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Verschlechterung der Skoliose???

Verfasst: Mo, 17.10.2005 - 17:01
von Pusteblume
Hallo!
Hab mal ein paar Fragen... :rolleyes:
Verschlechtern sich Skoliosen IMMER im Laufe der Jahre? Oder muß das nicht unbedingt sein?
Habe 30° und 20° und eine Spondylodese. Wir die Skoliose durch die Schrauben "aufgehalten"??
Ich fühle mich total "schief"..meint man das immer nur, oder kann da was dran sein??

Die letzte Rö-Aufnahme der gesamten WS und Messung war März 2004.

Wäre toll, wenn Ihr mir weiterhelfen könntet!!! :ja:

Liebe Grüße!!

Verfasst: Mo, 17.10.2005 - 21:13
von Toni
Hallo Pusteblume
In welchem Bereich der WS sind Deine Krümmungen?
Hast Du die 20° und 30° im Bereich der Versteifung oder sind das Restkrümmungen ober- und unterhalb der Versteifung?
Welches Implantat hast Du eingebaut bekommen?
Wie alt bist Du?
Machst Du Spezial-Schroth für Operierte?
Warst Du nach der OP schon mal in einer Reha?
Wie ist die Belastung Deiner WS? (Beruf, Sport, Schwangerschaft, usw.....)
Wie lang ist die Versteifungsstrecke?
Viele Fragen, aber sonst könnte man Deine Frage nicht oder nur sehr grob Pauschal beantworten.
Gruß Toni

Verfasst: Di, 18.10.2005 - 10:47
von Pusteblume
Hallo Toni!

Erstmal vielen Dank für Deine Antwort und Dein Interesse!!

Also, ich versuch mal, eins nach dem anderen zu beantworten..könnte ein etwas längerer Text werden...grins..

Die Skoliose ist doppelbogig, die lumbale hat 20° die thorakale 30° (letzte Messung März 04).
Die Versteifung ist nur L5/S1 (von Juni04), sie ist also genau in meinem "problembereich". Weiß nicht, ob die Schmerzen auch von der Skoli kommen. Merke deutlich, daß der größte Schmerz direkt über der Versteifung ist und vom ISG und der li. Hüfte (wahrscheinlich durch den Beckenschiefstand und Beckenverdrehung).

Bin 27 Jahre alt..ja, ich war direkt nach der OP in Bad Sassendorf zur Reha (4 Wochen). Habe aber nie Schroth-Therapie gehabt, kenne das nur aus Foren.

Habe vier Schrauben (mit kleinen Stangen verbunden) und ein Titan cage mit Beckenkammspongiosa eingesetzt bekommen. Bisher keinerlei Lockerung o.ä. (letzte Kontrolle der Instrumente Aug. 05).
Im Jan.04 wurde oberhalb der Versteifung eine BSV, im Juli05 eine beginnende Instabilität und Anschluß-Arthrose festgestellt.

Du fragst nach der Belastung....
Arbeite nur noch teilzeit (hab zwei kleine Kinder, 3 u. 4 Jahre alt) im Büro. Wir führen gemeinsam mit meinen Schwiegereltern einen mittelgroßen Bäckerei Betrieb mit 11 Geschäften.
Bin immer ein aktiver, sportlicher Mensch gewesen, machte Sport seit ich fünf war. Seit der OP hab ich alles an konservativer Beh. gemacht, Fango, Massage, KG normal und an Geräten (was immer sehr schmerzhaft ist!!), Infiltrationen, Rotlicht, WS-Schwimmkurs..usw...
Da müßte doch eigentlich meine Muskulatur in Ordnung sein??!! Z.Z. mache ich (fast) tgl. Übungen zu Hause und zweimal wöchentl. KG im Therapiezentrum in Datteln.

Jetzt meine Fragen: Ist eine Reha für mich überhaupt sinnvoll? Die Skoliose ist ja nicht so schlimm. Kann ein Teil der Schmerzen daher kommen?
Bin den ganzen Tag in Bewegung, oft gehts mir sehr schlecht. Manchmal komme ich einigermaßen klar. Werden die Beschwerden im Laufe der Zeit schlimmer?
mein Operateur meinte daß der verrutschte Wirbel (L4L5) noch Jahre halten kann, kann aber auch in 3 Monaten weiterrutschen kann. Aber wenn innerhalb von einem halben Jahr post OP ein BSV und Wirbelgleiten festegestellt wurde, dauerts doch keine Jahre mehr, oder??

