, inzwischen vermutlich deutlich mehr. - Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Hallo Antonia,
Du solltest auf jeden Fall in Erfahrung bringen, wie stark die Krümmungen sind ("Cobb-Winkel"). Nachdem Du jetzt besser informiert bist, frag doch mal bei dem Orthopäden nach dem Krümmungswinkel bzw. lass Dir nochmal einen Termin geben und stelle ihm alle Deine Fragen (mit Spickzettel, damit Du nichts vergisst)
Wenn Du zu diesem Orthopäden nicht mehr gehen möchtest, lass Dir die Röntgenbilder aushändigen und gehe damit zu einem anderen Arzt.
"Weggehen" wird eine Skoliose nicht; im Wachstumsalter kann sie mit verschiedenen Massnahmen noch ganz gut korrigiert werden, im Erwachsenenalter kann man nur noch die weitere Verkrümmung aufhalten.
Es gibt aber sehr geringgradige Skoliosen, die eher als "Normabweichung" gelten und nicht behandlungsbedürftig sind (wenn sie nicht zunehmen).
Die Rückenschmerzen können übrigens von der Skoliose kommen oder auch nicht... das ist ein weites Feld. Ich hab z.B. in beiden Bögen über 50°
und kaum Schmerzen.
Grüsse, Lady S
Du solltest auf jeden Fall in Erfahrung bringen, wie stark die Krümmungen sind ("Cobb-Winkel"). Nachdem Du jetzt besser informiert bist, frag doch mal bei dem Orthopäden nach dem Krümmungswinkel bzw. lass Dir nochmal einen Termin geben und stelle ihm alle Deine Fragen (mit Spickzettel, damit Du nichts vergisst)
Wenn Du zu diesem Orthopäden nicht mehr gehen möchtest, lass Dir die Röntgenbilder aushändigen und gehe damit zu einem anderen Arzt.
"Weggehen" wird eine Skoliose nicht; im Wachstumsalter kann sie mit verschiedenen Massnahmen noch ganz gut korrigiert werden, im Erwachsenenalter kann man nur noch die weitere Verkrümmung aufhalten.
Es gibt aber sehr geringgradige Skoliosen, die eher als "Normabweichung" gelten und nicht behandlungsbedürftig sind (wenn sie nicht zunehmen).
Die Rückenschmerzen können übrigens von der Skoliose kommen oder auch nicht... das ist ein weites Feld. Ich hab z.B. in beiden Bögen über 50°
und kaum Schmerzen.
Grüsse, Lady S
