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viele Fragen zu Blockaden

Verfasst: Do, 12.05.2005 - 20:41
von Lynn
Ich habe eigentlich ständig, also immer dann, wenn ich Schmerzen habe :rolleyes: auch gleichzeitig so ein Druckgefühl in der Wirbelsäule an einer ganz bestimmten Stelle, das weggeht, wenn ich es dort zum knacken bringen kann. Woher weiß ich, ob das Blockaden sind? Am besten knackt es, wenn mich jemand von vorne "umarmt" und dabei mit den Armen am Rücken die WS "eindrückt" und mich gleichzeitig nach oben zieht. Dann knackt es meist einmal, manchmal mehrmals und hinterlässt ein erleichterndes Gefühl. Wenn ich mich im Sitzen um meine eigene Achse drehe, knackt es auch. Meine Cousine (Physiotherapeutin) hat mich fast gewaltsam soweit gedreht, dass es bestimt sechs oder sieben mal geknackt hat, weil man damit Blockaden auch lösen können soll. Das war mir schon unheimlich. Welches ist eine gute Methode, um Blockaden zu lösen? Ist das "Ausdrehen" bei Skoliose nicht vielleicht sogar schlecht? Apropos schlecht: Stimmt es wirklich, dass es nicht gut ist, Blockaden zu oft zu lösen? Warum eigentlich? Was passiert dann? Also wenn das bei mir tatsächlich Blockaden sind, dann löse ich ja täglich mindestens eine. Was passiert, wenn man die einfach belässt? Hoffe sehr auf Antworten...
Grüßle!

Verfasst: Do, 12.05.2005 - 20:57
von Dalia
Ich bin auch so eine "Knacksine" oder ein "Knacki". :D Ich habe früher Schroth gemacht (die Gymnastin war sehr gut, hat sich immer wieder in Sobernheim fortgebildet), da hat es bei mir auch immer geknackst, wenn ich lag und mich langstreckte. Dann hörte ich mit Schroth für zwei Jahre völlig auf, wurde immer verspannter und beim Langstrecken rief ich kein Knacksen mehr hervor. Seit ich wieder Schroth macher, knackse ich fröhlich rum, ganz besonders bei der Gymnastik. Ich mache mir keine Sorgen darüber, weil ich es als wohltuend empfinde und es als Rückmeldung meiner Wirbelsäule betrachte, dass die Wirbeln sich entdreht haben. Ich werte das Knacksen als positiv. Das ist aber nur meine Laienmeinung.

Dalia

Verfasst: Do, 12.05.2005 - 21:37
von Trixi
Was du selbst machen kannst um Blockaden zu lösen, ist eine Handtuchrolle.
Du rollst einfach ein Handtuch zu einer Rolle und legst es am Boden. Dann legst du dich ungefähr in Höhe der BH Grenze mit dem Rücken drüber. Anschließend rollst du dich wieder halbt auf und rutscht um einen Wirbel höher, dann wieder drauflegen, und so weiter. Das kannst du mit deiner ganzen Brustwirbelsäule machen. Aber nicht unter BH Grenze, denn dann könntest du deine Nieren beleidigen und auch nicht mit der Halswirbelsäule!

Lg, Trixi

Re: viele Fragen zu Blockaden

Verfasst: Fr, 13.05.2005 - 14:08
von Gast
Ulaschatz hat geschrieben:Welches ist eine gute Methode, um Blockaden zu lösen? Ist das "Ausdrehen" bei Skoliose nicht vielleicht sogar schlecht? Apropos schlecht: Stimmt es wirklich, dass es nicht gut ist, Blockaden zu oft zu lösen? Warum eigentlich? Was passiert dann? Also wenn das bei mir tatsächlich Blockaden sind, dann löse ich ja täglich mindestens eine. Was passiert, wenn man die einfach belässt?
Wenn man die Blockaden zu oft und vor allem zu heftig löst, so kommt es mit der Zeit zur starken Instabilität der entsprechenden Wirbelgelenke. :sport:   Das bedeutet, das die Blockaden immer öfter auftreten, bis sich das entsprechende Gelenk ganz lockert und seine operative Versteifung so gut wie unvermeidlich wird. Wenn die Blockaden bereits oft entstehen, aber nicht wirklich lange dauern (jede 5-10 Minuten eine Blockade), so gibt es dafür den Begriff rezidivierende Blockaden.

Blockaden - wie lösen?

Verfasst: Fr, 13.05.2005 - 17:12
von .die.jule.
Hallo Ulaschatz,

ich bin zwar erst 15 doch meine Blockaden haben sich durch Kopfschmerzen bemerkbar gemacht, was jetzt eigentlich nichts zur Sache tut. Ich will dir von einer Möglichkeit erzählen, diese loszuwerden. Ich habe mich mit 12 Jahren "entrenken" lassen und habe seitdem wirklich keine Probleme mehr. Ich bin bei einem Arzt gewesen, der die Atlas-Therapie angewandt hat. Er hat mich ein paar mal verdreht, aber es hat nicht geknackt, wozu ich sagen muss, ständiges Knacken der Wirbelsäule "zur Erleichterung" kann meiner Meinung nach nicht gut sein.. aber egal! Auf jeden Fall verdrehte er mich, und ließ mich dann ruckartig los, was keinesfalls wehtat. Er hat dann ein bestimmtes Geräusch dabei gesagt - etwa wie ein Pfiff - und genau in diesem Moment losgelassen. Dies bewirkt einen kurzen, für dich gar nicht bemerkbaren Schock, welcher bestimmte Muskelpartien zusammenzieht bzw. entspannen lässt (so hat er mir das erklärt.) Und ich muss sagen mir geht es seit 3 Jahren prächtig! Vielleicht kannst du dich über diese Methode weiter informieren und so von den Blockaden loskommen. Übrigens saß mein Arzt in Jena. ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Viele Grüße,
Jule (15)

