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Welche Jobs habt ihr mit eurer Skoliose?!
Verfasst: Mi, 21.06.2006 - 23:12
von sweettayler
Habe zur Zeit einen Bürojob und selbst das fällt mir mit meiner Skoliose schwer, da ich den ganzen Tag sitze. Wie geht es euch, was habt ihr für Jobs?
Verfasst: Do, 22.06.2006 - 11:17
von elite
hey du
also ich bin jetzt gerade mti meiner ausbildung fertig.groß u aussenhandelskauffrau u bin auch seit fast 3 jahren im büro u sitz da jeden tag meine fast 8 std ab..
mh hast du nen besonderen stuhl oder so?
also ich hab nen normalen aber so toll ist des nicht.
werd im sommer auf kur gehen u dann hoffe ich das evlt nen stuhl oder so bekomme oder was auch immer das ich den job im büro weitermachen kann.
vlg julia
welche Jobs?
Verfasst: Do, 22.06.2006 - 16:36
von Peter 1
Hallo Sweettayler,
wie an anderer Stelle schon gesagt: Du müßtest erst einmal mitteilen, welcher Art Deine gesundheitlichen Einschränkungen sind, damit man Dir vernünftig raten kann. Besorge Dir bei (D)einer Krankenkasse oder dem Gesundheitsamt "Praktische Tipps für den rückengerechten Alltag" von der "Aktion Gesunder Rücken". Dort findest Du ersteinmal grundlegende Informationen zu Deinem Thema.
Gruß, Peter.
Verfasst: Do, 22.06.2006 - 19:09
von sweettayler
Also meine Einschränkungen sind eigentlich, dass ich nicht mehr als 5 Kg tragen darf, das ich keine routationen an meinem Rücken haben darf, z.B. Karussel auf der Kirmes und das ich nicht ständig sitzten oder ständig stehen soll, also es sollte abwechslungsreich sein. Und das ist ja gerade mein Problem, in der Ausbildung hatte ich abwechslungsreiche Arbeiten im stehen und sitzen und jetzt bin ich ca. seit einer Woche ausgelernt und soll nur noch sitzen, wollte mal fragen ob ihr dadurch auch so starke Rückenschmerzen bekommt. Die ganzen Fachbroschüren habe ich da schon durch, finde nur immer die bringen einem rein garnichts. Man kann nicht den ganzen Tag bei jeder Bewegung dran denken wie man sie machen soll, wenn einem was runter fällt soll man in die Knie gehen, aber automatisch bückt man sich aus dem stand, sowas zum Beispiel. Weiß auch nicht ob ich diesen Job weiter machen kann. Habe schon drei Ausbildungen angefangen, beim Zahnarzt, beim Friseur und beim Anwalt und will garnicht dran denken wenn das jetzt nicht klappen sollte..
Verfasst: Do, 22.06.2006 - 21:11
von Kypho60
Hi sweettayler,
ne Bekannte von mir (Chefsekretärin) hatte auch starke Rückenprobleme (Bandscheiben-OP) und durfte nicht nur sitzen. Sie konnte es einrichten, sich eine Art Stehpult und verschiedene Sitzmöbel an den Arbeitsplatz zu stellen.
Dank der Abwechslung kommt sie jetzt einigermaßen klar.
Verfasst: Do, 22.06.2006 - 21:25
von sweettayler
Das ist bei mir leider nicht möglich, arbeite beim Rechtsanwalt und es wird da den ganzen Tag nur geschrieben am PC. Und verschiedene Möbel nur wegen mir würden die erst recht nicht anschaffen, leider..
Verfasst: Fr, 23.06.2006 - 00:36
von Räkelkönigin
Das ist bei mir leider nicht möglich, arbeite beim Rechtsanwalt und es wird da den ganzen Tag nur geschrieben am PC. Und verschiedene Möbel nur wegen mir würden die erst recht nicht anschaffen, leider
Hallo sweettayler,
also die anderen interessieren in so einem Fall gar nicht, denn
es geht hier ja um Deine Gesundheit und DEINEN Rücken!!!!!Wenn Du jetzt schon Proleme hast mit dem ständigen Sitzen muss das unbedingt verändet werden, oder eine andere Stelle her.......
Du hast in einem anderen Thread wegen einer Reha gefragt. Dazu würde ich Dir dringend raten. Ob eine der Skoliosekliniken (Sobernheim oder Bad Salzungen >siehe Linkliste ) ist die Frage , da du ja auch schon operiert bist. Ich habe in Sobernheim schon manchmal operierte Patienten getroffen. J
Edenfalls würde dir dann schwarz auf weiss bescheinigt werden , welche Tätigkeiten/Balastungen du sinvollerweise lassen solltest
und was o.k. ist.
