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Fragen zu Skoliose
Verfasst: Mi, 21.12.2005 - 22:04
von maak
Hallo zusammen ich heiße Marc. Nachdem ich kurzzeitig relativ heftige Schmerzen in der LWS hatte bin ich zum Hausarzt, der mich sofort nach kurzem Abtasten zum Röntgen geschickt hat. Auf dem Röntgenbild sieht man eine deutliche Krümmung nach rechts.
Der Hausarzt hat darauf hin eine Veränderung "Stufe 1" festgestellt und mich zur Krankengymnastik geschickt.
Die Krankengymnastin sagte mir das durch Muskelaufbau die Krümmung behoben werden kann. Ganz ehrlich bin ich da skeptisch.
Im Moment bin ich war völlig beschwerdefrei aber wesentliche Fragen sind noch nicht geklärt. Zum Beispiel: kann man mit 15 seine Skoliose noch stark verbessern oder gar "beheben"? Und, wenn nicht, werde ich in meinem weiteren Leben eingeschränkt sein?
Ich mache täglich Krankengym. Übungen. Gibt es sonst etwas was ich tun kann/soll/muss
viele Grüße
Marc
Verfasst: Do, 22.12.2005 - 01:06
von Silas
Hallo Marc,
erst einmal müsste eine saubere Diagnose mit Cobb-Winkel usw. her.
Hast Du eine Röbi, was Du hier einstellen könntest?
Ansonsten solltest Du Dir das Röbi schnappen und eine kompetenten Orthopäden aufsuchen, z. B. Dr. Hoffmann in Leonbern, der wird Dir die weiteren Schritte erklären.
In Deinem Alter ist mit KG oder falls es ein gravierender Befund sein sollte mit gutem Korsett noch viel zu erreichen.
Viele Grüße
Silas
Verfasst: Do, 22.12.2005 - 10:37
von Klaus
Silas hat geschrieben:In Deinem Alter ist mit KG ....
Vor allen Dingen mit KG nach Schroth, das ist eine spezielle KG, die man nur während einer REHA in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim lernen kann. Die muss man dann zuhause täglich weiter machen.
Maak hat geschrieben:Im Moment bin ich war völlig beschwerdefrei...
Das kann sich leider in den Folgejahren erheblich verändern.
Es ist also gut, wenn Du Dir
jetzt Gedanken darüber machst.
Und dann lies mal ein bischen hier im Forum, es gibt unheimlich viele Informationen!
Wenn Du noch Deinen Wohnort in Deinem Profil angeben würdest, es reicht die Region, kann Dir im Detail noch mehr geholfen werden.
Gruss
Klaus
Verfasst: Do, 22.12.2005 - 21:40
von maak
Ich glaub wenn ich ein Korsett brauchen würde hätte mein Hausarzt, auch wenn Skoliose wohl nicht sein Fachgebiet ist, das erkannt.
Ich wohne im Großraum Köln. Hat dort jemand Erfahrung mit guten Orthopäden?
Merkwürdig wieso gibts diese Krankengymnastik nach Schroth nicht überall wenn sie so effektiv ist? Basiert sie auch auf Muskelaufbau oder auf etwas anderem?
Ich werd mal probieren mein Röbi einzuscannen. Leider hab ich an diesem Desktop keinen Scanner
Danke im Vorraus
Marc
PS: Ich werde mal versuchen anstatt so viele Fragen zu stellen erstmal im Forum zu stöbern

Verfasst: Fr, 23.12.2005 - 11:06
von Klaus
Marc hat geschrieben:PS: Ich werde mal versuchen anstatt so viele Fragen zu stellen erstmal im Forum zu stöbern
Da wirst Du feststellen, dass eine direkte Vor-Ort-Versorgung selten zu haben ist.
Es sei denn, man wohnt in der Region Stuttgart oder Region Bad Salzungen.
In Deinem Fall solltest Du mal in der Rubrik "Gesucht/Gefunden" in die Sammlung Essen gucken.
Ich glaub wenn ich ein Korsett brauchen würde hätte mein Hausarzt, auch wenn Skoliose wohl nicht sein Fachgebiet ist, das erkannt.
Da hast Du aber ein grosses Vertrauen in die Kompetenz Deines Hausarztes. Ehrlich gesagt, darauf würde ich mich nicht verlassen.
Merkwürdig wieso gibts diese Krankengymnastik nach Schroth nicht überall wenn sie so effektiv ist? Basiert sie auch auf Muskelaufbau oder auf etwas anderem?
Die Schroth-Therapeuten sind verbreiteter, als man denkt.
Aus der LINK Liste (ganz oben auf der Seite)
Hotline für Patienten, die nach SCHROTH ausgebildete Krankengymnasten in ihrer Umgebung suchen: 06751-874-174
Es werden die genauen Postleitzahlenbereiche der gewünschten Gegenden benötigt!
Schroth ist gezielt:
Muskeldehung
Muskelaufbau
Muskelformung (durch besondere Atemtechnik)
Gruss
Klaus
Verfasst: Fr, 23.12.2005 - 12:06
von rejoy
hi
ich muss Klaus und Silas zustimmen.
Auch wenn Skoliose ein der ältesten und häufigsten Skelettverfomrungen ist, kennen sich die wenigsten Ärzte und vor allem Orthopäden damit aus, obwohl mans erwarten würde.
Dein Alter ist bei einer SKoliose sowohl eine chance als auch eine Gefahr.
Als erstes muss eine ganzwirbelsäulenaufnahme im Stehen erfolgen. An diesem Röbi kann dann eine Vermessung nach Cobb statt finden. Wenn du dann deine Gradzahl kennst. Solltest du auf keden Fall KG nach Schorth erlernen in einer Reha wie Klaus bereits erwähnte. Jenachdem wie der Befund ist brauchst du auch ein Korsett.
Ich rate dir einen Skoliosekompetenten Orthopäden aufzusuchen. Unter Links&Adressen findest du Adressen solcher Ärzte.
Ich kenne von den Ärzten vorallem Doktor Hoffmann bin seit einem Jahr bei ihm in Behandlung und er ist fachlich absolut kompetent, er wird dir eine vernünftige fundierte Diagnostik machen und dann auch sagen wies weiter geht.
Ich habe das Glück direkt in Stuttgart zu wohnen, muss nur 20 min mit der Bahn fahren und dann bin ich bei doktor Hoffmann, aber ich denke auch wenn man von weiter her kommt, lohnt es sich.
llg rejoy
Verfasst: Do, 05.01.2006 - 02:21
von maak
Ich glaube mein Hausarzt hat mein Röbi noch. Er hat es sich nur rund 4 Sekunden lang angeguckt. Entweder hat er ein sehr gutes Augenmaß und ne heiden Erfahrung oder wirklich keine Ahnung. Menschlich isser ja top

