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Wechseljahre und Skoliose
Verfasst: Mo, 27.06.2005 - 15:07
von Erika
Hallo,
ich habe eine unbehandelte Skoliose von über 50 ° und habe jetzt mit 49 Jahren einen Orthopäden aufgesucht. Da ich eigentlich seit Jahren unter starken Schmerzen leide, aber immer die Zähne zusammengebissen habe weil man mir vor 10 Jahren in der Uni-Klinik alles Gute wünschte und man könnte nichts für mich tun, habe ich folgende Frage: können diese starken Schmerzen auch eine Verschlechterung der Skoliose bedeuten, da ich in die Wechseljahre komme? Habe auch jahrelang als Schuhverkäuferin gearbeitet, was mit vielen Lasten verbunden ist. Aber in kleinen Betrieben wird man nicht krank und beißt die Zähne zusammen auch wenn man zu Hause auf allen vieren kriecht.
Verfasst: Di, 28.06.2005 - 00:28
von Gästin:-)
Hallo Erika,
Du hast zehn Jahre Deine Skoliose verdrängt?
Bei welchem Orthopäden warst Du denn?
Es gibt nur wenig Ärzte die sich mit Skoliose/Kyphose auskennen.Adresse findest Du oben.
Ich denke schon das sich Deine Skoliose verschechtert hat.
Dagegen hilft
-gegen die Schmerzen evtl ein Korsett
-KG nach Schroth
-Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen
Das mit dem Zähne zusammen beißen kenne ich.Ich bin selber auch Schuhverkäuferin.Abgesehen von dem ganzen psychischen Stress,die Arbeit die meistens im Stehen,gebückter Haltung und schwerem Heben bereitet mir ziemliche Schmerzen.Abends bin ich so kaputt und mein ganzer Körper tut mir weh.Ich kann mich kaum noch bewegen.Ich weiß das dieser Beruf für mein Rundrücken absolut nichts ist.Aber heutzutage ist es so schwer was anderes zu bekommen.Vielleicht würde Dir auch eine Kur gut tun.
Verfasst: Di, 28.06.2005 - 08:05
von Erika
Hallo lieber Gast,
vielen Dank, daß Du geantwortet hast. Bin mit meiner Frage das erste Mal im Forum.
Ich kann mich erinnern, daß ich als Kind (Ca. 8 Jahre alt) ein Gipsbett und KG bekommen habe. Im Gipsbett nur kurze Zeit geschlafen und dann bin ich erst nach der Geburt meiner beiden Kinder ca. 1987 wieder bei einem Orthopäden gewesen. Wurde oft eingerenkt und bekam KG. War bis 1994 in jährlichen Abständen in Behandlung KG, Mieder und eine Einlage für einen Schuh. Von damals habe ich noch einen Bericht der aussagt 52 ° Skoliose. Die Einlage sollte ich nur tragen, wenn ich nicht noch mehr Schmerzen bekomme und das Mieder nur, wenn es ganz schlimm ist. KG habe ich 1 1/2 Jahre durchgezogen. Allgemeine Übungen um mich im Alltag besser zu bewegen. Wurde dann zur Uni-Klinik nach Lübeck geschickt und dort sagten mir ca. 5 Ärzte ich solle man so wie ich kann durchs Leben gehen, man könne nichts für mich tun und man hat mir alles Gute gewünscht. Danach bin ich dann nicht mehr zum Orthopäden gegangen und in der Zwischenzeit hat er schon lange seine Praxis nicht mehr und es gibt auch keine Unterlagen.
Da meine Schmerzen sich so sehr verschlimmert haben versuche ich jetzt den richtigen Orthopäden zu finden. Zwei habe ich schon durch. Es wird mir gesagt, daß ich zum Psychologen gehen soll, da ich jetzt meine Schmerzen spüre und 10 Jahre nicht oder ich soll doch meine Rente einreic hen oder was erwarten sie jetzt von mir?
Durch dieses Forum bin ich jetzt auf eine Orthopädische Praxis in Lübeck gestoßen und habe erst EndeJuli einen Termin. In der Zwischenzeit überbrückt mein Hausarzt die Schmerzen mit KG.
Schmerzen habe ich eigentlich schon immer und ich habe beim Orthopäden etwas von 58° mitbekommen, obwohl die Krankengymnastin sagt, ich hätte mehrere Krümmungen. Beim Kardiologen war ich auch da ich Herzrythmusstörungen habe. Viele Extraschläge im Ruhestadium. Mein Herz hat sich etwas nach rechts verlagert aber die Störungen sollen nicht mit der Skoliose in Verbindung stehen.
Ich bekomme jetzt wirklich etwas Angst, daß sich mit den Wechseljahren noch mehr Schmerzen einstellen und meine Schmerzgrenze ist erreicht.
