Hallo Bastler,
Bastler hat geschrieben:
Sk verdrehung ist ca 55°...
Wahr schon in Bad Berka zur Untersuchung... die meinten es macht wenig sinn was zu operieren weil sich meine wirbel permanet verdrehen/ausrenken.. das fängt bei der Hüfte an und hört beim Kopf auf.
kannst Du das ganze noch etwas präzisieren, da ich einige Verständnisprobleme dabei habe.
Bei den 55° handelt es sich wahrscheinlich um den Cobb-Winkel des Hauptbogens.
Was die Aussage anbetrifft, dass sich die Wirbel permanent verdrehen, verstehe ich nicht ganz, was gemeint ist.
Auf den ersten Blick fallen mir 2 Kommentare dazu ein:
1. Es gehört zum Wesen einer ganz "normalen" Skoliose, dass die Seitverbiegung mit einer Verdrehung der Wirbelsäule einhergeht. Da die Ärzte in Bad Berka darüber informiert sein sollten und sicher auch sind, würde mich interessieren, was sie genau damit gemeint haben.
2. Das Hauptziel einer Skoliose-OP ist nicht nur die Aufrichtung der Seitausbiegung, sondern v. a. die Entdrehung der Wirbelkörper, deshalb heißen die heute verwendeten Implantatsysteme ... Derotationsspondylodese
Was das Thema "Ausrenken" angeht, so handelt es sich sicherlich "nur" um Blockaden, denn mit einem wirklich ausgerenkten Wirbel, würdest Du im Rollstuhl sitzen. Allerdings gibt es viele Ärzte und Physiotherapeuten, die damit ihre Patienten beeindrucken wollen, was allerdings definitiv gegen deren Seriösität spricht.
Mit einer OP wären solche Blockaden innerhalb der Fusionsstrecke übrigens ausgeschlossen, was die Argumentation Deiner Ärzte komplett ad absurdum führt.
Bastler hat geschrieben:
Das sind schmerzen vom feinsten bis hin zu krippeln in den Gliedmaßen.
Habe in Bad Berka gezeigt bekommen wie man sich selber einrenken kann.. nur habe ich beobachtet das die Zeiträume in denen ich mich einrenken muss immer kürzer werden, was mir arge sorgen bereitet, denn ich habe ja eigentlich mein ganzes leben noch vor mir.
Das hört sich alles gar nicht gut an.
In kann Dir nur empfehlen, Dich woanders vorzustellen, wenn Du es konservativ versuchen möchtest vorzugsweise bei Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart, wenn Du über eine OP nachdenkst, bei Prof. Halm / Team in Neustadt Holstein.
Zusätzlich und unabhängig davon ist es sicherlich sinnvoll, Dich wegen der neurologischen Auffälligkeiten ("Kribbeln") bei einem Neurologen vorzustellen.
Bastler hat geschrieben:
Mit den Verspannungen komme ich mitlerweile ganz gut klar... bloß wenn die Bandscheiben "ein Stechen" verursachen, wird mir schon sehr mulmig.
Hat man bei Dir einen Bandscheibenvorfall oder Osteochondrose festgestellt? Die Bandscheiben als solche sind nicht mit Nerven versorgt und können deshalb auch kein Stechen verursachen. Allerdings können verschlissene oder vorgewölbte Bandscheiben Schmerzen indirekt verursachen.
Bastler hat geschrieben:
Gegen meine Skoliose mache ich fast garnix, weil es die Bandscheiben sonst überstraberzieren würde.
Das darf doch wirklich nicht wahr sein, was Deine Ärzte mit Dir machen. Das beste, was überstrapazierten Bandscheiben passieren kann ist gute Krankengymnastik, im Fall von Skoliose nach Schroth. Dadurch baust Du ein Muskelkorsett aus, welches die Bandscheiben aktiv entlastet.
Das schlimmste, was Du Deinen Bandscheiben antun kannst ist eine schwache, untrainierte Muskulatur - dadurch werden Deine Beschwerden immer schlimmer. Da hilft nur Bewegung und KG.
Lass den Kopf bloß nicht hängen, sondern kämpfe dafür, endlich von geeigneten Ärzten eine angemessene Therapie zu erhalten. Je nachdem wo Du wohnst ist dafür natürlich einige Herumreiserei notwendig, aber das ist die Aussicht auf Besserung der Lebensqualität allemal wert.
Übrigens: Du bist absolut kein Einzelfall, fast jeder hier im Forum kann Dir über Abenteuer mit unfähigen Ärzten berichten.
Viele Grüße
Silas