.
Ich werd mir das mal von ihm zurücksichern und den Winkel (versuchen zu) messen. Das wird ne spannende Angelegenheit... Dann weiß ich genauer wie gut oder schlecht es um mich steht.
Das ist ja abenteuerlich. in ganz Deutschland soll es nur ne Handvoll Ärzte geben die sich mit Skoliose auskennen? Meint ihr nicht, dass es Sinn macht einfach mal mit dem Röbi zu einem "normalem" Orthopäden zu gehen. Oder ist das Aussichtslos?
Laut Google gibt es in Köln einige Physiotherapeuten und Krankengymnasten die die Lehre der hochverehrten Frau Katharina Schroth verbreiten. Da würde ich mich ganz gerne behandeln lassen (auch ohne Reha).
Gibts denn eine Rechtfertigung eine Reha zu machen? Muss man da nicht schon akute Beschwerden und Schmerzen haben damit der Arzt einem das ermöglicht? Oder reicht eine "Skoliose so und soviel Grad" für eine Reha?
Eine letzte Sache noch. Wie stets mit Wehrdienst und Skoliose?
Grüße
Marc

Verfasst: Do, 05.01.2006 - 14:09
von Klaus
maak hat geschrieben:Meint ihr nicht, dass es Sinn macht einfach mal mit dem Röbi zu einem "normalem" Orthopäden zu gehen. Oder ist das Aussichtslos?
Es gibt hier im Forum jede Menge Erfahrungen mit Orthopäden!
Alle laufen darauf hinaus, dass es ein Lotteriespiel ist, einen kompetenten Orthopäden zu finden.
Nicht umsonst haben wir hier einen so großen Zulauf.
Gibts denn eine Rechtfertigung eine Reha zu machen?
Natürlich, wenn eine Skoliose/Kyphose vorliegt, dann muss schleunigst etwas dagegen getan werden. Das Tückische daran ist ja, dass zunächst keine Schmerzen auftreten müssen, sondern erst viel später, wenn sich die Situation weiter verschlimmert hat!
Schroth kann man nur in einer REHA richtig lernen, die Therapeuten vor Ort sind in erster Linie für die regelmässige Kontrolle nach einer REHA zuständig, bzw. vor der REHA zur Überbrückung der Wartezeit und als Einstiegshilfe.
Nur in besonderen Notfällen kann man bei wirklich kompetenten Therapeuten ohne REHA auskommen, wenn eine monatelange Behandlung mind. 2x in der Woche für mind. 60 Minuten gesichert ist und man täglich die Übungen zuhause nachvollzieht.
Das ist praktisch nicht durchführbar!
Gruss
Klaus
Verfasst: Do, 05.01.2006 - 23:50
von maak
Wer ist mein Ansprechpartner für eine REHA bzw für eine Überweisung zu einem Spezialisten wie Dr. Hoffmann?
Ich tippe mal, die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die REHA?
Verfasst: Fr, 06.01.2006 - 00:04
von Bommenate
Zur Reha kann ich dir nichts sagen, aber Dr. Hoffmann ist ein normaler Orthopäde, zu dem auch Kassenpatienten gehen können. Entweder du bringst eine Überweisung mit oder zahlst 10,- Euro. Die Überweisung (z.B. von deinem Hausarzt) hat den Vorteil, dass Dr. Hoffmann einen Bericht an den Arzt, der die Überweisung ausstellt, zurückschicken muss.
Bommenate
Verfasst: Fr, 06.01.2006 - 11:30
von Klaus
maak hat geschrieben:Wer ist mein Ansprechpartner für eine REHA
Das kommt auf Deine persönliche Situation an.
Wenn Du arbeitest und versicherungspflichtige Beiträge an die BfA abgeführt hast, dann ist es die BfA.
Ansonsten Deine Krankenkasse.
Gruss
Klaus