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Hilft das?..
Verfasst: Di, 31.05.2005 - 21:13
von Someone
Hallo..
(Sorry, wenn ich ins falsche Unterforum schreibe)
Ich hab eine Frage: Ein Arzt hat mir geraten, mich täglich für 15 Minuten auf einen zehn Zentimeter breiten und ein Meter langen Stab zu legen. Angeblich drückt das die Wirbelsäule wieder etwas gerade..
Hat jemand Erfahrungen damit? Hilft das wirklich?
(Noch eine Frage nebenbei: Gibt's im Internet eine Seite mit Schrothübungen?)
Re: Hilft das?..
Verfasst: Di, 31.05.2005 - 22:31
von Dalia
Someone hat geschrieben:Hat jemand Erfahrungen damit? Hilft das wirklich?
Sorry für meine klaren Worte, aber das ist ausgemachter Blödsinn!
(Noch eine Frage nebenbei: Gibt's im Internet eine Seite mit Schrothübungen?)
http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=3768
Nützt aber nur was, wenn man vorher eine Reha in Bad Sobernheim oder in Bad Salzungen (siehe Linksammlung) gemacht hat.
Verfasst: Di, 31.05.2005 - 22:58
von anne
Hallo Someone,
ich möchte Dalias Worte nur bekräftigen. Was der Arzt von sich gibt ist nicht nur Blödsinn, sondern unverantwortlich. Gegen Skoliose helfen nur Schroth-Gymnastik und gute Korsetts, sonst nichts. Vieleicht sollte man den Stab innerlich anwenden, d. h. schlucken, dann kann man sich sogar eine OP sparen!!!!
Den Arzt sollte man öffentlich bekannt machen, er ist genausowenig ernstzunehmen wie er die Skoliose ernst nimmt!
Was für ein Arzt ist er? Zahnarzt?
Ich finde es gut, dass du diese Empfehlung deines Arztes ins Forum gesetzt hast. An solchen Beispielen kann man gut zeigen, wie wichtig es ist, den Ärzten nicht alles zu glauben. Die Tatsache, dass einer Arzt ist sagt noch nichts über seine Kompetenz aus!
Vielleicht haben andere ja auch noch schöne Beispiele für "gutgemeinte" Ratschläge zur Skoliosebehandlung. Mir hat mal ein Arzt gesagt, ich solle mehr Spinat essen. Der Fairness halber muss ich ergänzen, das war so 1960. Damals gabs in der Skoliosebehandlung noch mehr Stümper als heute.
Also, was gibts noch für "qualifizierte" Vorschläge aus der Ärzteschaft?
Anne
Verfasst: Mi, 01.06.2005 - 00:11
von Toni
Der Vorschlag des Arztes beruht auf einer Methode, die sich Kinesiologie
http://www.dgak.de/de/kinesiologie/index.htm
nennt und die sogar in den Therapiestunden über die "Selbstentschmerzung" in BASA gelehrt wurden. Ich habe früher (heute nicht mehr nötig bei mir) diesen Trick oft angewandt und habe mich mit dem Rücken so auf 2 nebeneinanderliegende Stäbe (abgesägte Besenstiele) gelegt, daß sie rechts und links neben der WS waren. Das tut zuerst etwas weh sich auf Stäbe zu legen, nach wenigen Minuten aber hat man das Gefühl als sinke die WS zwischen den Stäben hinein und als würde sie gerader.
Mich hat diese Methode sogar gut entschmerzt, leider hielt der Effekt nicht sehr lange an. Auch fehlt dabei die aktive Komponente wie beim Schroth und es wird nicht befundspezifisch auf die Art der Krümmung usw... eingegangen wie bei Schroth, von der richtigen tiefen Atmung ganz zu schweigen!
In der Reha in Bad Salzungen wurde das aber nicht mit Stäben gemacht sondern viel raffinierter mit auf einer Schnur aufgefädelten Kastanien (die "Kastanienschlange") mit der man sogar Blockaden der BWS lösen kann.
Die Kinesiologie ist aber ganz klar eine ADDITIVE Methode zu Schroth und Korsett und KEINE ALTERNATIVE!
Gruß Toni
Verfasst: Mi, 01.06.2005 - 08:33
von anne
Hallo Toni,
gut dass du den Vorschlag des Arztes in einen anderen Sinnzusammenhang gebracht hast, nämlich als "Methode zur Entschmerzung" und nicht als Methode zur Behandlung bzw. Korrektur der Skoliose, wie es im ersten Beitrag den Anschein hatte.
Anne
Verfasst: Mi, 01.06.2005 - 09:30
von Klaus
In der Reha in Bad Salzungen wurde das aber nicht mit Stäben gemacht sondern viel raffinierter mit auf einer Schnur aufgefädelten Kastanien (die "Kastanienschlange") mit der man sogar Blockaden der BWS lösen kann.
Hallo Toni,
wird übrigens immer noch speziell am Nachmittag gemacht, wenn auch andere Therapien als Schroth in das Übungsprogramm einfliessen.
Wirkte bei mir nur wenig.
Gruss
Klaus
Verfasst: Mi, 01.06.2005 - 18:30
von Wiebi
hi!
erstens gibt es das mit den kastanien wasdem schon etwas nahe kommt. und es gitb auch noch die dorn & breuss methode, der diese übung auch etwas ähnelt.
die wirbelsäule wird dabei durch druck des physiotherapeuths auf die wirbelsäule in die richtige richtung geschoben. der patient muss dabei entweder die arme oder 1 bein pendeln lassen oder den kopf langsam nach links und rechts drehen, je nachdem an welcher wirbelsäulenstelle der therapeuth arbeitet. damit wird einerseits die wirbelsäule "gerade geschoben" und andererseits werden blockaden gelöst.
als "übung für zuhaus" soll man sich mit der wirbelsäule an eine schrankkante oder so stellen und leicht gegen den bogen drücken (dabei arme pendeln). eventuell bewirkt das etwas ähnliches, wie wenn man sich auf das holzstück legt.
ich denke aber mal, dass dorn & breuss eh eine weiterführung der kinesiologie ist.
ich bekomm dorn & breuss kombiniert mit einer massage und das bewirkt manchmal echt wunder.