Hach, soooviele Fragen, ich hoffe, Du blickst da noch durch?? :/
Bin gespannt auf Deine Antwort und bin Dir für jeden Tip dankbar, bis dahin
Liebe Grüße
Pusteblume

Verfasst: Mi, 19.10.2005 - 09:50
von Toni
Pusteblume hat geschrieben: Die Skoliose ist doppelbogig, die lumbale hat 20° die thorakale 30° (letzte Messung März 04).
Die Versteifung ist nur L5/S1 (von Juni04), sie ist also genau in meinem "problembereich". Weiß nicht, ob die Schmerzen auch von der Skoli kommen. Merke deutlich, daß der größte Schmerz direkt über der Versteifung ist und vom ISG und der li. Hüfte (wahrscheinlich durch den Beckenschiefstand und Beckenverdrehung).

Bin 27 Jahre alt..ja, ich war direkt nach der OP in Bad Sassendorf zur Reha (4 Wochen). Habe aber nie Schroth-Therapie gehabt, kenne das nur aus Foren.

Habe vier Schrauben (mit kleinen Stangen verbunden) und ein Titan cage mit Beckenkammspongiosa eingesetzt bekommen. Bisher keinerlei Lockerung o.ä. (letzte Kontrolle der Instrumente Aug. 05).
Im Jan.04 wurde oberhalb der Versteifung eine BSV, im Juli05 eine beginnende Instabilität und Anschluß-Arthrose festgestellt.
Nun wird es klarer.
Bei Dir ist nur der allerunterste Lendenwirbel mit dem Kreuzbein zusammen versteift worden. Das ist ein typische OP gegen Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) oder bei sehr schwerem anders nicht therapierbarem BSV.
Es ist leider sehr häufig (ca. 50% der Fälle), daß so eine OP eine Art "Domino-Effekt" auslöst. Die mechanisch-physikalische Belastung für den nächsten unversteiften Nachbarwirbel verdoppelt sich fast und dadurch verschleißt/degeneriert die Bandscheibe rapide. Sehr häufig sind dann Nach-OP mit Verlängerung der Spondylodesestrecke.
Die Situation ist bei Dir vermutlich besonders prekär, da über der Versteifung eine Wirbelsäule "steht" die auf Grund der Skoliose keine optimale Statik hat.
Deine völlig unversteifte Skoliose ist von den Gradzahlen her nicht dramatisch. Aber die Gradzahlen haben oft gar nichts mit den Schmerzen zu tun. Große Skoliosen mit 70 - 100° können völlig schmerzfrei sein. Geringgradige Skoliosen aber manchmal grausame Rückenschmerzen verursachen. Der Zusammenhang ist völlig unklar.
Pusteblume hat geschrieben:Du fragst nach der Belastung....
Arbeite nur noch teilzeit (hab zwei kleine Kinder, 3 u. 4 Jahre alt) im Büro. Wir führen gemeinsam mit meinen Schwiegereltern einen mittelgroßen Bäckerei Betrieb mit 11 Geschäften.
Bin immer ein aktiver, sportlicher Mensch gewesen, machte Sport seit ich fünf war. Seit der OP hab ich alles an konservativer Beh. gemacht, Fango, Massage, KG normal und an Geräten (was immer sehr schmerzhaft ist!!), Infiltrationen, Rotlicht, WS-Schwimmkurs..usw...
Da müßte doch eigentlich meine Muskulatur in Ordnung sein??!!
Es fragt sich WELCHE Muskulatur?
Die tiefe innere statisch stabilisierende Muskulatur oder die "sportliche" Bewegungsmuskulatur?
Die allermeisten nicht Schroth ausgebildeten Physiotherapeuten machen den gravierenden Fehler, Mobilität = Beweglichkeit überzubewerten und die Stabilität (die Muskeln, die notwendig sind die eigene Wirbelsäule in ein statisch gutes Gleichgewicht zu bringen und darin zu halten) völlig zu vernachlässigen.
