Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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AMH
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Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von AMH »

Hallo!

Es geht um meinen 14-jährigen Sohn, der über mich privat versichert und beihilfeberechtigt ist (Land SH).
Mir wurde gesagt, dass er bestenfalls jährlich zur Reha sollte. Ich habe gelesen, dass die 4-Jahresfrist bei medizinischer Notwendigkeit nicht mehr gilt. In den Beihilfe-Bedingungen steht steht sie aber noch drinnen. Würde in diesem Fall der Beihilfeergänzungstarif die komplette Behandlung übernehmen? Welche Erfahrungen habt ihr diesbezüglich gemacht?

VG A.
AMH
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Tagessatz Reha Beihilfe

Beitrag von AMH »

Ich habe Deinen POST in dem Thread "Tagessatz Reha Beihilfe" hierher verschoben, weil das übersichtlicher wird. Gruß
Klaus


Hallo!

Weiß hier zufällig jemand genau, wie hoch der Tagessatz der Beihilfestelle des Landes SH für Kinder-Reha ist? Ich habe gehört, dass die Diskrepanz zwischen Beihilfe und dem tatsächlichen Satz nicht unerheblich sein soll. Tagessatz in Bad Sobernheim liegt bei 214 €. Manche Beihilfen zahlen wohl nur 160€ lt Bd. So. :/

VG A.
Gigantomsus
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von Gigantomsus »

Hallo,

Ich bin nicht privat versichert, daher kann ich zum Thema PKV und Beihilfe nichts sagen. Meine Tochter ist allerdings jährlich über mich in Reha gefahren. Kostenträger war immer die RENTENVERSICHERUNG. Ich habe die Reha auch direkt dort beantragt und Bad Sobernheim in den Antrag reingeschrieben. Mir wurde von der Rentenversicherung gesagt, das geht wenn einer der Erziehungsberechtigten in den letzten 2 Jahren vor dem Rehabilitationsantrag für mindestens 6 Kalendermonate Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt hat oder zum Zeitpunkt der Antragstellung die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt ist.

LG
AMH
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von AMH »

Ah, das ist interessant. Danke für den Hinweis! Dann könnte er die Reha ggf. über meinen Mann machen.
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eric
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von eric »

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich als Privatversicherter in der Reha deutliche höhere Kosten selbst tragen muss, als das ein gesetzlich Versicherter tut. Und die Behandlungist absolut gleich-.
Gruß eric
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von Schnecke007 »

Hallo A.,

meine Tochter ist über mich ebenfalls privat versichert (mit Beihilfe), und die PKV und die Beihilfe haben die Reha zwar gezahlt, aber nur mit ziemlich viel Gezicke. Beide Stellen haben die Erstattung erstmal unabhängig voneinander abgelehnt, obwohl sie uns davor zugesagt wurde. :rolleyes:
Die zweite Reha haben wir über die Rentenversicherung beantragt, das war komplett problemlos.

Viele Grüße,
Schnecke
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von AMH »

Inzwischen hat sich Folgendes bei uns ergeben:

Wir bekamen zuerst eine Kostenzusage beider Stellen auf den vollen Satz. Dann rief mich die Beihilfe wieder an, um die Zusage zu wiederrufen, da die RV wohl einen Vorrang hätte. Beihilfe und KK kämen also erst zum Einsatz bei einem Ablehungsbescheid der RV.
Der RV Antrag läuft noch. Wir warten....
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von Korsara »

Schnecke007 hat geschrieben: Mi, 14.02.2024 - 23:44 Hallo A.,

meine Tochter ist über mich ebenfalls privat versichert (mit Beihilfe), und die PKV und die Beihilfe haben die Reha zwar gezahlt, aber nur mit ziemlich viel Gezicke. Beide Stellen haben die Erstattung erstmal unabhängig voneinander abgelehnt, obwohl sie uns davor zugesagt wurde. :rolleyes:
Die zweite Reha haben wir über die Rentenversicherung beantragt, das war komplett problemlos.

Viele Grüße,
Schnecke
Hallo,
ich bin neu hier. Meine Tochter (11 Jahre) hat eine idiopatische Skoliose (thorakal 17 Grad, lumbal 22 Grad Cobb), bekommt ein Korsett und sie möchte gerne nach Bad Sobernheim. Sie ist über mich privat versichert und beihilfeberechtigt. Jetzt hat die Beihilfe mir einen Brief geschickt, sie solle zum Amtsarzt, der die Notwendigkeit für eine Reha feststellen muss. Aber so ein Amtsarzt ist doch kein Kinderorthopäde. :/
Habe nun mehrfach gelesen, dass die PKV und die Beihilfe bei der Reha Probleme machen. Was kann ich tun, damit es leichter abläuft? Wir sind bei der Debeka.
Wie hast du (Schnecke) die zweite Reha über die Rentenversicherung laufen lassen? Mein Mann ist gesetzlich versichert, aber die Kinder alle privat über mich.
Über einen Ratschlag würde ich mich sehr freuen!
LG
Korsara
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von Anne2008 »

Hey,
die Kinder sind wahrscheinlich über dich krankenversichert aber nirgends rentenversichert. Daher greift die RV-Versicherung der Eltern. Wenn der Vater im selben Haushalt wohnt und in die gesetzliche RV-Versicherung Beiträge zahlt, kann er den Antrag für die Kinderreha stellen.

