Seite 1 von 1

oh je, bei mir renken sich ständig einige Wirbel aus...

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 13:20
von Bastler
:zzz:

Hallo an alle ihr, bin neu hier aber meine skoliose ist schon seit 8 Jahre da und wird immer schlimmer.

Beschriebung meiner SK:

Ich bin 22 und habe seit 8 jahren SK.. aber erst seit 4 Jahren probleme damit.

Sk verdrehung ist ca 55°...

Wahr schon in Bad Berka zur Untersuchung... die meinten es macht wenig sinn was zu operieren weil sich meine wirbel permanet verdrehen/ausrenken.. das fängt bei der Hüfte an und hört beim Kopf auf.

Das sind schmerzen vom feinsten bis hin zu krippeln in den Gliedmaßen.
Habe in Bad Berka gezeigt bekommen wie man sich selber einrenken kann.. nur habe ich beobachtet das die Zeiträume in denen ich mich einrenken muss immer kürzer werden, was mir arge sorgen bereitet, denn ich habe ja eigentlich mein ganzes leben noch vor mir.

Mit den Verspannungen komme ich mitlerweile ganz gut klar... bloß wenn die Bandscheiben "ein Stechen" verursachen, wird mir schon sehr mulmig.

Gegen meine Skoliose mache ich fast garnix, weil es die Bandscheiben sonst überstraberzieren würde.

Meine Frage an euch: gibt es jemanden den es genau so geht? und wenn ja, wie geht der jenige damit um... denn wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht mehr viel Lust mein Leben auf diese weise weiter zu führen.
Bloß habe ich nicht den Ar*** in der Hose mit ganzen tara schluss zu machen...wollte schon noch ein bisschen das Leben genießen.
Was mir aber immer schwerer fällt je älter ich werde... meine beziehungen zu Frauen haben dadurch auch schon stark gelitten...

ums auf den Punkt zu bringen ich weiß nicht mehr ein noch aus!

Re: oh je, bei mir renken sich steandig einige Wirbel aus...

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 13:47
von Gast
Hallo Bastler,
Bastler hat geschrieben: Sk verdrehung ist ca 55°...
Wahr schon in Bad Berka zur Untersuchung... die meinten es macht wenig sinn was zu operieren weil sich meine wirbel permanet verdrehen/ausrenken.. das fängt bei der Hüfte an und hört beim Kopf auf.
kannst Du das ganze noch etwas präzisieren, da ich einige Verständnisprobleme dabei habe.

Bei den 55° handelt es sich wahrscheinlich um den Cobb-Winkel des Hauptbogens.

Was die Aussage anbetrifft, dass sich die Wirbel permanent verdrehen, verstehe ich nicht ganz, was gemeint ist.
Auf den ersten Blick fallen mir 2 Kommentare dazu ein:

1. Es gehört zum Wesen einer ganz "normalen" Skoliose, dass die Seitverbiegung mit einer Verdrehung der Wirbelsäule einhergeht. Da die Ärzte in Bad Berka darüber informiert sein sollten und sicher auch sind, würde mich interessieren, was sie genau damit gemeint haben.

2. Das Hauptziel einer Skoliose-OP ist nicht nur die Aufrichtung der Seitausbiegung, sondern v. a. die Entdrehung der Wirbelkörper, deshalb heißen die heute verwendeten Implantatsysteme ... Derotationsspondylodese

Was das Thema "Ausrenken" angeht, so handelt es sich sicherlich "nur" um Blockaden, denn mit einem wirklich ausgerenkten Wirbel, würdest Du im Rollstuhl sitzen. Allerdings gibt es viele Ärzte und Physiotherapeuten, die damit ihre Patienten beeindrucken wollen, was allerdings definitiv gegen deren Seriösität spricht.
Mit einer OP wären solche Blockaden innerhalb der Fusionsstrecke übrigens ausgeschlossen, was die Argumentation Deiner Ärzte komplett ad absurdum führt.
Bastler hat geschrieben: Das sind schmerzen vom feinsten bis hin zu krippeln in den Gliedmaßen.
Habe in Bad Berka gezeigt bekommen wie man sich selber einrenken kann.. nur habe ich beobachtet das die Zeiträume in denen ich mich einrenken muss immer kürzer werden, was mir arge sorgen bereitet, denn ich habe ja eigentlich mein ganzes leben noch vor mir.
Das hört sich alles gar nicht gut an.
In kann Dir nur empfehlen, Dich woanders vorzustellen, wenn Du es konservativ versuchen möchtest vorzugsweise bei Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart, wenn Du über eine OP nachdenkst, bei Prof. Halm / Team in Neustadt Holstein.