Verfasst: Sa, 07.07.2007 - 21:01
von Vienna
Da mir gerade für meine Tochter - von zweifelsfrei in Hinblick auf Skoliosen kompetenter und schulmedizinisch einwandfreier Seite, wie ich hier gleich mal betonen möchte -

eine Atlastherapie

für meine Tochter (11, Cobb um die 22 Grad, geringe Rotation) empfohlen wurde, schiebe ich diesen Thread mal rauf um zu fragen, ob jemand hier Erfahrungen mit dieser Therapie gemacht hat, es handelt sich dabei apropos ja nun nicht, wie im vorhergehenden Posting vielleicht angedeutet, um ein Einrenken, sondern um eine Impulsgebung auf Höhe der Querfortsätze des Atlas, speziell auch für die Muskelspindelrezeptoren, die Therapie findet also in Hinblick auf Asymmetrien im Bereich der autochthonen Rückenmuskulatur statt.

Wäre für konkrete Rückmeldungen dankbar

mfg

Verfasst: Mo, 09.07.2007 - 09:21
von Silas
Mit der Atlas-Therapie und allgemein der manuellen Therapie habe ich bei Blockaden sehr gute Erfahrungen gemacht.

Sehr empfehlen kann ich hier Christoph vom ATS-Therapiezentrum in Wadgassen. Er kennt sich sehr gut mit Skoliose aus und passt die Behandlung entsprechend an.

Die Behandlung ist sehr schonend, ohne Gewaltanwendung wie z. B. bei einem Chiropraktiker.

Die Erfolge sind direkt nach der Behandlung spürbar, die Schmerzen sind weniger oder ganz weg und die Beweglichkeit ist sofort wieder da.

Allerdings sollte man zu einem erfahrenen Therapeuten gehen, in einigen Fällen muss nach einem Tag nochmals behandelt werden, sinnvoll ist es, bei rezidivierenden Blockaden die Atlas-Therapie und manuelle Therapie regelmäßig durchführen zu lassen.

Verfasst: Mo, 09.07.2007 - 09:30
von Klaus
Silas hat geschrieben:..sinnvoll ist es, bei rezidivierenden Blockaden die Atlas-Therapie und manuelle Therapie regelmäßig durchführen zu lassen.
Das führt hoffentlich nicht dazu, die eigentliche Skoliose/Kyphose Therapie zu vernachlässigen? :)

Gruss
Klaus

Verfasst: Mo, 09.07.2007 - 12:09
von Silas
Hallo Klaus,

mit "regelmäßig" habe ich so 1x im Monat gemeint.

Außerdem hat das eine mit dem anderen nur in soweit zu tun, dass es ohne Blockaden wesentlich motivierender, da weniger schmerzhaft ist, zu schrothen und sein Korsett zu tragen.

Ansonsten ist die Atlas-/manuelle Therapie eine rein passive Maßnahme und hat nichts mit Schroth gemeinsam, die Zielrichtung ist eine ganz andere.

Insbes. ist diese nicht dazu geeignet, Wirbelsäulenverkrümmungen direkt zu beeinflussen.
Die einzige Beeinflussung (falls man das dann so nennen kann) ist, dass ich mich mit weniger Schmerzen definitiv besser aktiv aufrecht halten kann ;)

Viele Grüße
Silas

Verfasst: Mo, 09.07.2007 - 15:19
von Lynn
Der Atlas ist ja nun Teil der HWS. Hat das auch Einfluss auf den Rest der WS? Zahlt das die Krankenkasse?

So ganz nebenbei: bin immer noch ein Knacki :D . Kann aber mittlerweile eindeutig dem zustimmen, dass man mehr Blockaden bekommt, je öfter man die gewaltsam löst. Ich versuch es nur noch im absoluten Notfall lösen zu lassen.

Verfasst: Di, 10.07.2007 - 09:10
von Silas
Ich kann natürlich nur von meinem Therapeuten sprechen...

Bei ihm wird immer die gesamte Wirbelsäule behandelt, inkl. z. B. ISG oder Rippen, je nach Schmerzsituation wird auf bestimmte Punkte besonders eingegangen.

Atlastherapie ist keineswegs so zu verstehen, dass nur 1 Wirbel behandelt wird, vielmehr wird im Zusammenhang mit weiteren Strukturen therapiert.

Ist vor der Therapie z. B. ein Großteil der Wirbelsäule stark bewegungseingeschränkt, kann man am Ende der Therapiesitzung durch leichten Zug am Kopf die komplette Wirbelsäule "auseinanderziehen", was ein Zeichen dafür ist, dass die Blockaden gelöst sind - und das ohne Gewaltanwendung, sondern auf sanfte und gelenkschonende Art und Weise.

Damit die Krankenkasse das übernimmt, ist ein Rezept für manuelle Therapie notwendig, bei dem man natürlich die üblichen Zuzahlungen leisten muss.

Verfasst: Di, 10.07.2007 - 17:35
von Lynn
Vielen Dank Silas! Das klingt ja gar nicht so schlecht. Werd das mal auf meine Liste schreiben, was ich noch alles machen könnt gegen die Schmerzen :/ .