Da gibt es auf jeden Fall einen Zusammenhang zwischen Kiefer, Kieferknochen und Wirbelsäule!
Das ist ein Kernststück der Craniosacralen Osteopathie. Hier ein kurzer Auszug aus der Entstehungsgeschichte:
Die Craniosacrale Methode wurde Anfang der dreiziger Jahre von William Sutherland entwickelt. Noch als Student erregten die eigentümlich geformten Verbindungsflächen zwischen den Keilbeinflügeln ( Teile eines Schädellkochens, der quer durch den Kopf verläuft) und der Schläfenbeinschuppe (seitlicher Schädelknochen) seine Aufmerkdsamkeit. Diese Verbindung erschien ihm gekantet, und wie er sich ausdrückte :" Der Gedanke kam mir: wie die Kiemen eines Fisches".Sie schienen auf eine gelenkige Beweglichkeit eines Atemmechanismus hinzuweisen. Obwohl alle ihm bekannten anatomischen Bücher lehrten, dass die Schädelnähte verknöchern und ein unbewegliches statisches Ganzes darstellen, ließ ihn der Gedanke um die Möglichkeit von Bewegungen im Schädel nicht wieder los.......
Er fand heraus, dass die Schädelknochen durch Membranen im Schädel miteinander verbunden sind und ihre Bewegung durch diese Membrannen koordiniert werden. Auch das Kreuzbein ist über die Dura im Rückenmarkskanal mit den interkraniellenMembranen ( denen im Schädel) und den Schädelknochen verbunden.
Immer wieder tastete er seinen eigenen SChädel und die Köpfe seiner Patienten und begann zu spüren, dass sich der Schädel tatsächlich bewegte, unabhängig vom Herzschlag oder Atemrythmus. Nach weiterem unermüdlichen Fühlen dieser feinen Bewegungen, kommt er zu dem SChluss, die Eigenbewegung des Gehirns , die regelmässigen rythmischen Fluktuationen der Hirr-und Rückenmarksföpüssigkeit, die Beweglichkeit der durablen Hirn-und Rückenmarkshäute , der Schädelknochen sowie des Kreuzbeins seien die Grundlage dieser Bewegung.
In einem Rhythmus von 6-12 mal in der Minute dehnt sich das Volumen des Liquors( "Hirn-und Rückenmarksflüssigkeit"), ähnlich einer Druckwelle, aus. Der Schädel weitet sich bzw. zieht sich zusammen; Wirbelsäule, Kreuzbein und der übrige Körper sind in Bewegung. Dieser Zyklus ist spürbar wie der Pulsschlag, nur subtiler und wird als CranioSacral-Rhythmus bezeichnet.
(Quelle: Skript, Craniosacralausbildung)
Hier wird mit einem Systhem gearbeitet,das eine Verbindung zwischen Schädelknochen, KReuzbein und dem dazwischnbefindlichen Teil der Wirbelsäule und deren umgebenden Strukturen beschreibt.
Der Kiefer ist Teil des Schädels und besonders der Oberkiefer ist direkt mit den anderen Schädelknochen verbunden. Der Craniosacrale Rhythmus hat hier eine entsprechende Wirkung . Es bewegt sich also alles mit.
Ich hatte einige Jahre eine Schiene wegen Zähneknirschen für den OBERkiefer. Als ich bei einer ganzheitlich orientierten neuen Zahnärztin war, bekam ich eine neue Schiene, und zwar für den UNTERkiefer! Sie erklärte mir, dass durch die Schiene im Oberkiefer die Beweglichkeit der Schädelknochen(s.o.) gestört würde. Das macht Sinn! Und ich habe mit der Unterkieferschiene ein viel angenehmeres Gefühl wenn ich morgens aufwache.
Der Unterkiefer ist auch wichtig in der Craniosacralen Therapie. Er ist aber "nur" gelenkig verbunden mit dem restlichen Schädel. Eine Behandlung des Kiefergelenkes hat ,wie hier im Forum schon beschrieben wurde ,eine entsprechende Wirkung v.a. auf die Nackenmuskulatur. Bei mir selber aber auch stark auf die untere Wibelsäule und das Becken, welches sich schön korrigiert und entspannt,

wenn meine KG ab und zu mal mit etwas radikaleren Methoden mein Kiefergelenk bearbeitet......
Dass eine Zahnspange einen Einfluss auf die Skoliose haben kann, kann ich mir unter den oben beschriebenen Betrachtungsweisen gut vorstellen. Hier wird der Kiefer/ Zähne ja in ein neues Muster hineingepresst und heutzutage doch meist mit festen Zahnspangen, oder?
Und zu guter letzt noch das : falls ihr mal bei Eurer KG, Heilpraktiker o.ä. in den Genuss einer Craniosacralbehadlung kommen solltet:ich kann es allen Skoliotikern (neben dem Schrothen!) nur wärmstens empfehlen!
Die Räkelkönigin