Du kannst einen Rehaantrag bei der deutschen Rentenversicherung holen , ausfüllen und von einem Orthopäden befürworten lassen.
Zu der Sitzenden Tätigkeit: wenn du noch länger arbeiten möchtest müssen die Gegebenheiten möglichst rückengerecht sein!!!!
Von z.B. einem Stehpult oder höhenverstellbarem Schreibtisch, hätten ja auch Deine Kollegen etwas, sofern ihr ständig die Arbeitsplätze wechselt.
Entsprechende Stühle und Schreibtische stehen dir zu ,und du kannst die Kostenübernahme dafür bei der Rentenversicherung ( oder Krankenkasse) beantragen! Darum musst man sich allerdings selber kümmern, genau wie um die Reha, da sonst von alleine nichts passiert!!
Gruss Räkelkönigin

Verfasst: Fr, 23.06.2006 - 07:24
von Jessica
Räkelkönigin hat geschrieben: Ob eine der Skoliosekliniken (Sobernheim oder Bad Salzungen >siehe Linkliste ) ist die Frage , da du ja auch schon operiert bist. Ich habe in Sobernheim schon manchmal operierte Patienten getroffen. J
In Bad Sobernheim gibt es sogar zusätzlich zu den Gruppenstunden eine Extra-Gruppe für WS-Operierte.
Sweettayler, was Deinen Beruf angeht, musst Du unbedingt nachdenken, ob diese Tätigkeit wirklich richtig für Dich ist. Du hast ja nicht nur einen Bürojob, sondern zusätzlich noch einen, der absolut einseitig ist durch das viele Schreiben. Du bist noch ziemlich jung und Dir stehen somit noch viele Möglichkeiten offen. Du hast noch jede Menge Zeit vor Dir bis zur "normalen" Rente und die Probleme werden mit dem Alter wahrscheinlich eher nicht geringer.
Ich bin 38, sitze seit 20 Jahren im Büro, habe zwar keinen reinen Schreibjob, so daß ich mich immer auch bewegen kann, und habe trotzdem mittlerweile so massive Probleme, daß ich ernsthaft in Erwägung ziehe, jetzt noch einmal etwas ganz neues und anderes zu machen.
Räkelkönigin hat es ja schon geschrieben, Du solltest Dich unbedingt beraten lassen (ohne Dich dabei allerdings ausschließlich auf andere zu verlassen, denn vieles mußt Du einfach selbst in die Hand nehmen). Es gibt von der BfA (jetzt Deutsche Rentenversicherung) in den meisten größeren Orten sogenannte Servicestellen, die ein erster Anlaufpunkt für Dich sein könnten bezgl. Deiner berufl. Situation.
lG
Jessica
Verfasst: Fr, 23.06.2006 - 08:18
von Matthias
Hallo sweettaylor,
mein Arbeitgeber war, da sowieso ein neuer Bürostuhl fällig gewesen wäre, damit einverstanden, daß ich mir einen Salli Sattelstuhl bestellt habe
www.salli.com. Hiebei sitzt man nicht wie sonst auf einem Stuhl sondern eher wie auf einem Pferdesattel und das Sitzen ist bei Rückenproblemen darauf sehr angenehm. Auf "normalen" Stühlen bekomme ich sehr schnell Rückenschmerzen, auf dem Salli Sattelstuhl sitzte ich schon über 2 Jahre problemlos 8-9 Stunden pro Tag, wobei man die Rückenlehne nicht vermißt.
Was mir darüber hinaus auch sehr geholfen hat ist das Barfuß-Laufen (nicht lachen, das ist ernst gemeint). Seit ich so gut wie immer barfuß gehe haben sich meine Rückenprobleme sehr verbessert. Beim Barfuß-Gehen mit der Vorfußtechnik (zuerst den Fußballen aufsetzen und nicht wie sonst in Schuhen üblich von der Ferse her abrollen) werden durch den federnden Effekt viel weniger Stöße auf die Wirbelsäule aber auch auf andere Gelenke wie Knie oder Hüfte ausgeübt, als beim harten Aufsetzen mit der Ferse. Auch der Effekt auf die Füße (Fußsohle und Fußmuskulatur), die ja sonst immer in Schuhe eingesperrt sind und dort verkümmern ist sehr positiv. Man glaubt gar nicht was Füße alles leisten können, schon nach ca. 14 Tagen Training, kann man fast auf jedem Untergrund barfuß laufen, wobei natürlicher Untergrund in Wald, Feld und Wiese den harten Untergründen unserer Zivilisation vorzuziehen ist. Die Fußsohlenmassage hat einen positiven Effekt auf den gesamten Körper, z.B. verschwanden langjährige tägliche Kopfschmerzen dadurch fast ganz.
