Hallo Kirschblüte,
bevor Du über irgendwelche Therapien nachdenkst, möchte ich versuchen, erst einmal eine (wenn auch ungenügende) Grundlage zu Deiner Situation zu schaffen, auch wichtig für die Mitleser:
aus Deinem Vorstellungs-Thread:
Ich habe auch eine Skoliose, eine vermutlich leichte. Nach Cobb Grad oä will ich meine Orthopädin demnächst mal fragen. Das war bisher kein Thema.......Leider wurde auf ärztliche Unterstützung in der Kindheit nicht geachtet, später nahm ich es lange selbst nicht ernst......Diagnosen wie S-förmige Wirbelsäule, Kyphose, die mal festgestellt wird, mal nicht, Skoliose.
Es gibt also keine konkrete Diagnose!
Dazu gehören zumindest Röntgenbilder der gesamten Wirbelsäule von vorn
und von der Seite mit den entsprechenden Gradzahlen, auch die Gradzahlen von einer evtl. Hyperkyphose (Rundrücken) und Hyperlordose (Hohlkreuz).
Vorstellungsthread: Physiotherapie ab und an. Hier im Thread: Physiotherapie usw hilft eher nicht, kann aber mal gut tun.
Physiotherapie kann viel bedeuten, bei Fehlstellungen der Wirbelsäule muss individuell gezielt vorgegangen werden. In der Regel sind hier verkürzte Strukturen im gesamten Körper verantwortlich.
Insofern geht es zunächst nicht nur um eine konkrete Diagnose anhand von Röntgenbildern, sondern auch um die ärztliche Einschätzung, was
bei Dir wie wirken könnte. Und da ist viel praktische Erfahrung notwendig, was leider nur wenige Spezialisten können:
http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... =25&t=6472
Vorstellungs Thread:
Ein Korsett wurde bisher abgelehnt, von dem ich mir Entlastung verspreche, weil die Muskeln ja aktiviert werden sollen.
Die Verordnung für ein Korsett, welcher Art auch immer, ist wie die Physiotherapie ebenfalls abhängig von der konkreten Diagnose und Einschätzung, möglichst durch einen Spezialisten.
Sind anderen diese "Begleitsymptome" auch bekannt in Bezug auf Skoliose?
Selbst wenn jemand diese Beschwerden kennt, was hättest Du denn aktuell davon? Ohne kompetente vollständige Diagnose kommst Du nicht weiter.
Es ist eher so, dass der Spezialist aufgrund seiner Einschätzung die jeweilgen Beschwerden einer festgestellten Fehlstellung zuordnen könnte.
Grundsätzlich (!):
Die "Aktivierung der Muskeln" geht am besten durch den Aufbau eines eigenen Muskelkorsetts, was z.Bsp. durch die spezielle KG nach Katharina Schroth je nach individueller Situation (auch vom Alter und Höhe der Gradzahlen abhängig) gelingen kann, oder auch mal nicht.
Im korrigierenden Korsett (als zunächst stärkste Waffe gegen verkürzte Strukturen) werden durch Ausgleichsbewegungen zwar gewisse Muskeln aufgebaut bzw. umgebaut, aber das muss dann auch gesamtheitlich durch KG stabilisiert werden, wenn man nicht ständig vom Korsett abhängig sein möchte. Wie bei den meist erwachsenen Schmerzpatienten, die nur so die Beschwerden lindern oder ausschalten können.
Gruß
Klaus