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S-Form im ganzen Körper?

Verfasst: Do, 09.03.2006 - 14:30
von steffi25
Hallo Leute!

Hab an anderer Stelle gelesen, dass wenn man eine Skoliose hat, dass sich dann eine S-Form durch den ganzen Körper zieht. Also, dass z.B. auch einzelne Teile, Sehnerv, Finger, Zähne oder so auch schief gewachsen sind. Kann an dieser Theorie was dran sein??

Ich habe z.B. verbogene kleine Zehen. Seit meiner Skoliose-OP kommen mir die etwas gerader vor... Ich weiß, das klingt unglaublich, aber beobachtet jemand vielleicht ähnliches?

lg, steffi

Verfasst: Do, 09.03.2006 - 14:42
von Wiebi
Ich habe schiefe Zähne und ich glaub auch ein bisschen O-Beine...

Verfasst: Do, 09.03.2006 - 15:36
von Charp
Hallo,

:D
Die Zähne sind schon ein bissl schief, trotz jahrelanger Zahnspange... Und ich habe "krumme Knie" und auch krumme kleine Zehen. Als hätte ich die Füße immer in zu enge Schuhe gequetscht (habe ich aber nicht). Die werden auch immer krummer... Und dann mein "skoliotischer Finger" ;) , also die Kamptodaktylie. Die scheint aber die Ausnahme zu sein, auf meine Nachfrage hat sich zumindestens keiner gemeldet :/ (viewtopic.php?t=5040). Und ein Manualtherapeut meinte mal zu mir, mein Schädel wäre asymetrisch?! Naja, das scheint nicht so tragisch zu sein. :lach:

LG, Charp

Verfasst: Do, 09.03.2006 - 18:29
von Fine
Vielleicht gibt es damit schon ein paar Zusammenhänge.
WEil die meisten, die Skoliose haben, haben auch meistens eine Zahnspange.

Das wäre wirklich mal interessant zu erfahren!

LG Fine

Verfasst: Do, 09.03.2006 - 18:52
von steffi25
Ja, meine Zähne sind auf einer Seite auch schief (hatte das völlig vergessen). Ich hatte mal kurze Zeit in der Nacht eine Zahnspange, die ich aber kaum getragen habe und schon bald meinte mein Zahnarzt, dass ich sie eh nicht mehr brauchen würde... is also nicht so arg.

Schon seltsam... Aber es haben ja auch jede Menge Nicht-Skoliotiker Zahnspangen - ob da ein Zusammenhang ist??

lg, steffi

Verfasst: Do, 09.03.2006 - 21:59
von Wiebi
auf Kur erzählte mir meine Physiotherapeutin, das schon öfter festgestellt wurde, dass sich bei Skoliotikern, während sie eine Zahnspange (keine Ahnung ob ne feste oder lose) tragen, die Skoliose verschlimmert. Andersrum aber auch, dass sich beim Tragen eines Korsetts die Zähne verschlimmern. Darüber gibt es aber soweit ich weiß noch keine Studie.
Ich kann mir schon vorstellen, dass das Gebiss eine Verlängerung der WS ist quasi. Ich halte meinen Kopf durch die Skoli schräg, das muss sich dann doch auch im Gebiss äußern, oder?

Verfasst: Fr, 10.03.2006 - 17:08
von Fine
Hallo Wiebi,

warst du in BaSa oder Sobi?
Weil mir auch sowas ähnliches von eine Physiotherapeutin in BaSa erzählt wurde.

Ich kann mir schon gut vorstellen, dass das alls miteinander zusammenhängt. Denn man kann ja auch in der Halswirbelsäule Skoliose haben, und diese hängt ja sowieso irgendwie mit dem Kiefer zusammen.

LG Fine

Verfasst: Fr, 10.03.2006 - 17:37
von Wiebi
Ich war in BaSa. War vielleicht die gleiche. :)

Verfasst: Fr, 10.03.2006 - 23:51
von Räkelkönigin
Da gibt es auf jeden Fall einen Zusammenhang zwischen Kiefer, Kieferknochen und Wirbelsäule!
Das ist ein Kernststück der Craniosacralen Osteopathie. Hier ein kurzer Auszug aus der Entstehungsgeschichte:

Die Craniosacrale Methode wurde Anfang der dreiziger Jahre von William Sutherland entwickelt. Noch als Student erregten die eigentümlich geformten Verbindungsflächen zwischen den Keilbeinflügeln ( Teile eines Schädellkochens, der quer durch den Kopf verläuft) und der Schläfenbeinschuppe (seitlicher Schädelknochen) seine Aufmerkdsamkeit. Diese Verbindung erschien ihm gekantet, und wie er sich ausdrückte :" Der Gedanke kam mir: wie die Kiemen eines Fisches".Sie schienen auf eine gelenkige Beweglichkeit eines Atemmechanismus hinzuweisen. Obwohl alle ihm bekannten anatomischen Bücher lehrten, dass die Schädelnähte verknöchern und ein unbewegliches statisches Ganzes darstellen, ließ ihn der Gedanke um die Möglichkeit von Bewegungen im Schädel nicht wieder los.......
Er fand heraus, dass die Schädelknochen durch Membranen im Schädel miteinander verbunden sind und ihre Bewegung durch diese Membrannen koordiniert werden. Auch das Kreuzbein ist über die Dura im Rückenmarkskanal mit den interkraniellenMembranen ( denen im Schädel) und den Schädelknochen verbunden.
Immer wieder tastete er seinen eigenen SChädel und die Köpfe seiner Patienten und begann zu spüren, dass sich der Schädel tatsächlich bewegte, unabhängig vom Herzschlag oder Atemrythmus. Nach weiterem unermüdlichen Fühlen dieser feinen Bewegungen, kommt er zu dem SChluss, die Eigenbewegung des Gehirns , die regelmässigen rythmischen Fluktuationen der Hirr-und Rückenmarksföpüssigkeit, die Beweglichkeit der durablen Hirn-und Rückenmarkshäute , der Schädelknochen sowie des Kreuzbeins seien die Grundlage dieser Bewegung.
In einem Rhythmus von 6-12 mal in der Minute dehnt sich das Volumen des Liquors( "Hirn-und Rückenmarksflüssigkeit"), ähnlich einer Druckwelle, aus. Der Schädel weitet sich bzw. zieht sich zusammen; Wirbelsäule, Kreuzbein und der übrige Körper sind in Bewegung. Dieser Zyklus ist spürbar wie der Pulsschlag, nur subtiler und wird als CranioSacral-Rhythmus bezeichnet.
(Quelle: Skript, Craniosacralausbildung)

Hier wird mit einem Systhem gearbeitet,das eine Verbindung zwischen Schädelknochen, KReuzbein und dem dazwischnbefindlichen Teil der Wirbelsäule und deren umgebenden Strukturen beschreibt.
Der Kiefer ist Teil des Schädels und besonders der Oberkiefer ist direkt mit den anderen Schädelknochen verbunden. Der Craniosacrale Rhythmus hat hier eine entsprechende Wirkung . Es bewegt sich also alles mit.
Ich hatte einige Jahre eine Schiene wegen Zähneknirschen für den OBERkiefer. Als ich bei einer ganzheitlich orientierten neuen Zahnärztin war, bekam ich eine neue Schiene, und zwar für den UNTERkiefer! Sie erklärte mir, dass durch die Schiene im Oberkiefer die Beweglichkeit der Schädelknochen(s.o.) gestört würde. Das macht Sinn! Und ich habe mit der Unterkieferschiene ein viel angenehmeres Gefühl wenn ich morgens aufwache. :ja:
Der Unterkiefer ist auch wichtig in der Craniosacralen Therapie. Er ist aber "nur" gelenkig verbunden mit dem restlichen Schädel. Eine Behandlung des Kiefergelenkes hat ,wie hier im Forum schon beschrieben wurde ,eine entsprechende Wirkung v.a. auf die Nackenmuskulatur. Bei mir selber aber auch stark auf die untere Wibelsäule und das Becken, welches sich schön korrigiert und entspannt, :ja: :ja: :ja: wenn meine KG ab und zu mal mit etwas radikaleren Methoden mein Kiefergelenk bearbeitet...... :willnicht: :/
Dass eine Zahnspange einen Einfluss auf die Skoliose haben kann, kann ich mir unter den oben beschriebenen Betrachtungsweisen gut vorstellen. Hier wird der Kiefer/ Zähne ja in ein neues Muster hineingepresst und heutzutage doch meist mit festen Zahnspangen, oder?
Und zu guter letzt noch das : falls ihr mal bei Eurer KG, Heilpraktiker o.ä. in den Genuss einer Craniosacralbehadlung kommen solltet:ich kann es allen Skoliotikern (neben dem Schrothen!) nur wärmstens empfehlen!
Die Räkelkönigin :juggle:

Verfasst: Di, 14.03.2006 - 03:20
von SimsSabine
Huhu, also mein Beitrag wird nicht so lang und informativ wie der letzte... Meine Mittelfinger sind krumm und links hab ich ein leicht krummes Gebiss, sieht man aber kaum. hingegen hab ich rechts im Kiefergelenk mehr Spielraum als links. Wollt ich nur mal sagen, ciao! :D