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skoliose + stechender schmerz im sprunggelenk
Verfasst: Sa, 18.02.2006 - 14:32
von biker1
hallo,
ich leider ebenfalls unter skoliose mit beckenschiefstand. dadurch ist ein bein etwas länger bzw. kürzer. mehr zu der skoliose kann ich noch nicht sagen - eine untersuchung erfolgt im april in bad salzungen.
seit ca. zwei wochen sucht mich sporadisch ein stechender schmerz im sprunggelenk heim (im längeren beim). ein wirklich sehr heftiger schmerz. ich laufe dann immer ein wenig damit er wieder weggeht. er tritt auf wenn ich sitze/liege/stehe.
was kann das sein?
auf grund meiner skoliose habe ich von meinem orthopäden kg verschrieben bekommen. allgemeine sachen mit pezziball + theraband. dann soll ich noch ein funktionstraining an geräten machen.
komischwerweise ist der schmerz ca. zwei wochen nach kg start aufgetreten?!?!?!
der ortophäde war leider nicht in der lage mich richtig zu untersuchen. vier röntgenbilder meiner wirbelsäule! daher der termin in b.s.
mfg
biker
Verfasst: Sa, 18.02.2006 - 20:34
von Ramses
Hallo Biker,
hast Du wegen dem Schmerz schon einmal Deinen Physiotherapeuten angesprochen?
Wenn die Gymnastik die Ursache für den Schmerz ist weiss er bestimmt was zu tun ist. Sollte es eine andere Ursache sein kann er Dir vielleicht auch weiterhelfen.
Gruß
Ramses
Verfasst: Sa, 18.02.2006 - 21:18
von biker
hallo,
den habe ich schon gefragt. könnte von den bandscheiben kommen.
Verfasst: So, 19.02.2006 - 11:33
von Lynn
Hallo Biker! Schreib mal etwas mehr über deine Lebensweise! Wie alt bist du denn? Hast du früher Sport betrieben?
Seltsam, dass der Schmerz auftritt, wenn du dich eigentlich nicht bewegst. Das ist oft bei Entzündungen der Fall. Oder hattest du vielleicht sogar eine Art Unfall? Bist du umgeknickt?
Ein Arzt würde das Sprungelenk zunächst röntgen und dann, wenn er es für nötig hält, eine Ultraschalluntersuchung oder sogar ein MRT machen. Er würde die Bänder in Augenschein nehmen und vielleicht auf Anzeichen einer Arthrose achten. Wo genau schmerzt es denn? Eher an der Außenseite oder an der Innenseite?
Wenn es keine Entzündung ist und auch sonst nichts gravierendes, dann würdest du sowieso höchtens eine Schiene (vielleicht eine Air-Cast-Schiene, ermöglicht Kompression ohne Muskelabbau zu provozieren) bekommen.
Wie du siehst gibts auch hier so viele Möglichkeiten, dass du da doch einen Arzt ranlassen solltest. Dass das Sprungelenk bei Beckenschiefstand irgendwann Schaden nimmt wird ja auch in dem gelben Buch von Frau Lehnert-Schroth beschrieben. Aber ohne jegliches Hilfsmittel wäre DANN wahrscheinlich eh nichts zu machen. Sei froh, dass du bald eine Reha machst!
Liebe Grüße, Ula
Verfasst: So, 19.02.2006 - 18:50
von biker
hallo,
ich bin 27 jahre alt und 67kg leicht bei 1,78m grösse. in meiner freizeit fahre ich mountainbike. dies mache ich schon seit 5 jahren und habe deswegen noch nie probleme gehabt. bei schlechtem wetter mache ich spinning.
im letzten monat bin ich zweimal im wald gelaufen. bis auf muskelkater am nächsten tag hatte ich keine beschwerden. ich habe eine körperlich schwere arbeit bei der ich viel heben muss.
schmerzen habe ich meistens hinter dem rechten schulterblatt, bis hoch in den nacken. sehr stark nach der arbeit wenn ich im auto sitze.
die konnte ich durch die kg schon ein wenig kompensieren.
hinzugekommen sind jetzt noch die schmerzen im sprunggelenk und so eine art drückender schmerz im kniegelenk, tut aber nicht wirklich weh.
der schmerz am sprunggelenk tritt an der aussenseite, unterhalb des knöchels auf. fängt ganz langsam an, und wird dann sehr heftig das ich aufstehen muss um das gelenk zu bewegen. trat auch schon mal nachts auf. eine art pochender/stechender schmerz.
ich soll noch ein funktionstraining an geräten machen. ein trainingsplan wird mir am dienstag erstellt.
laut orthopäde soll ich ein jahr die kg machen - dann würden wir weitersehen, auch wegen den unterschiedlich langen beinen!
einen termin wegen dem gelenk habe ich gemacht. mal sehen was passiert.
biker
Verfasst: So, 19.02.2006 - 19:32
von Ramses
Hallo Biker,
so wie Du das jetzt beschreibst mit dem Schmerz könnte tatsächlich eine Bandscheibe und/oder der Ischiasnerv beteiligt sein. Wenn der Schmerz auftritt und du gehst umher kann die Bandscheibe in eine andere Position rutschen und so die Symptomatik zurückgehen. Da solltest Du Dich aber auch in kompetente Behandlung begeben, weil Du nicht davon ausgehen kannst dass die Schmerzen immer weggehen wenn Du umher läufst.
Wie groß ist Deine Beinlängendifferenz?
Denn nur geringe Beinlängendifferenzen sind nicht auszugleichen. Ab einer Differenz von 1 cm sollte man aber ausgleichen. Denn die unterschiedliche Beinlänge hat auch Auswirkungen auf die Wirbelsäule und damit auf die Bandscheiben. Es wäre besser wenn jetzt sofort auch die Beinlängendifferenz einbezogen wird.