Einfach mal auf einer Wiese oder auf weichem Waldboden ausprobieren.
Ich hoffe Dir damit etwas geholfen zu haben.
Gruß Matthias
Verfasst: Fr, 23.06.2006 - 17:33
von Papiertigerlein
Bei der Bfa kannst du dir technische Arbeitshilfen (Formblatt) einen ergonomischen "lebendigen" Stuhl bestellen. Also, ich sitze ja auch - habe einen Bürojob, und seit ich meinen Ergo Plus habe geht es mir genial. Der wird an dich persönlich angepasst (kommen die leute in die Firma und machen das direkt an deinem ARbeitsplatz). Ich kann den nur empfehlen.
Runterladen kannst du dir den Antrag bei der BfA unter Formblätter ....
Viel Erfolg
Verfasst: Sa, 24.06.2006 - 01:13
von sweettayler
Hallo Leute, erstmal vielen Dank für eure Ratschläge. Die haben mir erstmal weitergeholfen jetzt aber auch wieder Fragen aufgerufen!
1. Was genau macht man bei dem Kuraufenthalt? Ich frag mich warum die mir die Kur "umsonst" verschreiben sollten. Eigentlich ist ja mit der OP alles abgeschlossen gewesen, Krankengymnastik soll ich nicht machen und noch nicht einmal Massagen kriege ich verschrieben? Also was wird dadurch gefördert und was machen die mit einem da?!
2. Habt ihr vielleicht Vorschläge in welchen Beruf man gehen könnte bzw. umschulen könnte. Das Problem liegt ja bei mir darin das ich nicht mehr als 5 Kg tragen darf und keine ständig sitzenden oder ständig stehenden Arbeiten machen sollte. Hab schon so oft überlegt, aber mir fällt einfach nichts ein. Verkäuferin (Pakete tragen und auspacken), Bürokauffrau (zum Teil auch mit Lagerarbeiten), Solarium (vollkommen schädlich für meinen Rücken), Kellnerin (geht garnicht), Arzthelferin (dauernd stehen und stundenlange Assistenzarbeit z.B. beim Zahnarzt auf dem Stuhl) u.s.w. mir fällt da einfach nichts mehr ein und ich habe jetzt schon die dritte Ausbildung gemacht, kann einfach nicht mehr, will schon garnicht mehr an Schule und sowas alles denken weil ich die dritte jetzt endlich fertig hab..

Helft mir!!!
Verfasst: So, 25.06.2006 - 12:42
von Räkelkönigin
Was genau macht man bei dem Kuraufenthalt?
Also in den Skoliosekliniken inSobernheim oder Bad salzungen macht man ziemlich viel Krankengymnastik, die speziell für Skoliosen ist. (> siehe Basiswissen) Es gibt wie oben geschrieben wurde mitlerweile dort soger sprezielle Gruppen für operierte Patienten , wie dich. Ansonsten bekommst du dort Massagen , Atemtherapie u.ä. und triffst jede Mene "Gleichgesinnte" was sehr aufbauend sein kann, da man sich bestens austauschen kann.
Ich frag mich warum die mir die Kur "umsonst" verschreiben sollten.
Was heisst denn "umsonst"?? Schliesslich geht es um deine langfristige Arbeitsfähigkeit, die ja offenbar etwas gefährdet ist, so wie du deine Situation beschreibst.
Eine Reha dient dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit, der Verbesserung der Schmerzsituation , der Stabilisierung des Gesundheitszustandes und der Feststellung ob du deinen jetzigen Job auf Dauer weitermachen kannst.
Zahlen tut es die Rentenversicherung. Du zahlst da 10 Euro oder mitlerweile sogar 12(?) pro Tag zu. Das ist es.
Eigentlich ist ja mit der OP alles abgeschlossen gewesen,
Da du offenbar ständig schmerzen hast, ist garnichts abgeschlossen...leider. Die OP ist zwar rum, aber du must ja schliesslich auch mit der jetzigen Situation klarkommen so gut es eben geht und da kann eine Reha sehr hilfreiche sein!!!!!!!