Zusätzlich und unabhängig davon ist es sicherlich sinnvoll, Dich wegen der neurologischen Auffälligkeiten ("Kribbeln") bei einem Neurologen vorzustellen.
Bastler hat geschrieben: Mit den Verspannungen komme ich mitlerweile ganz gut klar... bloß wenn die Bandscheiben "ein Stechen" verursachen, wird mir schon sehr mulmig.
Hat man bei Dir einen Bandscheibenvorfall oder Osteochondrose festgestellt? Die Bandscheiben als solche sind nicht mit Nerven versorgt und können deshalb auch kein Stechen verursachen. Allerdings können verschlissene oder vorgewölbte Bandscheiben Schmerzen indirekt verursachen.
Bastler hat geschrieben: Gegen meine Skoliose mache ich fast garnix, weil es die Bandscheiben sonst überstraberzieren würde.
Das darf doch wirklich nicht wahr sein, was Deine Ärzte mit Dir machen. Das beste, was überstrapazierten Bandscheiben passieren kann ist gute Krankengymnastik, im Fall von Skoliose nach Schroth. Dadurch baust Du ein Muskelkorsett aus, welches die Bandscheiben aktiv entlastet.
Das schlimmste, was Du Deinen Bandscheiben antun kannst ist eine schwache, untrainierte Muskulatur - dadurch werden Deine Beschwerden immer schlimmer. Da hilft nur Bewegung und KG.

Lass den Kopf bloß nicht hängen, sondern kämpfe dafür, endlich von geeigneten Ärzten eine angemessene Therapie zu erhalten. Je nachdem wo Du wohnst ist dafür natürlich einige Herumreiserei notwendig, aber das ist die Aussicht auf Besserung der Lebensqualität allemal wert.

Übrigens: Du bist absolut kein Einzelfall, fast jeder hier im Forum kann Dir über Abenteuer mit unfähigen Ärzten berichten.

Viele Grüße
Silas

Re: oh je, bei mir renken sich steandig einige Wirbel aus...

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 14:02
von Dalia
Anonymous hat geschrieben:In kann Dir nur empfehlen, Dich woanders vorzustellen, wenn Du es konservativ versuchen möchtest vorzugsweise bei Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart, wenn Du über eine OP nachdenkst, bei Prof. Halm / Team in Neustadt Holstein.
Oder ein anderer konservativ orientierter Arzt: Dr. Steffan in Bad Salzungen, das ist ganz in der Nähe von Eisenach. Allerdings braucht man dazu eine Überweisung.

Vielleicht könnte ein Korsett, das stundenweise getragen wird, die Blockaden lösen?

Dalia

re..

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 14:22
von Bastler
ja, das mit dem Arzt wechsel is ja gut und schön, bloß mache ich das nun fast seid meiner ganzen "sk zeit" von einem Arzt zum nächsten und jeder macht mir nur noch weniger hoffnung... nächstes problem: habe kein leider geld mehr für weiter reisen. In bad Berka wahr die erste frage: sind sie privat versichert? natürlich nicht... folge: der chefarzt hat mich nichtmal angeschaut.. untersucht hat mich so ein Türke der wiederrum dem Chefartzt über mich erzählte.

Und mit wirbel verdrehen meine ich, das sich tatsächlich die wirbel ein stück innerhalb der SK verdrehen... aber wie das genau ist weis ich nicht weil mich darüber noch keiner so richtig aufklären konnte/wollte.

wenn ich mich mal an die Treppenkante hänge...knackt es mehrmals heftig im Rücken und danach sind die schmerzen etwas geringer.

Und wenn ich meine übungen mache dann wirds erstmal extrem schlimmer, was ich nicht verstehen kann, jedem hilft bewegung auser mir?! aber das kann an den übungen selber liegen..

Eine OP kommt für mich nicht in frage auch wenn es machbar wäre, weil ich zu viel Bammel davor habe.
Ich wurde als kind 2 mal operiert aber nicht an der WB, habe heute noch unter den folgen der op´s zu knabbern...