Bei Schroth wird fast völlig bewegungslos =isometrisch geübt und es wird speziell diese für die Statik der WS wichtige autochtone Muskulatur angesprochen und gestärkt. Das kan man mit KEINEM Sport und fast keinem anderen physiotherapeutischen oder sportmedizinischen Verfahren erreichen!
Pusteblume hat geschrieben:Z.Z. mache ich (fast) tgl. Übungen zu Hause und zweimal wöchentl. KG im Therapiezentrum in Datteln.
Wenn Dir diese Übungen nicht gut tun und sie Dich nicht zu einer Besserung führen, dann stell sie ein! Die Gefahr, daß Du Dir damit mehr schadest als nützt ist relativ groß! Versuch eine Schroth-Therapie zu bekommen!
Pusteblume hat geschrieben:
Jetzt meine Fragen: Ist eine Reha für mich überhaupt sinnvoll?
Ja, auf JEDEN FALL!!!! Das Problem ist nur, daß Deine letzte Reha noch keine 4 Jahre zurückliegt. Erwachsene bekommen nur alle 4 Jahre eine Reha, genehmigt. Es gibt aber Ausnahmen in besonders begründeten Fällen. Das muss aber ein Facharzt schon besonders gut begründen!
Pusteblume hat geschrieben:Die Skoliose ist ja nicht so schlimm. Kann ein Teil der Schmerzen daher kommen?
Bin den ganzen Tag in Bewegung, oft gehts mir sehr schlecht.
Vielleicht nicht direkt von der Skoliose, aber indirekt.
Es ist eine Art Teufelskreis: Fehlstatik>Verspannung>Verkrampfung> Schmerz> noch mehr Verspannung> noch mehr Schmerz> noch mehr Fehlstatik> usw..... das schaukelt sich dann zusammen mit falscher/ungeeigneter KG dann hoch.
Pusteblume hat geschrieben: Manchmal komme ich einigermaßen klar. Werden die Beschwerden im Laufe der Zeit schlimmer?
mein Operateur meinte daß der verrutschte Wirbel (L4L5) noch Jahre halten kann, kann aber auch in 3 Monaten weiterrutschen kann. Aber wenn innerhalb von einem halben Jahr post OP ein BSV und Wirbelgleiten festegestellt wurde, dauerts doch keine Jahre mehr, oder??
In Deinem Fall dann offensichtlich eben nicht Jahre.
Deine Belastung ist hoch genug!
Schmerz -Verspannung usw... weden auch Deine Skoliose negativ beeinflussen. Umgekehrt wird die Skoliose für die Bandscheine L5/L4 auch nicht gerade förderlich sein. Dir Antwort der meisten Orthopäden wird sein immer weiter zu operieren, das kanns aber nicht sein, wenn bei dem Typ OP die Erfolgsquote im Bezug auf Schmerzbeseitigung und echte nachhaltige Heilung so gering ist.
Pusteblume hat geschrieben:
Hach, soooviele Fragen, ich hoffe, Du blickst da noch durch?? :/
Ja schon noch. Ich würde Dir wirklich raten, den Weiten Weg in Kauf zu nehmen und Dich bei Dr. Hoffmann in Leonberg vorzustellen.
Mal sehen was er Dir empfielt.
Pusteblume hat geschrieben: Bin gespannt auf Deine Antwort und bin Dir für jeden Tip dankbar, bis dahin
Liebe Grüße
Pusteblume
Im Moment kann Ich Dir leider nicht mehr sagen als Geh mal zu Dr. Hoffmann und strebe mit Nachdruck eine Schroth-Reha, für Dich eher in Bad Salzungen an!
Gruß Toni

Verfasst: So, 23.10.2005 - 13:34
von Pusteblume
Hallo Toni!!

Erstmal möchte ich Dir ganz dolle Dankeschön sagen, daß Du soviel Zeit investierst, um anderen zu helfen und zu "beraten". Das ist sicher nicht selbstverständlich!!!

VIELEN LIEBEN DANK!!!!!!!!!!!!!!!!!! ;D

Du hälst also eine Schroth Reha für durchaus angebracht? Sicher wird das nicht leicht, da ich ja schon letztes Jahr weg war, aber ich könnte es ja mal fürs nächste Jahr versuchen...

