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Skoliose + 2 Bandscheibenvorfälle
Verfasst: Fr, 23.09.2005 - 10:31
von Nine25
Hallo !!
Mein Name ist Janine . Ich bin 25 Jahre. Ab meinem 10 Lebensjahr wurde eine Skoliose ( 23 grad) festgestellt . Mit der Schroththerapie habe ich erst mit 22 begonnen . Vorher hatte ich diverse Krankengymnastik . Korsett habe ich bis 16 getragen . Nachdem mein Arzt verstorben ist musste ich den Orthopäden wechseln . Dieser hat mir keine Rezepte für die Schroth-Therapie gegeben weil er das Kieser Training für sinnvoller gehalten hat. Vor einem halben jahr fingen die Schmerzen an . zuerst leicht im Bein . Über das Gesäß, bis hin zur Lähmung des rechten Beines. Nach einem Wechsel des Orthopäden wurde ein CT beim Radiologen veranlasst . Ich habe zwei Bandscheibenvorfälle . Nächste Woche habe ich das Gespräch mit dem Orthopäden wie die Therapie aussehen soll. Ich habe jetzt natürlich Angst wieder an einen Orthopäden zu gelangen der wenig Ahnung über Skoliose hat und nur die Bandscheibenvorfälle behandeln will und dabei die Skoliose außer acht lässt. Kann eine Kur helfen ? Auf was sollte ich den Orthopäden aufmerksam machen ?
Ich hoffe mir kann hier jemand helfen
Liebe Grüße Janine
Verfasst: Fr, 23.09.2005 - 11:45
von Klaus
Hallo Nine25,
erst mal herzlich willkommen im Forum.
Du brauchst erst mal einen kompetenten Arzt. Das ist bezüglich Skoliose/Kyphose ein Glücksspiel, auf das ich mich nicht einlassen würde.
Wenn Du mal in der Rubrik Gesucht&Gefunden in die [Sammlung] Hannover guckst, dann kannst Du nachlesen, dass es zwei überregionale Spezialisten gibt, die man zur grundsätzlichen Beurteilung aufsuchen sollte. Alles andere ist wirklich Zeitverschwendung!
Selbst die Wirbelsäulensprechstunde im Annastift Hannover ist da nicht wirklich kompetent.
Was den Bandscheibenvorfall angeht, so würde ich das schon wegen einer möglicherweise akuten Behandlungs-Notwendigkeit bei dem Orthopäden abklären lassen, aber bitte nicht operativ.
Du solltest schon gezielt nach dem augenblicklichen Winkel Deiner Skoliose fragen und eine REHA nach Schroth ansprechen.
Solltest Du den Eindruck haben, dass der Orthopäde bezüglich Skoliose wirklich keine Ahnung hat, würde ich folgenden Weg gehen, um wenigstens eine Vor-Ort Versorgung bezüglich ambulanter Schroth-Therapie zu haben:
Rufe die Hotline in Bad Sobernheim an und frage nach einem Therapeuten in Hildesheim. Den kannst Du dann nach einem Orthopäden fragen, der mit diesem Therapeuten zusammenarbeitet und die notwendigen KGs aufschreibt.
Wichtig:
Diese ambulante Schroth-Therapie ist nur zur Kontrolle nach einer REHA und zur Überbrückung der Wartezeit sinnvoll!
Was Kieser angeht, so kannst Du nach meiner Meinung viel Geld sparen und nach einer REHA in Bad Salzungen ganz gezielt mit entsprechendem Wissen das Training z.Bsp. bei Zander machen.
Aber erst tägliches Schroth-Training zuhause und dann dieses Fitness-Training im Studio. Als Anfänger ist diese Kombination nicht so einfach umzusetzen.
Gruss
Klaus
Verfasst: Fr, 23.09.2005 - 22:08
von Karlson vom Dach
Hallo Janine,
auch von mir erstmal: Willkommen im Club!
Klaus hat Dir bereits einige Tipps gegeben, denen ich mich anschließe. Du brauchst einen vernünftigen Orthopäden, der Ganzaufnahmen machen und vermessen kann!
Kiesertraining halte ich für bei Skoliose für falsch, da bestimmte Muskeln um die WS ungleich trainiert und gedehnt sind. Die Kräftigen werden noch stärker durch symmetrisches Training und ziehen Dich noch weiter in die Skoliose.
Falls Du eine behandlungswürdige Skoliose hast, wovon ich bei Deinen alten Werten ausgehe, würde ich mir auf jeden Fall Gedanken über eine Schroth-Reha und eventuell sogar ein Korsett machen. Falls Du Dich mit dem Gedanken an ein Korsett anfreunden kannst, würde ich an Deiner Stelle entweder Klaus Nahr in Berlin oder Rahmouni/Dr. Hoffmann in Stuttgart/Leonberg aufsuchen. Eigene und sehr positive Erfahrungen habe ich nur mit Dr. Hoffmann und Herrn Rahmouni.
Zu den Bandscheibenvorfällen kann ich Dir leider nichts sagen, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt.