Ich würde mich über weitere Informationen sehr freuen.
Skoliose und Wechseljahre
Verfasst: Di, 28.06.2005 - 13:04
von Tialine
Hallo Erika,
ich kam vor 10 Jahren in die Wechseljahre mit 55 Jahren. Meine Skoliose war zu der Zeit ca. 40°. Ich habe mal unregelmäßig KG gemacht und ging schwimmen.
Dann habe ich aufgehört zu arbeiten, weil meine Wirbelsäule plötzlich Beschwerden machte, und ich ganz heftig unter Herzrhythmusstörungen litt.
Heute bin ich 66 Jahre habe 57° und Beschwerden ohne Ende.
Auch meine HRS sind angeblich nicht vom Rücken, aber alle kardiologische Untersuchungen sind ohne Befund. Ich habe es aufgegeben, den Ärzten den Zusammenhang zu erklären.
Ich kann Dir nur raten, unternimm etwas, fahre in Kur nach Bad Salzungen und erlerne die Schroth-KG. Für mich war es leider zu spät, da diese Gymnastik einfach in meinem Alter nicht mehr zu erlernen ist und auch viel zu anstrenged ist.
LG Grüsse
Skoliose und Wechseljahre
Verfasst: Di, 28.06.2005 - 15:17
von mensus
Hallo Erika,
auch ich kann ein "Lied" über die Wechseljahre singen!
Ich bin zwar erst 46, aber bei mir sind sie (Gott sei Dank) vorbei!
Das Thema: Schmerzen - ich doch nicht! Nun mal wirklich den A... zusammenkneifen. Nur keine Schwäche zeigen usw, usw. - kenne ich zu gut!
Habe seit ungefähr 8 Jahren anhaltende Schmerzen. Erst seit April diesen Jahres weiß ich, dass die Schmerzen mit Skoliose zusammenhängen.
Was wurde alles bei mir untersucht!!! Jahrelang Verdacht auf Gallenkolik, dann Nierensteine, Untersuchungen wie Sonografie, Nieren röntgen, Blasenspiegelung, Frauenarzt, Migräne.
Manchmal hatte ich schon Zweifel an mir selbst. Aber die Schmerzen waren und sind ja schließlich da!!
Immer wieder verdrängt! Es geht schon irgendiwe! Wenn's dann auch mal nur für ein paar Stunden oder Tage besser war.
Nun mit fast 47 Jahren habe ich den Entschluss gefaßt, dass "genug" ist und ich nun mal "dran" bin. Nicht nur immer Rücksicht auf Familie, Partner etc. nehmen.
Ich weiß nun, dass die Ursache meiner Schmerzen eine Skoliose íst und bin fest entschlossen was dagegen (und für mich) zu tun.
Leider ist das nicht immer sooo einfach!
KG bekam ich 6 x. Nun Pause von 12 Wochen!
Was soll das wohl nutzen?
Der einzige Lichtblick im Moment ist die Aussicht auf eine Reha in Bad Sobernheim!
Ich möchte intensiv Schroth-KG lernen und endlich mal was für mich und meinen Körper tun.
Egal was auch immer zu Hause, in der Familie, im Büro oder sonstwo ansteht!!
War aber ein ziemlich langer Reifungsprozeß bei mir!
Ich hab zwar nicht so viele Gradzahlen wie Du, aber andauernde Schmerzen, leide monatelang an Schlaflosigkeit und bin dementsprechend morgens k.o. und fühle mich schlalpp und nicht leistungsfähig!!
Hoffe, dass ich durch etwas Abstand von Allem und entsprechender Behandlung (Reha), endlich auf dem richtigen Weg zu sein.
Wünsche Dir viele neue Erkenntnisse und ein "Händchen" für den für Dich "richtigen Weg"!
Verfasst: Di, 28.06.2005 - 17:42
von Erika
Liebe Tialine und mensus,
vielen Dank, daß Ihr so nett geantwortet habt. Dieses Zähne zusammenbeißen und es geht schon, habe ich jetzt auch satt. Zum Glück habe ich einen lieben Mann und meine beiden Mädchen sind schon Erwachsen (?). Ich habe jetzt auch endlich den nötigen Elan etwas für mich zu tun. Der Hausarzt riet mir zum Antrag auf Schwerbehinderung
(er wußte vorher auch nichts von meinen Beschwerden), Kur und Rentenantrag. Habe durch dieses Forum viel über Kuren gelesen und bin innerlich auch bereit alles zu tun, was für mich gut ist. Man weiß ja nicht wie es mit meinen Beschwerden weitergeht.
Habt nochmals vielen Dank, daß Ihr geantwortet habt. Endlich gibt es Menschen die mich verstehen und es nicht auf die Psyche schieben.
Viele liebe Grüße und ich werde meinen weiteren Weg aufschreiben.