Zur KG: Sie sagten mir, daß sie die "innere" Muskulatur trainieren will, ebenso die Rücken und obere und untere Bauchmuskulatur.
Leider gibts hier direkt in der Nähe keine Schroth Therapie. Müßte mind. eine halbe bis Dreiviertelstd. fahren für eine halbe Std. Therapie. Versuche es deshalb mit der Kur für 2006.

Meinst Du denn, früher oder später MUSS die nächste Versteifung kommen, oder könnte ich durchaus ein Leben lang so weitermachen??!!
Hab mich ehrlicherweise nie richtig geschont, daher auch die Folgebeschwerden.... :/
Ich büße schon seit der OP viel an Lebensqualität ein, habe ständig Schmerzen, kann weder lange sitzen, noch stehen oder länger laufen. So will ich ja nicht weitermachen, aber eine OP wär echt die allerletzte Möglichkeit für mich, da ich die Schmerzen manchmal noch gut aushalten kann. Aber mit den Jahren werd ich das wohl nicht mehr gut wegstecken können...wird ja nicht mehr besser, ganz im Gegenteil!!

Sag mal, woher kennst Du Dich so gut aus? Wurdest Du auch operiert? Und wie alt bist Du? Ich habe gesehen, daß Du hier sehr vielen Leuten hilfst...wie schaffst Du das Zeitlich???
Ist echt bewundernswert...hast Du Dir das "Wissen" selbst angeeignet, oder biste vom "Fach"..grins?

Bin überigens vorgestern im Bad ausgerutscht (nicht gefallen!) und seitdem wieder ziemlich heftige Schmerzen, größtenteils ÜBER der operierten Stelle. Im Stehen hab ich das Gefühl, ich knick in der Mitte durch..auch sehr schmerzhaft.
Kannst Du mir dazu was sagen?
Hälst Du auch eine neue "Komplettvermessung" nach knapp 1,5 Jahren für angebracht, oder soll ich noch warten??

Oje, ich erwarte ganz schön viel, was? Aber beim schreiben fällt mir dann immer mehr ein, weißt Du??

Wenn Du mal Zeit und Lust hast, freue ich mich auf eine Antwort von Dir.
Ganz liebe Grüße und nochmal tausend Dank!!
Bis bald :P

Verfasst: So, 23.10.2005 - 23:50
von Toni
Hallo Pusteblume,
eine Reha, speziell ein Schroth-Reha VOR Ablauf von 4 Jahren haben dann ein echte Chance, wenn Du nachweisen kannst, daß Du vor Ort und lokal und ambulant ALLES versucht hast, aber dem Ziel der wiederherstellung der Arbeistfähigkeit nicht näher gekommen bist. Das muss belegbar sein und ein Arzt muss das begründen und befürworten!

Was sagen und raten Dir denn die Ärzte, bei denen Du jetzt in Behandlung bist, bezw. der Chirurg, der die Spondylodese gemacht hat?
Gruß Toni

Verfasst: Mo, 24.10.2005 - 14:27
von Pusteblume
Hey Toni!1 :D
Mein letzter Arztbesuch war im August, bei meinem Operateur, er sagte mir nur, daß ich mich schonen soll, weniger Belastung und eine flexible Orthese tragen soll.
Die Ärzte in Bielefeld sagten nur, daß ich KG machen soll (gähn...) und in meinem Falle sowieso irgendwann die nächste OP anstehen würde..
Nicht viel, hm?

Versuche es mit dem Reha-Antrag, vielleicht hlift mein HA ein bißchen, er ist sehr bemüht, mir zu helfen.

Frag Dich nochmal nach Dir...was hast Du für Rückenprobleme? Oder sollte das wirklich alles nur reines Interesse sein????

Meld mich später wieder...
Liebe Grüße

Verfasst: Mo, 24.10.2005 - 16:59
von Bommenate
Hallo Pusteblume,
Pusteblume hat geschrieben:Sag mal, woher kennst Du Dich so gut aus? Wurdest Du auch operiert? Und wie alt bist Du? Ich habe gesehen, daß Du hier sehr vielen Leuten hilfst...wie schaffst Du das Zeitlich???
Ist echt bewundernswert...hast Du Dir das "Wissen" selbst angeeignet, oder biste vom "Fach"..grins?
Diese Gedanken/Fragen hatten schon viele von uns und vor kurzem hat Toni darauf geantwortet:

viewtopic.php?t=4311

LG

Bommenate

p.s.: Es wäre schön, wenn du dich registrieren würdest. Sonst gehen deine Beiträge irgendwann verloren. Zudem hast du dann mehr Möglichkeiten im Forum.