2. Habt ihr vielleicht Vorschläge in welchen Beruf man gehen könnte bzw. umschulen könnte. Das Problem liegt ja bei mir darin das ich nicht mehr als 5 Kg tragen darf und keine ständig sitzenden oder ständig stehenden Arbeiten machen sollte.
Bitte geh´ einerseits zu Deinem ORthopäfen und besprich das mit ihm, sofern du meinst er sei tatsächlich kompetent. Ansonsten rate ich dir nochmals zu einem Besuch bei Dr. Hoffman in Leonberg.
Und geh dann zur Deutschen Rentenversicherung und lass dir einen Beratungstermin geben.
Frage:
ist eine deiner 3 Ausbildungen schon als UMSCHULUNG gelaufen??? oder hast Du die abgebrochen und dann was anderes gemacht? HAst Du wegen des Rückens die Ausbildungen gewechselt??
Also: Du musst dringend selber aktiv werden, denn von alleine passiert leider nichts......
Gruss
Räkelkönigin

Verfasst: So, 25.06.2006 - 15:30
von sweettayler
Also einerseits ist es bei mir so, wenn ich zu meinem Orthopäde geh, der sagt mir immer nur was ich z.B. nicht machen kann, z.B. nicht mehr als 5 Kg heben u.s.w. aber gibt mir nie vorschläge was ich machen könnte..
Wenn ich zum Arbeitsamt gehe, da ist grundsätzlich erstmal nie einer für mich zuständig, und wenn ich dann mal an jemanden gerate, dann ist es so, dass die mir sagen, sie müssen doch selber wissen wo sie Spass dran haben und was sie machen können. Dann habe ich da sogar schon vom Gesundheitsministerium oder sowas ein Gutachten erstellen lassen von meinem Kreuz, aber selbst das reicht denen nicht aus, die sagen mir immer wieder nur wir sind keine Ärzte..
Hatte bis jetzt noch keine Umschulung. Die erste Ausbildung die ich gemacht habe, machte ich beim Zahnarzt, da merkte ich schon es geht einfach nicht, weil ich meistens den ganzen Tag auf dem Stuhl saß und assestieren musste. Von diesem wurde ich dann zu dem auch noch nach einem halben Jahr gekündigt, weil er sich für umsonst eine Jahrespraktikantin eingestellt hatte. Damit ich nicht arbeitslos sein musste habe ich dann eine Lehre bei meinem Vater im Friseursalon gemacht, welches selbstverständlich auch nicht die lösung war, sondern nur als Übergang diente und mich das nicht belastet hat, weil mein Vater so oft wies ging gesagt hat setz dich hin. Da habe ich dann zwei Jahre die Lehre gemacht, bis ich jetzt den Job beim Rechtsanwalt gefunden habe, da habe ich ja die Lehre von drei Jahren jetzt um und durch den Unterschied der Arbeiten in Lehre und ausgelernt geht es jetzt wohl wieder nicht..
Liebe Grüße Sweettayler
Verfasst: So, 25.06.2006 - 16:18
von uhu
Hi!
Ich bin offiziell Bürokauffrau und arbeite in der Industrie in Produktionsplanung + im Einkauf. So bin ich logischerweise häufiger auf Achse => ins Lager, in die Verwaltung, ins Labor, usw. Zusätzlich ist mein Büro in der ersten Etage, so daß ich ums Treppensteigen nicht drumrum komme. Diesbezüglich kann ich also überhaupt nicht klagen!
@sweettaylner: Drücke Dir die Daumen, daß Du das für Dich passende findest!!!
uhu
Verfasst: Mo, 26.06.2006 - 12:22
von pegasus091078
Wenn ich zum Arbeitsamt gehe, da ist grundsätzlich erstmal nie einer für mich zuständig, und wenn ich dann mal an jemanden gerate, dann ist es so, dass die mir sagen, sie müssen doch selber wissen wo sie Spass dran haben und was sie machen können. Dann habe ich da sogar schon vom Gesundheitsministerium oder sowas ein Gutachten erstellen lassen von meinem Kreuz, aber selbst das reicht denen nicht aus, die sagen mir immer wieder nur wir sind keine Ärzte..
