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Ein paar allgemeine Fragen

Verfasst: Di, 13.03.2007 - 18:43
von elkx
Hallo zusammen,

ich habe Ende des letzten Jahres eine Skoliose diagnostiziert bekommen, und lese seitdem in diesem Forum mit.

Kurz meine Vorgeschichte:
Nachdem ich letztes Jahr (ich bin 28 ) Rückenschmerzen (hauptsächlich nach längerem Sitzen) bekommen hatte, bin ich vom Hausarzt zum Röntgen geschickt worden => Diagnose "ausgeprägte S-förmige Skoliose im LWS Bereich". Anschließend bin ich zu einem Orthopäden überwiesen worden. Der hat noch eine Beinlängendiffernz festgestellt, und mir einen Schuhausgleich und Krankengymnastik verschrieben (Aussage des Orthop.: Man kann außer Krankengymnastik nichts mehr machen, da zu alt). Auf die Frage nach der Gradzahl der Skoliose ist er leider nicht eingegangen => wurde auch beim Röngten nicht gemessen. Anschließend hat er mich noch zum MRT geschickt, um einen Bandscheibenvorfall auszuschließen. Ergebnis: Bandscheibenvorfall hab ich keinen, sondern eine "komplexe lumbo-sacrale Übergangsstörung". :/ D.h. ein Bandscheibenraum zwischen zwei Wirbeln ist bei mir nur rudimentär ausgebildet, und stark höhengemindert (Aussage des Orthop.: da ist so wenig Bandscheibe vorhanden, die kann gar nichts vorfallen :rolleyes: )

Die Krankengymnastik hatte bzgl. der Schmerzen nichts gebracht, nachdem ich den Schuhausgleich hatte wurde es jedoch meiner Ansicht nach besser.

Nun da ich mal wieder neue Schuhe (und damit ein Rezept für den Umbau) benötige, will ich diesmal zu einem kompetenteren Orthopäden begeben. Ich will die Gradzahl wissen, und welche Behandlungen (Korsett?) noch helfen können. Des Weiteren habe ich des Öfteren Probleme mit dem rechten Knie.

Ich werde wahrscheinlich zu Dr. Hoffmann nach Leonberg fahren ( komme aus Nähe Landshut ca.150- 200 km entfernt). Nun meine Frage:
Dr. Hoffmann soll ja einer der besten Skolioseärzte in DE sein, war jemand wegen anderer orthopädischen Probleme (die nicht die WS betreffen) auch schon mal bei Ihm? Macht er auch hier einen kompetenten Eindruck? Hat eigentlich jemand von Euch auch so eine Übergangsstörung?

Des Weiteren wäre interressant zu erfahren, ob durch das Tragen des Korsetts am Abend/Nacht, auch die Schmerzen am nächsten Tag gemindert werden können. Hintergrund der Frage: Ich möchte (falls ein Korsett empfohlen wird) das Korsett nicht während der Arbeitszeit im Büro tragen (unter dem Hemd und der Krawatte nicht so gut?), sondern erst anschließend zu Hause. Die Rückenschmerzen kommen jedoch meist am Ende eines Arbeitstages.

Danke für Eure Hilfe im Voraus.

Viele Grüße

Elkx

Verfasst: Di, 13.03.2007 - 20:44
von chilli-pepper
Hallo Elkx,
erstmal willkommen hier. Es könnte sein, dass ich mit meiner Meinung in sämtliche Fettnäpfchen latsche, aber ich denke ich werde es überleben.
Im Alter von ca 14-17 Jahren hatte ich ein Korsett und ich muss sagen, ich hab wirklich keine Sehnsucht wieder eins zu bekommen, so einfach ist das nicht.
Nach der ersten Reha vor 4 Jahren, war ich echt erstaunt, was man alles lernen und zu Hause allein weitermachen kann.
Inzwischen hab ich meine zweite Reha hinter mir und ich bin noch ganz "high"!

Du solltest vorher auch eine Reha in BaSa oder Sobi machen, um ein neues Körpergefühl zu bekommen. Sollten die Schmerzen nicht aufhören , ist ja immer noch ein Korsett eine Alternative.
Deine Gradzahlen würden mich auch interessieren, halt mich mal auf dem Laufenden. Ich hab BWS 55° und LWS 47°.


Ganz liebe grüsse chilli-pepper

Verfasst: Di, 13.03.2007 - 22:00
von gauklerdavid
Ich wuerde auch sagen. Erst eine Schroth reha machen und das gelernte regelmaessig ueber mehrere Monate hinweg ausfueren. Wenn dann eine Besserung eingetreten ist, prima.Wenn nicht kannst du dir immer noch ueberlegen ob ein Korsett Sinn macht.

Lieben gruss
David

Verfasst: Mi, 14.03.2007 - 09:58
von Klaus
elkx hat geschrieben:Dr. Hoffmann soll ja einer der besten Skolioseärzte in DE sein, war jemand wegen anderer orthopädischen Probleme (die nicht die WS betreffen) auch schon mal bei Ihm?
Also ich würde unbedingt den Schwerpunkt Skoliose beim Besuch von Dr. Hoffmann setzen.

Wie aus den Erfahrungsberichten hervorgeht, muss Dr. Hoffmann wie jeder andere kassenärztliche Orthopäde auch sein "Zeit-Budget" einhalten. Gerade bei Skoliose/Kyphose gibt es aber so viele Unsicherheiten und Fragen seitens der Patienten, dass es offenbar schnell zu Zeit-Problemen kommen kann, die dann frustrieren.

Also Liste mit Fragen machen, diese hier im Forum so weit wie möglich abklären und auch sonst vorher viel in den Posts lesen.
Dann ist so ein Besuch auf die wichtigsten Dinge beschränkt und mit gezielten Fragen kommt man sicherlich am weitesten.

Gruss
Klaus