Verfasst: Mo, 24.10.2005 - 16:59
von Toni
Pusteblume hat geschrieben:Hey Toni!1 :D
Mein letzter Arztbesuch war im August, bei meinem Operateur, er sagte mir nur, daß ich mich schonen soll, weniger Belastung und eine flexible Orthese tragen soll.
Hä???
Warum eine flexible Orthese???
Ein elastisches Mieder?
Einen Rückenstützgürtel?
Was haben sie dir denn da für ein Teil verschrieben und hilft es denn etwas?
Pusteblume hat geschrieben:Die Ärzte in Bielefeld sagten nur, daß ich KG machen soll (gähn...) und in meinem Falle sowieso irgendwann die nächste OP anstehen würde..
Nicht viel, hm?
Welche KG? Glaub mir, Du brauchst UNBEDINGT eine Schroth-Reha!
Pusteblume hat geschrieben:
Versuche es mit dem Reha-Antrag, vielleicht hlift mein HA ein bißchen, er ist sehr bemüht, mir zu helfen.
Nein, das wird nicht genügen. Das muss ein Facharzt beantragen. Aber die Befunde des Hausarztes helfen schon sehr mit!
Pusteblume hat geschrieben:
Frag Dich nochmal nach Dir...was hast Du für Rückenprobleme? Oder sollte das wirklich alles nur reines Interesse sein????
lies das:
viewtopic.php?t=4311&sid=27985bec9382ac ... 4230c5fc99

Gruß Toni

Verfasst: Mo, 24.10.2005 - 17:03
von Bommenate
Hi Toni,

haha, ich war schneller als du!!! :zunge: :D ;)

Bommenate

Verfasst: Mo, 24.10.2005 - 18:52
von Dalia
Hallo Pusteblume,

ich habe leider nicht die Fachkompetenz wie Toni, aber auch ich würde dir dringend eine Schroth-Reha empfehlen und sei es nur, um festzustellen, dass Schroth nicht hilft (ich hoffe aber das Gegenteil :D). Wenn dir die bisherige KG nicht hilft, ist es an der Zeit, eine andere auszuprobieren.

Dalia

Verfasst: Di, 25.10.2005 - 13:32
von Pusteblume
Hallo Ihr!! :D

Danke, Bommernate, für den Tip, werd mich die Tage mal richtig registrieren.

Hey Dalia, Danke für Deine Antwort. Also, wenn mir drei Leute (die sich sicherlich gut auskennen!!) empfehlen, eine Schroth-Reha zu machen, werd ichs doch probieren.
Meine Operateur wird mir sicherlich auch ein "Gutachten" schreiben und die Reha befürworten, genauso wie mein HA. Und mein Orthopäde (hier im Umkreis) werd ich auch mal danach fragen.

Müssen dafür spezielle Vorlagen irgendwo abgeholt werden? Muß ich mich bei der KK melden, oder reichen die Berichte von den Ärzten aus?
Wie lange muß man warten, bis alles in trockenen Tüchern ist?

Toni, Danke für Deine "Geschichte". Werd sie mir gleich ganz in Ruhe vornehmen. So wie Du Dich auskennst, ist es sicher eine heftige Krankheitsgeschichte, wo ich mir (mal wieder) wie ein Simulant vorkomme...

Kann jetzt nicht mehr sitzen, tausend Dank für Eurer Interesse!!!!
Liebe Grüße
Pusteblume

Verfasst: Di, 25.10.2005 - 13:36
von Pusteblume
Hab noch was vergessen...

Toni, ich sollte einen elastischen Rückenstützgürtel tragen, um falsche Bewegungen etc. zu vermeiden (sagt der Operateur). Mein HA hat mir abgeraten um die Muskulatur nicht zu schwächen. Er meint, ich könnte das Teil nur ca. 3 Std. tgl. tragen und das brint nichts. Habe also keins bekommen.

Eine Chenau-Korsett hatte ich nur 5 Monate nach der OP, aber leider hat sich die Skoliose auch dadurch nicht gebessert.

