Skoliose / Behandlung / "Heilung"

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KingJLN

Skoliose / Behandlung / "Heilung"

Beitrag von KingJLN »

Hallo

Ich habe eine leichte Skoliose aufgrund eines Beckenschiefstandes mit einer Beinverkürzung rechts um 1,1 cm.
Seit einiger Zeit habe ich nun Einlagen. Diese sollten ja gleichmäßige Belastung gewährleisten oder? Die sind zwar nur 0,5 cm hoch aber mir stellt sich die Frage warum ich noch keine Besserung merken. Warum meine Muskeln rechts am Rücken trotzdem nicht gleichmäßig werden, also sich anpassen. Ist 0,5 cm einfach zu wenig und würde eine Einlage von 1 cm helfen?
Außerdem fühle ich mich irgendwie falsch behandelt, einfach zu gering.
Man machte bei mir einfach nur ein Wirbelsäulenröntgen im Stehen auf einer Wippe. Danach wurde ich nach kurzem Gespräch zum Orthopäden geschickt, wo ich halt mal mein Leiberl auszog, mich mal gebückt habe und er mich auf ein 1 cm Holzbrett stellen ließ.
Aber was ist der genaue Grund? Wie will man mich richtig behandeln wenn man nur Beckenschiefstand weiß? Wo genau ist mein Bein länger? Und warum so plötzlich. Als ich jünger war, hat der Orthopäde bzw. Schularzt NIE was gesehen? Warum habe ich das? Ich will eine anständige Diagnose.
Ich glaube nicht, dass plötzlich ein Fuß länger ist. Wie aus heiterem Himmel.
Ich habe mal gehört, dass der Grund eines Beinlängenutnerschieds oft in den Gelenken zu finden ist und dass eigentlich sehr wenig Leute wirklich unterschiedlich lange Knochen haben?!
Das müsste ja doch zu richten sein oder? Und müsste sich dann die Wirbelsäule wieder "gerade richten"?
Warum wird fast jeder mit unterschiedlicher Beinlänge diagnostiziert, wo es ja doch so wenig wirklich haben? Woher will man das wissen, ob es wirklich unterschiedlich lange Knochen sind? Ist ein bisschen Physiotherapie für ein besseres Gewissen und vielleicht paar Einlagen, die zwar gleichmäßig belasten, aber nie heilen können, die Standard-Lösung/Behandlung?
Ich möchte wissen wo genau mein Bein länger ist. Die Physioterapie hilft mir vielleicht, dass die Skoliose nicht schlechter wird, aber die Aussicht auf Heilung? Wohl eher nicht.
Da hier ja Menschen sind, die sich wesentlich besser auskennen, würde ich gern eure Meinung hören.
Wie seid ihr behandelt worden? Ich denke meine Behandlung ist mehr als zu wenig. Was meint ihr?

Grüße aus Österreich
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seemannskiste
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Beitrag von seemannskiste »

mir sagte mal ein orthopäde, alle beinlängendifferenzen unter 1,0 cm sind zu vernachlässigen...
aber es ist auch nochmal ein unterschied, ob es eine erworbene beinlängdifferenz durch einen unfall ( bruch ) ist oder nicht...
beckenschiefstand ist sehr weit verbreitet, und muss nicht zwangsläufig zu schmerzen führen...

aber ich hab gerade keine zeit ausführlich zu antworten


lg dave
Umwege im Leben erweitern die Ortskenntnis.
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