Habe mir die Bilder der OP angeschaut und dabei ist mir echt schlecht geworden.

ja ich weis.. bin da ein schwieriger fall

aber tortzdem danke für deine ausführliche antwort, werde mich nach Dr. Hoffmann erkundigen und mich mal bei ihm vorstellen sobald ich finaziel wieder besser da stehe.

re.. dalia

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 14:32
von Bastler
bei dr. Steffan war ich schon, hatte dort einen termin, aber nach 2 stunden fahrt und 4 stunden im wartezimmer auf den sehr unbequemen stühlen, habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe mich dann auf den schnellsten weg wieder zu meiner geliebten couch gemacht. Bervor ich gegangen bin habe ich natürlich gefragt wann ich denn entlich dran sei... da wurde die schwester noch frech und hat mich als ungeduldigen Menschen hingestellt. :nein:

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 14:53
von anne
Hallo Bastler,

was dir bei Dr. Steffan passiert ist, wundert mich doch sehr. Bisher habe ich bzw. mein Sohn 2 mal einen ambulanten Termin bei ihm wahrgenommen, den letzten im vergangenen Jahr im August. In beiden Fällen mussten wir nie länger als 10 Minuten warten. Sollte sich bei der Terminplanung so viel geändert haben oder hattest du einfach unglaubliches Pech? 4 Stunden Warten trotz Termin ist wirklich nicht zumutbar, es sei denn, man erhielte rechtzeitig eine Erklärung, dass es sich erheblich verzögert, damit man u. U. die Klinik nochmal verlassen kann.

Ich halte 30 Minuten Wartezeit für tolerabel, danach frage ich in der Regel freundlich, wann ich damit rechnen könnte dran zu kommen und wenn es sich noch verzögert, vereinbare ich mit der Sprechstundenhilfe, wie lange ich die Praxis noch verlassen kann. Wir, die wir so oft in Wartezimmern sitzen, sollten meiner Meinung dazu beitragen, freundlich aber bestimmt deutlich zu machen, dass wir bei Terminvereinbarungen nicht bereit sind, unangemessen lange zu warten, weil wir ja die Zeit durchaus sinnvoller verwenden können. (z. B. mit Schroth-Übungen).

In diesem Sinne
schöne Grüße

Anne

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 15:11
von Bastler
ja, das fande ich aud ziehmlich doof, es wahren zZ viele Leute da und ich hatte das gefühl das es sehr stressig war weil irgend ein anderer arzt seine patienten auch dort hin verwiesen hat, urlaub oder sowas.
Genau weis ich es auch nicht mehr, ist schon 1 1/2 jahre her.
Bloß wenn man einmal sowas bei einem arzt mitgemacht hat, kann man nicht so schnell wieder verdrauen aufbauen.

Ich meine ein bis zwei stunden wartezeit bin ja schon gewohnt, war bis jetzt fast überall so...liegt aber sicher daran das ich bei der AOK bin.

Aber wie ich mitbekommen habe soll Dr. Steffan doch gar nicht so schlecht sein. evt. gebe ich ihm noch eine Chance, gerade weil ich kein geld habe bis nach studtgart zu fahren aber doch was passieren muss damit mir es etwas besser geht.

Ihr seid alle so net, Großen Dank an euch, habt mich schon ein bissel gestärkt

Verfasst: Di, 26.04.2005 - 15:36
von Dalia
Ja, gib Dr. Steffan unbedingt eine zweite Chance. Er kann auch nichts dafür, dass sein Wartezimmer so voll war. Aber sehr ärgerlich ist es natürlich, wenn du sechs Stunden Zeit verloren hast.

Ich bin damit immer gut gefahren, viel empfohlenen Ärzten eine zweite Chance zu geben, in besonderen Fällen auch eine dritte. :ja:

Gerade wenn du das Vertrauen in Ärzte verloren hast, kann ich nur Dr. Steffan oder Dr. Hoffmann empfehlen. Dr. Hoffmann hat allerdings auch volle Wartezimmer und ist eher ein Hektiker (aber ein sehr netter und menschlicher).

Ich kenne das mit den Wirbeln übrigens auch, wenn es wehtut, hänge ich mich kurz aus oder lege mich auf den harten Boden und strecke mich lang, bis es laut "KNACKS!" macht und dann sind die Schmerzen viel besser. Seit ich seit 1,5 Jahren wieder viel konsequenter Schroth-Gymnastik mache, geht es mir auch körperlich wesentlich besser.

Liebe Grüße,
Dalia