Gruß
Ramses
Verfasst: So, 19.02.2006 - 21:01
von biker
hallo ramses,
ich kann nicht sagen wie gross die differenz ist. die erste untersuchung beim orthopäden war leider nur sehr dürftig. die untersuchungsergebnisse wollte er mir zuschicken - nichts.
ich werde ihn bei dem nächsten termin drauf ansprechen.
vielen dank erstmal
biker
Verfasst: So, 19.02.2006 - 21:18
von Lynn
Hallo Biker,
nur nochmal zur Klärung: eine Skoliose mit verwrungenem Becken/Beckenschiefstand kann den Eindruck erwecken, dass es eine Beinlängendifferenz gibt. Leider ist das meist nicht der Fall und sogar Orthopäden erkennen dies nicht. Schade, dass das so ist.
Gerade die Tatsache, dass die Beine gleich lang sind und dennoch ein Beckenschiefstand besteht zwingt das Bein dann an den Gelenken auszuweichen und verursacht so manchmal Schmerzen.
Ich glaube, dass an Ramses' Theorie echt was dran sein könnte!
Ich will dich nur davor warnen dir eine Einlage verpassen zu lassen, die deinen Beckenschiefstand zwar behebt aber vielleicht einen LWS-Bogen verstärkt und damit deine Probleme, wenn sie denn von einer Bandscheibe herrühren, noch verstärkt. Also vorsicht!
Liebe Grüße, Ula
Verfasst: Do, 23.02.2006 - 11:34
von Gast
hallo,
die beine erscheinen durch den beckenschiefstand unterschiedlich lang. das hat der orthopäde auch richtig erkannt. tut mir leid wenn das nicht richtig klar wurde. jetzt ist es nur so, dass ich seit tagen schmerzen im rechten kniegelenk habe. rechts ist bei mir zur zeit länger. über nacht beruhigt sich das gelenk. morgens geht es nach ca. einer halben stunde laufen wieder los. kann ich da selbst etwas gegen machen? wie sieht es mit einer kniebandage aus? würde die das gelenk etwas stabilisieren und schonen?
biker
Verfasst: Do, 23.02.2006 - 17:43
von Ramses
Hallo Biker,
Du musst die Beinlängendifferenz ausgleichen. Solange die nicht ausgeglichen ist werden andere Gelenke kompensieren müssen und dadurch auch Fehlbelastungen aushalten müssen. Es ist sehr gut möglich dass das Knie auch deshalb schmerzt weil die Fehlbelastung zu lange andauert bzw zu gross geworden ist. Es muss die Ursache beseitigt werden. Eine Kniebandage lindert nur die schmerzen beseitigt aber nicht die Ursache. Du kannst Dir aber trotzdem eine solche Bandage verschreiben lassen um Deine Schmerzen schnell zu lindern. Die Genu-Train ist eine recht gute stabilisierende Bandage.
Gruß
Ramses
Verfasst: Do, 23.02.2006 - 22:41
von Lynn
die beine erscheinen durch den beckenschiefstand unterschiedlich lang. das hat der orthopäde auch richtig erkannt.
Also ich habe das jetzt so verstanden, dass die Beine nur unterschiedlich lang ERSCHEINEN, es aber nicht SIND.
Wenn das so ist, dann darfst du die Beinlänge nur dann ausgleichen, wenn du keinen vierten Bogen hast, wenn ich das richtig verstanden habe. Das wäre dann der gleiche Fall wie bei mir. Ein Ausgleich würde meinen LWS-Bogen verstärken.
Ramses, was meinst du? Steh ich irgendwie auf dem Schlauch??
Verfasst: Sa, 25.02.2006 - 12:06
von biker
hallo,
die beine erscheinen nur unterschiedlich lang, sie sind es aber nicht.
so ist es richtig
die schmerzen im sprunggelenk sind bis heute nicht mehr aufgetreten. ursache war eine kg-übung mit dem pezzi-ball.
übung nicht mehr gemacht - keine schmerzen mehr. soviel dazu.
die schmerzen im kniegelenk kommen wohl durch mein gelegentliches spinning training. komischerweise habe ich auf dem mountainbike diese probleme nicht. muss also was mit dem feststehenden rad zu tun haben.
würde es einen unterschied machen, wenn ich nur beim radfahren einlagen tragen würde? oder hätte das den eventuell selben, negativen effekt wie beim laufen?
biker
Verfasst: Sa, 25.02.2006 - 17:11
von Lynn
Das ist ja super Biker! Ich dachte mir fast, dass es nicht von der Skoliose kommt. Es gibt dieses Phänomen zwar, aber ich kenne auch hier im Forum niemanden, der im Zusammenhang mit der Beckenverwringung damit Probleme hat.
Was die Einlagen angeht, so sollte man beim Fahrradfahren sicherlich genauso verfahren wie beim Joggen. Aber es müsste erstmal geklärt werden, ob du diese überhaupt brauchst. Oder meinst du keine Einlagen zum Ausgleich sondern nur zur allgemeinen "Fußgesundheit", wie sie bei Personen empfohlen werden, die häufig joggen?
Ula
Verfasst: Mo, 27.02.2006 - 18:41
von biker
hallo ula,
ich meinte einlagen zum täglichen gebrauch. zur arbeit und freizeit. also schon welche, die mir der orthopäde verschreiben müsste. zum sport würde ich die natürlich auch gerne verwenden. weil hier treten ja die hauptprobleme auf.
ich bin aber grad noch dabei, etwas zu testen. ich verstelle grad die sitzpositionen vom spinning- und mountainbike. mal sehen ob das was bringt.
mfg
biker