Hallo Sweettayler,
ich weiß leider nicht wie alt du bist, denn es gibt verschieden Altersstufen unter und über 25, aber ich versuche dass ganze jetzt etwas zu vereinheitlichen. Das ist beim Arbeitsamt so geregelt:
Du hast einen Arbeitsvermittler bzw. Berater dieser Berater

kann ein Gutachten über deinen Gesundheitszustand vom Ärztlichen Dienst beantragen, der wiederum wird dich zu einem Gutachter (Orthopäden) schicken da er dafür kein Spezialist ist. Der Gutachter schreibt dir dann eine Bescheinigung ob er für eine Umschulung oder dagegen ist. Das Arbeitsamt wird auch bei einer Befürwortung versuchen dich anderweitig zu vermitteln, dann muß du sofort Einspruch einlegen. Am besten ist sowieso du gehst direkt zum Fachbereichsleiter beim Arbeitsamt und läßt alles über ihn laufen und nicht abwimmeln lassen.
Du kannst allerdings auch über den Medizinischen Dienst der BFA gehen und dort mal wegen einer Umschulung nachfragen.
Aber über eins mußt du dir klar sein, eine Umschulung genehmigt zu bekommen ist verdammt harte Arbeit und wenn du nicht mit dem Kopf unter dem Arm durch die Tür kommst,

ist es für die Behörden sehr schwer einzusehen.
Wünsch dir viel Glück
Pegasus 091078
Verfasst: Mo, 26.06.2006 - 14:11
von Soni
Ich habe auch einen Bürojob - arbeite als Sekretärin. Bei längerem Sitzen bekomme ich auch Probleme. Aber ich finde, am besten ist es, wenn die Kollegen und der Chef Bescheid wissen und tolerant sind.
So habe ich es mir eingerichtet, dass ich ab und zu aufstehe und an der Besuchertheke im Stehen schreibe, auch zum Telefonieren stehe ich auf. Außerdem nutze ich jede Gelegenheit zum Herumlaufen. Keinen Aufzug benutzen und wenn ich zum Kopieren gehe, einfach noch einen kleinen Umweg durchs Haus laufen. In der Mittagspause esse ich mein Brot manchmal im Stehen und laufe draußen eine kleine Runde.
Ich finde, wenn man herausgefunden hat, was einem gut tut und was man besser lassen sollte, kann man sich seinen Alltag entsprechend einrichten - und dann geht es schon.

Verfasst: Mo, 26.06.2006 - 21:15
von sweettayler
Hey Soni, da hab ich noch garnicht drüber nachgedacht, vielleicht hilft es mir auch, danke für den Tipp! Liebe Grüße Sweettayler
Verfasst: So, 02.07.2006 - 11:42
von TinaF
Hey,
also ich mache seit September 05 eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (also kurz: Krankenschwester). Das ist ein körperlich sehr anstrengender Beruf und mit meiner recht starken Skoliose (45°) hatte ich am Anfang Bedenken ob ich 1. die Ausbildungsstelle überhaupt bekomme, 2. das körperlich schaffe und 3. mich jemand nach der Ausbildung übernimmt. 1. und 2. haben gut geklappt bzw. funktionieren prima. Ich habe keine Rückenprobleme, Einschränkungen oder Schmerzen.(obwohl ja Lehrlinge immer die gemeinsten Arbeiten machen dürfen und Menschen am besten den ganzen Tag nur durch die Gegend tragen sollten

)
Ich habe mich auch vorher mit Dr. Steffan unterhalten und gefragt was er davon hällt, er meinte das die 3 Jahre Ausbildung nicht das Problem seien dürften und wenn ich später nicht gerade auf einer Station arbeite wo ich nur alte Menschen rumbuckeln muss, dürfte das auch weiterhin kein allzu großes Problem sein.
Auch wenn man eine Skoliose hat, sollte man sich meiner Meinung nach nicht den Berufswunsch nehmen lassen und einen anderen Job wählen. In jedem Beruf können Probleme auftauchen (hervorgerufen durch die Skoliose), das lässt sich nicht vorher sagen, aber wenn man dann auch noch in einem Job ist der einem garkeinen richtigen Spaß macht, dann ist doch echt alles verloren. Klar gibt es Berufe die "besser geeignet" sind für Skoliose Erkrankte (meiner gehört auch nicht zu denen

) aber wie gesagt jeder sollte für sich entscheiden was richtig für einen ist und vorallem auf man Lust hat...
Logischerweise sieht das anders aus wenn man eine OP hatte, da hat man Einschränkungen, aber auch da sollte man für sich selber entscheiden was man von den möglichen Berufen am liebsten machen möchte.
Gruß Tina