Viele Grüße,
Karlson
Verfasst: Mo, 26.09.2005 - 12:08
von Nine25
Hallo Klaus !
Erstmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich werde auf jeden Fall versuchen wieder eine Therapie nach Schroth zu bekommen. In Hildesheim gibt ein Reha-Zentrum wo sich zwei Therapeuten auf Skoliose spezialisieren. Aber nach nur 6 Behandlungen und dann wieder langer Wartezeit , lerne ich nicht wirklich wie ich die Therapie zu Hause anwenden kann . Werde, sofern sich mein Orthopäde darauf einlässt, mal die Klinik in Bad-Salzungen ansprechen und eine Reha beantragen . Irgendwas muß auf jeden Fall gemacht werden . Sonst krieche ich bald zur Arbeit
liebe grüße janine
Verfasst: Mi, 28.09.2005 - 11:49
von Nine25
Hab jetzt ein Gespräch mit dem Orthopäden gehabt ( per Telefon

) . Soll ins Krankenhaus eingeliefert werden . CT - Spritzen . Auf die Frage hin , wie Skoliose weiter behandelt wird , hab ich die Antwort bekommen : "kümmert man sich im krankenhaus drum"
hat hier irgendjemand Erfahrung damit ???
Lg janine
Verfasst: Mi, 28.09.2005 - 12:29
von Klaus
Hallo Nine25,
auch in Beantwortung Deiner PN:
Ich denke, der Bandscheibenvorfall ist erst mal die eine Sache, die offensichtlich konservativ behandelt werden soll.
Bei der Gelegenheit würde ich, wie schon angesprochen, die Skoliose ins Spiel bringen, als zweite Sache!
Ganz-Aufnahme, Winkel, Schroth-REHA.
Auch wenn der Bandscheibenvorfall aufgrund der Skoliose möglicherweise begünstigt wurde.
Wenn Du das Gefühl hast, dass Du damit nicht weiter kommst, (ich gehe leider davon aus!) solltest Du an den Spezialisten Dr. Steffan oder Dr. Hoffmann denken.
Du musst Dich davon verabschieden, dass vor Ort die optimale Therapie möglich ist. Auch ein Kompromiss mit einem halbwegs kompetenten Orthopäden ist reine Zeitverschwendung!
Auch Krankenhäuser sind kein Garant für bessere Therapie.
Gruss
Klaus
Verfasst: Mi, 28.09.2005 - 17:41
von Charp
Hallo Janine,
erstens schließe mich Klaus an
Und obendrein: Meine letzte vernünftige Ganz-Aufnahme wurde auch im Krankenhaus gemacht und der Arzt war auch in der Lage, das richtig auszumessen. Vielleicht hast Du ja Glück und dieser "Ausflug" ist wenigstens insofern positiv und Du erfährst endlich deinen aktuellen Cobb-Winkel. Vielleicht ist der Arzt ja empfänglicher für Themen wie Schroth-Reha etc. als dein Orthopäde. Ich geriet mal im Krankenhaus an einen netten jungen Assistenzarzt, der sogar dem Thema "Korsett bei Erwachsenen" aufgeschlossen gegenüberstand (für mich aber erst mal keine Option).
*daumendrück*
Zum Thema Bandscheiben kann ich nicht allzuviel sagen. Ich hab aus dem Bekanntenkreis den Eindruck bekommen, dass jetzt glücklicherweise nicht mehr sofort geschnibbelt wird (außer natürlich bei extremen Fällen, in denen massive Lähmungen auftreten oder die Blase nicht mehr kontrolliert werden kann). Daher vielleicht diese Spritzengeschichte bei Dir?? Hmm.
Ich würde erst mal die Bandscheibengeschichte klären. Dann würde ich versuchen, eine Schroth-Reha zu bekommen!!
Ich habe jetzt schon Jahre ambulante Schroth-Therapie (sogar sehr oft, von meiner lieben Hausärztin verschrieben, vielleicht auch für Dich ne Möglichkeit??), komme aber zuhause mit den Übungen trotzdem nicht zurecht, wenn keiner an den richtigen Stellen drückt und zerrt. Irgendwie fehlt mir da das Körpergefühl? Da ich mit den hiesigen Orthos nur auf die Fr... gefallen bin, und Deiner scheint ja Reha- und Schroth-technisch auch nicht kooperativ, würde ich, wie Klaus gesagt hat, einen der überregionalen Spezialisten aufsuchen, und das Reha-Ding angehen. Ich habe allerdings auch den Antrag über meine Hausärztin gemacht, sieht gut aus

für mich, aber dafür brauchst Du eine nette engagierte Hausärztin (oder natürlich nen Hausarzt).
Du wirst ja bestimmt im Krankenhaus orthopädisch untersucht, bitte darum, dass man einen Bericht an Deinen Hausarzt schickt, oder besorge Dir den Bericht später von Deinem komischen Orthopäden. Den kannst Du dann gut für den Antrag gebrauchen! Meinen Bericht (war wegen fieser Ischialgie im KH) konnte man auch verwursten.
Viel Glück!!
Charp