LG
Pusteblume

Verfasst: Di, 25.10.2005 - 15:14
von Toni
Pusteblume hat geschrieben:
Müssen dafür spezielle Vorlagen irgendwo abgeholt werden?
Ja bei Deiner KK oder LVA/BfA ein Antrag auf stationäre Reha.
Pusteblume hat geschrieben:Muß ich mich bei der KK melden, oder reichen die Berichte von den Ärzten aus?
Der muss von einem Facharzt begründet und ausgefüllt werden.
Pusteblume hat geschrieben:Wie lange muß man warten, bis alles in trockenen Tüchern ist?
Von Antrag bis zur Genehmigung oder Ablehnung ca. 3-6 Wochen.
Pusteblume hat geschrieben: Toni, Danke für Deine "Geschichte". Werd sie mir gleich ganz in Ruhe vornehmen. So wie Du Dich auskennst, ist es sicher eine heftige Krankheitsgeschichte, wo ich mir (mal wieder) wie ein Simulant vorkomme...
Nein, das sollst Du NICHT!!!!
Ich finde meine Krankheitsgeschichte ganz normal und typisch!
Ich bin zwar schon rel. oft operiert aber noch nie an der WS!
Pusteblume hat geschrieben:Hab noch was vergessen...

Toni, ich sollte einen elastischen Rückenstützgürtel tragen, um falsche Bewegungen etc. zu vermeiden (sagt der Operateur). Mein HA hat mir abgeraten um die Muskulatur nicht zu schwächen. Er meint, ich könnte das Teil nur ca. 3 Std. tgl. tragen und das brint nichts. Habe also keins bekommen.
Das ist ein absoluter Quatsch! es ist längst nachgewiesen und wissenschaftlich gesichert, daß Rumpforthesen, selbst starre KEINEN Muskelabbau verursachen! Schon gar keine elastischen Orthesen und Bandagen, in denen man voll beweglich ist!
Pusteblume hat geschrieben:Eine Chenau-Korsett hatte ich nur 5 Monate nach der OP, aber leider hat sich die Skoliose auch dadurch nicht gebessert.
Weist Du noch, wie stark die Korrektur in dem Chenau war? Wurde das geprüft und gemessen? Hast Du das teil noch?
5 Monate sind viel zu kurz, selbst bei Jugendlichen! Erst recht bei Erwachsenen. Das bewirkt gar nichts, erst recht nicht wenn es zu wenig Korrektur hatte.
Ich glaube Deine Ärzte sind/waren in Sachen Wirbelsäule absolute Dilettanten! Die haben KEINE Ahnung und noch weniger Erfahrung.
Gruß Toni

Verfasst: Di, 25.10.2005 - 20:40
von Pusteblume
hey Toni!!

Mein lieber Herr Gesangsverein..da haste ja was mitgemacht...RESPEKT meinerseits!!!
Wie geht es Dir heute? Kommst Du klar? Hast Du oft Schmerzen? Sind sie im Laufe der Jahre eher schlimmer oder weniger geworden? Habe Angst vor der Zukunft, da auch meine Hüften schon angegriffen sind (vorallem links).

Danke erstmal für die Infos, dann werd ich das über die KK machen.

Also sollte ich wohl doch eine Bandage tragen???? Und was meinst Du mit Korrektur?? Ich habe das Korsett post OP gekriegt (und ja, ich hab es noch), eine hohe Orthese mit eingesetzten "Polstern" (anfangs sehr schmerzhaft). Nach 5 monatigem Tragen meinten die Ärzte bei einer Kontrolle, daß sich die Skoliose im vergleich zu vorher nicht verändert hätte und das Korsett somit hinfällig wäre und das wars!
Nachgemessen wurde die Gradzahl auch nicht, weiß zumindest nix davon.
Soll ich das Korsett nochmal anprobieren???

Möchte jetzt gerne zum Vergleich die Bilder von vor 15 Jahren haben, wo die Skoliose festgestellt wurde, da war ich zwölf. Bekam auch ein Korsett und KG und wurde "gestreckt" mit so einem Teil um den Hals...brrr...war total ätzend!!!!
Die Bilder müssen meines Wissens nach 30 Jahre aufbewahrt werden, oder irre ich mich da?
Denke es ist ganz interessant zu sehen, wie stark die Skoli damals war und heute ist, dazu brauche ich natürlich noch neue Bilder.

Liebe Grüße
Pusteblume