Gleich auf das Wahrecht bestehen und Bad Sobernheim als Wunschklinik angeben. Bis 12 kann man die Kinder begleiten, dafür gibt es aber nur ein geringes Kontingent an Plätzen in der Klinik in Bad Sobernheim. Daher könnte es noch daran scheitern (... also wenn es innerhalb der 6 Monatsfrist keine freien Plätze gibt).
Für Teenager ohne Begleitung gibt es viele Zimmer und immer freie Plätze innerhalb der Frist.

Eine Alternative für Kinder mit Begleitung wäre noch Bad Elster Sonnenhöhe.
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von Korsara »

Oh, super! Danke für die Antwort! Ich habe schon auf der Internetseite von Bad Sobernheim bei der online Anmeldung geschaut und mit Begleitung würde es was ab Januar.
Also würdest du generell raten, zunächst die Rentenversicherung und dann erst die PKV mit Beihilfe zu fragen? Ich weiß jetzt nicht, wie ich am besten vorgehen soll. Könnte dann auch nur mein Mann mit in die Reha? Für mich würde die gesetzliche Rentenversicherung ja wahrscheinlich nichts übernehmen.
Das ist echt alles gar nicht so einfach...
Deshalb von Herzen danke fürs Helfen!
LG
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Reha Bad Sobernheim Okt. 2023

Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von Anne2008 »

Ich arbeite auch im ÖD, bin aber keine Beamtin, habe daher keine Erfahrungswerte ob es irgendeinen Vorrang gibt, bei Beamten.
Lass deinen Mann bei der DRV anrufen und sagen dass ER den Antrag auf eine Kinder-Reha mit Begleitperson stellen möchte und ob etwas beachtet werden muss, da du Beamtin bist und du die Begleitperson wärst.
Bei gesetzlich Versicherten liegt die Zuständigkeit bei der DRV (Anträge die bei der KK eingehen, werden zur DRV weitergeleitet, hat mir meine KK mitgeteilt).
Grundsätzlich muss nicht derjenige das Kind begleiten, der den Antrag stellt. Es kann auch der Partner oder die Oma mitgehen, man kann sich die Zeit auch aufteilen (2 Wochen Mutter/ 2 Wochen Vater).

Ihr benötigt den Vordruck der DRV G0612 ausgefüllt von eurem Orthopäden. Wenn ihr den Vordruck habt, kannst du den Antrag Online auf der Seite der DRV stellen. Du kannst den Antrag auch jetzt schon ausfüllen, speichern und dann später mit der Anlage G0612 absenden.

Der letzte Antrag für meine Tochter (Antragstellung durch meinen Mann bei der DRV vor Ort) wurde innerhalb von einer Woche genehmigt.
Der Antrag vergangenes Jahr wurde durch mich gestellt. Bei mir als Angestellte im ÖD ist die DRV Bund in Berlin zuständig. Die Bearbeitung dort hat 3 Monate gedauert. Die DRV Bund ist in dieser Hinsicht sehr träge und war auch telefonisch nie erreichbar.

Viel Erfolg!

Meine Tochter freut sich schon auf die Zeit dort.
Kennst du den TikTok und Instagram Account der Klinik? Dort findest du auch viele Infos.
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Re: Jährliche Reha mit Beihilfe/pr. Versicherung

Beitrag von Korsara »

Super, das hilft uns schon sehr! Das werden wir jetzt schnell machen! Danke für deine Hilfe! Ich habe das Formular direkt an den Orthopäden geschickt, damit er es ausfüllt. Ich hoffe, dass es damit alles klappt!

Und ja, wir schauen uns auf Instagram immer die coolen Videos von der Klinik in Bad Sobernheim an. Das ist echt sehr wertvoll! Mittlerweile gibt es erst wieder im März Termine. Wenn es jetzt nicht zügig geht, dann ist meine Tochter schon zwölf... Aber sie würde den Aufenthalt sicher auch alleine meistern und man kann sie ja an den Wochenenden besuchen. Schöner wäre es trotzdem, wenn jemand sie zumindest für ein/zwei Wochen begleiten könnte.
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